Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
09:43 · 16. November 2021

10 Gründe, sich jetzt gegen das Coronavirus impfen zu lassen

Die Temperaturen fallen, wir verbringen wieder mehr Zeit in Innenräumen und das Infektionsrisiko steigt. 10 gute Gründe, warum Sie sich jetzt auf jeden Fall für die Corona-Schutzimpfung entscheiden sollten.

1. Vorbeugen ist besser als erkranken 

Niemand kann vorhersagen, ob eine COVID-19-Erkrankung mild oder schwer verläuft. Am besten ist es daher, eine Infektion ganz zu vermeiden und sich gegen das Virus SARS-CoV-2 impfen zu lassen. Dafür stehen in Deutschland aktuell vier zugelassene Impfstoffe zur Verfügung, die nachweislich vor schweren Krankheitsverläufen und den bislang bekannten Virusvarianten schützen. Modellrechnungen des Robert Koch-Instituts zufolge haben Impfungen bereits rund 76.600 stationäre, etwa 19.600 intensivmedizinische Fälle und mehr als 38.300 Sterbefälle verhindert.

Mehr erfahren über die Impfstoffe

2. Auch Jüngere können schwer an COVID-19 erkranken

Nicht nur ältere Menschen können schwer an COVID-19 erkranken, auch bei Jüngeren können schlimme Krankheitsverläufe und Langzeitfolgen wie schwere Erschöpfungszustände, anhaltende Atemnot oder neurologische Schäden („Long-Covid“) auftreten. Einer Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zufolge leidet jede zehnte erkrankte Person an Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung.

Mehr erfahren über COVID-19-Spätfolgen

3. Die Corona-Impfstoffe sind sicher und haben eine hohe Wirksamkeit

Alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe haben das übliche Prüfverfahren der EU durchlaufen und erfüllen die hohen europäischen Sicherheitsstandards. Das heißt, die Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe wurden genauso überprüft wie bei allen anderen Arzneimitteln – nur, dass es diesmal schneller ging, weil alle relevanten Schritte parallel statt hintereinander stattfanden.

Mehr erfahren über die Impfstoffzulassung

4. Die Impfung birgt weniger Risiken als eine COVID-19-Infektion

Einige Menschen sind verunsichert und befürchten Impfschäden infolge einer Corona-Schutzimpfung. Dabei liegt das Risiko einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach einer COVID-19-Impfung bei gerade einmal 0,02 Prozent. Deutlich größer ist dagegen die Gefahr, dem Virus SARS-CoV-2 ungeimpft zu begegnen: Jede siebte Person, die sich infiziert, muss mit einem schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung rechnen (14 Prozent).

Mehr erfahren über Nutzen- Risiko-Abwägung

5. Impfungen sind mittlerweile leicht zugänglich

Inzwischen ist genug Impfstoff gegen COVID-19 vorhanden, um allen Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren in Deutschland zeitnah ein Impfangebot zu machen. Fragen Sie z. B. in der Arztpraxis oder bei der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt in Ihrem Unternehmen nach einem Impftermin für die erste und zweite Impfung. Viele Bundesländer, Städte und Kommunen bieten darüber hinaus in den Impfzentren oder anderweitig regionale Impfaktionen an, bei denen Impfungen gegen COVID-19 auch kurzfristig und ohne Terminvereinbarung möglich sind.

Mehr erfahren rund um das Thema Impftermin

6. Mit einer Impfung schützen Sie sich und andere

Die Corona-Impfung schützt nicht nur die eigene Gesundheit. Sie reduziert auch das Risiko, das Coronavirus SARS-CoV-2 auf andere zu übertragen. Dadurch werden auch Menschen geschützt, die sich nicht impfen lassen können – zum Beispiel Personen, die sich aufgrund von Vorerkrankungen nicht impfen lassen können und Kinder unter 12 Jahren, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff und keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt.

Mehr erfahren über Gemeinschaftsschutz und Herdenimmunität

7. Impfen verhindert die Ausbreitung von SARS-CoV-2 – und weitere Lockdowns

Jede Impfung hilft, das COVID-19 in Schach zu halten und die Pandemie in den Griff zu bekommen. Denn je mehr Menschen durch eine Impfung vor einer COVID-19-Erkrankung mit dem Coronavirus geschützt sind, desto häufiger trifft das Virus SARS-CoV-2 auf Menschen, die sich nicht mehr anstecken können – und umso schlechter kann es sich ausbreiten. Das ist auch mit Blick auf das dynamische Infektionsgeschehen durch die Virusvarianten wichtig, denn: Je weniger SARS-CoV-2-Infektionen es gibt, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass neue gefährliche Mutationen des SARS-CoV-2-Virus entstehen.

