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Auffrischungsimpfung

Seit September werden bestimmten Personengruppen sogenannte Auffrischungsimpfungen angeboten. Wie die Organisation abläuft, wer diese Impfungen erhalten soll und warum, erfahren Sie hier.

Auffrischungsimpfungen im Überblick

Was sind Auffrischungsimpfungen?

Bei der Auffrischungsimpfung handelt es sich um eine erneute Verabreichung einer Dosis eines zugelassenen mRNA-Impfstoffs. Ziel der Auffrischungsimpfung ist, bei bestimmten Personengruppen, bei denen es zu einer reduzierten oder nachlassenden Immunantwort nach einer COVID-19-Impfserie kommen kann, den Impfschutz zu erhöhen. Der Einsatz von Auffrischungsimpfungen bei bestimmten Personengruppen wurde am 2. August 2021 von der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz (GMK) beschlossen.

Stand: 24.09.2021

Was ist das Ziel der Auffrischungsimpfung?

Die Entscheidung zum Angebot einer Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff bei bestimmten Personengruppen wurde auf Grundlage der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse getroffen. Diese zeigen, dass der Impfschutz insbesondere bei hochbetagten Menschen und Personengruppen mit einem geschwächten Immunsystem (bei bestimmten Erkrankungen oder zum Beispiel Organstransplantierte, die entsprechende Arzneimittel einnehmen müssen) nachlassen und durch eine Auffrischungsimpfung wieder deutlich erhöht werden kann. Zudem wurde festgestellt, dass sogenannte „Low Responder“, also Personen insbesondere der Hochrisikogruppen, nach einer Impfserie weniger Antikörper bilden als üblich. Hier haben Studien gezeigt, dass eine dritte Impfung zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führen kann. Da für eine erneute Impfung keine erhöhten Risikohinweise vorliegen, ist die Möglichkeit einer Auffrischungsimpfung aus präventiven Gesichtspunkten sinnvoll. Dadurch wird sichergestellt, dass der Schutz der Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf weiter hoch bleibt.

Stand: 29.09.2021

Wem wird eine Auffrischungsimpfung angeboten?

Auffrischungsimpfungen werden mit mRNA-Impfstoffen (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna) durchgeführt. Personen, bei denen nach einer vollständigen Impfserie möglicherweise keine ausreichende oder eine schnell nachlassende Immunantwort vorliegt, wird eine Auffrischungsimpfung beziehungsweise eine weitere Impfung im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge angeboten.

Auffrischungsimpfungen laut Beschluss der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz (GMK) kommen bei folgenden Personen in Betracht:

  • Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen
  • Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und anderen vulnerablen Gruppen
  • Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit
  • Personen mit einer (schweren) Immunschwäche oder Immunsuppression,
  • Menschen ab 80 Jahren
  • Menschen ab 60 Jahren nach individueller Abwägung und ärztlicher Beratung
  • Personal, das regelmäßig in Kontakt mit infektiösen Menschen steht, zum Beispiel in medizinischen Einrichtungen oder Pflegeeinrichtungen
  • Enge Haushaltskontaktpersonen von Personen mit einer schweren Immunschwäche
  • Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden
  • Personen, die ihre vollständige Impfserie mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca bekommen haben
  • Personen, die nach einer Coronavirus-Infektion eine Impfdosis eines Vektor-Impfstoffs erhalten haben

Bezüglich der Altersgruppen empfiehlt die STIKO Auffrischungsimpfungen für Personen ab 70 Jahren. Hier können Sie die Empfehlung der STIKO lesen.

Alle genannten Auffrischungsimpfungen beziehungsweise zusätzlichen Impfungen werden mit einer einmaligen Impfstoffdosis mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® oder Spikevax®) durchgeführt, unabhängig davon, mit welchem Impfstoff die erste Impfserie durchgeführt wurde. Bei mRNA-Impfstoffen soll möglichst der bei der Grundimmunisierung verwendete Impfstoff zur Anwendung kommen. Auffrischungsimpfungen werden frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie durchgeführt. Ausnahmen gelten für Personen, die ihre Grundimmunisierung mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson erhalten haben sowie für Personen mit einer schweren Immunsuppression. Beiden Personengruppen wird die Auffrischungsimpfung beziehungsweise Optimierung der Grundimmunisierung bereits ab vier Wochen nach der ersten abgeschlossenen Impfserie angeboten.

