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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
16:53 · 7. Mai 2021

Impfen in Arztpraxen – das sollten Sie wissen

Das Impfen in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf: Seit Anfang April führen auch Arztpraxen die Corona-Schutzimpfung durch. Hier erfahren Sie, was Sie über das Impfangebot in den Praxen wissen müssen.

Seit April: Corona-Schutzimpfung in der Praxis

Neben den Corona-Impfzentren, die täglich mehrere hunderttausend Menschen impfen, und den angegliederten mobilen Impfteams, die unter anderem in Pflegeeinrichtungen im Einsatz sind, haben jetzt auch Hausärztinnen und Hausärzte mit den Schutzimpfungen gegen SARS-CoV-2 begonnen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um möglichst schnell viele Menschen mit dem vorhandenen Impfstoff zu versorgen und so vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen. Dabei gilt: Besonders gefährdete Menschen erhalten die Schutzimpfung zuerst. Dazu gehören vor allem ältere Menschen, medizinisches Personal und Menschen mit Vorerkrankungen. Wir erklären, wie man einen Termin vereinbart und was beim Impfen in den Praxen noch wichtig ist.

Kann sich ab sofort jede und jeder bei seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt impfen lassen?

Nein. Auch in den Arztpraxen muss die Impfreihenfolge, die in der Coronavirus-Impfverordnung auf Grundlage der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKo) festgelegt ist, beachtet werden. Denn nach wie vor ist noch nicht ausreichend Impfstoff verfügbar, um der gesamten Bevölkerung ein Impfangebot machen zu können. Dank der vorgegebenen Impfreihenfolge können besonders Gefährdete zuerst geschützt und das Gesundheitssystem entlastet werden. Bis zum Ende des Sommers 2021 sollen aber alle in Deutschland lebenden Menschen ein Impfangebot bekommen.

Bund und Länder haben vereinbart, dass bundesweit für die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca keine Priorisierung mehr gilt. In den Arztpraxen können Impfungen mit diesem Impfstoff an alle Impfwilligen nach ärztlichem Ermessen erfolgen. Außerdem steht es der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung bei dem Impfstoff von AstraZeneca im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von 4 bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

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Zur Anmeldung

Ausnahmen oder Abweichungen von der Priorisierung sind nur auf der Grundlage einer ärztlichen Einschätzung möglich oder wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist – insbesondere um einen Verwurf von Impfstoffen zu vermeiden.

Können alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte impfen?

Da anfangs nur eine begrenzte Liefermenge an Impfdosen pro Woche für die Praxen zur Verfügung steht, sollen zunächst nur Hausärztinnen und -ärzte impfen, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Die Teilnahme der Arztpraxen an der Impfkampagne ist freiwillig. Im nächsten Schritt werden dann – sofern genügend Impfstoff vorhanden ist – weitere Arztgruppen (Fachärztinnen und Fachärzte, Privatärztinnen und -ärzte sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte) einbezogen.

Wie komme ich an einen Impftermin?

Termine werden direkt von den teilnehmenden Praxen vergeben. Am besten informieren Sie sich unmittelbar bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, ob die Praxis Schutzimpfungen gegen COVID-19 durchführt und wie das Impfen dort abläuft. Einige Medizinerinnen und Mediziner bieten eine Extra-Impfsprechstunde an, andere schauen, wann ein Termin frei ist oder informieren ihre Risikopatientinnen und -patienten direkt. Grundsätzlich ist mit einer hohen Nachfrage und Wartezeiten zu rechnen – um das System nicht unnötig zu überlasten, sollten sich Bürgerinnen und Bürger zunächst nur dann bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt melden, wenn sie unter die ersten beiden Priorisierungsgruppen fallen.

In dieser Grafik sind die priorisierten Gruppen im Detail aufgelistet:

Grafik Anspruchsgruppen der Corona-Schutzimpfung

Was muss ich vor der Corona-Schutzimpfung beachten?

Nehmen Sie Ihren Impfpass zum Termin mit, damit die Ärztin oder der Arzt die Schutzimpfung dort entsprechend eintragen kann. Mit dem sogenannten Aufklärungsmerkblatt zur Impfung, das vor allem über Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Schutzimpfung informiert, sollten Sie sich – bitte möglichst schon im Vorfeld – sorgfältig informieren. Auch den sogenannten Anamnesebogen, mit dem Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand geklärt werden, und den Einwilligungsbogen können Sie hier im Folgenden schon vorab einsehen.

Hier haben wir Ihnen eine Checkliste für Ihren Impftermin zum Download zusammengestellt:

Checkliste für Ihren Impftermin

Eine informierte Impfentscheidung treffen:

Was genau ist COVID-19? Wie funktioniert der Impfstoff? Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen könnten auftreten? Die Corona-Schutzimpfung kann mit unterschiedlichen Fragen verbunden sein. Antworten auf die drängendsten Fragen können Sie schon vor Ihrem persönlichen Aufklärungsgespräch im sogenannten Aufklärungsmerkblatt finden:

Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung (mRNA-Impfstoff)

Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung (Vektor-Impfstoff)

Auf dem sogenannten Anamnesebogen machen Sie Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand, zu früheren Impfungen und bestehenden Allergien. Das sind wichtige Informationen, die die Ärztin bzw. der Arzt kennen müssen, um mögliche Risiken ausschließen zu können. Auf dem sogenannten Einwilligungsbogen unterschreiben Sie, dass Sie mit der Impfung einverstanden sind.

Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung (mRNA-Impfstoff)

Einwilligungsbogen zur Corona-Schutzimpfung (Vektor-Impfstoff)

Weitere Fragen zur Corona-Schutzimpfung in den Arztpraxen beantworten wir Ihnen hier.

Auf dem Impfdashboard können Sie unter dem Punkt "Impfungen nach Einrichtung" nachvollziehen, wie viele Menschen bisher in Arztpraxen bzw. Impfzentren geimpft wurden.

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