Bundesministerium für Gesundheit

Corona-Schutzimpfung in Arztpraxen

Neben den Impfzentren und den vertragsärztlich tätigen Haus- und Fachärzten impfen auch niedergelassene Privatärztinnen sowie Betriebärzte. Hier haben wir alle relevanten Informationen rund um das Impfangebot in Praxen für Bürgerinnen und Bürger zusammengestellt.

Seit wann wird in Arztpraxen geimpft?

Anfang April wurde mit dem Impfen in Arztpraxen begonnen, um durch flächendeckendes Impfen der Bevölkerung schnellstmöglich einen effektiven Schutz vor COVID-19-Erkrankungen zu erreichen. Auch Betriebs- sowie Privatärztinnen und -ärzte sind Teil der Impfkampagne.

Nach letzter Aktualisierung der Coronavirus-Impfverordnung vom 07.01.2022 ist das Impfen nun auch in Apotheken möglich. Informieren Sie sich dazu bei Ihnen vor Ort. 

Seit dem 11. Dezember 2021 sind auch Zahnärzte und Tierärzte gesetzlich nach entsprechender Schulung berechtigt, Corona-Schutzimpfungen bei Personen ab 12 Jahren vorzunehmen. Derzeit sind diese Institutionen allerdings noch nicht aktiv in die Impfkampagne  einbezogen. 

Stand: 11.01.2022

Was sind Vertragsärztinnen und Vertragsärzte?

Vertragsärztinnen und Vertragsärzte (früher als "Kassenärztinnen und Kassenärzte" bezeichnet) sind Ärztinnen und Ärzte, die eine Zulassung haben, gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten behandeln zu dürfen und ihre Leistungen mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abzurechnen. Die Zulassung ist an Voraussetzungen gebunden, zum Beispiel eine staatliche Zulassung als Ärztin oder Arzt (Approbation), eine Eintragung in das Arztregister sowie eine Verpflichtung auf die vertraglichen und gesetzlichen Grundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie ist jeweils an einen bestimmten Vertragsarztsitz gebunden.

Stand: 10.01.2022

Wie viele Vertragsärzte und Ärztinnen werden beliefert? Wie können die Arztpraxen bestellen?

Es gibt über 100.000 Vertragsarztpraxen in Deutschland. Im Impfdashboard können Sie nachschauen, wie viele Impfstoffdosen an Arztpraxen geliefert wurden.

Alle teilnehmenden Haus- und Privatarztpraxen werden einmal wöchentlich über den pharmazeutischen Großhandel mit COVID-19-Impfstoffen beliefert. Praxen können Impfstoff bei der Apotheke, mit der sie üblicherweise zusammenarbeiten, wöchentlich bis Dienstag 12 Uhr bestellen. Auch das benötigte Impfzubehör (Spritzen, Kanülen und gegebenenfalls NaCl-Lösung) wird in entsprechender Anzahl von der Apotheke mitgeliefert.

Stand: 14.01.2022

Wie läuft das Verteilungssystem?

Die Belieferung der Arztpraxen erfolgt – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – über die Apotheken. Die Apotheken werden dabei über die etablierten Strukturen des pharmazeutischen Großhandels beliefert.

Die Verteilung von Impfstoffen und Impfzubehör an die Bundesländer erfolgt unter Berücksichtigung des jeweiligen Bevölkerungsanteils, sowie des bundeslandspezifischen Marktanteiles des jeweiligen Großhandelsunternehmens.

Stand: 10.01.2022

Wie viel Impfstoff von welchem Hersteller wird an die Vertragsarztpraxen geliefert?

Alle wichtigen Informationen sowie Hinweise zu Verfügbarkeiten von Impfstoffen und zum Bestellprozess finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

Stand: 10.01.2022

Wer wird in Arztpraxen geimpft und wie kommt man an einen Impftermin?

Grundsätzlich können sich Personen ab einem Alter von 5 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Welcher Impfstoff für welche Personengruppen empfohlen wird, erfahren Sie hier.