Personen, bei denen vor oder nach der COVID-19-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion mittels PCR-Test nachgewiesen wurde, wird derzeit keine Auffrischungsimpfung empfohlen.

Stand: 20.10.2021 

Wer darf Auffrischungsimpfungen vornehmen?

Auffrischungsimpfungen können durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, (mobilen) Teams der Impfstellen, durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte oder auch in den Impfzentren der Länder erfolgen. Die Organisation und Durchführung der Auffrischungsimpfung liegt dabei in der Zuständigkeit der Bundesländer. Wem eine Auffrischungsimpfung angeboten wird, lesen Sie hier.

Stand: 22.10.2021

Warum werden nur mRNA-Impfstoffe für die Auffrischungsimpfungen verwendet?

Die Entscheidung zum Angebot einer Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff bei bestimmten Personengruppen wurde auf Grundlage der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der bislang zugelassenen Impfstoffe bei breiter Anwendung sowie deren Verfügbarkeit getroffen. Daten haben gezeigt, dass ein heterologes Impfschema (sogenannte Kreuzimpfung) - erst Vektor-Impfstoff, anschließend mRNA-Impfstoff - zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führt als bei einem homologen Impfschema mit Vektor-Impfstoff. Durch die Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff soll erreicht werden, dass neben der hohen Schutzwirkung durch eine Impfung mit mRNA-Impfstoff auch der Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung für Personen mit einer abgeschlossenen Vektor-Impfstoffserie noch weiter erhöht wird.

Stand: 18.10.2021

 

Sind die Impfstoffe, die für die Auffrischungsimpfung verwendet werden (mRNA-Impfstoffe), an die neuen Virusvarianten angepasst?

Die Auffrischungsimpfung erfolgt derzeit mit den verfügbaren mRNA-Impfstoffen (Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna und Comirnaty® von BioNTech/Pfizer). Dies ist im Rahmen der geltenden Zulassung dieser Impfstoffe möglich. Eine Anpassung der erhältlichen mRNA-Impfstoffe für die Auffrischungsimpfung an neue Varianten ist bislang nicht erfolgt und Untersuchungen zur Anpassung der Impfstoffe an neue Varianten dauern noch an. Infolgedessen sind entsprechende Impfstoffe bisher nicht verfügbar. Zudem zeigen verschiedene Studienergebnisse, dass die Wirksamkeit der verfügbaren mRNA-Impfstoffe bezüglich der Delta-Variante leicht abgeschwächt, aber weiterhin hoch ist. Bezogen auf eine Hospitalisierung zeigte sich bislang kein Wirksamkeitsverlust im Vergleich zur Alpha-Variante.

Stand: 21.10.2021

Wie ist der wissenschaftliche Kenntnisstand der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu den Themen Immunität und Impfabstände für Auffrischungsimpfungen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut sichtet fortlaufend die wissenschaftliche Datenlage zur Corona-Schutzimpfung und passt ihre Empfehlung dazu kontinuierlich an. Dabei be­rück­sichtigt sie nicht nur deren Nutzen für das ge­impfte Indivi­duum, sondern auch für die ge­samte Be­völke­rung. Die STIKO orientiert sich dabei an den Kriterien der evi­denz­basierten Me­dizin. Während für die Zu­las­sung einer Imp­fung deren Wirk­sam­keit (zumeist im Ver­gleich zu Place­bo), deren Un­be­denk­lich­keit und pharma­zeutische Qualität re­le­vant sind, analysiert die STIKO da­rauf auf­bauend neben dem indi­vi­duellen Nutzen-Risiko-Ver­hältnis auch die Epi­demio­logie auf Be­völkerungs­ebene und die Effekte einer flächen­deckenden Impf­strategie für Deutsch­land. Erste Informationen und eine Empfehlung der STIKO zu den Themen Immunität und Impfabstände für Auffrischungsimpfungen werden voraussichtlich erst im September vorliegen.

Stand: 17.09.2021

Was empfiehlt die STIKO zu Auffrischungsimpfungen?

