Bundesministerium für Gesundheit

Ablauf der Corona-Schutzimpfung

Alle Fragen rund um den Ablauf der Corona-Schutzimpfung haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wie erfahren Bürgerinnen und Bürger von der Möglichkeit, sich impfen zu lassen?

Aufgrund der Aufhebung der Priorisierung und der Tatsache, dass es genug Impfstoffe gibt, kann schon seit einiger Zeit allen Personen ab 12 Jahren ein zeitnahes Impfangebot gemacht werden. Auf dieser Themenseite finden Sie weitere Informationen, wo und wie Sie schnell und unkompliziert eine Corona-Schutzimpfung erhalten können. Im Hinblick auf den bevorstehenden Herbst und im Lichte der Delta-Variante ist dies jetzt besonders wichtig.

Stand: 19.11.2021

Kann man sich nur dort impfen lassen, wo man gemeldet ist?

Nein. Eine Corona-Schutzimpfung muss nicht zwingend an dem Ort durchgeführt werden, wo die zu impfende Person gemeldet ist. Eine Übersicht über mobile und spontane Impfangebote finden Sie hier

Stand: 15.11.2021

Wie steht es um die Schließung der Impfzentren?

Impfzentren waren gerade in der ersten Phase der Impfkampagne eine wichtige Säule der Nationalen Impfstrategie. Angesichts der gelungenen Einbindung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Betriebsärztinnen und -ärzten haben die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder und des Bundes die Nationale Impfstrategie angepasst und die Kapazitäten der Impfzentren seit Ende September sukzessive reduziert. 

Angesichts der derzeit hohen Anzahl an Neuinfektionen und der dynamischen Pandemie-Lage haben Bund und Länder am 18. November 2021 beschlossen, die Impfangebote wieder vermehrt auszuweiten. Darunter fallen unter anderem mobile Impfteams, Krankenhäuser sowie Impfzentren. Der Bund sagt außerdem zu, die Impfzentren und andere über die Länder organisierte Impfmöglichkeiten weiter in der bisherigen Weise bis zum 31. Mai 2022 finanziell zu unterstützen. 

Stand: 22.11.2021

Wird die Hotline unter der Nummer 116117, die auch für ärztliche Notfälle gedacht ist, durch die Impfterminbuchung blockiert?

Nein. Die Anrufenden werden schnell an die für ihr Anliegen zuständige Stelle weitergeleitet.

Stand: 26.11.2021

Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Corona-Schutzimpfung erhalten Sie zum einen in Haus-, Privat- und Facharztpraxen, aber auch bundesweit durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte. Seit Oktober 2021 sind auch Gesundheitsämter und Krankenhäuser beteiligt. Zudem können die Länder den Betrieb von Impfzentren aufrechterhalten. Bitte informieren Sie sich in Ihrem Bundesland, inwieweit Impfzentren betrieben werden. Weiterhin eine wichtige Säule sind mobile Impfteams, die beispielsweise stationäre Pflegeeinrichtungen aufsuchen. Eine weitere Möglichkeit, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen, bieten temporäre Impfaktionen.

Auf dieser Themenseite erhalten Sie weitere Informationen über temporäre und dauerhafte Impfangebote in Ihrem Bundesland.

Stand: 04.10.2021

Kann man sich den Impfstandort aussuchen?

Zunächst war es so, dass man keinen Anspruch darauf hatte, sich einen bestimmten Ort der Impfung auszusuchen. Den Ländern steht es aber frei, hier Wahlmöglichkeiten zuzulassen – die Bundesländer ermöglichen dies auch, damit viele impfwillige Menschen schnellstmöglich und unkompliziert eine Corona-Schutzimpfung erhalten können, um gut durch Herbst und Winter zu kommen. Bitte erkundigen Sie sich hierzu bei den zuständigen Stellen in Ihrem Bundesland. In unserer Deutschlandkarte haben wir nützliche Links nach Bundesland sortiert.

Stand: 04.10.2021

Besteht die Möglichkeit, Menschen, die nicht mobil sind, zuhause zu impfen?

Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen wurden bereits für ihre Erst- und Zweitimpfung von mobilen Impfteams geimpft. Auch die Auffrischungsimpfungen können durch mobile Impfteams erfolgen. Wer in der eigenen Wohnung lebt und grundsätzlich Anspruch auf eine Krankenfahrt zur medizinischen Behandlung hat, hat diesen auch für die Fahrt zum Impfzentrum oder der Arztpraxis, in der geimpft wird. Die Impfung von Personen, die ihre Wohnung nicht verlassen können, kann auch durch Hausärztinnen und Hausärzte erfolgen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Stand: 04.10.2021

Wer bezahlt die Impfung?

Die Corona-Schutzimpfung ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos, unabhängig von ihrem Versicherungsstatus. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren. Auch die Vergütung für Impfungen in Arztpraxen oder Betrieben trägt der Bund.

Stand: 03.11.2021

Ich habe eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe in einem der Impfstoffe. Kann ich hier im Vorhinein sicherstellen nicht mit diesem geimpft zu werden?

Wie bei jeder Immunisierung sollte eine Corona-Schutzimpfung erst nach sorgfältiger Anamnese und Risiko-Nutzen-Abschätzung durchgeführt werden. Besprechen Sie sich hierzu mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt und thematisieren Sie mögliche Bedenken oder Allergien. Im Anamnese-/Einwilligungsbogen haben Sie die Möglichkeit, Ihre bekannten Allergien aufzulisten.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Inhaltsstoffen und Beipackzetteln der jeweiligen zugelassenen COVID-19-Impfstoffe. Auch in den Aufklärungsmerkblättern finden Sie weitere Informationen.

Stand: 19.11.2021

Kann ich zwischen Impfstoffen frei wählen?

Laut der Corona-Impfverordnung gibt es an sich keine freie Wahl des Impfstoffes eines bestimmten Herstellers. Das war vor allem in der ersten Phase der Impfkampagne bedeutsam.

Da es mittlerweile ausreichend Impfstoff gibt, besteht in einigen Bundesländern die Möglichkeit, in den Impfzentren auszuwählen, mit welchem Impfstoff man geimpft werden möchte. Zudem gibt es die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Impfangeboten, bei welchen unterschiedliche Impfstoffe verimpft werden, zu wählen. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit unterschiedlicher Impfstoffe. Bitte informieren Sie sich hierzu bei Ihren lokalen Impfstellen oder der Ärztin oder dem Arzt, bei der oder dem Sie sich gegen COVID-19 impfen lassen wollen. 

