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Corona-Wissen
16:03 · 21. September 2021

Sicher arbeiten im Büro: 10 Tipps für Gesundheit am Arbeitsplatz

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Beschäftigte müssen sich unter den aktuellen Umständen mit neuen Herausforderungen auseinandersetzen. Die folgenden Tipps zeigen, wie Sie auch jetzt am Arbeitsplatz gesund und sicher bleiben.

Der Ellenbogengruß zu Corona-Zeiten /

1. Beachten Sie die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Weiterhin arbeiten viele Menschen im Zuge der Corona-Pandemie im Homeoffice oder eingeschränkt in Kurzarbeit. Und auch wer weiter am Arbeitsplatz ist: Ein betrieblicher Infektionsschutzstandard muss dabei sicherstellen, dass Beschäftigte hinreichend vor Ansteckungsrisiken geschützt sind. Die Bundesregierung hat einheitliche Standards zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus am Arbeitsplatz beschlossen: Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet die Grundlage für eine sichere Rückkehr zum Arbeitsplatz während der Pandemie und für das Funktionieren des neuen Arbeitsalltags.

2. Impfen lassen

Den besten Schutz im Kampf gegen die Pandemie bietet die Corona-Schutzimpfung. Lassen Sie sich impfen und schützen Sie so sich und Ihre Kolleginnen und Kollegen. Nehmen Sie dafür vor allem auch die Zweitimpfung wahr. Nur so haben Sie einen vollständigen Impfschutzschutz.

3. Befolgen Sie die AHA-Formel

Die wichtigsten Grundregeln zur Eindämmung des Infektionspotentials sind in der AHA-Formel festgehalten: Auch am Arbeitsplatz ist es wichtig Abstand zu halten (mindestens 1,5 Meter), die geltenden Hygieneregeln zu beachten (Husten, Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch und gründliches Händewaschen) und eine Maske zu tragen. Mehr zur AHA-Formel finden Sie hier.

4. Regelmäßige Coronatests

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen PCR-, Selbst- oder Schnelltest anzubieten. Ausnahmen gibt es für vollständig geimpfte bzw. von einer COVID-19 Erkrankung genesene Beschäftigte. Die Beschäftigten müssen die Testangebote nicht wahrnehmen oder der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber Auskunft über ihren Impf- bzw. Genesungsstatus geben. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber und nutzen Sie die bereitgestellten Testmöglichkeiten, um eine Infektion auszuschließen und zu verhindern, dass Sie ungewollt Ihre Kolleginnen oder Kollegen anstecken. Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

5. Direkte Kontakte einschränken 

Minimaler direkter Kontakt zu anderen Menschen ist eines der wirksamsten Mittel, um sich vor einer Infektion zu schützen. Im Rahmen einer Schichtplangestaltung kann der Kontakt zwischen Beschäftigten untereinander reduziert werden: Mithilfe von Schichtwechseln, Pausen oder Anwesenheitskontrollen im Büro lässt sich organisieren, wann ein direkter Kontakt nötig ist beziehungsweise vermieden werden kann. 

6. Räume regelmäßig lüften

Das Coronavirus wird vor allem über Aerosole übertragen. Aerosole sind Tröpfchenkerne, die kleiner als fünf Mikrometer sind und die beim normalen Sprechen, aber vor allem beim Singen oder lauten Lachen freigesetzt werden können. Diese Tröpfchenkerne können über einen längeren Zeitraum in der Luft stehen. Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, sollten regelmäßig gelüftet werden, denn dadurch wird die Konzentration von potenziell in der Luft vorhandenen erregerhaltigen Tröpfchen reduziert.

7. Niemals krank zur Arbeit!

Folgendes gilt nicht nur während der Corona-Pandemie: Wer krank ist, sollte zuhause bleiben. Wer mit Krankheitssymptomen am Arbeitsplatz erscheint, setzt seine Kolleginnen und Kollegen einem Ansteckungsrisiko aus. Personen mit Erkältungs- bzw. Symptomen einer Coronavirus-Infektion sollten den Arbeitsplatz gar nicht erst betreten oder ihn umgehend verlassen. Falls Sie einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus haben, melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, unter der Nummer 116 117 beim ärztlichen Bereitschaftsdienst oder beim Gesundheitsamt.

8. Maßnahmen aktiv kommunizieren

Führungskräfte und Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten klar und verständlich erklären, welche Infektionsschutzmaßnahmen sie am Arbeitsplatz umsetzen, welche ggf. eingeübt und erprobt werden sollten. Vor Ort muss sichergestellt werden, dass die Gesundheit aller Beschäftigten Priorität hat. Seit dem 01. Juli 2021 gilt in Betrieben laut der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung keine Homeoffice-Pflicht mehr. Allerdings können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Beschäftigten freiwillig das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, um sie bestmöglich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.

9. Corona-Warn-App nutzen

Eine weitere gute Möglichkeit, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist die Corona-Warn-App. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Das verhilft den Bürgerinnen und Bürgern zu einem besseren Bild über die Ansteckungsgefahr und verringert das Risiko, dass das Virus unbemerkt weitergetragen wird. 

Erfahren Sie hier mehr über die Corona-Warn-App oder folgen Sie diesem Link, um zu erfahren, wie Sie sich die App kostenfrei auf Ihr Endgerät laden. 

10. Informiert bleiben

Informationen zu arbeitsrechtlichen Folgen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie finden Sie auf der Website des Bundesarbeitsministeriums oder in der Podcast-Reihe des Bundesarbeitsministeriums INQA Arbeitswoche – der Podcast zur Arbeitswelt in Zeiten von Corona. Ausführliche Erläuterungen zu den 10 Tipps auf dieser Seite können Sie auch in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung nachlesen. 

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