COVID-19
11:12 · 29. April 2022

Pandemie-Alltag mit AHA-Formel: So schützen Sie sich selbst und andere

1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag Maske tragen – die AHA-Formel ist mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr Leben in der Pandemie sicher und achtsam gestalten.

Sich und andere mit der AHA-Formel schützen.

Auch im Jahr 2022 passen wir unseren Alltag an die Umstände der Corona-Pandemie an. Wir müssen weiterhin wichtige Verhaltensregeln beachten, um die Zahl der Neuinfektionen möglichst niedrig zu halten. Der Begriff „neuer Alltag“ bedeutet in diesem Zusammenhang, vermehrt Rücksicht auf andere zu nehmen, damit sich weniger Menschen mit dem Coronavirus infizieren. Ziel ist es, Menschenleben zu schützen und unser Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Das heißt auch, wachsam zu bleiben: Dort, wo das regionale Infektionsgeschehen stark zunimmt, können wieder konsequentere Maßnahmen ergriffen werden.

Der neue Alltag in der Pandemie - mit AHA

Wir alle können dazu beitragen, unsere Mitmenschen und das Gesundheitssystem zu schützen. Alltag mit weniger Ansteckungsgefahr und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir die AHA-Formel beachten:

  • Abstand halten zu anderen - mindestens 1,5 Meter: Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park.
  • Hygiene beachten: Wie wir richtig niesen, husten und unsere Hände waschen, zeigt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
  • Alltag mit Maske: Dringend empfohlen wird das Tragen von Masken an Orten, an denen es schwierig werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Wer eine Maske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Allgemeine Verhaltenstipps für das Frühjahr 2022 hat auch das Robert Koch-Institut in diesem Flyer zusammengestellt.

In geschlossenen Räumen: AHA+L

L steht für Lüften. Da sich Coronaviren auch über Aerosole verbreiten können, sollte auf eine gute Belüftung in Innenräumen geachtet werden. Aerosole sind Gemische aus Gasen und feinsten flüssigen und festen Schwebstoffen, die beim Sprechen an den Stimmlippen entstehen und beim Ausatmen in die Umwelt gelangen. Der Luftaustausch durch regelmäßiges Lüften verringert das Ansteckungsrisiko. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie hier.

Im öffentlichen Raum: AHA+A 

Die AHA-Formel wird durch ein A ergänzt, das für die Corona-Warn-App steht: Die App informiert Menschen schnell und anonym, wenn sie sich in der Nähe eines mit dem Coronavirus infizierten Menschen aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. In Kombination mit der AHA-Formel trägt die App somit zusätzlich zur Eindämmung der Pandemie bei. Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auch hier.

Masken schützen Sie und Ihre Mitmenschen

Vor allem in Situationen, in denen die Abstandsregeln nicht immer eingehalten werden können und mehrere Menschen für längere Zeit zusammentreffen, verschaffen OP-Masken und Masken des Standards FFP2 sowie KN95/K95 einen erhöhten Schutz vor einer Infektion, den eine herkömmliche Mund-Nasen-Bedeckung nicht bieten kann. Die Bundesländer entscheiden in eigener Verantwortung, vor dem Hintergrund des jeweiligen
Infektionsgeschehens, über die genauen Regelungen an welchen Orten die
Verpflichtung zum Tragen welcher medizinischen Maske gilt. Medizinische Masken unterscheiden sich von Mund-Nasen-Bedeckungen in ihrer Handhabung, Verwendung und ihrem Zweck. Einen Überblick über verschiedene Maskenarten und Informationen über die Maskennutzung im Alltag finden Sie hier: Übersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder in diesem Artikel.

