Bundesministerium für Gesundheit

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Ablauf der Corona-Schutzimpfung

Alle Fragen rund um den Ablauf der Corona-Schutzimpfung haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wie erfahren Bürgerinnen und Bürger von der Möglichkeit, sich impfen zu lassen?

Zu Beginn der Impfkampagne, als im Hinblick auf die seinerzeit begrenzte Verfügbarkeit von Impfstoff eine Impf-Priorisierung für unterschiedliche Personengruppen galt, wurden impfberechtigte Personen auf unterschiedlichen Wegen kontaktiert. In einigen Bundesländern wurde beispielsweise so vorgegangen, dass die Impfberechtigten durch ein individuelles Schreiben über ihre Impfberechtigung informiert wurden. Andere Bundesländer setzen allgemein auf ausführliche öffentliche Informationen, um die Impfberechtigten zu informieren.

Aufgrund der Aufhebung der Priorisierung und der Tatsache, dass es genug Impfstoffe gibt, kann schon seit einiger Zeit allen Personen ab 12 Jahren ein zeitnahes Impfangebot gemacht werden. Auf dieser Themenseite finden Sie weitere Informationen, wo und wie Sie schnell und unkompliziert eine Corona-Schutzimpfung erhalten können. Im Hinblick auf den bevorstehenden Herbst und im Lichte der Delta-Variante ist dies jetzt besonders wichtig.

Stand: 10.09.2021

Kann man sich nur dort impfen lassen, wo man gemeldet ist?

Nein. Eine Corona-Schutzimpfung muss nicht zwingend an dem Ort durchgeführt werden, wo die zu impfende Person gemeldet ist. Eine Übersicht über mobile und spontane Impfangebote finden Sie hier

Stand: 14.09.2021

Wie steht es um die Schließung der Impfzentren?

Impfzentren sind weiterhin eine wichtige Säule der Nationalen Impfstrategie. Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder und des Bundes haben vereinbart, dass sich der Bund mindestens bis zum 30. September 2021 an der Finanzierung der Impfzentren beteiligt. Auch nach Aufhebung der Impfpriorisierung spielen die Impfzentren weiterhin eine zentrale Rolle.

Die Entscheidung, wie lange die Impfzentren aufrechterhalten werden, liegt letztlich bei den Ländern. Die Diskussionen dazu laufen.

Stand: 12.08.2021

 

 

Wird die Hotline unter der Nummer 116117, die auch für ärztliche Notfälle gedacht ist, durch die Impfterminbuchung blockiert?

Nein. Die Anrufenden werden schnell an die für ihr Anliegen zuständige Stelle weitergeleitet.

Stand: 24.08.2021

Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Verteilung eines COVID-19-Impfstoffs für die Impfzentren der Bundesländer erfolgt über benannte Stellen, die von den Bundesländern eingerichtet wurden. Von dort werden die Impfzentren beliefert. Verbunden mit den Impfzentren gibt es mobile Impfteams, die beispielsweise stationäre Pflegeeinrichtungen aufsuchen. Aktuelle Informationen zu den Impfzentren und deren Organisation finden sich auch bei den jeweiligen Bundesländern und hier.

Seit dem 7. April ist es auch möglich, die Corona-Schutzimpfung in Haus- und Facharztpraxen durchzuführen. Mehr Fragen dazu beantworten wir hier. Seit dem 7. Juni finden Corona-Schutzimpfungen auch bundesweit durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sowie durch Privatarztpraxen statt. Mehr dazu lesen Sie hier

Stand: 12.08.2021

Kann man sich den Impfstandort aussuchen?

Grundsätzlich hat man keinen Anspruch darauf, sich einen bestimmten Ort der Impfung auszusuchen. Den Ländern steht es aber frei, hier Wahlmöglichkeiten zuzulassen. Bitte erkundigen Sie sich hierzu bei den zuständigen Stellen in Ihrem Bundesland.

Stand: 11.06.2021

Besteht die Möglichkeit, Menschen, die nicht mobil sind, zuhause zu impfen?

Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen wurden bereits für ihre Erst- und Zweitimpfung von mobilen Impfteams geimpft. Auch die Auffrischungsimpfungen können durch mobile Impfteams erfolgen. Wer in der eigenen Wohnung lebt und grundsätzlich Anspruch auf eine Krankenfahrt zur medizinischen Behandlung hat, hat diesen auch für die Fahrt zum Impfzentrum. Die Impfung von Personen, die ihre Wohnung nicht verlassen können, kann auch durch Hausärztinnen und Hausärzte erfolgen. Mehr dazu erfahren Sie hier

Stand: 26.08.2021

Wer bezahlt die Impfung?

Für die Bürgerinnen und Bürger ist die Corona-Schutzimpfung kostenlos, unabhängig von ihrem Versicherungsstatus. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren. Auch die Vergütung für Impfungen in Arztpraxen oder Betrieben trägt der Bund.

Stand: 27.08.2021

Ich habe eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe in einem der Impfstoffe. Kann ich hier im Vorhinein sicherstellen nicht mit diesem geimpft zu werden?

Wie bei jeder Immunisierung sollte eine Corona-Schutzimpfung erst nach sorgfältiger Anamnese und Risiko-Nutzen-Abschätzung durchgeführt werden. Besprechen Sie sich hierzu mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt und thematisieren Sie mögliche Bedenken oder Allergien. Im Anamnese-/Einwilligungsbogen haben Sie die Möglichkeit, Ihre bekannten Allergien aufzulisten.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Inhaltsstoffen und Beipackzetteln der jeweiligen zugelassenen COVID-19-Impfstoffe. Auch in den Aufklärungsmerkblättern finden Sie weitere Informationen.

Stand: 07.09.2021

Kann ich zwischen Impfstoffen frei wählen?

Aktuell gibt es laut der Corona-Impfverordnung keine freie Wahl des Impfstoffes eines bestimmten Herstellers.

Da es mittlerweile mehr und mehr Impfstoff gibt, gibt es in einigen Bundesländern die Möglichkeit, in den Impfzentren auszuwählen, mit welchem Impfstoff man geimpft werden möchte. Zudem gibt es die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Impfangeboten, bei welchen unterschiedliche Impfstoffe verimpft werden, zu wählen. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit unterschiedlicher Impfstoffe. Bitte informieren Sie sich hierzu bei Ihren lokalen Impfstellen oder Ihrem Hausarzt. 

Mehr Informationen dazu für wen welcher Impfstoff empfohlen wird, finden Sie hier.

Stand: 12.08.2021

Es wird in absehbarer Zeit mehrere, zugelassene Corona-Impfstoffe geben. Können diese miteinander kombiniert werden?