Mehr Informationen dazu, für wen welcher Impfstoff empfohlen wird, finden Sie hier.

Stand: 04.10.2021

Ich habe meinen Impfpass verloren, kann ich mich dann gegen COVID-19 impfen lassen?

Ja. Sollten Sie Ihren Impfpass nicht mehr haben, wird Ihnen am Impfort (zum Beispiel im Impfzentrum, in der Arztpraxis oder in Ihrem Betrieb) durch die impfende Ärztin beziehungsweise den impfenden Arzt eine Ersatzbestätigung ausgestellt.

Stand: 04.10.2021

Muss ich vor der Impfung einen COVID-Test machen?

Nein, das ist nicht notwendig, solange Sie keine Symptome aufweisen. Die Verträglichkeit der Impfung wird durch eine akute Infektion auch nicht negativ beeinflusst.

Stand: 16.11.2021

Wer wird mit welchem Impfstoff geimpft?

In Deutschland sind derzeit vier Impfstoffe zugelassen. Der mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer wird für alle Personen ab 12 Jahren empfohlen. Vor der Impfung von Personen ab 12 Jahren sind eine entsprechende ärztliche Aufklärung, die im Übrigen auch bei Erwachsenen erforderlich ist, und gegebenenfalls die Zustimmung der Sorgeberechtigten notwendig.Auch  ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel können sich laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) mit diesem mRNA-Impfstoff vor einem schweren COVID-19-Krankheitsverlauf schützen.

Mit Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna  sollten der der STIKO-Empfehlung vom 18. November 2021 entsprechend nur noch Personen ab 30 Jahren geimpft werden. Laut STIKO ist dies eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer .

Die Vektor-Impfstoffe Vaxzevria® von AstraZeneca und Janssen® von Johnson & Johnson sollen laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Wesentlichen bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Hintergrund sind hier sehr selten auftretende schwerwiegende Nebenwirkungen (Hirnvenenthrombosen) insbesondere bei einzelnen jüngeren Personengruppen. Mit beiden Impfstoffen können sich laut STIKO aber auch jüngere Menschen impfen lassen, wenn sie das möchten und von ihrer Ärztin beziehungsweise ihrem Arzt umfassend aufgeklärt wurden.

 

Da Studienergebnisse zeigen, dass die Immunantwort nach einem heterologen Impfschema (erste Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca /zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser ist, als die Immunantwort nach einer homologen Vaxzevria®-Impfserie (zwei Impfstoffdosen), empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen, die Vaxzevria® von AstraZeneca als erste Impfstoffdosis erhalten haben, unabhängig vom Alter, einen mRNA-Impfstoff (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer) als zweite Impfstoffdosis. Der Impfabstand sollte mindestens vier Wochen zur ersten Impfstoffdosis betragen.

Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ist – bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz der zu impfenden Person – weiterhin möglich. Bei einer Zweitimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca steht es der impfenden Ärztin beziehungsweise dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von vier bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden. Die STIKO empfiehlt einen Abstand von neun bis zwölf Wochen.

Seit September 2021 sind Auffrischungsimpfungen mit mRNA-Impfstoffen möglich. Mehr Informationen dazu finden Sie hier

Stand: 19.11.2021

Was muss ich vor und nach der Corona-Schutzimpfung beachten?

Bevor Sie Ihren Impftermin wahrnehmen, sollten Sie ein paar wichtige Dokumente und Formulare bereithalten.

Das müssen Sie zur Impfung gegen COVID-19 mitbringen:

  • Personalausweis
  • Impfpass (wenn nicht vorhanden, erhalten Sie eine Ersatzbescheinigung. Diese können Sie sich auch selbst im Downloadbereich herunterladen und ausdrucken.)
  • falls Sie aufgrund einer Vorerkrankungen beim Impfen priorisiert werden: ärztliches Zeugnis
  • FFP2-Maske zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen

So bereiten Sie sich auf die Impfung gegen COVID-19 vor:

Vor dem Impftermin und Ihrem medizinischen Aufklärungsgespräch können Sie sich das Aufklärungsmerkblatt zum Impfstoff und die Einwilligungserklärung zur Impfung im Downloadbereich als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken. Dort erhalten Sie ebenfalls wichtige Informationen zu Ihrer Impfung und dem Impfstoff gegen das Coronavirus. Mit folgenden Schritten können Sie sich auf Ihren Impftermin vorbereiten:

  • Aufklärungsmerkblatt zum Impfstoff lesen und gegebenenfalls Fragen notieren
  • Einwilligungserklärung lesen
  • An- und Rückfahrt planen und organisieren
  • Zeit für Nachbeobachtung einplanen (ca. 15 Minuten, bei bestimmten Vorerkrankungen wie z. B. Gerinnungshemmungen gegebenenfalls bis zu 30 Minuten)
  • Gedanken zur eigenen Krankheitsgeschichte (z. B. Allergien, Ohnmachtsanfälle) machen, um diese der Ärztin oder dem Arzt bei der Impfung mitteilen und mögliche Risiken der Impfung abwägen zu können

Zu anderen Impfungen mit Totimpfstoffen (inaktivierte Impfstoffe, die abgetötete Erreger oder auch nur Erreger-Bestandteile beinhalten, und die sich nicht vermehren und keine Erkrankung auslösen können) muss kein Abstand eingehalten werden. Zu Impfungen mit Nicht-Totimpstoffen sollte ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden. Ansonsten müssen Sie sich nicht besonders schonen. Sollten Impfreaktionen wie Schmerzen oder Fieber nach der Impfung auftreten, können Sie nach Rücksprache mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt schmerzlindernde oder fiebersenkende Medikamente einnehmen.

Alle wichtigen Dokumente für Ihren Impftermin finden Sie außerdem hier

Stand: 22.11.2021

Warum sollte man vor und nach der Corona-Schutzimpfung keinen Alkohol trinken?

Alkohol ist ein Genussmittel und sollte grundsätzlich nur in Maßen getrunken werden. Denn regelmäßiger, starker Alkoholkonsum kann abhängig machen und ein wesentlicher Risikofaktor für Krankheiten sein. Inwiefern Alkohol die Wirksamkeit von COVID-19-Impfstoffen beeinflusst, ist wissenschaftlich nicht untersucht. Es gibt jedoch Hinweise, dass Alkoholkonsum – vor allem starker – die Fähigkeit des Körpers, eine Immunität aufzubauen, beeinträchtigen kann. In diesem Sinne ist es grundsätzlich empfehlenswert, sich gesundheitsfördernd zu verhalten und auf alkoholische Getränke in großen Mengen zu verzichten – nicht nur vor und nach der Corona-Schutzimpfung.

