Corona-Schutzimpfung ab 5 Jahren

Der Kinder-Impfstoff von BioNTech ist seit Ende November in der EU für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zugelassen. Zunächst wurde der Kinderimpfstoff vor allem vorerkrankten Kindern empfohlen, jetzt empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Kindern ab 5 Jahren, sich impfen zu lassen.

Hier finden Sie Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung für Kinder und was es für Eltern zu beachten gilt.

Können sich auch Kinder ab 5 Jahren gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja - bereits am 26. November 2021 hat die Europäische Kommission den Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer (Comirnaty® 10 μg) für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren zugelassen. Seit Mai 2022 empfiehlt die STIKO allen Kindern zwischen 5 und 11 Jahren die Corona-Schutzimpfung mit einem mRNA-Impfstoff – vorzugsweise mit dem Kinderimpfstoff Comirnaty® 10 μg. Die Verwendung von Spikevax® (50 μg) ist für 6- bis 11-jährige Kinder ebenfalls möglich.

Die COVID-19-Impfung kann bei niedergelassenen Kinderärztinnen oder -ärzten oder Hausärztinnen und -ärzten erfolgen, aber auch Krankenhäuser mit pädiatrischen Abteilungen, Impfzentren und mobile Impfteams führen die Impfung durch. Die STIKO-Empfehlung finden Sie hier.

Stand: 16.09.2022 

Mit welchem Impfstoff können Kinder zwischen 5 und 11 Jahren geimpft werden? Ist der Impfstoff neu?

Dafür ist der Impfstoff von BioNTech/Pfizer, angepasst auf die Altersgruppe der 5- bis 11-Jährigen, EU-weit zugelassen. Bei dem COVID-19-Impfstoff handelt es sich um eine niedriger dosierte Kinderformulierung, das heißt Zusammensetzung des Impfstoffs. Kinder zwischen 5 und 11 Jahren können laut EMA-Zulassung und STIKO-Empfehlung mit 10 µg des mRNA-Impfstoffs, also mit 1/3 der Erwachsenendosis geimpft werden. Die Verwendung von Spikevax® (50 μg) ist für 6- bis 11-jährige Kinder aber ebenfalls möglich: „Nach Prüfung der aktuellen Datenlage ist davon auszugehen, dass sowohl Comirnaty® (10 μg) als auch Spikevax® (50 μg) in dieser Altersgruppe in der Regel gut vertragen werden und keine Sicherheitsbedenken bestehen“, heißt es in der STIKO-Empfehlung.

Stand: 01.06.2022

Was empfiehlt die Ständige Impfkommission zur Impfung für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren?

Die STIKO hat am 24. Mai 2022 ihre COVID-19-Impfempfehlung für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren aktualisiert. In Abwägung aller bisher vorhandenen Daten empfiehlt die STIKO:

  • allen Kindern von 5 bis 11 Jahren – im Rahmen einer sog. Basisimmunisierung – eine einmalige COVID-19-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff in altersgerechter Dosierung (vorzugsweise mit dem Kinderimpfstoff Comirnaty® 10 μg; die Verwendung von Spikevax (50 μg) ist für 6- bis 11-jährige Kinder alternativ ebenfalls möglich).
  • Kinder mit Vorerkrankungen sollen – wie schon aufgrund der bisherigen Empfehlung – eine Grundimmunisierung (zwei Impfdosen im Abstand von drei bis sechs Wochen) sowie eine Auffrischungsimpfung nach sechs Monaten erhalten. 
  • Kinder (ohne Vorerkrankungen) mit Kontakt zu Personen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf, die selbst durch eine Impfung nicht sicher geschützt werden können, sollten zwei Impfdosen im Abstand von drei bis sechs Wochen erhalten.
  • Kinder mit einer Immundefizienz sollen – je nach Art und Ausprägung der Immunschwäche – zur Grundimmunisierung mindestens drei Impfstoffdosen erhalten (die Impfungen sollten im Mindestabstand von vier Wochen zur vorangegangenen Impfstoffdosis erfolgen). Außerdem empfiehlt die STIKO ihnen zwei Auffrischungsimpfungen im Abstand von mindestens drei Monaten zur vorangegangenen Impfdosis.
  • Genesene Kinder sollten sich drei Monate nach der Infektion einmalig impfen lassen.
  • Gesunde Kinder, die bereits zweimal geimpft wurden, sollen zunächst nicht erneut geimpft werden. 

