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Bundesministerium für Gesundheit

Corona-Schutzimpfung in Arztpraxen

Neben den Impfzentren und den vertragsärztlich tätigen Haus- und Fachärzte impfen nun auch niedergelassenen Privatärztinnen sowie Betriebärzte. Hier haben wir alle relevanten Informationen rund um das Impfangebot in Praxen für Bürgerinnen und Bürger zusammengestellt.

Seit wann wird in Arztpraxen geimpft?

Anfang April wurde mit dem Impfen in Arztpraxen begonnen, um durch flächendeckendes Impfen der Bevölkerung schnellstmöglich einen effektiven Schutz vor COVID-19-Erkrankungen zu erreichen. Seit dem 7. Juni 2021 sind auch Betriebs- und Privatärztinnen und -ärzte Teil der Impfkampagne.

Stand: 07.06.2021

Was sind Vertragsärztinnen und Vertragsärzte?

Vertragsärztinnen und Vertragsärzte (früher als "Kassenärztinnen und Kassenärzte" bezeichnet) sind Ärztinnen und Ärzte, die eine Zulassung haben, gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten behandeln zu dürfen und ihre Leistungen mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abzurechnen. Die Zulassung ist an Voraussetzungen gebunden, zum Beispiel eine staatliche Zulassung als Ärztin oder Arzt (Approbation), eine Eintragung in das Arztregister sowie eine Verpflichtung auf die vertraglichen und gesetzlichen Grundlagen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie ist jeweils an einen bestimmten Vertragsarztsitz gebunden.

Stand: 09.06.2021

Wie viele Vertragsärzte und Ärztinnen werden beliefert? Wie können die Arztpraxen bestellen?

Es gibt rund 50.000 Vertragsarztpraxen in Deutschland.

Alle teilnehmenden Haus- und Privatarztpraxen werden einmal wöchentlich über den pharmazeutischen Großhandel durch ihre Apotheken mit COVID-19-Impfstoffen beliefert. Praxen können Impfstoff bei der Apotheke, mit der sie üblicherweise zusammenarbeiten, wöchentlich bis Dienstag 12 Uhr bestellen. Auch das benötigte Impfzubehör (Spritzen, Kanülen und gegebenenfalls NaCl-Lösung) wird in entsprechender Anzahl von der Apotheke mitgeliefert.

Stand: 07.06.2021

Wie läuft das Verteilungssystem?

Die Belieferung der Arztpraxen soll – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – über die Apotheken erfolgen. Die Apotheken sollen dabei über die etablierten Strukturen des pharmazeutischen Großhandels beliefert werden.

Die Verteilung von Impfstoffen und Impfzubehör an die Bundesländer erfolgt unter Berücksichtigung des jeweiligen Bevölkerungsanteils, sowie des bundeslandspezifischen Marktanteiles des jeweiligen Großhandelsunternehmens.

Stand: 04.06.2021

Wie viel Impfstoff von welchem Hersteller wird an die Vertragsarztpraxen geliefert?

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass den Ländern wöchentlich und kontinuierlich mindestens 2,25 Millionen Impfstoffdosen für die Impfzentren und mobilen Impfteams zur Verfügung gestellt werden. Was darüber hinausgeht, wird den Vertragsarzt- und Privatarztpraxen sowie den Betriebsärztinnen und Betriebsärzten zur Verfügung gestellt Dort werden die Impfstoffe von AstraZeneca, Johnson & Johnson und BioNTech verimpft. Bis auf weiteres wird der Impfstoff von Moderna aufgrund der Transport- und Lagerungsanforderungen nur in den Impfzentren der Länder verimpft.

Stand: 07.06.2021

Wer wird in Arztpraxen geimpft und wie kommt man an einen Impftermin?

Die Terminvergabe, beispielsweise per Telefon oder digitaler Terminbuchungsmöglichkeit, regeln die Praxen selbst. Eine zentrale Einladung gibt es nicht. Die Ärztinnen und Ärzte können ihre Patientinnen und Patienten gezielt ansprechen, so dass die vorgegebene Priorisierung eingehalten werden kann. Seit dem 7. Juni 2021 ist für die Corona-Schutzimpfung in Arztpraxen bundesweit die Priorisierung aufgehoben. Seitdem sind auch Betriebsärztinnen und -ärzte sowie für Privatärztinnen und -ärzte Teil der Impfkampagne.