Stand: 05.11.2021

Ich werde mit Kortison behandelt, was muss ich beachten?

Sollten Sie vor oder während der geplanten Impfserie mit Kortison behandelt werden, schadet Ihnen die Impfung zwar nicht, aber führt möglicherweise nicht zu dem gewünschten Impfschutz gegen COVID-19. Halten Sie bitte vor der Impfung Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt. Eine laufende Rheumatherapie mit Kortison muss nicht vorsorglich unterbrochen werden. Mehr Information zur Corona-Schutzimpfung für Menschen mit einer Rheumaerkrankung finden Sie hier.

Stand: 26.11.2021

 

Wie läuft eine Impfung ab?

Für eine vollständige Immunisierung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ​​​​​​ ​und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna sowie dem Vektor-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca sind zwei Impfstoffdosen notwendig. Von dem Vektor-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson bedarf es bisher laut Zulassung nur einer Impfstoffdosis. Aufgrund der im Vergleich mit anderen verfügbaren COVID-19-Impfstoffen geringeren Schutzwirkung dieser einmaligen Gabe von Janssen® von Johnson & Johnson ist nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (STIKO) eine einzelne Dosis des Impfstoffes als Grundimmunisierung nicht ausreichend. Zur Verbesserung der Wirksamkeit der Grundimmunisierung sollte vier Wochen nach der Erstimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht werden.

Wenn eine Person nachweislich bereits an COVID-19 erkrankt war, ist bei allen zugelassenen Impfstoffen eine Impfstoffdosis ausreichend.

Zu Auffrischungsimpfungen und sogenannter Optimierung von Grundimmunisierungen hat die STIKO die Impfempfehlung konkretisiert. Mehr Informationen finden Sie hier und in der aktuellen STIKO-Empfehlung.

Der von der STIKO empfohlene Abstand zwischen erster und zweiter Impfstoffdosis beträgt:

Die Impfserie muss im Falle eines längeren Abstandes jedoch nicht neu begonnen werden. Wird nach der ersten Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen (positiver PCR-Test), soll die zweite Impfung zunächst nicht gegeben werden.

Stand: 17.11.2021

Was versteht man unter einer Anamnese?

Der Begriff Anamnese steht für ein Arzt-Patientengespräch. Dabei übernimmt in der Regel die Medizinerin oder der Mediziner die Gesprächsführung und erfragt wichtige Details zum Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten – zum Beispiel zur persönlichen Krankengeschichte, zu Allergien oder erblich bedingten Erkrankungen im Familienkreis. Auch vor der Corona-Schutzimpfung wird ein sogenanntes Anamnesegespräch geführt.  

Dies ist wichtig, um die Impffähigkeit einer Person festzustellen und beispielsweise eine akute Infektion vor dem Impfen auszuschließen. Typische Fragen sind im Anamnese-/Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung aufgeführt. Seinen Ursprung hat das Wort Anamnese übrigens im Altgriechischen, dort bedeutet es Erinnerung. 

Stand: 10.11.2021

Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

Als Nachweis für die Anspruchsberechtigung gelten laut Impfverordnung der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis.

Stand: 26.11.2021

Was passiert, wenn ich zu meinem Impftermin krank bin?

Die Impfung sollte bei Personen mit akuter, schwerer, fieberhafter Erkrankung verschoben werden. Leichte Erkrankungen ohne Fieber sind in der Regel kein Hinderungsgrund für eine Impfung.

Wenn Sie krankheitsbedingt Ihren Impftermin nicht wahrnehmen können, wenden Sie sich bitte an die entsprechende Praxis oder Einrichtung, in der Sie Ihren Impftermin vereinbart haben. Denken Sie bitte daran, dass bei Verschiebungen oder Absagen des ersten Termins womöglich auch der zweite Termin verschoben beziehungsweise abgesagt werden muss.

Stand: 05.11.2021 

Was mache ich mit meinem gebuchten Impftermin, wenn sich mir ein anderer bietet?

Wenn Sie bereits einen Termin für die Erstimpfung gebucht haben, sich aber spontan ein anderer beziehungsweise früherer Termin für eine Corona-Schutzimpfung ergibt, sollten Sie Ihren gebuchten Impftermin auf jeden Fall absagen. Nur so kann der Termin an andere Impfwillige vergeben werden.

Es gibt in der Regel zwei Möglichkeiten, einen gebuchten Termin in einem Impfzentrum abzusagen: per Telefon oder über das Online-Terminbuchungssystem. Einen Impftermin in einer Arztpraxis oder bei der Betriebsärztin oder beim Betriebsarzt sagen Sie am besten direkt telefonisch oder alternativ per E-Mail ab.

Stand: 22.11.2021

Muss ich Urlaub nehmen, wenn ich mich während der Arbeitszeit impfen lassen muss?

Seit der Anpassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung im September 2021 sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dazu verpflichtet, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum Zweck der Inanspruchnahme der Corona-Schutzimpfung freizustellen. 

Stand: 27.10.2021

Wird der Impfstoff mit -70 Grad in den Körper gespritzt?

Nein. Grundsätzlich werden alle gefroren gelagerten Impfstoffe vor einer Impfung aufgetaut und in Kochsalzlösung, die bei normaler Kühlschrank- oder Raumtemperatur gelagert wird, aufgenommen. Nach dem Auftauen dürfen sie nicht erneut eingefroren werden.

Der mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer wird dabei bei -75 Grad Celcius plus/minus -15 Grad Celcius aufbewahrt und ist ultratiefgefroren neun Monate haltbar. Im Gefrierschrank ist er bei -20 Grad Celsius zwei Wochen lang haltbar. Der ungeöffnete und aufgetaute Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist nach dem Herausnehmen aus dem Gefrierschrank vor der Verwendung bis zu fünf Tage bei 2 Grad Celcius bis 8 Grad Celcius und bis zu zwei Stunden bei Temperaturen bis 30 Grad Celcius haltbar. Verdünnter Impfstoff darf sogar vorsichtig bis zu sechs Stunden bei 2 bis 30 Grad transportiert werden. Allerdings sollte der Impfstoff sofort verabreicht werden. Demnach kann der Impfstoff somit bereits am Impfort verdünnt und bei Bedarf als fertige Impfdosis in der Spritze vorbereitet und an dezentrale Impfstationen transportiert werden.

 Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ist sieben Monate bei -25 Grad Celcius bis -15 Grad Celcius haltbar. Eine ungeöffnete Impfstoffdose kann bis zu 30 Tagen bei 2 Grad Celcius bis 8 Grad Celcius gelagert werden. Auch er wird vor der Impfung aufgetaut.

Der Impfstoff von Vaxzevria® von AstraZeneca ist logistisch etwas leichter handhabbar: Da er nicht tiefgefroren werden darf, kann er bei 2 Grad Celcius bis 8 Grad Celcius sechs Monate lang gelagert und direkt verimpft werden.

Der Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist 2 Jahre bei Lagerung im Gefrierschrank bei -25 °C bis -15 °C haltbar. Nach der Entnahme aus dem Gefrierschrank kann der ungeöffnete Impfstoff gekühlt im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C, vor Licht geschützt, für einen einmaligen Zeitraum von bis zu 3 Monaten gelagert werden, wobei das aufgedruckte Verfallsdatum nicht überschritten werden darf.

Weitere Informationen zu den Impfstoffen können hier nachgelesen werden:

Stand: 04.10.2021

Wie lang beträgt die Nachbeobachtungszeit nach der Corona-Schutzimpfung?

Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der Impfung gegen COVID-19 von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15 bis 30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden, zum Beispiel bei Personen mit Gerinnungshemmung oder einer Impfkomplikation in der Anamnese. Eine Impfkomplikation wird laut Ständiger Impfkommission (STIKO) definiert als eine über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung.

Stand: 05.11.2021

Wie soll man sich verhalten, wenn man sich nach der 1. Impfung mit dem Coronavirus infiziert und/oder an COVID-19 erkrankt?

Infiziert man sich nach der ersten Gabe der Corona-Schutzimpfung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und ist dies labordiagnostisch gesichert (positiver PCR-Test), kann nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis ab vier Wochen nach Genesung beziehungsweise der Diagnosestellung erfolgen.

Diese zweite Impfstoffdosis wird als notwendig erachtet, weil die Immunantwort auf die erste Impfung eventuell durch die Infektion beeinträchtigt wurde. Dies ist vor allem denkbar, wenn die Infektion in den ersten 14 Tagen nach der Impfung auftritt. Die Erkrankung könnte die Immunantwort, die durch die Impfung angestoßen wurde, negativ beeinflussen - und theoretisch zu einer unzureichenden Immunantwort der Erstimpfung führen. Es könnte aber auch sein, dass sich die Person bereits in der Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung/Symptomausbruch) befunden hat. Tritt die Infektion zu einem späteren Zeitpunkt auf (zum Beispiel nach mehr als 4 Wochen nach der Impfung), könnte man vermuten, dass die Impfung nicht gewirkt hat und auch dann wäre eine zweite Impfstoffdosis notwendig. Deswegen hat die STIKO entschieden, Personen, bei denen nach der Erstimpfung eine Infektion auftritt, eine zweite Impfung zu empfehlen. So soll ein ausreichender, andauernder Immunschutz gewährleistet werden.

Stand: 09.11.2021

Ich habe meinen ersten Impftermin wahrgenommen, kann den zweiten Impftermin aber nicht im selben Impfzentrum oder in der selben Arztpraxis zu Ende bringen. Wie gehe ich vor?

Bitte sagen Sie im ersten Schritt den Termin für die Zweitimpfung dort ab, wo Sie ihn vereinbart haben, also zum Beispiel bei der Arztpraxis oder dem Impfzentrum. Bitte kümmern Sie sich darum, den Zweittermin frühzeitig zu organisieren, damit die empfohlenen Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfung eingehalten werden können. Der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung variiert dabei je nach Zulassung wie folgt:

Sollte der empfohlene Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie jedoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden. Das heißt, Sie können in Absprache mit der Impfärztin oder dem Impfarzt, die oder der die Erstimpfung durchgeführt hat, besprechen, ob der Termin auch verschoben werden kann.

Können Sie die Zweitimpfung nicht am Ursprungsort wahrnehmen, finden Sie hier temporäre und dauerhafte Impfangebote nach Bundesland sortiert.

Grundsätzlich gilt bei der Berechtigung zu einer Corona-Schutzimpfung das Wohnortprinzip. Das heißt, dass sich nur Personen in einem Bundesland impfen lassen können, die mit erstem Wohnsitz dort gemeldet sind. Es gibt wenige spezielle Ausnahmen für Personen, die in einem bestimmten Bundesland arbeiten und zu der berechtigten Personengruppe zählen, die eine Impfung erhalten (beispielsweise Intensivpflegekräfte). Diese erhalten alle nötigen Informationen und die benötigte Impfberechtigung durch ihren Arbeitgeber.

Stand: 04.10.2021

Ich habe meine Erstimpfung im Ausland (EU/Nicht-EU) erhalten. Wo und wie erhalte ich eine Zweitimpfung mit dem passenden Impfstoff?

Ihren Impfstatus können Sie mit dem Impfbuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO), also Ihrem gelben Impfpass, nachweisen. Dieser ist international gültig und wird in Deutschland anerkannt. Wenn Sie in einem Mitgliedsstaat der EU geimpft wurden, können Sie sich zudem das Digitale COVID-Zertifikat der EU ausstellen lassen. Dieses ist europaweit gültig. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Wenn Sie Ihre Erstimpfung im Ausland erhalten haben, können Sie grundsätzlich einen Termin für eine Zweitimpfung in Deutschland vereinbaren. Wichtig ist hierbei, dass Sie über eine entsprechende Impfbescheinigung über die Erstimpfung – insbesondere das Datum und den verwendeten Impfstoff – verfügen. Auch dieser Nachweis kann über den gelben Impfpass erfolgen.

Sollten Sie im Ausland einen nicht in Deutschland zugelassenen Impfstoff erhalten haben, halten Sie hierzu bitte Rücksprache mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt, wie verfahren werden kann – zum Beispiel welcher Impfstoff und zu welchem Zeitpunkt dieser verabreicht werden soll.

Stand: 25.11.2021

Müssen die Impfintervalle eingehalten werden?

Die Impfintervalle betragen laut der jeweiligen Zulassung beim Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer 3-6 Wochen und beim Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna 4-6 Wochen. Diese Impfintervalle werden aktuell auch von der STIKO empfohlen.

Das Impfintervall beim Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca beträgt laut der Zulassung 4-12 Wochen. Die STIKO empfiehlt hier, im Hinblick auf die höhere Wirksamkeit bei längerem Impfabstand, ein Impfintervall von 9-12 Wochen. Die Coronavirus-Impfverordnung sieht vor, dass der von der STIKO als längst möglich empfohlene Abstand eingehalten werden soll; Abweichungen, insbesondere im Rahmen einer effizienten Organisation der Schutzimpfungen, sind möglich.