Noch ist dies nicht vorgesehen. Doch bei dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca empfiehlt die Ständige Impfkommission allen Personen, die die Erstimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca erhalten haben, statt der zweiten Vaxzevria-Impfdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 4 Wochen nach der ersten Impfung zu verabreichen. 

Relevantes im Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs von AstraZeneca haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.  

Für die anderen Impfstoffe liegen bislang keine Daten vor. Daher geben auch die Hersteller in ihren Fachinformationen vor, dass nur mit dem bereits begonnenen Impfstoff auch die zweite Dosis verabreicht werden sollte. Es werden aktuell aber Studien zur Austauschbarkeit der Impfstoff durchgeführt, so dass in Zukunft mit neuen Daten gerechnet werden kann. Auf deren Basis kann dann gegebenenfalls eine Änderung der Vorgabe gemacht werden.

Stand: 21.07.2021

Ich habe meinen Impfpass verloren, kann ich mich dann gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja. Sollten Sie Ihren Impfpass nicht mehr haben, wird Ihnen im Impfzentrum oder bei der impfenden Ärztin beziehungsweise dem impfenden Arzt eine Ersatzbestätigung ausgestellt.

Stand: 21.09.2021

Muss ich vor der Impfung einen COVID-Test machen?

Nein, das ist nicht notwendig, solange Sie keine Symptome aufweisen. Die Verträglichkeit der Impfung wird durch eine akute Infektion auch nicht negativ beeinflusst.

Stand: 22.08.2021

Wer wird mit welchem Impfstoff geimpft?

In Deutschland sind derzeit vier Impfstoffe zugelassen. Die beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna werden für alle Personen ab 12 Jahren empfohlen. Vor der Impfung von Personen ab 12 Jahren sind eine entsprechende ärztliche Aufklärung, die im Übrigen auch bei Erwachsenen erforderlich ist, und gegebenenfalls die Zustimmung der Sorgeberechtigten notwendig.

Die Impfstoffe von AstraZeneca (Vaxzevria®) und Johnson & Johnson (Janssen-Cilag) sollen laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Wesentlichen bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Hintergrund sind hier sehr selten auftretende schwerwiegende Nebenwirkungen (Hirnvenenthrombosen) insbesondere bei einzelnen jüngeren Personengruppen. Mit beiden Impfstoffen können sich laut STIKO aber auch jüngere Menschen impfen lassen, wenn sie das möchten und von ihrer Ärztin beziehungsweise ihrem Arzt umfassend aufgeklärt wurden.

Da neue Studienergebnisse zeigen, dass die Immunantwort nach einem heterologem Impfschema (erste Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca /zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser ist, als die Immunantwort nach einer homologen Vaxzevria®-Impfserie (zwei Impfstoffdosen), empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen, die Vaxzevria® als erste Impfstoffdosis erhalten haben, unabhängig vom Alter einen mRNA-Impfstoff (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer) als zweite Impfstoffdosis. Der Impfabstand sollte mindestens vier Wochen zur ersten Impfstoffdosis betragen.

Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ist – bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz der zu impfenden Person – weiterhin möglich. Bei einer Zweitimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca steht es der impfenden Ärztin beziehungsweise dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von vier bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden. Die STIKO empfiehlt einen Abstand von neun bis zwölf Wochen.

Stand: 23.08.2021

Was muss ich vor und nach der Corona-Schutzimpfung beachten?

Bevor Sie Ihren Impftermin wahrnehmen, sollten Sie ein paar wichtige Dokumente und Formulare bereithalten.

Das müssen Sie zur Impfung gegen COVID-19 mitbringen:

  • Personalausweis
  • Impfpass (wenn nicht vorhanden, erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung. Diese können Sie sich auch selbst im Downloadbereich herunterladen und ausdrucken.)
  • falls Sie aufgrund einer Vorerkrankungen beim Impfen priorisiert werden: ärztliches Zeugnis
  • FFP2-Maske zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen

So bereiten Sie sich auf die Impfung gegen COVID-19 vor:

Vor dem Impftermin und Ihrem medizinischen Aufklärungsgespräch können Sie sich das Aufklärungsmerkblatt zum Impfstoff und die Einwilligungserklärung zur Impfung im Downloadbereich als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken. Dort erhalten Sie ebenfalls wichtige Informationen zu Ihrer Impfung und dem Impfstoff gegen das Coronavirus. Mit folgenden Schritten können Sie sich auf Ihren Impftermin vorbereiten:

  • Aufklärungsmerkblatt zum Impfstoff lesen und gegebenenfalls Fragen notieren
  • Einwilligungserklärung lesen
  • An- und Rückfahrt planen und organisieren
  • Zeit für Nachbeobachtung einplanen (ca. 15 Minuten, bei bestimmten Vorerkrankungen wie z. B. Gerinnungshemmungen gegebenenfalls bis zu 30 Minuten)
  • Gedanken zur eigenen Krankheitsgeschichte (z. B. Allergien, Ohnmachtsanfälle) machen, um diese der Ärztin oder dem Arzt bei der Impfung mitteilen und mögliche Risiken der Impfung abwägen zu können

Zu anderen Impfungen soll zudem ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden. Ansonsten müssen Sie sich nicht besonders schonen. Sollten Impfreaktionen wie Schmerzen oder Fieber nach der Impfung auftreten, können Sie nach Rücksprache mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt schmerzlindernde oder fiebersenkende Medikamente einnehmen.

Alle wichtigen Dokumente für Ihren Impftermin finden Sie außerdem hier

Stand: 12.08.2021

Warum sollte man vor und nach der Corona-Schutzimpfung keinen Alkohol trinken?

Alkohol ist ein Genussmittel und sollte grundsätzlich nur in Maßen getrunken werden. Denn regelmäßiger, starker Alkoholkonsum kann abhängig machen und ein wesentlicher Risikofaktor für Krankheiten sein. Inwiefern Alkohol die Wirksamkeit von COVID-19-Impfstoffen beeinflusst, ist wissenschaftlich nicht untersucht. Es gibt jedoch Hinweise, dass Alkoholkonsum – vor allem starker – die Fähigkeit des Körpers, eine Immunität aufzubauen, beeinträchtigen kann. In diesem Sinne ist es grundsätzlich empfehlenswert, sich gesundheitsfördernd zu verhalten und auf alkoholische Getränke in großen Mengen zu verzichten – nicht nur vor und nach der Corona-Schutzimpfung.

Stand: 30.08.2021

Ich werde mit Kortison behandelt, was muss ich beachten?