Nach Prüfung der Daten zur Sicherheit, Immunogenität und Wirksamkeit der Auffrischungsimpfung mit den mRNA-Impfstoffen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) nach sorgfältiger Nutzen-Risikoabwägung folgenden Personengruppen eine Auffrischungsimpfung:

  • Personen ab 70 Jahren,
  • Bewohnerinnen und Bewohnern beziehungsweise Betreuten in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen (auch unter 70 Jahren),
  • Pflegepersonal und andere Tätigen, die direkte Kontakte mit mehreren zu pflegenden Personen haben, in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Verläufe,
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientinnen- und Patientenkontakt,
  • Personen mit einer (schweren) Immundefizienz,
  • Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden

Für die Auffrischungsimpfung soll ein mRNA-Impfstoff (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer oder Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna) verwendet werden, unabhängig davon, welcher Impfstoff bei der vorherigen Impfung verwendet wurde. Bei mRNA-Impfstoffen soll möglichst der bei der Grundimmunisierung verwendete Impfstoff zur Anwendung kommen.

Auffrischungsimpfungen werden frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie empfohlen. Ausnahmen gelten für Personen, die ihre Grundimmunisierung mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson erhalten haben sowie für Personen mit einer schweren Immundefizienz. Beiden Personengruppen wird die Auffrischungsimpfung bereits vier Wochen nach der ersten abgeschlossenen Impfserie angeboten.

Personen, bei denen vor oder nach der COVID-19-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion mittels PCR-Test nachgewiesen wurde, wird derzeit keine Auffrischungsimpfung empfohlen.

Hier können Sie die Empfehlung der Ständigen Impfkommission nachlesen.

Stand: 19.10.2021

Lässt der Schutz gegen das Coronavirus nach einer vollständigen Impfung nach?

Die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass der Impfschutz insbesondere bei hochbetagten Menschen und Personengruppen mit einem geschwächten Immunsystem nachlassen und durch eine Auffrischungsimpfung wieder deutlich erhöht werden kann. Zudem wurde festgestellt, dass sogenannte „Low Responder“, also Personen insbesondere der Hochrisikogruppen, nach einer Impfserie weniger Antikörper bilden als üblich. Hier haben Studien gezeigt, dass eine dritte Impfung zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führen kann.

Stand: 17.09.2021

Sind Impfschäden auch bei Auffrischungsimpfungen abgesichert?

Es besteht bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen eingetreten sind, die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit dem 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden. Dieser Anspruch besteht unabhängig von den öffentlichen Empfehlungen der Landesbehörden. Dies gilt für alle Impfungen, die mit einem zugelassenen Impfstoff erfolgen.

Der Entschädigungsanspruch besteht auch bei Folgeimpfungen, denn eine erneute Abgabe oder Verabreichung eines Impfstoffs im Rahmen der Indikation erfolgt nicht außerhalb der Zulassung, sondern ist eine Frage der ärztlichen Therapieentscheidung. Der Impfstoff wird daher auch bei einer Auffrischungsimpfung im Rahmen der Zulassung angewendet.

Die arzneimittelrechtliche Gefährdungshaftung bleibt unberührt. Gleiches gilt für die Arzthaftung.

Stand: 15.10.2021

 

Wird für die zukünftige Festlegung von Auffrischungsimpfungen und Impfabständen auch die Höhe von Antikörpern berücksichtigt?

Der Nachweis von Antikörpern und deren Höhe ist bezüglich des vorliegenden Immunschutzes allein nicht aussagekräftig. Fehlende Antikörper sind kein Hinweis für das Fehlen einer Immunreaktion. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Genesene ohne nachweisbare Antikörper sehr wohl einen Schutz gegen das Virus durch aktive sogenannte T-Zellen haben.

Auch bei Personen mit Immundefizienz ist eine generelle Überprüfung der Antikörperantwort nach Auffassung der Ständige Impfkommission (STIKO) nicht notwendig. Die Laboruntersuchung auf Antikörper wird nur für schwer immundefiziente Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort empfohlen.

Das Thema wird laufend mit Labormedizinern und in Kooperation mit dem Paul-Ehrlich-Institut geprüft, um jederzeit den aktuellen Stand der Wissenschaft berücksichtigen zu können. International laufen Studien mit dem Ziel, messbare Schwellenwerte für die quantitative Bestimmung des Impfschutzes festlegen zu können.

Stand: 27.09.2021

Wie wird eine Auffrischungsimpfung nachgewiesen und wie ist der rechtliche Status einer Auffrischungsimpfung, zum Beispiel beim Reisen?

Die Auffrischungsimpfungen, die seit September angeboten werden, stellen eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme dar. Ein bisher erreichter Status eines vollständigen Impfschutzes nach nationalen Regelungen gilt derzeit weiterhin fort. Die Gültigkeitsdauer von europäischen (EU)-Impfzertifikaten bleibt von dem Angebot einer Auffrischungsimpfung unberührt. Auffrischungsimpfungen sollen baldmöglichst im digitalen Impfnachweis angezeigt werden können. Die technische Umsetzung befindet sich in der finalen Phase.