Bei dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist nur eine Impfdosis notwendig.

Gut zu wissen: Nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (STIKO) ist eine einzelne Dosis des Impfstoffs Janssen® von Johnson & Johnson als Grundimmunisierung nicht ausreichend. Daher sollte zur Verbesserung der Wirksamkeit der Grundimmunisierung vier Wochen nach der Erstimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Wie das Epidemiologische Bulletin 43/2021 ausführt, soll die Auffrischungsimpfung frühestens 6 Monate nach der aus zwei Impfstoffdosen bestehenden Grundimmunisierung verabreicht werden. Es soll dafür ein mRNA-Impfstoff verwendet werden - unabhängig davon, welcher Impfstoff bei der vorher erfolgten homologen oder heterologen Immunisierung verwendet wurde. Bezüglich einer Optimierung der Grundimmunisierung nach vorausgegangener Impfung mit dem Vektor-basierten Janssen®-Impfstoff empfiehlt die STIKO Personen, die eine Grundimmunisierung mit einer Impfstoffdosis der COVID-19 Vaccine Janssen erhalten haben, eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff zur Optimierung ihres Impfschutzes.

Es gilt: Die erste Impfserie muss in der Regel mit demselben Impfstoff abgeschlossen werden, mit dem sie begonnen wurde. Für den Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca gilt hierbei eine Ausnahme. Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (1. Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca/2. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser als nach homologer Vaxzevria-Impfserie (zwei Impfstoffdosen Vaxzevria). Deshalb empfiehlt die STIKO unabhängig vom Alter der zu impfenden Person anstelle einer zweiten Vaxzevria®-Impfdosis die Zweitimpfung nach mindestens vier Wochen mit einem der mRNA-Impfstoffe (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna (ab 30 Jahren) oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer).

Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ist weiterhin möglich. Bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren ist die Notwendigkeit der ärztlichen Aufklärung und der individuellen Risikoakzeptanz zu betonen.

Eine weitere Ausnahme gilt für Personen unter 30 Jahren sowie Schwangere unabhängig von ihrem Alter, die ihre Erstimpfung mit Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna erhalten haben oder die ihre erste Impfserie (zwei Impfdosen) abgeschlossen haben. Diese Personengruppen sollen die Zweitimpfung oder Auffrischungsimpfung laut Ständiger Impfkommission (STIKO) mit dem anderen mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer erhalten. Hintergrund dafür ist, dass die STIKO mit der Aktualisierung ihrer  vom 18. November 2021 den Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 Jahren beschränkt hat. Dies ist eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer . Zudem soll auch eine Impfung von Schwangeren unabhängig vom Alter vorsorglich nur mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer erfolgen.

Stand: 19.11.2021

Muss ich mich zwei Mal impfen lassen?

Die aktuell zugelassenen Impfstoffe der Firmen Moderna, BioNTech/Pfizer und AstraZeneca werden in zwei Dosen verimpft, um sicherzugehen, dass eine vollständige Immunität gegen das Virus erreicht wird.

Der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) derzeit empfohlene Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung variiert dabei wie folgt:

Von dem Vektor-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson bedarf es bisher laut Zulassung nur einer Impfstoffdosis. Aufgrund der im Vergleich mit anderen verfügbaren COVID-19-Impfstoffen geringeren Schutzwirkung dieser einmaligen Gabe von Janssen® von Johnson & Johnson ist nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (STIKO) eine einzelne Dosis des Impfstoffs als Grundimmunisierung nicht ausreichend. Daher sollte zur Verbesserung der Wirksamkeit der Grundimmunisierung vier Wochen nach der Erstimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wichtig ist: Als vollständig geschützt gilt nur, wer sein jeweiliges Impfschema abgeschlossen hat. Das heißt, bei einer Erstimpfung mit einem mRNA-Impfstoff beziehungsweise dem Vektor-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca, muss für diesen Status auch die entsprechende Zweitimpfung erfolgt sein. Bei Janssen® von Johnson & Johnson ist eine Einmalgabe ausreichend um als "vollständig geimpft beziehungsweise geschützt" zu gelten. Grund dafür ist das immunologische Gedächtnis: Nach der Verabreichung einer zweiten Impfstoffdosis "erinnert" sich das Immunsystem an einen vorherigen Kontakt mit dem Coronavirus und reagiert entsprechend abwehrend mit Immungedächtniszellen und einer Bildung von Antikörpern. Der Schutz vor einer Infektion mit dem Virus (und seinen Varianten) oder auch vor einer schweren COVID-19-Erkrankung ist nach einer Zweitimpfung somit deutlich höher.

Es gilt: Die erste Impfserie muss in der Regel mit demselben Impfstoff abgeschlossen werden, mit dem sie begonnen wurde. Für den Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca gilt hierbei eine Ausnahme. Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (1. Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca /2. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser als nach homologer Vaxzevria-Impfserie (zwei Impfstoffdosen Vaxzevria® von AstraZeneca). Deshalb empfiehlt die STIKO unabhängig vom Alter der zu impfenden Person anstelle einer zweiten Vaxzevria®-Impfdosis die Zweitimpfung nach mindestens vier Wochen mit einem der mRNA-Impfstoffe (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna (ab 30 Jahren) oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer). Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff von Vaxzevria® von AstraZeneca ist weiterhin möglich; bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren betont die STIKO das Erfordernis der ärztlichen Aufklärung und der individuellen Risikoakzeptanz der zu impfenden Person. Bei einer Zweitimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca steht es der impfenden Ärztin beziehungsweise dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von vier bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

Eine weitere Ausnahme gilt für Personen unter 30 Jahren sowie Schwangere unabhängig von ihrem Alter, die ihre Erstimpfung mit Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna erhalten haben oder die ihre erste Impfserie (zwei Impfdosen) abgeschlossen haben. Diese Personengruppen sollen die Zweitimpfung oder Auffrischungsimpfung laut Ständiger Impfkommission (STIKO) mit dem anderen mRNA-Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer erhalten. Hintergrund dafür ist, dass die STIKO mit der Aktualisierung ihrer vom 18. November 2021 den Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 Jahren beschränkt hat. Dies ist eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer. Zudem soll auch eine Impfung von Schwangeren unabhängig vom Alter vorsorglich nur mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer erfolgen.

Stand: 19.11.2021

Warum ist die Zweitimpfung so wichtig?