Sollten Sie vor oder während der geplanten Impfserie mit Kortison behandelt werden, halten Sie bitte vor der Impfung Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt. Auch eine laufende Rheumatherapie mit Cortison muss nicht vorsorglich unterbrochen werden. Mehr Information zur Corona-Schutzimpfung für Menschen mit einer Rheumaerkrankung finden Sie hier.

Stand: 29.07.2021

 

Wie läuft eine Impfung ab?

Für eine vollständige Immunisierung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty® von BioNTech/Pfizer  und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna sowie dem Vektor-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca sind zwei Impfstoffdosen notwendig. Von dem Vektor-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson bedarf es nur einer Impfstoffdosis für den vollen Schutz. Wenn eine Person nachweislich bereits an COVID-19 erkrankt war, ist bei allen zugelassenen Impfstoffen eine Impfstoffdosis ausreichend. 

Der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Abstand zwischen erster und zweiter Impfstoffdosis beträgt:

Bei dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca steht es der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von 4 bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

Die Impfserie muss im Falle eines längeren Abstandes jedoch nicht neu begonnen werden. Wird nach der ersten Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen (positiver PCR-Test), soll die zweite Impfung zunächst nicht gegeben werden.

Es gilt: Die Impfserie muss mit demselben Impfstoff abgeschlossen werden, mit dem sie begonnen wurde. Für den Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca gilt hierbei eine Ausnahme. Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (Vaxzevria® von AstraZeneca /mRNA-Impfstoff) deutlich besser als nach homologer Vaxzevria-Impfserie (2 Impfstoffdosen Vaxzevria® von AstraZeneca ). Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) unabhängig vom Alter der zu impfenden Person anstelle einer zweiten Vaxzevria®-Impfdosis die Zweitimpfung nach mindestens vier Wochen mit einem der mRNA-Impfstoffe (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ). Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ist – bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz der zu impfenden Person - weiterhin möglich.

Das Ziel der Vervollständigung der Impfserie bei Personen, die bereits eine Erstimpfung erhalten haben, ist im Hinblick auf den Beginn der Schutzimpfung weiterer Personen, die noch keine Schutzimpfung erhalten haben, nach der Coronavirus-Impfverordnung angemessen zu berücksichtigen.

Die Impfstoffe müssen ausschließlich intramuskulär verabreicht werden. Dies gilt auch für Patientinnen und Patienten, die Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmer) einnehmen. Für diese sollen jedoch sehr feine Injektionskanülen verwendet und die Einstichstelle nach der Impfung mindestens zwei Minuten lang komprimiert werden.

Zu anderen Impfungen sollte – nach Möglichkeit – ein Mindestabstand von 14 Tagen vor Beginn und nach Ende der Impfserie eingehalten werden. Notfallimpfungen sind hiervon ausgenommen.

Die STIKO wird die Evidenz zu den bereits zur Anwendung kommenden sowie weiteren, kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffen fortlaufend prüfen. Die STIKO- Empfehlung zur COVID-19-Impfung wird stets evaluiert und gegebenenfalls mit Aktualisierungen angepasst. 

Stand: 14.07.2021

Was versteht man unter einer Anamnese?

Der Begriff Anamnese steht für ein Arzt-Patientengespräch. Dabei übernimmt in der Regel die Medizinerin oder der Mediziner die Gesprächsführung und erfragt wichtige Details zum Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten – zum Beispiel zur persönlichen Krankengeschichte, zu Allergien oder erblich bedingten Erkrankungen im Familienkreis. Auch vor der Corona-Schutzimpfung wird ein sogenanntes Anamnesegespräch geführt.  

Dies ist wichtig, um die Impffähigkeit einer Person festzustellen und beispielsweise eine akute Infektion oder eine mögliche Schwangerschaft vor dem Impfen auszuschließen. Typische Fragen sind im Anamnese/Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung aufgeführt. Seinen Ursprung hat das Wort Anamnese übrigens im Altgriechischen, dort bedeutet es Erinnerung. 

Stand: 27.07.2021

Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

Als Nachweis für die Anspruchsberechtigung gelten laut Impfverordnung der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und anderen Einrichtungen legen die Einrichtungen beziehungsweise Unternehmen eine Bescheinigung vor. Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis. Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person. 

Stand: 10.08.2021

Was passiert, wenn ich zu meinem Impftermin krank bin?

Die Impfung sollte bei Personen mit akuter, schwerer, fieberhafter Erkrankung verschoben werden. Leichte Erkrankungen ohne Fieber sind in der Regel kein Hinderungsgrund für eine Impfung.

Wenn Sie krankheitsbedingt Ihren Impftermin nicht wahrnehmen können, kann dieser online über die Buchungs-Plattform www.116117.de verschoben werden. Halten Sie hierfür Ihren jeweiligen Vermittlungscode bereit. Sie können sich aber auch per Telefon an die Corona-Impfhotline 116117 wenden. Denken Sie bitte daran, dass bei Verschiebungen oder Absagen des ersten Termins womöglich auch der zweite Termin verschoben beziehungsweise abgesagt werden muss.

Stand: 19.08.2021
 

Was mache ich mit meinem gebuchten Impftermin, wenn sich mir ein anderer bietet?

Wenn Sie bereits einen Termin für die Erstimpfung gebucht haben, sich aber spontan ein anderer beziehungsweise früherer Termin für eine Corona-Schutzimpfung ergibt, sollten Sie Ihren gebuchten Impftermin auf jeden Fall absagen. Nur so kann der Termin an andere Impfwillige, die noch auf Ihre COVID-19-Impfung warten, weitergegeben werden.

Es gibt in der Regel zwei Möglichkeiten, einen gebuchten Termin in einem Impfzentrum abzusagen: per Telefon und über den Computer - über das Online-Terminbuchungssystem. In den meisten Bundesländern ist eine telefonische Absage beziehungsweise Umbuchung eines Impftermins im Impfzentrum über die Rufnummer 116 117 möglich.

Einen Impftermin in einer Arztpraxis oder bei der Betriebsärztin oder beim Betriebsarzt sagen Sie am besten direkt telefonisch oder alternativ per E-Mail ab.

Stand: 07.09.2021

Muss ich Urlaub nehmen, wenn ich mich während der Arbeitszeit impfen lassen muss?

Die COVID-19-Impfung ist eine freiwillige Impfung. Arbeitsrechtlich hat die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber keine Verpflichtung, die Zeiten für das Impfen als Arbeitszeit anzuerkennen. Ob Sie sich während der Arbeitszeit impfen lassen können, müssen Sie frühzeitig mit Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber klären.

Stand: 25.08.2021

Wird der Impfstoff mit -70 Grad in den Körper gespritzt?