Stand: 24.09.2021

Wie lange behalten Personen, die nach Erst- und Zweitimpfung vollständig immunisiert sind, aber einer Auffrischungsimpfung nicht zustimmen, den Status als „Geimpfte“ oder „Geimpfter“?

Noch kann keine abschließende Aussage hierzu getroffen werden. Es wird derzeit noch geprüft, welche Impfabstände zur Aufrechterhaltung des Schutzes vor einer COVID-19-Erkrankung, das heißt einer vollständigen Immunisierung, eingehalten werden müssen.

Stand: 07.10.2021

Wird im Rahmen der Auffrischungsimpfung auch eine Anpassung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vorgenommen?

Nein, die Verordnung gilt bis auf Weiteres für Personen mit einer abgeschlossenen Impfserie. Primäres Ziel der Auffrischungsimpfungen ist es, insbesondere vulnerablen Personengruppen einen größtmöglichen Schutz vor einem schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung zu ermöglichen. Die Erhöhung des Impfschutzes kann gleichzeitig zu einer Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus beitragen.

Mehr Informationen zur Auffrischungsimpfung finden Sie hier.

Stand: 21.10.2021

Entspricht die einmalige Verimpfung von mRNA-Impfstoffen im Rahmen der Auffrischungsimpfung der Impfstoffzulassung?

Ja, die erneute Verabreichung eines Coronaschutz-Impfstoffs erfolgt im Rahmen der Zulassung und ist eine ärztliche Therapieentscheidung. Die Wiederholung der Behandlung mit einem zugelassenen Impfstoff durch die Impfärztin oder den Impfarzt im Rahmen der zugelassenen Indikation, Personengruppe und Dosierung ist ein bestimmungsgemäßer Gebrauch und erfolgt im Rahmen seiner bestehenden Zulassung.

Stand: 13.10.2021

Ist genügend Impfstoff in Deutschland vorhanden, um die Auffrischungsimpfungen durchführen zu können?

Ja, für die Auffrischungsimpfungen, die seit September 2021 durchgeführt werden, ist genügend Impfstoff vorhanden. Auch wenn das Angebot für Auffrischungsimpfungen erweitert wird, steht genügend Impfstoff für alle impfwilligen Personen zur Verfügung. Hier können Sie nachlesen, wem eine Auffrischungsimpfung angeboten wird.

Stand: 13.10.2021

Müssen die Daten der Auffrischungsimpfung im Rahmen des Digitalen Impfmonitorings (DIM) an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden? Falls ja, wie werden die Daten übertragen?

Eine Übertragung der Daten zu Impfungen muss im Rahmen der Impfsurveillance (Überwachung) sowohl für Erst- und Zweitimpfung als auch für die Auffrischungsimpfungen von den Leistungserbringerinnen und Leistungserbringern digital vorgenommen werden. Seit September 2021 ist die Übermittlung einsatzfähig. Das Digitale Impfquoten-Monitoring (DIM) des Robert Koch-Instituts weist die Auffrischungsimpfungen gesondert aus. Dafür wurden technische Anpassungen vorgenommen. Die Länder sind dafür verantwortlich, dass die bis dahin bereits verabreichten Auffrischungsimpfungen an das DIM nachgemeldet werden.

Stand: 13.10.2021

Ist die Auffrischungsimpfung kostenlos?

Ja, alle Impfungen gegen das Coronavirus, die nach der Impfverordnung durchgeführt werden, sind für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Das gilt auch für Auffrischungsimpfungen.

Stand: 23.08.2021

Auffrischungsimpfung in stationären Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weitere mit vulnerablen Gruppen

Welche Einrichtungen fallen unter „weitere Einrichtungen mit vulnerablen Personen“?

Entsprechend der ehemaligen Priorisierung der Coronavirus-Impfverordnung fallen ambulant betreute Wohngruppen für ältere pflegebedürftige Menschen in die Kategorie „weitere Einrichtungen mit vulnerablen Personen“; diese stellen ein der stationären Versorgung vergleichbares Versorgungsumfeld dar.

Stand: 20.10.2021

Muss eine Priorisierung der Einrichtungen, deren Bewohnerinnen und Bewohner eine Auffrischungsimpfung erhalten sollen, festgelegt werden?