Nur wer eine Zweitimpfung bekommen hat, gilt als vollständig geschützt. Grund dafür ist das immunologische Gedächtnis: Nach der Verabreichung einer zweiten Impfstoffdosis "erinnert" sich das Immunsystem an einen vorherigen Kontakt mit dem Coronavirus und reagiert entsprechend abwehrend mit Immungedächtniszellen und einer Bildung von Antikörpern. Der Schutz vor einer Infektion mit dem Virus (und seinen Varianten) oder auch vor einer schweren COVID-19-Erkrankung ist nach einer Zweitimpfung somit deutlich höher.

Vor allem zum Schutz vor der sich aktuell verbreitenden Delta-Variante ist ein vollständiger Impfschutz wichtig. Nur einmal geimpfte Personen sind unabhängig vom Impfstofftyp schlechter gegen eine Infektion mit der Delta-Variante geschützt als dies für andere Virusvarianten der Fall ist. Der Impfschutz gegenüber der Delta-Variante nach vollständiger Impfserie ist jedoch fast ebenso gut wie gegenüber dem ursprünglichen Coronavirus oder der Alpha-Variante.

Die Studien zeigen, dass die Schutzwirkung vor schweren Corona-Verläufen mit der Notwendigkeit einer Behandlung im Krankenhaus, sowohl bei Vektor-Impfstoffen unter Einhaltung des empfohlenen Abstands von 12 Wochen zwischen beiden Impfungen eine Wirksamkeit von bis zu 80 Prozent wie auch mRNA-Impfstoffen nach der Zweitimpfung bei Wirksamkeit von etwa 95 Prozent liegt.

Mehr zur Sicherheit von Impfstoffen lesen Sie hier.

Stand: 29.10.2021   

Muss eine COVID-19-Impfung zu einem späteren Zeitpunkt aufgefrischt werden?

Auffrischungsimpfungen (auch Booster-Impfung genannt) dienen dazu, einen langfristigen Immunschutz zu gewährleisten. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass der Impfschutz insbesondere bei älteren Menschen und Personengruppen mit einem geschwächten Immunsystem verzögert einsetzt und schneller nachlassen kann. Durch eine Auffrischungsimpfung kann der Impfschutz wieder deutlich erhöht und schwere COVID-19-Fälle verhindert werden. Zudem wurde festgestellt, dass sogenannte „Low Responder“, also insbesondere Personen der Hochrisikogruppen, nach einer Impfserie weniger Antikörper bilden als üblich. Hier haben Studien gezeigt, dass eine dritte Impfung zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führen kann. Besonders Personen, die häufigen Kontakt mit vulnerablen Gruppen oder ein hohes Ansteckungsrisiko im beruflichen Umfeld haben, sollten sich und ihre Kontaktpersonen durch eine Auffrischungsimpfung zusätzlich schützen. Daten aus den klinischen Zulassungsstudien zu den Auffrischungsimpfungen und den bisher veröffentlichten Studien nach Einführung der Auffrischungsimpfung zeigen, dass die Immunantwort nach Verabreichung einer dritten Impfstoffdosis im Vergleich zu der Immunantwort nach der zweiten Impfstoffdosis deutlich ausgeprägter ist und die Wirksamkeit, vor allem gegenüber der sich schnell verbreitenden Delta-Variante, dadurch positiv beeinflusst wird.

Die Impfungen können von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten oder von (mobilen) Teams der Impfstellen vorgenommen werden und sollten in der Regel etwa sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie erfolgen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern die Booster-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ab 30 Jahren oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ab 18 Jahren), manchen Personengruppen aber besonders. Welche das sind, erfahren Sie hier und in der aktuellen STIKO-Empfehlung.

Personen, die ihre erste Impfserie mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca abgeschlossen haben, können eine Auffrischungsimpfung in der Regel nach sechs Monaten vornehmen lassen. Personen, die mit Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden können den Impfschutz bereits ab vier Wochen nach der ersten Impfung auffrischen lassen. Auch hier haben Daten aus Studien gezeigt, dass ein heterologes Impfschema – erst Vektorimpfstoff, anschließend mRNA-Impfstoff (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna ab 30 Jahren oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ab 18 Jahren) – zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führt.

Mehr Informationen zu den Auffrischungsimpfungen finden Sie in diesem Artikel.

Stand: 24.11.2021

Wie weise ich eine erhaltene Impfung gegen COVID-19 nach? Reicht die Bestätigung aus dem Impfzentrum oder muss es ein Impfpass sein?

Die Terminbestätigung aus dem Impfzentrum reicht nicht aus, um die erhaltene Impfung nachzuweisen. Die Impfung wird in Ihren Impfpass eingetragen, unter anderem wird dort der Impfstoff mit Chargennummer vermerkt. Sollten Sie keinen Impfpass besitzen, erhalten Sie eine Ersatzbestätigung. Zusätzlich gibt es in der Corona-Warn-App und der CovPass-App des Robert Koch-Instituts die Möglichkeit, Impfungen mit dem digitalen Impfnachweis zu dokumentieren. 

Mehr zum Nachweis der Corona-Schutzimpfung erfahren Sie hier

Stand: 15.11.2021

Sollten COVID-19-Impfungen auch in Altenpflegeheimen durchgeführt werden, in denen vor Kurzem oder zeitgleich COVID-19-Fälle aufgetreten sind?

Aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) liegen derzeit keine Gründe vor, die COVID-19-Impfung nicht auch in Altenpflegeheimen anzubieten, in denen zeitgleich einzelne COVID-19-Fälle auftreten beziehungsweise vor Kurzem aufgetreten sind. Das gilt auch für das Angebot von Auffrischungsimpfungen.

Stand: 27.10.2021

Gibt es für bestimmte Personengruppen besondere Empfehlungen, welcher konkrete Impfstoff verabreicht werden sollte?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die aktuell verfügbaren mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna als wirkäquivalent beurteilt. Das heißt: Beide haben eine gleich gute Qualität und bieten einen vergleichbar hohen Schutz. Zwar sind die mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna) von der EU für alle impfwilligen Personen ab 12 Jahren zugelassen, allerdings hat die STIKO mit der Aktualisierung ihrer Impfempfehlung vom 18. November 2021 den Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna auf die Anwendung für die Altersgruppe ab 30 Jahren beschränkt. Dies ist eine vorsorgliche Maßnahme, da verschiedene Daten darauf hinweisen, dass das Risiko für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach der Impfung mit Spikevax® bei Jüngeren höher ist als nach der Impfung mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer. Zudem soll auch eine Impfung von Schwangeren unabhängig vom Alter vorsorglich nur mit Comirnaty® von BioNTech/Pfizer erfolgen.