Mehr erfahren über die Varianten des SARS-CoV-2-Virus

Darum sind die Inzidenzen gerade so hoch

  1. Es gibt immer noch viele Ungeimpfte
    In Deutschland können sich alle Menschen ab 12 Jahren schnell und unkompliziert gegen das Coronavirus impfen lassen. Dennoch sind viele immer noch ungeimpft und unter den Nicht-Geimpften kann sich das Virus einfacher übertragen und verbreiten: Sie infizieren sich viel leichter als geimpfte Personen und sind nach einer Infektion deutlich ansteckender als geimpfte Personen.
  2. Die Virusvariante Delta ist ansteckender
    Die zurzeit in Deutschland vorherrschende Delta-Variante ist deutlich ansteckender und führt zu schwereren Krankheitsverläufen: Laut einer Studie ist das Risiko, bei einer Infektion mit der Delta-Variante ins Krankenhaus zu müssen, etwa doppelt so hoch wie bei der Alpha-Variante. Weitere Infos zu Virusvarianten finden Sie hier.
  3. Wir haben seit einiger Zeit wieder deutlich mehr Freiheiten
    Ob Restaurant-, Konzert- oder Kneipenbesuch – im Vergleich mit dem letzten Jahr haben wir deutlich mehr Freiheiten. Damals blieb nur der Lockdown, um die Infektionswelle zu brechen. Doch die derzeitigen Freiheiten führen auch dazu, dass wieder mehr Menschen miteinander in Kontakt treten – und das kann Risiken bergen.
  4. Wir verbringen wieder mehr Zeit in Innenräumen
    Draußen ist es kalt und ungemütlich, das soziale Leben verlagert sich daher wieder nach drinnen. Familienfeste, Partys oder Barbesuche: Dadurch, dass wieder viele Menschen an einem Ort zusammenkommen können, insbesondere in Innenräumen, überträgt sich auch das Virus leichter und das Ansteckungsrisiko steigt. Die AHA+A+L-Formel ist weiterhin wichtiger Bestandteil im Kampf gegen das Virus: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen, die Corona-Warn-App benutzen und Lüften – auch unter Geimpften, Genesenen und Getesteten! Und: Nehmen Sie auch das kostenfreie Testangebot wahr, bevor Sie sich in Situationen mit vielen Menschen begeben.
  5. Der Impfschutz muss jetzt aufgefrischt werden
    Neue Studiendaten zeigen, dass der Impfschutz insbesondere bei älteren und immungeschwächten Personen mit der Zeit nachlassen kann. Um den Schutz aufrechtzuerhalten, sollten vor allem besonders gefährdete Menschen den Impfschutz in der Regel sechs Monate nach einer vollständigen Impfserie auffrischen. Gut zu wissen: Grundsätzlich haben alle Bürgerinnen und Bürger Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung, sollten sich informieren und gegebenenfalls schon einen Termin vereinbaren. Dies ist aktuell besonders wichtig, gerade auch im Hinblick auf die wesentlich ansteckendere Virusvariante Delta.
  6. Auch Geimpfte und Genesene können das Virus übertragen
    Untersuchungen zufolge ist zwar anzunehmen, dass vollständig Geimpfte oder Genesene, die sich mit dem Coronavirus infizieren, nur eine geringe Viruslast und somit auch ein geringeres Übertragungsrisiko haben. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Geimpfte und Genesene andere anstecken können. Sie sollten daher weiterhin vorsichtig sein, die empfohlenen Schutzmaßnahmen einhalten, die Testangebote nutzen und sich vor allem bei Krankheitssymptomen frühzeitig testen lassen.

8. Impfen entlastet das Gesundheitssystem 

Je mehr Menschen durch eine vollständige Corona-Impfung vor schweren Krankheitsverläufen geschützt sind, desto weniger mit SARS-CoV-2 infizierte Personen müssen im Krankenhaus (intensivmedizinisch) behandelt werden. Das entlastet das Gesundheitssystem. Je weniger Corona-Infektionen auftreten, desto besser gelingt zudem die Kontaktnachverfolgung von COVID-19-Fällen und Infektionsketten können schneller unterbrochen werden.

Mehr erfahren über eine sichere Gesundheitsversorgung in der Corona-Pandemie

9. Die Impfung bringt Normalität in den Alltag zurück

Ob Social Distancing, Homeoffice, Studieren zu Hause oder Homeschooling – die Pandemie hat allen Menschen viel abverlangt. Dank des nationalen Impffortschritts ist zwar wieder mehr Normalität in unseren Alltag zurückgekehrt. Dennoch sollte niemand auf den Schutz durch immer mehr geimpfte Personen und die aktuell niedrigen Inzidenzen vertrauen und auf das Impfen gegen COVID-19 verzichten. Denn Berechnungen des Robert Koch-Instituts zufolge müssen mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen gegen COVID-19 geimpft sein, um die Übertragungen von SARS-CoV-2 soweit zu reduzieren, dass ein Gemeinschaftsschutz in der Bevölkerung entsteht. Bei den über 60-Jährigen müssten es sogar 90 Prozent sein. Deshalb gilt nach wie vor: Jede Impfung gegen COVID-19 zählt, um die Corona-Pandemie zu beenden!

Mehr erfahren über die Berechnung des Gemeinschaftsschutzes

10. Ein vollständiger Impfnachweis erleichtert das Reisen 

Viele Länder erleichtern vollständig Geimpften die Einreise, auch die Test- und Quarantänepflicht entfällt vielerorts mit gültigem Impfnachweis. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass vollständig Geimpfte das Virus weitertragen, ist deutlich geringer. Eine Impfpflicht gibt es nicht, aber den besten Schutz vor COVID-19 bietet eine vollständige Impfung in Kombination mit der AHA+A+L-Formel.

Mehr erfahren zum Thema Reisen

Das könnte Sie auch interessieren