Bundesministerium für Gesundheit
Live-Talk
11:15 · 25. Februar 2021

Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung: Gesamte Bevölkerung Deutschland

Nach wie vor ist das Informationsbedürfnis der Menschen in Deutschland zur Corona-Schutzimpfung groß. Um für noch mehr Transparenz zu sorgen, beantwortete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 20. Februar in einem weiteren Livestream zahlreiche Fragen aus der Bevölkerung. Mit ihm diskutierten die Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Prof. Dr. Klaus Cichutek, und des Robert Koch-Instituts (RKI), Prof. Dr. Lothar H. Wieler sowie der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO). Prof. Dr. Thomas Mertens. Franzi von Kempis brachte ihre Erfahrungen als stellvertretende Leiterin des Impfzentrums Messe Berlin ein.

Zusammen gegen Corona Live - Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung (20.02.2021)

Fachliches und sachliches Informationsbedürfnis zu Impfstoffen und Organisation

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte großes Verständnis für die vielen Fragen, die über eine einwöchige Online-Beteiligung auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums eingegangen waren.

„Ob in der WhatsApp-Gruppe, auf Facebook oder am Abendtisch: Wir müssen darüber reden“, betonte er. 

Akzeptanz der Impfreihenfolge

„Die Zahlen der Todesfälle tun mir und allen weh“ so Spahn, Umso wichtiger sei die Impfung, um das Gesundheitssystem in Deutschland zu entlasten. Für die Priorisierung der Impfgruppen herrsche eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Professor Mertens wies auf die wissenschaftlich begründeten Empfehlungen zur Impfreihenfolge hin, die einzuhalten seien, solange der Impfstoff knapp sei. „Das Virus wird uns nicht verlassen“, weshalb die Grundimmunisierung der Bevölkerung durch Impfung, nicht durch Infektion, anzustreben sei, mahnte Professor Wieler. Mit dem Lockdown als Bevölkerungsschutzmaßnahme, der Impfung und dem Einhalten der AHA+L Regeln könne man der Infektionsgefahr effektiv entgegenwirken. 

Wirksame Impfstoffe dank Zulassungsqualität

Professor Cichutek versicherte die hohe Wirksamkeit aller drei in Deutschland zugelassenen Impfstoffe. Jede Zulassung unterliege verlässlichen Qualitätsstandards. Diese gälten auch für Impfstoff-Anpassungen aufgrund von Virus-Mutationen. Der beste Impfschutz sei geboten, wenn die Erst- und Zweit-Impfung mit dem gleichen Impfstoff im richtigen Abstand erfolgen. Er rief alle Geimpften auf ihr Befinden nach der Impfung über die App SafeVac oder die STIKO-App mitzuteilen.

Im Impfzentrum herrscht Vertrauen

 „Bei uns kommen die Menschen an mit Vertrauen, mit Glück“, kommentierte Frau von Kempis die Stimmung im Impfzentrum. Ein Team aus Hilfsdienst, Notfall- und Rettungsdienst sowie den Profis aus Pharmazie und Medizin sorgt dafür, dass sich die Menschen rundum sicher fühlen. Durch das Anmeldeverfahren blieben nur in Ausnahmefällen wenige Impfdosen an einem Tag übrig. Diese würden an vorher identifizierte Personen der nächsten Priorisierungsgruppe verimpft, es werde kein Impfstoff vernichtet. Minister Spahn zeigte sich überzeugt, dass die Mitarbeitenden in den Impfzentren verantwortlich und zugleich pragmatisch mit dem kostbaren Impfstoff umgehen und dankte ihnen für ihren Einsatz.

Internationale und nationale Zusammenhänge 

Deutschland habe sich insgesamt mehr Impfstoff gesichert als die USA, so der Minister. Sehr komplex sei aber die Impfstoffproduktion. „Diese Pandemie hört erst dann auf, wenn alle save sind - nicht nur wir in Europa“, betonte er und versicherte die Verantwortung gegenüber anderen Staaten im Blick zu haben.

In der Bundesrepublik schätze er das gemeinsame Vorgehen der Bundesländer, die stetig voneinander lernten und alles daran setzten die Impforganisation zu optimieren. Eine wohnortnahe Impfung sei nicht gesetzlich vorgeschrieben und nicht an die Krankenversicherung gebunden. Die Kosten für die Corona-Schutzimpfung übernimmt der Staat. 

Minister Spahn schloss mit der Bitte: „Wenn Sie die Möglichkeit bekommen, sich und andere durch die Impfung zu schützen, nutzen Sie sie“! 

Umfangreiche Informationen zur Corona-Schutzimpfung finden sich auf www.corona-schutzimpfung.de und www.zusammengegencorona.de sowie der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts www.pei.de und des Robert Koch-Instituts www.rki.de.

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