Wichtig ist aber auch, dass der Impfstoff Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna im Übrigen für Personen ab 30 Jahren ein wichtiges, sicheres und wirksames Element der Impfkampagne bleibt, insbesondere auch für die notwendigen Auffrischungsimpfungen.

Die Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca und Janssen® von Johnson & Johnson empfiehlt die STIKO für Personen ab einem Alter von 60 Jahren. Grund dafür ist, dass es in einigen sehr seltenen Fällen, und zwar ganz überwiegend bei Personen in einem Alter unter 60 Jahren, zu schweren und teils tödlichen Erkrankungen kam. Diese Erkrankungen beinhalteten Blutgerinnsel (Thrombosen) in Kombination mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie) und gingen teilweise mit Blutungen einher. Personen unter 60 Jahren können nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz mit Vaxzevria® von AstraZeneca  oder Janssen® von Johnson & Johnson geimpft werden. 

Da neue Studienergebnisse zeigen, dass die Immunantwort nach einem heterologem Impfschema (erste Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca/zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) deutlich besser ist, als die Immunantwort nach einer homologen Vaxzevria®-Impfserie (zwei Impfstoffdosen), empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen, die Vaxzevria® als erste Impfstoffdosis erhalten haben, unabhängig vom Alter einen mRNA-Impfstoff (Spikevax® (Vaccine Moderna) (ab 30 Jahren) von Moderna oder Comirnaty® von BioNTech/Pfizer) als zweite Impfstoffdosis mit mindestens vierwöchigem Impfabstand zur ersten Impstoffdosis.

Eine Zweitimpfung mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca ist – bei Personen zwischen 18 und 59 Jahren nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz der zu impfenden Person - weiterhin möglich. Ausgenommen sind Personen, bei denen nach einer Impfung mit Vaxzevria® Blutgerinnsel mit einer Verringerung der Blutplättchenzahl (Thrombose- mit-Thrombozytopenie-Syndrom) aufgetreten sind. Sie dürfen nicht erneut mit Vaxzevria® geimpft werden. Bei einer Zweitimpfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca steht es der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von vier bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

Stand: 19.11.2021 

Ist bei der Impfung Genesener eine einzige Impfdosis ausreichend?

Ja, laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) reicht aktuell und auf Basis der zur Zeit verfügbaren Daten eine Impfstoffdosis bei Genesenen aus.

Das Risiko für eine Neuinfektion ist in den ersten Monaten nach einer gesicherten SARS-CoV-2-Infektion sehr niedrig, kann aber mit zunehmendem Abstand ansteigen. Es wird hier wie folgt unterschieden:

  1. Symptomatische Infektion: Die Gabe der einmaligen Impfstoffdosis ist bereits ab vier Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich, wenn zum Beispiel eine Exposition gegenüber Virusvarianten gegeben ist, gegen die eine durchgemachte SARS-CoV-2-Infektion keinen ausreichenden Schutz mehr vermittelt (zum Beispiel gegen die Delta-Variante).
  2. Asymptomatische Infektion: Nach gesicherter asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion kann die Impfung ebenfalls bereits ab vier Wochen nach der Labordiagnose (zum Beispiel mittels PCR-Test) erfolgen.

Genesenen Personen mit eingeschränkter Immunfunktion (zum Beispiel aufgrund einer Therapie oder Erkrankung) wird eine , um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen. Mehr zum Thema Auffrischungsimpfungen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Stand: 08.11.2021 

Warum können sich Genesene nach einem halben Jahr impfen lassen, obwohl sie unter Umständen noch Antikörper gegen das Coronavirus im Blut haben?

Nach derzeitigem Forschungsstand und aufgrund epidemiologischer Daten ist davon auszugehen, dass während eines Zeitraums von sechs Monaten ein guter Schutz für Genesene besteht. Ob dies allerdings nur an Antikörpern liegt oder zum Beispiel auch an der zellulären Immunabwehr, ist zurzeit noch unklar. Da noch nicht im Detail bekannt ist, was genau vor COVID-19 schützt – im Fachjargon: was das Schutzkorrelat ist – ist eine Orientierung an der Menge noch vorhandener Antikörper keine sichere Option.

Die Impfung verbessert den Schutz vor einer erneuten Infektion. Personen, die eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus durchgemacht haben, sollen zurzeit lediglich eine Impfstoffdosis erhalten, sofern bei ihnen keine Immunschwäche vorliegt. Ist die Infektion mit Krankheitszeichen einhergegangen, soll die Impfung in der Regel sechs Monate nach der Erkrankung erfolgen, frühestens jedoch vier Wochen danach. Bei einer Infektion ohne Krankheitszeichen kann die Impfung ab vier Wochen nach der Diagnose erfolgen (zum Beispiel positiver PCR-Test). Auch in Fällen, in denen seit der Diagnosestellung mehr als sechs Monate vergangen sind, reicht eine Impfstoffdosis aus. Ob und wann bei diesen Personen später eine zweite Impfstoffdosis notwendig ist, lässt sich derzeit laut Ständiger Impfkommission (STIKO) noch nicht sagen.

Stand: 26.11.2021

Was passiert, wenn ich den Termin für die Zweitimpfung vergesse oder nicht wahrnehmen kann?

 

Wenn Sie Ihren Folgetermin nicht wahrnehmen können, sagen Sie ihn bitte unbedingt dort, wo Sie die Erstimpfung erhalten haben (also zum Beispiel in Ihrem Betrieb oder einer Arztpraxis) ab und machen einen neuen Termin aus.

Der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung variiert dabei je nach Zulassung wie folgt:

Sollte der empfohlene Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie jedoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden. Das weitere Vorgehen im Einzelfall sollte dann mit dem zuständigen Impfärztinnen und -ärzten abgestimmt werden.

Wichtig: Bei dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson ist laut Zulassung eine Einmalgabe ausreichend, das heißt bei diesem Impfstoff ist keine Zweitimpfung notwendig. Aufgrund der im Vergleich mit anderen verfügbaren COVID-19-Impfstoffen geringeren Schutzwirkung nach der einmaligen Gabe von Janssen® von Johnson & Johnson ist nach Ansicht der STIKO eine einzelne Dosis des Impfstoffs als Grundimmunisierung nicht ausreichend. Daher sollte zur Verbesserung der Wirksamkeit der Grundimmunisierung vier Wochen nach der Erstimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Den Termin für diese Impfung zur Optimierung der Grundimmunisierung können Sie direkt bei Ihrer Impfärztin oder Ihrem Impfarzt vereinbaren.