Die STIKO-Empfehlung finden Sie hier.

Stand: 27.09.2022 

Welche Regeln gelten bei der Zulassung des Kinderimpfstoffs?

In der Europäischen Union (EU) werden hohe Anforderungen an die Zulassung von Impfstoffen gestellt – denn in Deutschland und in den anderen EU-Ländern kommen grundsätzlich nur COVID-19-Impfstoffe zum Einsatz, die umfassend auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft wurden.

Dafür müssen die Pharmahersteller – in diesem Fall BioNTech/Pfizer – zunächst einen Antrag auf Zulassung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) einreichen, die daraufhin alle Unterlagen zum Impfstoff prüft und bewertet. Erst wenn die EMA ein positives Nutzen/Risiko-Verhältnis für eine Verwendung des Impfstoffs feststellt und eine entsprechende Empfehlung ausspricht, kann das notwendige Stellungnahmeverfahren des Ausschusses für Humanarzneimittel beginnen und die Europäische Kommission den Impfstoff anschließend auf dem EU-Markt zulassen.

Dieser umfangreiche Prüfprozess gewährleistet den sicheren Einsatz von Impfstoffen und Arzneimitteln in der EU, benötigt aber auch etwas Zeit. Logistische Probleme und Lieferengpässe können die Verfügbarkeit eines Impfstoffs zusätzlich verzögern. Mehr über die Zulassung von Impfstoffen lesen Sie hier.

Stand: 10.09.2022

Wo können sich Kinder gegen COVID-19 impfen lassen?

In Deutschland wird ausreichend Impfstoff für diese Altersgruppe zur Verfügung gestellt. Eltern, die ihre Kinder impfen lassen möchten, können sich an die niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte wenden. Darüber hinaus stehen auch die Impfzentren und die lokalen Impfaktionen für Eltern und ihre Kinder zur Verfügung. Informationen dazu sind auf den entsprechenden Informationsseiten der Kommunen zu finden.

Stand: 10.09.2022

Gibt es eine Impfpflicht für Kinder?

Nein, es gibt keine Impfpflicht für Kinder in Deutschland. Die Entscheidung für oder gegen die Corona-Schutzimpfung liegt bei den Sorgeberechtigten. Generell gilt: Die Corona-Schutzimpfung ist wichtig, um sich selbst zu schützen, einen Gemeinschaftsschutz zu erreichen und so auch diejenigen zu schützen, die selbst durch eine Impfung nicht sicher geschützt werden können oder sich nicht impfen lassen können. 

Seit dem 24. Mai 2022 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Kindern ab 5 Jahren, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Die aktuelle STIKO-Empfehlung finden Sie hier. Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung für Kinder sowie eine Entscheidungshilfe für Eltern finden Sie auf dieser Informationsseite für Familien.

Stand: 05.08.2022

Welche Impfreaktionen können nach der Corona-Schutzimpfung bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren auftreten?

Wie bei jeder Impfung können auch nach der Corona-Schutzimpfung mit dem Kinder-Impfstoff von BioNTech/Pfizer bei Kindern Impfreaktionen oder unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an.

