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Freizeit und Urlaub
09:59 Uhr · 1. Juli 2020

Fit und gesund durch den Sommer

Ringen auf der Matte, Zumba im Studio oder lieber Joggen im Park? Welche Sportarten Sie jetzt meiden sollten und wie Sie trotzdem fit durch den Sommer kommen.

Bild: Getty Images / Silke Woweries

Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit aus.  Allerdings kann eine Übertragung des neuartigen Coronavirus auch beim Sport nicht ausgeschlossen werden. Wer beim Sport heftig atmet, verbreitet die beim Ausatmen entstehenden Tröpfchen viel weiter als sonst. Besonders wichtig ist es daher, auf ausreichend Abstand zu achten, vor allem wenn Sie außer Atem sind. Trainieren Sie diesen Sommer möglichst oft draußen. Sportarten, bei denen sehr enger Körperkontakt dazugehört, sollten Sie meiden. Vielleicht probieren Sie mal etwas anderes aus, um fit zu bleiben. Hier finden Sie sieben Tipps, um diesen Sommer fit und gesund zu bleiben – trotz Coronavirus-Pandemie. 

1. Viele Menschen, höheres Risiko

Sport in größeren Gruppen bringt ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit sich. In einigen Fällen konnten Übertragungen des neuartigen Coronavirus im Laufe von Sportkursen in geschlossenen Räumen nachgewiesen werden, etwa bei einem Zumba-Kurs in einem Sportstudio. Die Intensität der Sportart spielt hierbei höchstwahrscheinlich eine Rolle: Wer heftig atmet, stößt mehr Aerosole aus. Wenn Sie in einem Fitnessstudio trainieren, desinfizieren Sie unbedingt die von Ihnen benutzen Trainingsgeräte vor und nach dem Gebrauch. Verzichten Sie möglichst auf den Aufenthalt in Dusch- und Umkleidekabinen. Bitte beachten Sie auch im Sportstudio die allgemeinen Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten, Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, Händewaschen) und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen.

2. Geringes Risiko bei Sportarten auf Abstand 

Bei Sportarten, bei denen sich zwischen den Aktiven gut Abstand halten lässt, ist das Ansteckungsrisiko relativ gering. Das gilt vor allem, wenn der Sport an der frischen Luft praktiziert wird, zum Beispiel beim Tennis, Golfen, Kanufahren. Auch Radfahren, Segeln oder Rudern können Sie bedenkenlos, wenn Sie alleine oder mit der Familie unterwegs sind. Je mehr Menschen aus unterschiedlichen Haushalten mit dabei sind, desto größer wird natürlich das Risiko, sich anzustecken. Halten Sie daher den Kreis Ihrer Trainingspartner und -Partnerinnen während der Coronavirus-Pandemie möglichst konstant. 

3. Joggen an der frischen Luft

Besonders wenn Sie alleine oder mit Mitgliedern des eigenen Haushaltes joggen gehen, sind Sie einem sehr geringen Infektionsrisiko ausgesetzt. Wenn Sie draußen joggen gehen, sollten Sie stets darauf achten, ausreichend Abstand zu anderen Personen einzuhalten. 

4. Sportarten mit Körperkontakt sind aktuell ungeeignet

Da es stets wichtig ist, die Abstandsregeln zu Ihren Mitmenschen einzuhalten, sollten Sie Disziplinen vermeiden, bei denen dies schwer umsetzbar ist. So misslich die Situation für die Sporttreibenden auch ist, sind Sportarten mit direktem Körperkontakt wie etwa Ringen oder Rugby derzeit nicht geeignet. 

5. Große Teams in Kleingruppen aufteilen 

Wenn Sie bislang in großen Mannschaften Sport getrieben haben, ist beim Training eine Aufteilung der Teams ratsam und in einigen Bundesländern sogar vorgeschrieben. Viele Mannschaften trainieren in Kleingruppen und machen zum Beispiel ein Zirkeltraining mit verschiedenen Stationen, statt sich als gesammelte Mannschaft aufs Feld zu stellen. Bitte beachten Sie hierbei stets die geltenden Regelungen in Ihrem Bundesland

6. Sportkurs zuhause oder draußen

Pilates, Yoga oder Sit-Ups im Wohnzimmer: Es gibt ein großes Angebot an Online-Sportkursen, auf das Sie häufig auch kostenfrei zugreifen können. Influencer bieten auf ihren YouTube-Kanälen Inspiration und Übungen für ein Home Workout. Seit der Coronavirus-Pandemie sind einige Sportstudios dazu übergegangen, Online-Kurse live anzubieten. Das Angebot reicht von Dehnungsübungen über Ausdauertraining bis hin zu verschiedenen Yoga-Stilen. Viele professionelle Sportvereine bieten auf ihren Kanälen in den sozialen Netzwerken ebenfalls Online-Sportkurse an. In vielen Videos werden Übungen gezeigt, die Sie oft ohne besondere Fitnessgeräte durchführen können – für Übungen mit Gewichten können Sie beispielsweise Wasserflaschen verwenden. In diesem Sommer gibt es übrigens auch zunehmend Fitness-Anbieter, die Kurse an die frische Luft verlegen. Im Park kann man gut Abstand halten und das Ansteckungsrisiko mit Aerosolen ist geringer. 

7. Sport im Alltag einbauen

Mit ein bisschen Kreativität können Sie körperliche Aktivität auch in Ihren Alltag einbauen, ohne dabei ein höheres Infektionsrisiko einzugehen. Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug. Überlegen Sie sich, wo Sie geschickt Übungen einbauen können. Tipps für Rücken- und Fitnessübungen zwischen zwei Videokonferenzen finden Sie zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und auf den Internetseiten vieler Krankenkassen. Verzichten Sie auf Bus und Bahn, gehen Sie lieber mal zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad. Wenn Sie dabei auf Abstand achten, kommen Sie so auch in der Coronavirus-Pandemie sicher voran und tun auch noch etwas für Ihre Fitness. 

Weitere Informationen:

Verbreitung des Coronavirus durch Aerosole: 

www.zusammengegencorona.de/informieren/viel-lueften-oder-gleich-draussen-treffen/

Informationen des Deutschen Olympischen Sportbundes: 

www.dosb.de/medien-service/coronavirus