COVID-19
14:45 · 9. November 2022

So wird das Coronavirus übertragen

Mit dem Coronavirus infiziert man sich vor allem durch Tröpfchen oder Aerosole („Schwebeteilchen“) in der Luft. Auch eine Schmierinfektion über Oberflächen ist möglich. Hier erfahren Sie mehr zur Übertragung des Coronavirus und darüber, wie Sie das Risiko einer Infektion bestmöglich verringern.

Ansteckung mit COVID-19 durch Tröpfcheninfektion

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Übertragung findet vor allem über die Atemwege statt. Das Ansteckungsrisiko hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab: Zum Beispiel davon, wie viele Viruspartikel eine infizierte Person ausscheidet, wie lange man mit einer oder einem Infizierten in Kontakt war und an welchem Ort ein Treffen stattgefunden hat. In geschlossenen Räumen etwa ist das Übertragungsrisiko höher als an der frischen Luft. Entscheidend ist auch, um welche Virusvariante es sich handelt: Einige Varianten übertragen sich deutlich leichter von Mensch zu Mensch als andere.

Infektion über Tröpfchen und Aerosole

Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen oder Aerosole („Schwebeteilchen“) in der Luft. Wenn eine infizierte Person hustet, niest, lacht oder spricht, scheidet sie Tröpfchen und Aerosole mit Viren aus. Diese verbreiten sich in der Luft und setzen sich auf Oberflächen ab. 

Je näher eine Person der oder dem Infizierten kommt, desto mehr ansteckende Tröpfchen und Aerosole können sie erreichen. Mit dem Mindestabstand von 1,5 Metern können Sie sich davor schützen, Viren einzuatmen. Je mehr Abstand Sie einhalten, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mit dem Coronavirus anstecken. 

Zudem sollten Räume, in denen sich mehrere Menschen gleichzeitig aufhalten, regelmäßig gelüftet werden. Durch den Luftaustausch wird verhindert, dass sich große Aerosolmengen im Raum sammeln. Eine richtig sitzende Maske (idealerweise eine FFP2-Maske) kann einen Teil der Tröpfchen und Aerosole abfangen und bietet zusätzlichen Schutz. Hier können Sie mehr zu den unterschiedlichen Maskentypen nachlesen. 

Mindestabstand schützt vor einer Ansteckung

Weitere Übertragungswege: Schmierinfektion

Coronaviren können sich auch über Oberflächen wie Metall, Glas oder Plastik übertragen. Eine Übertragung durch Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung der infektiösen Person nicht auszuschließen, da die Viren auf Flächen einige Zeit infektiös bleiben können. Im Epidemiologischen Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19 des Robert Koch-Institut (RKI) können Sie Forschungsergebnisse hierzu nachlesen.

Ansteckung mit COVID-19 über Schmierinfektion

In der folgenden Infobox sind die wichtigsten Hygieneregeln zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion für Sie zusammengefasst:

Hygiene-Tipps für einen sicheren Alltag

  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und nehmen Sie sich dafür 20 bis 30 Sekunden Zeit. Sollten Sie unterwegs keine Möglichkeit zum Händewaschen haben, nutzen Sie Händedesinfektionsmittel.
  • Vermeiden Sie Händeschütteln oder Umarmungen, wenn Sie andere Menschen begrüßen.
  • Halten Sie beim Husten oder Niesen genügend Abstand zu anderen Menschen und drehen Sie sich dabei von ihnen weg. Husten oder Niesen Sie nicht in die Hände, sondern in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch, das Sie danach entsorgen. Grundsätzlich sollten Sie bei Anzeichen einer COVID-19-Erkrankung zuhause bleiben, sich testen und eine Ärztin bzw. einen Arzt anrufen.
  • Berühren Sie Ihr Gesicht so selten wie möglich.
  • Achten Sie auf eine gute Haushaltshygiene und nutzen Sie zum Putzen handelsübliche Reinigungsmittel. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln wird nicht routinemäßig empfohlen.

Die AHA-Formel schützt vor einer Infektion mit dem Coronavirus

Die Ansteckungswahrscheinlichkeit über einen der oben genannten Übertragungswege kann durch das Einhalten der AHA-, bzw. AHA+L+A-Formel verringert werden. Wenn Sie Abstand halten, die Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen, schützen Sie damit sich und Ihr Umfeld. Gründliches Lüften (+L) senkt das Infektionsrisiko über Aerosole, wie Sie hier nachlesen können. Wenn Sie die Corona-Warn-App (+A) verwenden, können Sie ebenfalls dazu beitragen, die Virusverbreitung einzudämmen und die Fallzahlen zu senken. Die App hilft unter anderem dabei, festzustellen, ob Sie in Kontakt mit einer infizierten Person waren, die ebenfalls die App nutzt und daraus ein Ansteckungsrisiko entstanden sein kann.

Schutz durch Impfung

Die Corona-Schutzimpfung inklusive Auffrischungsimpfungen können das Risiko einer Infektion reduzieren, und wirksam vor Erkrankung und vor allem vor schweren COVID-19-Verläufen schützen. Im Zweifel sollten Sie Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt halten und die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) befolgen.

Ansteckung und Übertragung trotz Impfung

Die COVID-19-Impfstoffe haben eine hohe individuelle Schutzwirkung und bewahren die geimpfte Person vor einem schweren Krankheitsverlauf. Es kann jedoch auch trotz Corona-Schutzimpfung zu einer Infektion kommen: Die Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Deshalb ist es wichtig, sich trotz Impfung an die AHA-Formel zu halten und Kontakte wenn möglich zu beschränken.

Zu einer Ansteckung kann es auch dann kommen,

  • wenn die Infektion bereits kurz vor der Impfung erfolgt ist (wenn also in der Inkubationszeit geimpft wurde. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt fünf bis sechs Tage)
  • wenn die Infektion in den ersten Tagen nach der Impfung erfolgt, bevor der Impfschutz vollständig ausgebildet ist. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel zehn bis 14 Tage nach Verabreichung ein.
  • wenn eine vollständige Impfung vorliegt. Man spricht dann von einem Impfdurchbruch.

Darum infizieren sich noch immer Menschen

  1. Es gibt immer noch viele Nicht-Geimpfte und Nicht-Geboosterte
    In Deutschland sind viele Menschen immer noch nicht geimpft oder haben noch keine Auffrischungsimpfung erhalten. Unter den Nicht-Geimpften und Nicht-Geboosterten kann sich das Virus einfacher übertragen und verbreiten. Mehr zur Corona-Schutzimpfung erfahren Sie hier, mehr zur Booster-Impfung hier.
  2. Die Virusvariante Omikron ist ansteckender
    Die zurzeit in Deutschland vorherrschende Omikron-Variante ist deutlich ansteckender als frühere Varianten. Sie ist verantwortlich für hochdynamische Infektionswellen, die in einigen Regionen zu einer starken Belastung des Gesundheitssystems und ggf. weiterer Versorgungsbereiche führen können. Weitere Infos zu Virusvarianten finden Sie hier.

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