Corona-Test
11:08 · 22. April 2022

Selbsttest für den Nachweis des Coronavirus

Tests helfen dabei, Corona-Infektionen besser und schneller zu erkennen. Antigen-Schnelltests zum Selbstgebrauch machen es möglich, SARS-CoV-2 innerhalb weniger Minuten nachzuweisen. Hier erfahren Sie, was Sie dabei beachten sollten.

Der Selbsttest geht über einen Nasenabstrich

Selbsttests sind freiverkäuflich und können auch von ungeschulten Personen sicher angewendet werden. Sie müssen nicht eigens zu einer Ärztin beziehungsweise einem Arzt, dem Gesundheitsamt oder einer Teststation fahren. Für die Auswertung braucht es zudem kein Labor.

Wer zuhause einen Selbsttest durchführt, sollte jedoch unbedingt auf ein paar Kriterien achten: Auf der Verpackung muss entweder das CE-Kennzeichen mit einer vierstelligen Nummer zu sehen sein oder ein Aufdruck mit der Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte – kurz BfArM. Eine Übersicht der zugelassenen Selbsttests und auch Antigen-Schnelltests finden Sie hier. Sie können die Tests in Apotheken, im Einzelhandel oder über das Internet erwerben.

Selbsttests: Das sollten Sie beachten

Das Ergebnis eines Schnelltests liegt bereits nach 15 bis 30 Minuten vor. Ein Test ist allerdings immer nur eine Momentaufnahme: Ein negatives Testergebnis gibt keine hundertprozentige Sicherheit, dass eine Person nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Sie sollten also weiterhin vorsichtig sein und die AHA-Formel befolgen, wenn Sie zum Beispiel einen engen Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder Symptome haben. Per Selbsttest dürfen Sie sich außerdem nicht „freitesten“, um zum Beispiel eine verordnete Quarantäne zu verlassen. Hierfür ist ein korrekt durchgeführter Antigen-Schnelltest durch geschultes Fachpersonal notwendig. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Den Selbsttest korrekt durchführen

Ein Schnelltest ist nur bei korrekter Durchführung zuverlässig. Bitte beachten Sie daher die Angaben im Beipackzettel. Anwenderinnen und Anwender sollten die vorgeschriebene Lagertemperatur unbedingt einhalten. In der Regel empfehlen Hersteller eine Lagerung zwischen 5 und 30 Grad sowie eine Anwendung bei Raumtemperatur, genaue Angaben finden Sie im Beipackzettel.

Abweichende Temperaturen können das Testergebnis verfälschen. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen kommen. Besonders kritisch sind zu hohe Temperaturen. Diese führen zu vermehrt falsch-negativen Resultaten. Selbsttests dürfen nicht auf Heizungen gelegt werden oder direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt sein. Die Testkits gehören auch nicht in den Kühlschrank.

Ein Tipp: Grundsätzlich kann der Selbsttest zur Eigenanwendung zu jeder Tageszeit durchgeführt werden. Am verlässlichsten ist das Ergebnis allerdings morgens direkt nach dem Aufstehen. Denn morgens ist die Viruslast am höchsten und kann am besten nachgewiesen werden. Verzichten Sie deshalb vor dem Test darauf, den Mund auszuspülen, die Zähne zu putzen, etwas zu trinken oder zu essen.

Mein Selbsttest ist positiv – was muss ich jetzt tun?

Wenn der Corona-Selbsttest zwei Streifen zeigt, sind Sie positiv auf das Coronavirus getestet. In dem Fall sollten Sie sich zuhause bestmöglich isolieren und Kontakte zu anderen Personen im Haushalt auf ein Mindestmaß reduzieren. Zur Überprüfung ist ein zertifizierter Antigen-Schnelltest wichtig. Auch bei einem roten Warnhinweis in der Corona-Warn-App kann ein Antigen-Test in einer offiziellen Teststation durchgeführt werden, um den Infektionsverdacht abzuklären. Fällt das Ergebnis positiv aus, kann dies mit einem PCR-Test bestätigt werden. Eine PCR-Bestätigung ist allerdings gerade in Zeiten von bundesweit hohen Inzidenzen nicht notwendig und sollte vorher abgewogen werden. Bei Symptomen oder engem Kontakt zu Infizierten sollten Sie das weitere Vorgehen telefonisch mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder unter der 116 117 abklären und sich bis auf Weiteres in häusliche Quarantäne begeben. Mehr zum Thema PCR-Test erfahren Sie hier.

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