Bundesministerium für Gesundheit
Live-Talk
13:48 · 4. Juni 2021

Ihre Fragen zur aktuellen Impfsituation und zum Testen im Alltag

Selbsttest, Schnelltest, PCR-Test – wie können sie uns im Umgang mit der Pandemie unterstützen? Und wie ist es um die aktuelle Impfsituation bestellt? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beantwortete Ihre Fragen zu diesen Themen mit seinen Gästen Professor Karl Broich, Professor Klaus Cichutek, Dr. Lisa Federle, Professor Thomas Mertens und Professor Lothar H. Wieler im Livestream am 27. März 2021.

Ihre Fragen zur aktuellen Impfsituation und zum Testen im Alltag

Der Livestream am 27. März 2021 mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn widmete sich den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern – darunter vieler Ärztinnen und Ärzte – zur aktuellen Impfsituation und zum Testen im Alltag. Als Gäste begrüßte der Minister auf dem Podium Dr. Anna Wessel (Hausärztin in Berlin) und Professor Lothar Wieler (Präsident des Robert Koch-Instituts). Im ersten Teil der Online-Diskussion zum Thema Impfen waren die Experten Professor Klaus Cichutek (Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts) und Professor Thomas Mertens (Vorsitzender der Ständigen Impfkommission) zugeschaltet. Im zweiten Teil zum Thema Testen nahmen Dr. Lisa Federle (Pandemiebeauftragte Tübingen) und Professor Karl Broich (Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte) an der Diskussion teil.

Impfen und Testen seien die entscheidenden Instrumente, die Deutschland auf dem beschwerlichen Weg aus der Pandemie nun verstärkt einsetze – dasmachte Jens Spahn deutlich. Er zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der bundesweiten Impfungen. Erwarb um Geduld und bat darum, vor und über Ostern Kontakte und Mobilität einzuschränken. Ziel der Regierung sei es, die aktuelle Infektionswelle gemeinsam zu brechen, um bei dann sinkender Inzidenz sinnvolle Öffnungsschritte einleiten zu können. Mit den Experten war sich der Bundesgesundheitsminister einig, dass weiterhin nur die sinnvolle Kombination aller zur Verfügung stehenden Bausteine, nämlich den Schutzmaßnahmen, Impfungen und Testungen, helfe, die Pandemie bestmöglich einzudämmen. Weitere Informationen zu den Öffnungsschritten finden Sie auf der Website der Bundesregierung.

Priorisierung rettet nachweislich Menschenleben

Jens Spahn betonte erneut, dass die bundesweiten Impfungen ein hohes Maß an Regulierung erfordern würden, da nicht genügend  Impfstoff zur Verfügung stehe, um alle Menschen sofort impfen zu können. Die Priorisierung, zuerst  vor allem älteren Menschen zu impfen, sei keine verzichtbare Bürokratie, sondern rette nachweislich Menschenleben, so der Gesundheitsminister. Das bekräftigte Dr. Anna Wessel, die in ihrer Berliner Modellpraxis bereits Corona-Schutzimpfungen durchführt und sich mit einem motivierten Praxis-Team den logistischen Herausforderungen stellt. Sie begrüßte die verbindliche Rechtssicherheit zur Nutzung des Impfstoffs und von Restimpfstoffen sowie die Priorisierung von Älteren und Vorerkrankten bei der Impfreihenfolge. Jens Spahn ermutigte zu einem pragmatischen Vorgehen in den Arztpraxen, betonte die Berechtigung der Impfzentren im Impfprozess und drückte den Hausärztinnen und Hausärzten sein unbedingtes Vertrauen aus. Die Bedeutung der Beratungen in den Hausarztpraxen bekräftigte Professor Mertens – insbesondere bei der Anwendung des AstraZeneca-Impfstoffs. 

„Um Vertrauen zu erhalten muss Transparenz gewährleistet sein“, so Gesundheitsminister Spahns Devise.

Wichtig sei es, die Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte stets aktuell zu informieren, denn „alle haben ein Recht darauf zu wissen, was wir wissen“. Es wurde betont, dass das Paul-Ehrlich-Institut kontinuierlich die Impfhinweise auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisiert und in stetem Kontakt mit den Impfstoffherstellern ist, um die Wirksamkeit der Impfstoffe auch bei Virusmutationen sicherzustellen. Mit den im zweiten Quartal erwarteten Liefermengen und mit den neuen Erkenntnissen zur Impfstofflagerung wird darüber hinaus die Impflogistik und der Übergang der Impfungen in die Hausarztpraxen erleichtert.

 

Testen als Brücke

Auf die Bedeutung der Corona-Testungen im Alltags- und Berufsleben wies Professor Broich hin und unterstrich die hohen Qualitätsanforderungen für die Freigabe von Tests. Bundesgesundheitsminister Spahn   empfiehlt, das aktuelle Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mindestens einmal pro Woche in einem Testzentrum kostenlos testen zu lassen, auch zu nutzen. Dr. Federle bestätigte mit ihren Erfahrungen aus Tübingen, dass Testungen auf große Akzeptanz stoßen und maßgeblich zur kommunalen Steuerung der Pandemie-Situation beitragen können. 

Jens Spahn und seine Gäste waren sich einig, dass Information und die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger sowie deren Selbstverantwortung bei der Reduzierung persönlicher Kontakte und dem Alltag mit Maske neben den Testungen unabdingbar seien, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. 

Aktuelle Informationen zu den Themen Impfen und Testen finden sich auf www.corona-schutzimpfung.de und www.zusammengegencorona.de.

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