Testen lassen und Ansteckungen vermeiden

Um mehr Sicherheit im Alltag zu schaffen, ist der Einsatz von Coronatests sinnvoll. So können auch Fälle entdeckt werden, bei denen kein akuter Verdacht auf eine Infektion vorliegt und mögliche Ansteckungen vermieden werden.
Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Testarten beziehungsweise -produkten: Selbsttest, Antigen-Schnelltest und PCR-Test. Die Durchführung eines Schnell- oder eines Selbsttests vor einem persönlichen Treffen ist sehr ratsam. Eine COVID-19-Erkrankung muss nicht immer mit Symptomen einhergehen und kann ohne Testung unentdeckt bleiben. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel zur Nationalen Teststrategie.

Freunde und Familie im neuen Alltag

Das Coronavirus macht vor Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis nicht Halt. Deswegen ist es ratsam, den Kreis der eigenen Kontaktpersonen möglichst konstant zu halten. So kann verhindert werden, dass sich das Virus ungewollt weiterverbreitet.

Für die Kleinen und Kleinsten in der Familie kann es schwierig sein, die Corona-Regeln nachzuvollziehen. Als Elternteil können Sie Ihrem Kind spielerisch erklären, wozu es die Maßnahmen gibt, denen auch Kinder jeden Tag begegnen. Viele Schulen haben ihre Räumlichkeiten und den Unterricht so umgestaltet, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. Coronatests wurden Teil der Schul-Routine, meist gilt eine Maskenpflicht im Unterricht. Händewaschen wird mit den Lehrkräften zusammen geübt. Wenn Ihr Kind Fragen zu all den Veränderungen stellt, nehmen Sie diese ernst und antworten Sie behutsam und kindgerecht. Erklären Sie Ihrem Kind die AHA-Formel spielerisch: Die Hygieneregeln können Sie zum Beispiel zusammen üben, indem Sie zwei Mal laut „Happy Birthday“ beim Händewaschen singen: So lange dauert es, bis die Hände ausreichend gründlich gewaschen sind.

Weitere Tipps für Familien finden Sie auf dieser Themenseite.

Kontakte zu älteren Personen in Alten- und Pflegeheimen

Ältere und vulnerable Personen sollten nur dann besucht werden, wenn alle Familienmitglieder frei von jeglichen Krankheitssymptomen sind. Bei Besuchen ist es in den Einrichtungen grundsätzlich vorgesehen, den Mindestabstand zu wahren und eine Maske zu tragen. Weitere Maßnahmen ergreifen die Pflegeheime und Länder selbst. 

Informieren Sie sich hier, was beim Besuch in Alten- und Pflegeheimen in Ihrem Bundesland zu beachten ist.

Nicht zuletzt: Mit der Corona-Schutzimpfung zurück zum Alltag

Neben der AHA-Formel ist die Corona-Schutzimpfung das wirksamste Mittel zur Bekämpfung der Pandemie. Sie schützt nicht nur die geimpfte Person selbst, sondern auch alle in ihrem direkten Umfeld und damit auch die Personen, die sich nicht impfen lassen können. Wer sich impfen lässt, trägt zum Gemeinschaftsschutz bei und schützt sich dabei selbst vor einer Ansteckung und einem schweren COVID-19-Verlauf. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto schneller wird aus dem „neuen“ Alltag wieder ein normaler.
Alle Informationen zur Corona-Schutzimpfung lesen Sie hier.

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Aktuelle Corona-Regelungen und das neue Infektionsschutzgesetz

Es ist davon auszugehen, dass das COVID-19-Infektionsgeschehen in Herbst und Winter erneut an Dynamik gewinnen wird. Daher sollen zum 1. Oktober bundesweite Schutzmaßnahmen eingeführt werden. Durch das Infektionsschutzgesetz haben die Bundesländer zudem die Möglichkeit, abgestuft auf das Infektionsgeschehen zu reagieren und weitergehende regionale Schutzmaßnahmen zu beschließen. Mit dem Gesetz sollen vor allem vulnerable Gruppen im Herbst und Winter besser vor Corona geschützt werden als in den vergangenen Jahren.

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