Seit September sind die Auffrischungsimpfungen, auch Booster-Impfungen genannt, Teil der Impfkampagne und für einen anhaltend hohen Immunschutz gegen das Coronavirus wichtig. Bitte denken Sie daran, frühzeitig einen Termin für die Auffrischungsimpfung bei Ihrer Impfstelle zu vereinbaren. Es wird empfohlen, den Impfschutz in der Regel sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie zu boostern. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 5 Monate ist im Einzelfall möglich. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Stand: 19.11.2021

 

Sollte der Impferfolg nach einer COVID-19-Impfung mittels Antikörperbestimmung überprüft werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bei den COVID-19-Impfungen keine Prüfung des Impferfolgs, weder nach der ersten Impfstoffdosis noch nach der zweiten Impfstoffdosis.

Bisher ist für die Prüfung des Impferfolgs bei Geimpften kein einheitliches serologisches Korrelat definiert. Daher existiert auch bisher kein Schwellenwert, ab dem eine Immunität angenommen werden kann. Eine generelle serologische Überprüfung der Immunantwort ist daher nicht empfohlen.

Zudem wird unabhängig vom Vorhandensein von Antikörpern nach Impfung eine zelluläre Immunität aufgebaut. Ob im weiteren Verlauf ein serologisches Korrelat für die Wirksamkeit definiert werden kann, ist unsicher. Auch bei anderen impfpräventablen Krankheiten (zum Beispiel Pertussis) kann bisher kein sicheres serologisches Korrelat für Schutz angegeben werden.

Lediglich bei schwer immundefizienten Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort soll frühestens vier Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis und frühestens vier Wochen nach der dritten Impfstoffdosis jeweils eine Antikörperuntersuchung erfolgen.

Mehr zum Thema "Serologische Untersuchungen von Blutspenden auf Antikörper gegen SARS-CoV-2" finden Sie auf der entsprechenden Seite des Robert Koch-Instituts (RKI)

Stand: 17.11.2021

Hat die Impfung gegen COVID-19 einen Einfluss auf das Ergebnis von Antigen- und PCR-Testungen?

Es ist nicht davon auszugehen, dass die COVID-19-Impfung positive Antigentests (Schnelltests) hervorruft. Treten nach einer Impfung positive Antigentests auf, könnten folgende Ursachen zu Grunde liegen:

  • Die Person, die geimpft wurde, könnte bereits vor der Impfung infiziert gewesen sein. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt 5-6 Tage.
  • Die Person, die geimpft wurde, könnte sich kurz nach Impfung angesteckt haben. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel 10-14 Tage nach Applikation der ersten Impfstoffdosis ein.
  • Da die COVID-19-Impfung keinen 100 prozentigen Schutz garantieren kann, ist es auch möglich, dass sich eine Person trotz Impfung infiziert; in der Regel verläuft die Erkrankung dann mit milderen Symptomen oder sogar asymptomatisch. Mehr Informationen zu sogenannten Impfdurchbrüchen finden Sie hier.
  • Der Antigentest kann falsch positiv sein und sollte durch einen PCR-Test abgesichert werden.

Stand 29.09.2021

Können Menschen, die vollständig geimpft sind, das Virus weiterhin übertragen?

Die Zulassungsstudien und Untersuchungen im Rahmen der breiten Anwendung in der Bevölkerung zeigen, dass die COVID-19-Impfstoffe, die in Deutschland eingesetzt werden, Infektionen mit SARS-CoV-2 erheblich verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch trotz vollständiger Corona-Schutzimpfung PCR-positiv wird, ist niedrig, aber nicht auszuschließen. 

Aktuell kann nicht genau beziffert werden, in welchen Maß die Corona-Schutzimpfung die Übertragung des Virus weiter reduziert. Basierend auf den bisherigen Daten kann man davon ausgehen, dass die Viruslast bei Menschen, die trotz Impfung mit SARS-CoV-2 infiziert werden, stark reduziert und die Virusausscheidung verkürzt ist.

Das Risiko einer Virusübertragung ist unter dem Strich stark vermindert. Doch es muss damit gerechnet werden, dass einige Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung (asymptomatisch) PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden. Durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen muss dieses Risiko weiterhin zusätzlich reduziert werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher, auch nach der Corona-Schutzimpfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (AHA+L) weiterhin einzuhalten. Darüber hinaus ist es besonders in der aktuell anhaltenden vierten Infektionswelle aus Sicht des Robert Koch-Instituts wichtig, persönliche Kontakte weitestgehend zu reduzieren. 

Stand: 24.11.2021 

Warum sollten auch COVID-19-geimpfte Personen die Infektionsschutzmaßnahmen weiterhin beachten?

Die Impfstoffe gegen COVID-19 versprechen einen guten individuellen Schutz vor einer Erkrankung. Trotzdem sollten auch Personen, die geimpft sind, bis auf Weiteres Maske tragen und sich an die Hygiene- und Abstandsregeln (siehe Wie kann man sich anderweitig vor COVID-19 schützen?) halten. Denn auch wer geimpft ist, könnte noch zur Übertragung des Coronavirus beitragen.

Dies erklärt sich so: Die Impfungen gegen COVID-19 haben eine sehr gute Wirksamkeit (siehe hierzu diese FAQ). Kommt eine geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken. Allerdings können geimpfte Personen das Virus SARS-CoV-2 weiterverbreiten, auch wenn das Risiko im Vergleich zu ungeimpften Personen deutlich vermindert ist. In so einem Falle würde eine geimpfte Person das Virus also für eine Weile das Virus in sich tragen, aber nicht erkranken. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann somit unbemerkt bleiben. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten ist zwar anzunehmen, dass die Virusausscheidung bei Personen, die vollständig geimpft und mit dem Coronavirus infiziert sind, stark reduziert ist und damit das Übertragungsrisiko vermindert ist. Zudem belegen die bisherigen Daten, dass die Viruslast bei geimpften Personen weniger lange anhält als bei ungeimpften Personen.

Solange sich das Infektionsgeschehen, auch mit Hinblick auf die Virusvarianten, aber so darstellt wie zurzeit, sollten Geimpfte das Restrisiko für eine Virusübertragung durch Beachten der AHA-Formel und Selbst-Isolation bei Auftreten von COVID-19-typischen Symptomen weiter minimieren. Bei Anzeichen einer COVID-19-Erkrankung sollten sich also auch Geimpfte frühzeitig testen lassen und absichern.

Stand: 22.10.2021