Nein. Grundsätzlich werden alle gefroren gelagerten Impfstoffe vor einer Impfung aufgetaut und in Kochsalzlösung, die bei normaler Kühlschrank- oder Raumtemperatur gelagert wird, aufgenommen. Nach dem Auftauen dürfen sie nicht erneut eingefroren werden.

Der mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer wird dabei bei -75 Grad Celcius plus/minus -15 Grad Celcius aufbewahrt und ist ultratiefgefroren sechs Monate haltbar. Im Gefrierschrank ist er bei -20 Grad Celsius zwei Wochen lang haltbar. Der ungeöffnete und aufgetaute Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist nach dem Herausnehmen aus dem Gefrierschrank vor der Verwendung bis zu fünf Tage bei 2 Grad Celcius bis 8 Grad Celcius und bis zu zwei Stunden bei Temperaturen bis 30 Grad Celcius haltbar. Verdünnter Impfstoff darf sogar vorsichtig bis zu sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad transportiert werden. Allerdings sollte der Impfstoff sofort verabreicht werden. Demnach kann der Impfstoff somit bereits im Impfzentrum verdünnt und bei Bedarf als fertige Impfdosis in der Spritze vorbereitet und an dezentrale Impfstationen transportiert werden.

Auch der Moderna-Impfstoff wird vor der Impfung aufgetaut. Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ist sieben Monate bei -25 Grad Celcius bis -15 Grad Celcius haltbar. Eine ungeöffnete Impfstoffdose kann bis zu 30 Tagen bei 2 Grad Celcius bis 8 Grad Celcius gelagert werden.

Der Impfstoff von Vaxzevria® von AstraZeneca ist logistisch etwas leichter handhabbar: Da er nicht tiefgefroren werden darf, kann er bei 2 Grad Celcius bis 8 Grad Celcius sechs Monate lang gelagert und direkt verimpft werden.

Der Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist 2 Jahre bei Lagerung im Gefrierschrank bei -25 °C bis -15 °C haltbar. Nach der Entnahme aus dem Gefrierschrank kann der ungeöffnete Impfstoff gekühlt im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C, vor Licht geschützt, für einen einmaligen Zeitraum von bis zu 3 Monaten gelagert werden, wobei das aufgedruckte Verfallsdatum nicht überschritten werden darf.

Informationen zu den Impfstoffen können hier nachgelesen werden:

Stand: 20.09.2021

Wie lang beträgt die Nachbeobachtungszeit nach der Corona-Schutzimpfung?

Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der Impfung gegen COVID-19 von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15 bis 30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden, zum Beispiel bei Personen mit Gerinnungshemmung oder einer Impfkomplikation in der Anamnese. Eine Impfkomplikation wird laut Ständiger Impfkommission (STIKO) definiert als eine über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung.

Stand: 07.09.2021

Wie soll man sich verhalten, wenn man sich nach der 1. Impfung mit dem Coronavirus infiziert und/oder an COVID-19 erkrankt?

Infiziert man sich nach der ersten Gabe der Corona-Schutzimpfung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und ist dies labordiagnostisch gesichert (positiver PCR-Test), kann nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis ab vier Wochen nach Genesung beziehungsweise der Diagnosestellung erfolgen.

Diese zweite Impfstoffdosis wird als notwendig erachtet, weil die Immunantwort auf die erste Impfung eventuell durch die Infektion beeinträchtigt wurde. Dies ist vor allem denkbar, wenn die Infektion in den ersten 14 Tagen nach der Impfung auftritt. Die Erkrankung könnte die Immunantwort, die durch die Impfung angestoßen wurde, negativ beeinflussen - und theoretisch zu einer unzureichenden Immunantwort der Erstimpfung führen. Es könnte aber auch sein, dass sich die Person bereits in der Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung/Symptomausbruch) befunden hat. Tritt die Infektion zu einem späteren Zeitpunkt auf (zum Beispiel nach mehr als 4 Wochen nach der Impfung), könnte man vermuten, dass die Impfung nicht gewirkt hat und auch dann wäre eine zweite Impfstoffdosis notwendig. Deswegen hat die STIKO entschieden, dass Personen, bei denen nach der Erstimpfung eine Infektion auftritt, eine zweite Impfung zu empfehlen. So soll ein ausreichender, andauernder Immunschutz gewährleistet werden.

Stand: 17.08.2021

Ich habe meinen ersten Impftermin wahrgenommen, kann den zweiten Impftermin aber nicht im selben Impfzentrum oder in der selben Arztpraxis zu Ende bringen. Wie gehe ich vor?

Grundsätzlich gilt bei der Berechtigung zu einer Corona-Schutzimpfung das Wohnortprinzip. Das heißt, dass sich nur Personen in einem Bundesland impfen lassen können, die mit erstem Wohnsitz dort gemeldet sind. Es gibt wenige spezielle Ausnahmen für Personen, die in einem bestimmten Bundesland arbeiten und zu der berechtigten Personengruppe zählen, die eine Impfung erhalten (beispielsweise Intensivpflegekräfte). Diese erhalten alle nötigen Informationen und die benötigte Impfberechtigung durch ihren Arbeitgeber.

Impfberechtigte Personen mit Wohnsitz im Ausland können sich in einem Bundesland ihrer Wahl impfen lassen – in diesem Fall wird aus organisatorischen Gründen eine telefonische Terminbuchung über die Rufnummer 116 117 empfohlen. Die Buchung für den zweiten Termin erfolgt grundsätzlich zusammen mit der Buchung des ersten Termins. Wenn Patienten ausnahmsweise nur einen Ersttermin erhalten haben und keinen zweiten (das kann in der ersten Zeit passieren), sollen sie den ersten auf jeden Fall wahrnehmen und sich am Check-out-Schalter im Impfzentrum nach der ersten Impfung melden. Wenn Sie einen Impftermin nicht wahrnehmen können, sagen sie diesen in jedem Fall ab um anderen Personen eine kurzfristige Terminbuchung zu ermöglichen und Leerzeiten im Impfzentrum zu vermeiden. Wenden Sie sich für die Buchung eines neuen Impftermins bzw. Verschiebung des abgesagten Termins, soweit dies in Ihrem Bundesland möglich ist, an die Buchungsplattform www.116117.de.

Halten Sie hierfür – soweit vorhanden – Ihren jeweiligen Buchungs- bzw. Vermittlungscode bereit. Sie können sich zur Buchung eines neuen Impftermins auch per Telefon an die Rufnummer 116 117 wenden. Denken Sie bitte daran, dass bei Absagen oder Verschiebungen des ersten Termins unter Umständen auch der zweite Termin verschoben beziehungsweise abgesagt werden muss.