Nein, eine feste Priorisierung wird grundsätzlich nicht nötig sein, da mittlerweile ausreichend Impfstoff, auch für Auffrischungsimpfungen, zur Verfügung steht.

Stand: 21.10.2021

Schließt die Auffrischungsimpfung in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen auch die Impfung von Pflegekräften oder Krankenhauspersonal mit ein?

Auf eigenen Wunsch kann auch dem Personal von Pflegeinrichtungen und weiteren Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Dies besagt der erweiterte Beschluss der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz (GMK) vom 06. September 2021. Eine Auffrischungsimpfung kann darüber hinaus bei Personen in Erwägung gezogen werden, die beruflich in regelmäßigem Kontakt mit infektiösen Menschen stehen, also zum Beispiel medizinisches Personal oder Personal des Rettungsdienstes. 

Auch die Ständige Impfkommission empfiehlt die Auffrischungsimpfung für Pflegepersonal und Personal in medizinischen Einrichtungen. Hier können Sie die STIKO-Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen lesen.

Stand: 20.10.2021

Wird auch pflegenden Angehörigen, Beschäftigten in Kitas o. Ä. eine Auffrischungsimpfung angeboten?

Pflegende Angehörige, Beschäftigte in Kitas oder ähnliches können in die Auffrischungsimpfung einbezogen werden. Für noch nicht geimpfte Personen und diejenigen, die den ersten Impfschutz mit einem Vektor-Impfstoff (einmalige Impfung mit Janssen® von Johnson & Johnson oder zweimalige Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca ) erhalten haben, kann ein niedrigschwelliges Auffrischungsangebote gemacht werden. Das gilt auch für von COVID-19-Genesene, die einen dieser Vektor-Impfstoffe erhalten haben.

Stand: 08.10.2021

Welche Personen gehören der Personengruppe mit „Immunschwäche oder Immunsuppression“ an?

Eine Expertengruppe unter Federführung der Ständigen Impfkommission (STIKO) hat diese Anwendungshinweise für Impfungen bei Patientinnen und Patienten mit Immundefizienz beziehungsweise Immunsuppression erarbeitet.

Stand: 01.10.2021

Liegt die Ausgestaltung der Auffrischungsimpfung (Information, Terminvergabe, Impfung) auch wieder in der Zuständigkeit der Bundesländer?

Ja, die Organisation und Durchführung der Auffrischungsimpfung liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer.

Stand: 30.09.2021

Auffrischungsimpfung für Personen, die den ersten Impfschutz mit einem Vektorimpfstoff von AstraZeneca oder Johnson & Johnson erhalten haben

Gilt das Angebot der Auffrischungsimpfung auch für heterolog Geimpfte (Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca in Kombination mit mRNA-Impfstoff)?

Das Angebot ist nicht für heterolog Geimpfte (Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca in Kombination mit mRNA-Impfstoff) gedacht, da diese bereits von dem erhöhten Schutz der Kreuzimpfung profitieren.  Das Angebot einer Auffrischungsimpfung soll sich an Personen richten, die eine abgeschlossene Vektor-Impfserie durchgeführt haben (das heißt einmalige Impfung mit Janssen® von Johnson & Johnson oder zweimalige Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca ). Auch an Genesene, die anschließend mit einem Vektorimpfstoff vollständig immunisiert wurden, soll sich das Angebot der Auffrischungsimpfung richten.

Aufgrund der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse wird davon ausgegangen, dass Kreuzgeimpfte (Vektor-Impfstoff + mRNA-Impfstoff) einen ausreichenden Schutz gegen die COVID-19-Erkrankung aufweisen. Ob und in welchen Abständen Auffrischungsimpfungen für nicht vulnerable, kreuzgeimpfte Personen vorgenommen werden müssen, wird gegenwärtig noch geprüft.

Stand: 01.10.2021

Mit welchem zeitlichen Abstand sollen Auffrischungsimpfungen bei homologer Impfserie (einmalige Impfung mit Janssen® von Johnson & Johnson oder zweimalige Impfung mit Vaxzevria® von AstraZeneca) durchgeführt werden?

Personen, die ihre erste Impfserie mit dem Vektorimpstoff Vaxzevria® von AstraZeneca erhalten haben, wird sechs Monate nach der Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten. Denjenigen, die ihren ersten Impfschutz mit dem Vektorimpfstoff Janssen® von Johnson & Johnson erhalten haben, wird ab der vierten Woche nach der verabreichten Impfung eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten. 

Stand: 13.10.2021