Einen Termin für die Corona-Schutzimpfung können sie direkt per Telefon oder teilweise per digitaler Terminbuchungsmöglichkeit in Ihrer Arztpraxis vereinbaren. Eine zentrale Einladung für die Impfung gibt es nicht. 

Wo Sie sich in Ihrer Nähe schnell und unkompliziert impfen lassen können und wie die Impfung abläuft erfahren Sie hier

Stand: 10.01.2022

 

 

Wie werden die Apotheken und Großhändler vergütet?

Die Regelungen zur Vergütung ist in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegt, die am 1. April 2021 in Kraft getreten ist.

Stand: 03.12.2021

Was müssen Arztpraxen im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung beachten?

Arztpraxen müssen die korrekte Lagerung der Impfstoffe nach Vorgabe der Impfstoffhersteller sicherstellen. Das benötigte Impfzubehör (Spritzen, Kanülen, gegebenenfalls NaCl-Lösung) wird in entsprechender Anzahl zusammen mit den Impfstoffen von der Apotheke an die Arztpraxen mitgeliefert. Mehr Informationen zum Impfen in Arztpraxen finden Sie in diesem Artikel.

Stand: 29.12.2021

Ist ausreichend Impfzubehör auf dem Markt verfügbar, um alle Vertragsarztpraxen damit auszustatten?

Ja, in Deutschland ist ausreichend Impfzubehör verfügbar. Arztpraxen erhalten das benötigte Impfzubehör (Spritzen, Kanülen sowie gegebenenfalls NaCl-Lösung) zusammen mit dem Impfstoff von der Apotheke. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und hier.

Stand: 22.12.2021

Was müssen die Arztpraxen organisatorisch leisten (Impfsprechstunde, extra Warteräume)?

Wie und in welchem Umfang Corona-Schutzimpfungen in den Praxisablauf integriert werden können, legt jede Ärztin und jeder Arzt individuell fest. Die Größe der Praxis sowie die personellen und räumlichen Gegebenheiten sowie der Umfang der für die Praxis zur Verfügung stehenden Impfstoffe können dabei eine Rolle spielen.

Stand: 17.12.2021

Dürfen nur die Ärzte in den Praxen impfen?

Nein, es gibt mittlerweile verschiedene impfende Stellen. Dies gilt grundsätzlich auch für die jetzt wichtigen Auffrischungsimpfungen. Neben niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten dürfen auch Privatärztinnen und Privatärzte sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte eine Corona-Schutzimpfung vornehmen. Zum Teil gibt es auch noch Impfzentren, obwohl deren Zahl reduziert worden ist. Mobile Impfteams können insbesondere für die Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Auch Gesundheitsämter und Krankenhäuser in die COVID-19-Impfkampagne einbezogen.

Nach letzter Aktualisierung der Coronavirus-Impfverordnung vom 07.01.2022 ist das Impfen nun auch in Apotheken möglich. Informieren Sie sich dazu bei Ihnen vor Ort. 

Hier erfahren Sie, wo Sie ihr Impfangebot wahrnehmen können.

Stand: 11.01.2022

Müssen die Ärztinnen und Ärzte Dosen für die Zweitimpfung zurückhalten?

Nein, es ist derzeit nicht nötig, dass Impfstoffdosen für die erforderliche Zweitimpfung in den Arztpraxen zurückgelegt werden. Die Ärztinnen und Ärzte können und sollten die Termine entsprechend planen und dann die benötigten Dosen für die Zweitimpfungen bestellen.

Stand: 10.01.2021

Kann ich mir bei der Vertragsärztin oder dem Vertragsarzt aussuchen, mit welchem Impfstoff ich geimpft werden möchte?

Es gibt die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Impfangeboten, bei denen unterschiedliche Impfstoffe verimpft werden, zu wählen. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit unterschiedlicher Impfstoffe. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welchen Impfstoff diese oder dieser nutzt oder in der Regel bestellt. 

Mehr Informationen dazu, für wen welcher Impfstoff empfohlen wird, finden Sie hier.

Stand: 17.12.2021