Stand: 08.04.2021

Ich habe meine Erstimpfung im Ausland (EU/Nicht-EU) erhalten. Wo und wie erhalte ich eine Zweitimpfung mit dem passenden Impfstoff?

Ihren Impfstatus können Sie mit dem Impfbuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO), also Ihrem gelben Impfpass, nachweisen. Dieser ist international gültig und wird in Deutschland anerkannt. 

Wenn Sie Ihre Erstimpfung im Ausland erhalten haben, können Sie grundsätzlich einen Termin für eine Zweitimpfung in Deutschland vereinbaren. Wichtig ist hierbei, dass Sie über eine entsprechende Impfbescheinigung über die Erstimpfung, insbesondere das Datum und den verwendeten Impfstoff, verfügen. Auch dieser Nachweis kann über den gelben Impfpass erfolgen.

Sollten Sie im Ausland einen nicht in Deutschland zugelassenen Impfstoff erhalten haben, halten Sie hierzu bitte Rücksprache mit Ihrer Arztpraxis, Ihrem zuständigen Impfzentrum oder Ihrer Betriebsärztin beziehungsweise Ihrem Betriebsarzt, wie verfahren werden kann - zum Beispiel welcher Impfstoff und zu welchem Zeitpunkt dieser verabreicht werden soll.

Stand: 09.08.2021

Müssen die Impfintervalle eingehalten werden?

Die Impfintervalle betragen laut der jeweiligen Zulassung beim Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer 3-6 Wochen und beim Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna 4-6 Wochen. Diese Impfintervalle werden aktuell auch von der STIKO empfohlen.

Das Impfintervall beim Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca beträgt laut der Zulassung 4-12 Wochen. Die STIKO empfiehlt hier, im Hinblick auf die höhere Wirksamkeit bei längerem Impfabstand, ein Impfintervall von 9-12 Wochen. Die Coronavirus-Impfverordnung sieht vor, dass der von der STIKO als längst möglich empfohlene Abstand eingehalten werden soll; Abweichungen, insbesondere im Rahmen einer effizienten Organisation der Schutzimpfungen, sind möglich.

Bei dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist nur eine Impfdosis notwendig.

Zudem haben Bund und Länder vereinbart, dass es bei der Verimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person freisteht, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des laut der Zulassung möglichen Zeitraums von 4 bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

Es gilt: Die Impfserie muss mit demselben Impfstoff abgeschlossen werden, mit dem sie begonnen wurde. Für den Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca gilt hierbei eine Ausnahme. Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (1. Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca /2. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser als nach homologer Vaxzevria-Impfserie (zwei Impfstoffdosen Vaxzevria). Deshalb empfiehlt die STIKO unabhängig vom Alter der zu impfenden Person anstelle einer zweiten Vaxzevria®-Impfdosis die Zweitimpfung nach mindestens vier Wochen mit einem der mRNA-Impfstoffe (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer).

Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ist weiterhin möglich. Bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren ist die Notwendigkeit der ärztlichen Aufklärung und der individuellen Risikoakzeptanz zu betonen.

Stand: 06.09.2021

Muss ich mich zwei Mal impfen lassen?

Die aktuell zugelassenen Impfstoffe der Firmen Moderna, BioNTech/Pfizer und AstraZeneca werden in zwei Dosen verimpft, um sicherzugehen, dass eine vollständige Immunität gegen das Virus erreicht wird. Der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) derzeit empfohlene Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung variiert dabei wie folgt:

Bei Janssen® von Johnson & Johnson ist eine Einmalgabe ausreichend. Derzeit wird geforscht, ob eine Zweitimpfung mit Janssen® von Johnson & Johnson nach einer zweiten Gabe ebenfalls einen besseren Schutz aufweist. Mehr zu Auffrischungsimpfungen lesen Sie hier

Wichtig ist: Als vollständig geschützt gilt nur, wer sein jeweiliges Impfschema abgeschlossen hat. Das heißt, bei einer Erstimpfung mit einem mRNA-Impfstoff beziehungsweise dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca, muss für diesen Status auch die entsprechende Zweitimpfung erfolgt sein. Bei Johnson&Johnson ist eine Einmalgabe ausreichend um als "vollständig geimpft beziehungsweise geschützt" zu gelten. Grund dafür ist das immunologische Gedächtnis: Nach der Verabreichung einer zweiten Impfstoffdosis "erinnert" sich das Immunsystem an einen vorherigen Kontakt mit dem Coronavirus und reagiert entsprechend abwehrend mit Immungedächtniszellen und einer Bildung von Antikörpern. Der Schutz vor einer Infektion mit dem Virus (und seinen Varianten) oder auch vor einer schweren COVID-19-Erkrankung ist nach einer Zweitimpfung somit deutlich höher.

Es gilt: Die Impfserie muss mit demselben Impfstoff abgeschlossen werden, mit dem sie begonnen wurde. Für den Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca gilt hierbei eine Ausnahme. Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (1. Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca /2. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser als nach homologer Vaxzevria-Impfserie (zwei Impfstoffdosen Vaxzevria® von AstraZeneca ). Deshalb empfiehlt die STIKO unabhängig vom Alter der zu impfenden Person anstelle einer zweiten Vaxzevria®-Impfdosis die Zweitimpfung nach mindestens vier Wochen mit einem der mRNA-Impfstoffe (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ). Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff von Vaxzevria® von AstraZeneca ist weiterhin möglich; bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren betont die STIKO das Erfordernis der ärztlichen Aufklärung und der individuellen Risikoakzeptanz der zu impfenden Person. Bei einer Zweitimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca steht es der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von 4 bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

Stand: 06.09.2021

Warum ist die Zweitimpfung so wichtig?

Nur wer eine Zweitimpfung bekommen hat, gilt als vollständig geschützt. Grund dafür ist das immunologische Gedächtnis: Nach der Verabreichung einer zweiten Impfstoffdosis "erinnert" sich das Immunsystem an einen vorherigen Kontakt mit dem Coronavirus und reagiert entsprechend abwehrend mit Immungedächtniszellen und einer Bildung von Antikörpern. Der Schutz vor einer Infektion mit dem Virus (und seinen Varianten) oder auch vor einer schweren COVID-19-Erkrankung ist nach einer Zweitimpfung somit deutlich höher.

Vor allem zum Schutz vor der sich aktuell verbreitenden Delta-Variante ist ein vollständiger Impfschutz wichtig. Nur einmal geimpfte Personen sind unabhängig vom Impfstofftyp schlechter gegen eine Infektion mit der Deltavariante geschützt als dies für andere Virusvarianten der Fall ist. Der Impfschutz gegenüber der Deltavariante nach vollständiger Impfserie ist jedoch fast ebenso gut wie gegenüber dem ursprünglichen Coronavirus oder der Alphavariante. Erste Studien zeigen, dass die Schutzwirkung vor schweren Corona-Verläufen mit der Notwendigkeit einer Behandlung im Krankenhaus, sowohl bei Vektor-Impfstoffen wie auch mRNA-Impfstoffen nach der Zweitimpfung bei über 90% liegt.