Bitte beachten Sie: Für eine Übergangsphase können die Länder die Priorisierung in den Impfzentren jedoch noch aufrecht erhalten.

 

Stand: 07.06.2021

Gilt die Aufhebung der Priorisierung auch für die Impfungen in den Arztpraxen?

Seit dem 7. Juni 2021 gelten die Priorisierungsregeln für die Corona-Schutzimpfung bei Vertrags-, Betriebs-, Privatärztinnen und -ärzten sowie in den Impfzentren bundesweit nicht mehr. Für eine Übergangsphase können die Länder die Priorisierung in den Impfzentren jedoch noch aufrecht erhalten.

Zudem haben Ärztinnen und Ärzte die Flexibilität, auf Basis der Coronavirus-Impfverordnung nach ärztlicher Einschätzung vor Ort selbst zu entscheiden, wer wann geimpft wird, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist – vor allem, wenn damit ein Verwurf von Impfstoffen vermieden wird.

Stand: 09.06.2021

Wie werden die Apotheken und Großhändler vergütet?

Die Regelungen zur Vergütung ist in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegt, die am 1. April 2021 in Kraft getreten ist.

Stand: 04.06.2021

Was müssen Arztpraxen vorhalten?

Das benötigte Impfzubehör (Spritzen, Kanülen, ggf. NaCl-Lösung) wird in entsprechender Anzahl zusammen mit den Impfstoffen von der Apotheke an die Arztpraxen mitgeliefert. Zudem müssen die Arztpraxen die korrekte Lagerung der Impfstoffe nach Vorgabe der Impfstoffhersteller sicherstellen.

Stand. 04.06.2021

Ist ausreichend Impfzubehör auf dem Markt verfügbar, um kurzfristig alle Vertragsarztpraxen damit auszustatten?

Im Grundsatz ist in Deutschland ausreichend Impfzubehör verfügbar. Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit den Bundesländern abgestimmt, dass diese überschüssige Mengen an bereits beschafftem oder reserviertem Impfzubehör (Spritzen, Kanülen und ggf. NaCl-Lösung) nach Möglichkeit freigeben. Diese Kontingente können dann zur Belieferung der Arztpraxen zur Verfügung stehen.

Stand: 07.06.2021

Was müssen die Arztpraxen organisatorisch leisten (Impfsprechstunde, extra Warteräume)?

Wie und in welchem Umfang Corona-Schutzimpfungen in den Praxisablauf integriert werden können, legt jede Ärztin und jeder Arzt individuell fest. Die Größe der Praxis sowie die personellen und räumlichen Gegebenheiten sowie der Umfang der für die Praxis zur Verfügung stehenden Impfstoffe können dabei eine Rolle spielen.

Stand: 04.06.2021

Dürfen nur die Ärzte in den Praxen impfen?

Da anfangs nur eine begrenzte Liefermenge an Impfstoffen für die Praxen zur Verfügung stand, haben zunächst nur Vertragsärztinnen und Vertragsärzte geimpft. Seit dem 7. Juni 2021 sind auch Privatärztinnen und Privatärzte, sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte Teil der Impfkampagne.

Stand: 07.06.2021

Müssen die Ärztinnen und Ärzte Dosen für die Zweitimpfung zurückhalten?

Es ist derzeit nicht vorgesehen, dass Impfstoffdosen für die erforderliche Zweitimpfung in den Arztpraxen zurückgelegt werden. Die Ärztinnen und Ärzte müssen die Termine entsprechend planen und dann die benötigten Dosen für die Zweitimpfungen bestellen. Bestellungen für Zweitimpfungen sollen bei der Verteilung auf die Arztpraxen bevorzugt berücksichtigt werden, damit die in der Impfverordnung vorgegebenen Impfintervalle eingehalten werden können.

Stand: 04.06.2021

Kann ich mir bei der Vertragsärztin oder dem Vertragsarzt aussuchen, mit welchem Impfstoff ich geimpft werden möchte?

Aufgrund der derzeitigen Impfstoffknappheit beinhaltet der Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus-SARS-CoV-2 nach der Coronavirus-Impfverordnung weiterhin nicht die Möglichkeit, den Impfstoff eines bestimmten Herstellers zu wählen.

Stand: 10.05.2021