Die beobachteten Impfreaktionen in der Zulassungsstudie bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren sind ähnlich wie bei Personen ab 12 Jahren. Die häufigsten Impfreaktionen waren folgende lokale Reaktionen:

  • Schmerzen an der Impfstelle: 80 Prozent
  • Müdigkeit/Abgeschlagenheit: 50 Prozent 
  • Kopfschmerzen: 30 Prozent
  • Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle: 20 Prozent 
  • Gliederschmerzen: 10 Prozent

Systemische Reaktionen kamen bei den Kindern selten vor. Fieber trat bei 3 Prozent nach der ersten Impfung und 7 Prozent nach der zweiten Impfung auf. Schüttelfrost bei 5 Prozent nach der ersten Impfung und bei 10 Prozent nach der zweiten Impfung. Eine Vergrößerung der Lymphknoten wurde bei 0,9 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen beobachtet.

Mehr Informationen können Sie auch unserem Artikel "Corona-Schutzimpfung für Kinder ab 5 Jahren: Warum sich auch Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren impfen lassen sollten" entnehmen. 

Stand: 05.01.2022

 

 

Welche Regelungen gibt es im Falle eines Impfschadens nach einer Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen?

Wer durch eine COVID-19-Schutzimpfung gesundheitliche Schäden (Impfschaden) erleidet – egal, ob die Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wurde oder nicht –, erhält auf Antrag Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz (Vgl. § 60 Infektionsschutzgesetz). Ausgenommen davon sind Folgen, die durch Anwendungsfehler von Ärztinnen oder Ärzten entstanden sein könnten oder Fehler des pharmazeutischen Unternehmens.

Stand: 10.09.2022

Wie werden digitale Impfnachweise von Kindern gespeichert?

Bei Bedarf können auch die digitalen Nachweise von Angehörigen entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App digital verwaltet werden.  

Stand: 10.09.2022 

Müssen sich geimpfte Kinder in der Schule testen lassen?

Sollte die Gefahr bestehen, dass die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur nicht mehr gewährleistet werden kann, können die Länder ab dem 1. Oktober eine Verpflichtung zur Testung in Schulen beschließen. Diese Regelung wird individuell und je nach Infektionsgeschehen beschlossen. Bitte informieren Sie sich zu den Regelungen in Ihrem Bundesland.

Stand: 10.09.2022

Warum empfiehlt die STIKO den Impfstoff Spikevax® von Moderna jetzt für Kinder zwischen 5 bis 11 Jahren, 12- bis 17-Jährigen aber nicht?

Am 2. März 2022 hat die Europäische Kommission den COVID-19-Impfstoff Spikevax® von Moderna in halber Dosierung (50 μg) zur Anwendung bei Kindern von 6 bis 11 Jahren zugelassen. Laut aktueller Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollen 5- bis 11-Jährige zwar vorzugsweise mit dem Kinderimpfstoff Comirnaty® (10 μg) geimpft werden, die Verwendung von Spikevax® (50 μg) ist für 6- bis 11-jährige Kinder aber ebenfalls möglich: „Nach Prüfung der aktuellen Datenlage ist davon auszugehen, dass sowohl Comirnaty® (10 μg) als auch Spikevax® (50 μg) in dieser Altersgruppe in der Regel gut vertragen werden und keine Sicherheitsbedenken bestehen“, heißt es in der Empfehlung.

Auch das Risiko für sehr seltene Herzmuskelentzündungen, die zuvor nach Verabreichung der mRNA-Impfstoffe bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beobachtet wurden, ist demnach bei 5- bis 11-jährigen Kindern deutlich geringer ist als bei 12- bis 29-Jährigen. Da laut STIKO bislang keine neuen Gefahrensignale oder Sicherheitsbedenken vorliegen, kann die Moderna-Impfung für Kinder (Spikevax® 50 μg) als Alternative bei Kindern von 6 bis 11 Jahren eingesetzt werden. Bei 12- bis 29-Jährigen soll der Moderna-Impfstoff (Spikevax® 100 μg) nach wie vor sicherheitshalber nicht zum Einsatz kommen. 

Stand: 08.08.2022