Stand: 12.07.2021   

Muss eine COVID-19-Impfung zu einem späteren Zeitpunkt aufgefrischt werden?

Bei vielen Standard- oder Indikationsimpfungen wird empfohlen, nach einem bestimmten Zeitintervall eine Auffrischungsimpfung (auch Booster-Impfung genannt) zum Erhalt des Impfschutzes durchzuführen. Sie dient dazu, einen langfristigen Immunschutz zu gewährleisten. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass der Impfschutz insbesondere bei hochbetagten Menschen und Personengruppen mit einem geschwächten Immunsystem nachlassen und durch eine Auffrischungsimpfung wieder deutlich erhöht werden kann. Zudem wurde festgestellt, dass sogenannte „Low Responder“, also insbesondere Personen der Hochrisikogruppen, nach einer Impfserie weniger Antikörper bilden als üblich. Hier haben Studien gezeigt, dass eine dritte Impfung zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führen kann. Zudem kann nahezu ausgeschlossen werden, dass eine dritte Impfung in irgendeiner Weise schadet.

Aus diesem Grund wird Personen in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen sowie immungeschwächten und immunsupprimierten Personen, Höchstbetagten (Personen ab 80 Jahren) und Pflegebedürftigen in ihrer eigenen Häuslichkeit seit September 2021 im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten, sofern der Abschluss der ersten Impfserie mindestens 6 Monate zurückliegt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Schutz der Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf weiterhin hoch bleibt. Die Impfungen können von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten oder von (mobilen) Teams der Impfstellen vorgenommen werden und sollten in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie erfolgen.

Auch medizinisches Personal mit häufigem Kontakt zu potentiell Infizierten kann mit Beschluss der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz vom 6. September 2021 eine Auffrischungsimpfung erhalten. Dies gilt auch für alle Personen über 60 Jahren nach individueller Abwägung und ärztlicher Beratung. In beiden Fällen muss die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegen.

Zudem kann seit September 2021 allen Personen eine Auffrischungsimpfung angeboten werden, die eine Impfserie mit Vektorimpfstoffen abgeschlossen haben. Auch dieses Angebot wird mindestens 6 Monate nach Abschluss der ersten Impfserie gemacht. Dazu zählen auch genesene Personen, die bereits eine vollständige Impfserie mit Vaxzevria® von AstraZeneca oder mit Janssen® von Johnson & Johnson erhalten haben. Auch hier haben die Daten gezeigt, dass ein heterologes Impfschema – erst Vektorimpfstoff, anschließend mRNA-Impfstoff – zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führt. Mehr zum Thema Auffrischungsimpfungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Stand: 09.09.2021 

Wie weise ich eine erhaltene Impfung gegen COVID-19 nach? Reicht die Bestätigung aus dem Impfzentrum oder muss es ein Impfpass sein?

Die Terminbestätigung aus dem Impfzentrum reicht nicht aus, um die erhaltene Impfung nachzuweisen. Die Impfung wird in Ihren Impfpass eingetragen, unter anderem wird dort der Impfstoff mit Chargennummer vermerkt. Sollten Sie keinen Impfpass besitzen, erhalten Sie eine Ersatzbestätigung. Zusätzlich gibt es in der Corona-Warn-App und der CovPass-App des Robert Koch-Instituts die Möglichkeit, Impfungen mit dem digitalen Impfnachweis zu dokumentieren. 

Mehr zum Nachweis der Corona-Schutzimpfung erfahren Sie hier

Stand: 12.08.2021

Sollten COVID-19-Impfungen auch in Altenpflegeheimen durchgeführt werden, in denen vor Kurzem oder zeitgleich COVID-19-Fälle aufgetreten sind?

Aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) liegen derzeit keine Gründe vor, die COVID-19-Impfung nicht auch in Altenpflegeheimen anzubieten, in denen zeitgleich einzelne COVID-19-Fälle auftreten beziehungsweise vor Kurzem aufgetreten sind.

Stand: 21.09.2021

Welche organisatorischen Möglichkeiten haben die Bundesländer vor Ort, die weiteren Gruppen zu impfen? Wie soll der AstraZeneca-Impfstoff vor Ort eingesetzt werden?

Die Planung und Durchführung der Impfungen in Impfzentren gegen das SARS-CoV-2 Virus liegt in der Verantwortung der Länder. Dazu haben die Länder Impfzentren errichtet und organisieren das Impfen zusätzlich über mobile Impfteams. Das Bundesministerium für Gesundheit hat zur Unterstützung der Länder frühzeitig Empfehlungen zur Organisation und Durchführung von Impfungen gegen SARS-CoV-2 in Impfzentren und mit mobilen Teams innerhalb ihrer Nationale Impfstrategie COVID-19 erstellt, die den Ländern als Hilfestellung für Aufbau, Organisation und Betrieb von Impfzentren dienen. Die konkrete Umsetzung muss unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort erfolgen und obliegt den Ländern. Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder und des Bundes haben vereinbart, dass sich der Bund mindestens bis zum 30. September 2021 an der Finanzierung der Impfzentren beteiligt. Die Entscheidung, wie lange die Impfzentren aufrechterhalten werden, liegt letztlich bei den Ländern. Die Diskussionen dazu laufen. Hier lesen Sie, was Sie alles zur Schutzimpfung in den Impfzentren wissen müssen.

Seit Anfang April 2021 werden Corona-Schutzimpfungen auch in Arztpraxen verabreicht. Zudem impfen seit Juni 2021 auch Betriebsärztinnen und -ärzte sowie privatärztliche Praxen. Auch wurde die Impfpriorisierung zum 7. Juni aufgehoben. Das heißt, alle Bürgerinnen und Bürger können sich nun um einen Impftermin bemühen. Seit August 2021 gibt es verschiedene Impfaktionen in allen Bundesländer, bei denen Sie sich ohne Termin impfen lassen können. Mehr Informationen finden Sie hier

Bitte beachten Sie: Die Impfreihenfolge kann nach Ermessen der Länder und der impfenden Ärztinnen und Ärzte aufrechterhalten werden, bis alle bisher priorisierten Gruppen ein Impfangebot erhalten haben. 

