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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Test
13:39 · 26. Juli 2021

Selbsttest für den Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

Indem wir regelmäßig testen, können Corona-Infektionen besser und schneller erkannt werden. Damit können wir Infektionsketten unterbrechen und die Verbreitung des Coronavirus eindämmen. Auch die neuen Selbsttests tragen dazu bei. Hier erfahren Sie, wie Sie diese Tests erhalten und was Sie dabei beachten sollten.

Der Selbsttest geht über einen Nasenabstrich

Seit Februar 2021 erteilt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Sonderzulassungen für Selbsttests zum Nachweis von COVID-19 . Einige Selbsttests haben inzwischen außerdem eine CE-Kennzeichnung. Sie können diese Tests in Apotheken, im Handel oder über das Internet kaufen. Bitte beachten Sie dabei, dass Sie nur Tests verwenden, die eine Sonderzulassung oder eine CE-Kennzeichnung haben. Eine Übersicht der am Markt verfügbaren Antigentests (Selbsttests und Schnelltests) Sie hier.

Dafür eignen sich Selbsttests

Selbsttests geben Ihnen die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert selbst auf SARS-CoV-2 zu testen. Sie können die Tests einfach zuhause aufbewahren und durchführen. Sie müssen dafür keinen Termin bei einer Ärztin, einem Arzt, dem Gesundheitsamt oder einer Teststation vereinbaren. 

Selbsttests: Das sollten Sie beachten

Ein Test ist immer nur eine Momentaufnahme: Ein negatives Testergebnis gibt keine hundertprozentige Sicherheit , dass eine Person nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Bei einem negativen Ergebnis sollten Sie also dennoch vorsichtig sein und die AHA-Formel beachten. Sie können sich durch Selbsttests außerdem nicht „frei-testen“ und zum Beispiel eine verordnete Quarantäne verlassen.

Bitte beachten Sie bei der Durchführung des Tests die Herstellerangaben in der Gebrauchsanweisung. Wichtig sind dabei auch die korrekte Lagerung des Tests und die Durchführung bei Raumtemperatur. Bei sachgemäßer Lagerung und Durchführung eines Antigen-Tests in den angegebenen Temperaturbereichen ist von einer gleichbleibenden hohen Leistung in Bezug auf Sensitivität und Spezifität auszugehen, abweichende Temperaturen während der Lagerung und Durchführung können das Testergebnis verfälschen. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen kommen. Besonders kritisch sind zu hohe Temperaturen zu beurteilen. Diese führen zu vermehrt falsch-negativen Resultaten.

Wie zuverlässig sind Selbsttests?

Die Selbsttests (Antigen-Tests) haben gegenüber PCR-Tests eine geringere Erkennungsrate. Beim Selbsttest ist eine größere Menge an Viren erforderlich, um ein positives Ergebnis anzuzeigen. Bei infizierten Personen, die bereits Symptome aufweisen, zeigen die erhältlichen Selbsttests dies zuverlässig an. Infektiös werden Betroffene allerdings schon etwa zwei Tage vor Symptombeginn. Zu diesem Zeitpunkt ist die Viruslast oft noch zu gering, als dass ein Selbsttest (im Gegensatz zu einem im Labor ausgewerteten PCR-Test) die Infektion erkennen könnte. Eine infizierte Person kann also ein negatives Ergebnis haben, obwohl sie ansteckend ist. Dennoch sind auch Selbsttests ein wichtiges Werkzeug bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, denn jede entdeckte Infektion zählt.

Was stellt ein Selbsttest nicht fest?

Ein Selbsttest weist eine hohe Viruslast und damit eine Gefährdung für andere Personen nach. Mit diesem Test kann nicht festgestellt werden, ob jemand in der Vergangenheit bereits eine Infektion mit dem Coronavirus hatte. Beachten Sie in jedem Fall weiter die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen: Im Mittelpunkt steht die AHA+L+A-Formel: A = Abstand halten, H = Hygiene beachten (regelmäßig für 20-30 Sekunden die Hände mit Seife waschen), A = im Alltag Maske tragen, L = Lüften und A = (Corona-Warn-)App nutzen.

Was tun bei einem positiven Testergebnis?

Wer ein positives Ergebnis bei einem Selbsttest erhalten hat, sollte diesen durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich vorsichtshalber solange zuhause in häusliche Isolation begeben und Kontakte reduzieren, bis das Ergebnis vorliegt. Kontaktieren Sie für den PCR-Test Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, das Gesundheitsamt oder die die Telefonnummer 116 117.

Bei Symptomen oder Kontakt zu Infizierten sollten Sie keinen Selbsttest durchführen, sondern direkt die Hausärztin, den Hausarzt oder die 116117 kontaktieren und einen PCR-Test durchführen lassen (mehr über den PCR-Test und weitere Testverfahren erfahren Sie hier).

Wie zuverlässig sind Schnell-, Selbst- und PCR-Tests?

Antigen-Schnell- und Selbsttests weisen eine Coronavirus-Infektion ab einer gewissen Virusmenge nach. Diese ist oft erst nach Symptombeginn hoch genug. Infektiös können Betroffene aber schon ein bis zwei Tage vor Symptombeginn sein – also noch bevor ein Antigen-Schnell- oder -Selbsttest ein positives Ergebnis anzeigt.

Der im Labor ausgewertete PCR-Test ist der „Goldstandard“ und gilt als der zuverlässigste SARS-CoV-2-Test, da er auch geringe Virusmengen erkennt. Dennoch sind auch Antigen-Schnell- und Selbsttests wichtige Werkzeuge bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Denn bei regelmäßiger Anwendung können sie helfen, Infizierte zu identifizieren und Infektionsketten zu durchbrechen. Für alle Testarten gilt: Auch ein negatives Testergebnis ist immer nur eine Momentaufnahme. Darum muss auch nach einem negativen Test auf jeden Fall weiter die AHA+L+A-Formel beachtet werden. Ein positiver Antigen-Schnell- oder Selbsttest muss umgehend durch einen PCR-Test bestätigt werden. Sollten Sie keine Symptome haben, kann diese Bestätigung über ein Testzentrum erfolgen. Sie können sich unter der Telefonnummer 116 117 oder im Internet informieren, wo Sie in Wohnortnähe einen Test machen können. Sollten Sie Symptome haben, kontaktieren Sie bitte zunächst telefonisch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt. Egal, ob Sie Symptome haben oder nicht: Bei einem positivem Testergebnis sollten Sie sich häuslich isolieren!

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