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Freizeit und Urlaub
09:59 Uhr · 1. Juli 2020

Sicher und gesund Urlaub machen

Welche Corona-Regeln in deutschen Feriengebieten gelten.

Bild: Getty Images / Kentaroo Tryman

Am Strand liegen und die Sonne genießen oder sich am Blick auf das Alpenpanorama erfreuen. Nach dieser Vorstellung sehnen sich viele Mitmenschen. Nach Monaten zuhause ist Urlaub jetzt wieder möglich. Angesichts der noch immer andauernden Epidemie entscheiden sich viele Urlauber für Reisen an Nord- und Ostsee, in die Berge oder zu anderen Ferienzielen in Deutschland. Wie im Alltag müssen auch hier einige Regeln beachtet werden, um eine mögliche Übertragung des neuartigen Coronavirus zu vermeiden. 

Vor der Reise informieren

Grundsätzlich sollten Sie sich vor Ihrem Reiseantritt über regionale und lokale Regeln in ihrem Urlaubsgebiet erkundigen. Allgemeine Informationen zu jedem Bundesland finden Sie hier. Viele Urlaubsregionen informieren zudem auf eigenen Webseiten über die geltenden Vorschriften zur Eindämmung der Epidemie. 

Zugangsbeschränken können notwendig werden

Die zuständigen Behörden in den Urlaubsregionen behalten sich Betretungsverbote und Zugangsbeschränken auch für Strände vor, wenn das Infektionsgeschehen dies notwendig macht. Dies gilt auch, wenn große Menschenansammlungen zu erwarten sind.  Aber die Behörden setzen nicht nur auf Verbote, sondern auch auf umsichtige Gäste. Um volle Strände zu vermeiden, planen einige Küstenorte Apps und Internetplattformen, auf denen Touristen und Touristinnen einsehen können, welcher Strandabschnitt bereits voll ist und für welchen sie noch ein Ticket buchen können. Damit möchte man insbesondere Tagestouristen die Möglichkeit geben, sich im Vorfeld zu informieren, ob sie noch an den Strand dürfen. 

Corona-taugliche Strandkörbe

Die Abstandsregeln gelten im öffentlichen Raum und damit selbstverständlich auch am Strand. An einigen Stränden wird der übliche Mindestabstand von 1,5 Metern ausgeweitet. So gilt beispielsweise am Timmendorfer Strand ein Mindestabstand von 3,25 Metern von Strandkorb zu Strandkorb. Da Urlauber die Position ihres Standkorbes im Laufe des Tages neu ausrichten und dann der Mindestabstand möglicherweise nicht mehr eingehalten wird, haben sich einige Anbieter etwas einfallen lassen. Durch sogenannte „Drehteller“ lassen sich die Strandkörbe flexibel ausrichten während der Abstand zu anderen Strandkörben nicht verändert wird. Die gab es zwar auch schon vor der Epidemie, aber sie erweisen sich jetzt als  Corona-tauglich. Generell ist es ratsam, wenn möglich, Strandkörbe oder Kurkarten bereits im Vorfeld online zu buchen. Viele Urlaubsorte bieten diesen Online-Service an. 

Denken Sie an die Alltagsmaske

Auch im Urlaub müssen die allgemein in Deutschland geltenden Kontaktbeschränkungen beachtet werden. Das bezieht sich zum Beispiel auf die Anzahl der Menschen, die sich gemeinsam treffen dürfen. Informieren Sie sich, welche Regeln im Bundesland gelten, in das Sie reisen. In ganz Deutschland gilt es, die Regeln zu beachten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygiene beachten (richtig Niesen, Husten, Händewaschen), Alltagsmaske tragen. Die Alltagsmaske ist in der Regel in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen vorgeschrieben. Manche Urlaubsorte bitten um die Nutzung einer Mund-Nasen-Bedeckung in Fußgängerzonen oder auf Strandpromenaden, falls diese stark frequentiert sind. 

Bringen Sie Geduld mit 

Stellen Sie sich darauf ein, dass der Urlaub in diesem Sommer mit einigen Einschränkungen verbunden sein wird. Vielleicht wird ihnen ein Restaurantbesuch verwehrt, obwohl noch Plätze frei sind. Oder ein geplantes Kurkonzert wird abgesagt, weil die Promenade überlaufen ist. Dafür ist das Coronavirus verantwortlich und nicht die Menschen, die diese Einschränkungen durchsetzen müssen. 

Auch in den Bergen zusammen gegen Corona  

Auch Feriengäste in den Bergen und anderen Urlaubsregionen müssen sich in diesem Jahr auf besondere Regelungen einstellen. Wie im Tal, gelten natürlich auch im Gebirge die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. Der deutsche Wandererverband rechnet in diesem Jahr mit einem stärkeren Aufkommen an Wanderern. Da zusätzlich viele Hütten ihre Kapazitäten reduzieren müssen, um die Abstandsregeln einzuhalten, sollten Sie sich im Voraus erkundigen und zur Not auf weniger frequentierte Hütten ausweichen.