Stand: 02.09.2021

Gibt es für bestimmte Personengruppen besondere Empfehlungen, welcher konkrete Impfstoff verabreicht werden sollte?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die aktuell verfügbaren mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna als wirkäquivalent beurteilt.  Das heißt: Beide haben eine gleich gute Qualität und bieten einen vergleichbar hohen Schutz. Die mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna) sind für alle impfwilligen Personen ab 12 Jahren geeignet, von der EU zugelassen und der STIKO empfohlen.

Die Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca und Janssen® von Johnson & Johnson empfiehlt die STIKO für Personen ab einem Alter von 60 Jahren. Grund dafür ist, dass es in einigen sehr seltenen Fällen, und zwar ganz überwiegend bei Personen in einem Alter unter 60 Jahren, zu schweren und teils tödlichen Erkrankungen kam. Diese Erkrankungen beinhalteten Blutgerinnsel (Thrombosen) in Kombination mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie) und gingen teilweise mit Blutungen einher. Personen unter 60 Jahren können nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz mit Vaxzevria® von AstraZeneca oder Janssen von Johnson & Johnson® geimpft werden. 

Da neue Studienergebnisse zeigen, dass die Immunantwort nach einem heterologem Impfschema (erste Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca/zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser ist, als die Immunantwort nach einer homologen Vaxzevria®-Impfserie (zwei Impfstoffdosen), empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen, die Vaxzevria® als erste Impfstoffdosis erhalten haben, unabhängig vom Alter einen mRNA-Impfstoff (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer) als zweite Impfstoffdosis mit mindestens vierwöchigem Impfabstand zur ersten Impstoffdosis.

Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ist – bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz der zu impfenden Person - weiterhin möglich. Ausgenommen sind Personen, bei denen nach einer Impfung mit Vaxzevria® Blutgerinnsel mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombose- mit-Thrombozytopenie-Syndrom) aufgetreten sind. Sie dürfen nicht erneut mit Vaxzevria® geimpft werden. Bei einer Zweitimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca steht es der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von vier bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

Stand: 08.09.2021 

Wann ist eine Auffrischungsimpfung sinnvoll?

Auffrischungsimpfungen oder Booster-Impfungen dienen dazu, einen langfristigen Immunschutz zu gewährleisten. Bei bestimmten Personengruppen kann es zu einer reduzierten oder schnell nachlassenden Immunantwort nach einer vollständigen COVID-19-Impfung kommen.

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer Corona-Infektion genesen sind, zumindest vorübergehend einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung haben. Aufgrund der bestehenden Immunität nach durchgemachter Infektion kommt es durch eine einmalige Booster-Impfung zu einer sehr guten Immunantwort. Nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (STIKO) kann die Booster-Impfung bei diesen Personen ab vier Wochen nach Genesung beziehungsweise Diagnosestellung durchgeführt werden. Aber auch wenn mehr als sechs Monate nach der Diagnose vergehen, reicht eine Impfstoffdosis zur vollständigen Grundimmunisierung aus. Genesenen, die bereits eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben, wird ebenfalls seit September 2021 das Angebot einer Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff gemacht.

Für diese Auffrischungs- beziehungsweise Booster-Impfungen können die derzeit verfügbaren mRNA-Impfstoffe im Rahmen der Zulassung verwendet werden. Außerdem werden aktuell von den beiden Herstellern der mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna verschiedene Auffrischungsimpfstoffe, sogenannte „Booster“ entwickelt, die dann nach den ersten beiden Impfungen verabreicht werden können und vor den Virusvarianten besser schützen sollen.

Mehr zum Thema Auffrischungsimpfungen finden Sie hier.

Stand: 09.09.2021 

Ist bei der Impfung Genesener eine einzige Impfdosis ausreichend?

Ja, laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) reicht aktuell und auf Basis der zur Zeit verfügbaren Daten eine Impfstoffdosis bei Genesenen aus.

Das Risiko für eine Neuinfektion ist in den ersten Monaten nach einer gesicherten SARS-CoV-2-Infektion sehr niedrig, kann aber mit zunehmendem Abstand ansteigen. Es wird hier wie folgt unterschieden:

  1. Symptomatische Infektion: Die Gabe der einmaligen Impfstoffdosis ist bereits ab vier Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich, wenn zum Beispiel eine Exposition gegenüber Virusvarianten gegeben ist, gegen die eine durchgemachte SARS-CoV-2-Infektion keinen ausreichenden Schutz mehr vermittelt (zum Beispiel gegen die Delta-Variante).
  2. Asymptomatische Infektion: Nach gesicherter asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion kann die Impfung ebenfalls bereits ab vier Wochen nach der Labordiagnose (zum Beispiel mittels PCR-Test) erfolgen.

Genesenen Personen mit eingeschränkter Immunfunktion (zum Beispiel aufgrund einer Therapie oder Erkrankung) wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Mehr zum Thema Auffrischungsimpfungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Stand: 13.09.2021 

Warum können sich Genesene nach einem halben Jahr impfen lassen, obwohl sie unter Umständen noch Antikörper gegen das Coronavirus im Blut haben?

Nach derzeitigem Forschungsstand und aufgrund epidemiologischer Daten ist davon auszugehen, dass während eines Zeitraums von sechs Monaten ein guter Schutz für Genesene besteht. Ob dies allerdings nur an Antikörpern liegt oder zum Beispiel auch an der zellulären Immunabwehr, ist zurzeit noch unklar. Da noch nicht im Detail bekannt ist, was genau vor COVID-19 schützt – im Fachjargon: was das Schutzkorrelat ist – ist eine Orientierung an der Menge noch vorhandener Antikörper keine Option. Die Impfung verbessert dann den Schutz vor einer erneuten Infektion.

Stand: 25.08.2021

Was passiert, wenn ich den Termin für die Zweitimpfung vergesse oder nicht wahrnehmen kann?

 Wenn Sie Ihren Folgetermin nicht wahrnehmen können, sagen Sie ihn bitte unbedingt dort, wo Sie die Erstimpfung erhalten haben (also im Impfzentrum, Ihrem Betrieb oder einer Arztpraxis) ab und machen einen neuen Termin aus.

Der von der STIKO empfohlene Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung variiert dabei je nach Zulassung wie folgt:

Nach der Coronavirus-Impfverordnung sollen die von der STIKO als längstmöglich empfohlenen Abstände eingehalten werden. Abweichungen insbesondere für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen sind möglich. Sollte der empfohlene Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie jedoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden. Das weitere Vorgehen im Einzelfall sollte dann mit dem zuständigen Impfzentrum oder den Impfärztinnen und -ärzten abgestimmt werden.

Bei dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist eine Einmalgabe ausreichend, das heißt bei diesem Impfstoff ist keine Zweitimpfung notwendig.

Stand: 03.09.2021 

Sollte der Impferfolg nach einer COVID-19-Impfung mittels Antikörperbestimmung überprüft werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bei den COVID-19-Impfungen keine Prüfung des Impferfolgs, weder nach der ersten Impfstoffdosis noch nach der zweiten Impfstoffdosis.

Bisher ist für die Prüfung des Impferfolgs bei Geimpften kein einheitliches serologisches Korrelat definiert. Daher existiert auch bisher kein Schwellenwert, ab dem eine Immunität angenommen werden kann. Eine generelle serologische Überprüfung der Immunantwort ist daher nicht empfohlen.

Zudem wird unabhängig vom Vorhandensein von Antikörpern nach Impfung eine zelluläre Immunität aufgebaut. Ob im weiteren Verlauf ein serologisches Korrelat für die Wirksamkeit definiert werden kann, ist unsicher. Auch bei anderen impfpräventablen Krankheiten (z.B. Pertussis) kann bisher kein sicheres serologisches Korrelat für Schutz angegeben werden.

Mehr zum Thema "Serologische Untersuchungen von Blutspenden auf Antikörper gegen SARS-CoV-2" finden Sie auf der entsprechenden Seite des Robert Koch-Instituts (RKI)

Stand: 12.08.2021

Könnte nach einer abgeschlossenen Impfserie eine spätere Auffrischungsimpfung mit einem anderen COVID-19-Impfstoff erfolgen?

Seit September 2021 kann Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen sowie immungeschwächten und immunsupprimierten Patientinnen und Patienten, Höchstbetagten (Personen ab 80 Jahren) und Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden. Auch bereits vollständig geimpften sowie genesenen Bürgerinnen und Bürgern, die den ersten Impfschutz mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben, wird seit September eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden.  Auch von Bürgerinnen und Bürgern über 60 Jahren kann nach individueller Abwägung und ärztlicher Beratung eine Auffrischungsimpfung wahrgenommen werden. Zudem kann auch medizinisches Personal mit häufigem Kontakt zu potentiell Infizierten eine Auffrischungsimpfung erhalten. Voraussetzung für die Auffrischungsimpfung ist, dass der Abschluss der ersten Impfserie mindestens sechs Monate zurückliegt. Dies wurde in der Gesundheitsministerkonferenz hat am 2. August 2021 beschlossen, am 9. August 2021 zusätzlich präzisiert und am 6. September 2021 nochmals erweitert. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) beschäftigt sich derzeit mit Fragen der Auffrischungsimpfungen. 

Mehr zum Thema Auffrischungsimpfungen finden Sie hier.

Stand: 09.09.2021 

Hat die Impfung gegen COVID-19 einen Einfluss auf das Ergebnis von Antigen- und PCR-Testungen?

Es ist nicht davon auszugehen, dass die COVID-19-Impfung positive Antigentests (Schnelltests) hervorruft. Treten nach einer Impfung positive Antigentests auf, könnten folgende Ursachen zu Grunde liegen:

  • Die Person, die geimpft wurde, könnte bereits vor der Impfung infiziert gewesen sein. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt 5-6 Tage.
  • Die Person, die geimpft wurde, könnte sich kurz nach Impfung angesteckt haben. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel 10-14 Tage nach Applikation der ersten Impfstoffdosis ein.
  • Da die COVID-19-Impfung keinen 100 %igen Schutz garantieren kann, ist es auch möglich, dass sich eine Person trotz Impfung infiziert; in der Regel verläuft die Erkrankung dann mit milderen Symptomen oder sogar asymptomatisch.
  • Der Antigentest kann falsch positiv sein.

Stand 03.08.2021

Können Menschen, die vollständig geimpft sind, das Virus weiterhin übertragen?

Die Zulassungsstudien und Untersuchungen im Rahmen der breiten Anwendung in der Bevölkerung zeigen, dass die COVID-19-Impfstoffe, die in Deutschland eingesetzt werden, Infektionen mit SARS-CoV-2 erheblich verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch trotz vollständiger Corona-Schutzimpfung PCR-positiv wird, ist niedrig, aber nicht auszuschließen. 

Aktuell kann nicht genau beziffert werden, in welchen Maß die Corona-Schutzimpfung die Übertragung des Virus weiter reduziert. Basierend auf den bisherigen Daten kann man davon ausgehen, dass die Viruslast bei Menschen, die trotz Impfung mit SARS-CoV-2 infiziert werden, stark reduziert und die Virusausscheidung verkürzt ist.

Das Risiko einer Virusübertragung ist unter dem Strich stark vermindert. Doch es muss damit gerechnet werden, dass einige Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung (asymptomatisch) PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden. Durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen muss dieses Risiko weiterhin zusätzlich reduziert werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher, auch nach der Corona-Schutzimpfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (AHA+L) weiterhin einzuhalten, auch wenn in Hinblick auf den Gemeinschaftsschutz das Risiko einer Virusübertragung durch die Corona-Schutzimpfung in dem Maß reduziert zu sein scheint, dass Geimpfte bei der Verbreitung von COVID-19 keine wesentliche Rolle mehr spielen.

Stand: 24.08.2021

 

Warum sollten auch COVID-19-geimpfte Personen die Infektionsschutzmaßnahmen weiterhin beachten?

Die neuen Impfstoffe gegen COVID-19 versprechen einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung. Trotzdem sollten auch Personen, die geimpft sind, bis auf Weiteres Maske tragen und sich an die Hygiene- und Abstandsregeln (siehe Wie kann man sich anderweitig vor COVID-19 schützen?) halten. Denn auch wer geimpft ist, könnte noch zur Übertragung des Coronavirus beitragen. Dies erklärt sich so:

Die Impfungen gegen COVID-19 haben eine gute Wirksamkeit (siehe hierzu diese FAQ). Kommt eine geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken. Es ist allerdings zurzeit noch unsicher, in welchem Maße auch Geimpfte nach Kontakt mit dem Erreger diesen vorübergehend in sich tragen und andere Personen anstecken können. In so einem Falle würde eine Person also für eine Weile das Virus in sich tragen, aber nicht erkranken. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten ist zwar anzunehmen, dass die Virusausscheidung bei Personen, die vollständig geimpft und mit dem Coronavirus infiziert sind, stark reduziert ist und damit das Übertragungsrisiko vermindert ist. Solange das Infektionsgeschehen aber noch so dynamisch ist wie zurzeit, sollten Geimpfte das Restrisiko für eine Virusübertragung durch Beachten der AHA-Formel und Selbst-Isolation bei Auftreten von COVID-19-typischen Symptomen weiter minimieren.

Stand: 17.08.2021