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Impfmythen

Fragen zu Impfmythen und Verschwörungstheorien beantworten wir Ihnen hier.

Wie hoch ist die Gefahr der Integration von mRNA-Impfstoffen ins Genom?

Es besteht kein erkennbares Risiko einer Integration von mRNA in das humane Genom. Beim Menschen befindet sich das Genom in Form von DNA im Zellkern. Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.

Mehr zur Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe lesen Sie hier.

Stand: 25.08.2021

Auch in Deutschland treten vermehrt Corona-Infektionen auf, die in Zusammenhang mit den bekannten Varianten stehen. Schützen die zugelassenen Impfstoffe auch gegen die mutierten Erreger?

Ja. Die verfügbaren Impfstoffe wirken auch gegen die verschiedenen Varianten des Coronavirus. Studienergebnisse zeigen, dass die Schutzwirkung allerdings nur bei einer vollständig abgeschlossenen Impfserie besteht.

Nach aktuellem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die Wirksamkeit der zugelassenen COVID-19-Impfstoffe prinzipiell ähnlich sind. Sollte die Wirksamkeit der Impfstoffe jedoch durch weitere Mutationen der hier zirkulierenden Viren erheblich absinken, wäre es den Impfstoffherstellern möglich, die verfügbaren COVID-19-Impfstoffe innerhalb weniger Wochen entsprechend anzupassen. Alle Hersteller haben inzwischen angepasste Impfstoffe in der klinischen Entwicklung. Mit ersten Zulassungen dieser angepassten Impfstoffe ist in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu rechnen.

Mehr Informationen können Sie unserem Artikel Wie gefährlich sind die Coronavirus-Varianten? entnehmen.

Stand: 06.10.2021

Führt die Impfung zur Unfruchtbarkeit bei Frauen?

Stimmt es, dass die Corona-Schutzimpfung für Menschen mit einer Rheumaerkrankung potentiell gefährlich sein kann?

Nein, das stimmt nicht.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) schreibt in ihrer Empfehlung vom 06.04.2021: "Abgesehen von bekannten Allergien gegen Impfstoffkomponenten gibt es keine Kontraindikationen für die COVID-19-Impfung. Das gilt auch für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und für Patienten unter immunsuppressiver/immun-modulierender Therapie."

Weiter heißt es: "Alle Impfstoffe gegen SARS-CoV-2, die derzeit zugelassen sind, sind keine Lebendimpfstoffe. Diese „Nicht-Lebendimpfstoffe“ sind bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie uneingeschränkt einsetzbar."

Und: "Basierend auf den Daten der in Deutschland verfügbaren SARS-CoV-2-Impfstoffe gibt es derzeit keine krankheitsbedingte Präferenz für einen SARS-CoV-2-Impfstoff gegenüber einem anderen. Daher sollten Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen jeden verfügbaren Impfstoff erhalten unter Berücksichtigung der STIKO-Empfehlungen im Hinblick auf die Altersbegrenzung beim Astra-Zeneca/Oxford-Impfstoff, der nur für Patienten ab dem 60. Lebensjahr empfohlen wird."

Außerdem konnte in einer kleinen deutschen Studie bei fast allen Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eine positive Immunantwort (gemessen an der Antikörperbildung) und eine gute Verträglichkeit von SARS-CoV-2-Impfstoffen gezeigt werden.

Weitere Informationen zu Covid-19 in Zusammenhang mit einer Rheumaerkrankung finden Sie auch auf der entsprechenden Seite der DGRh.

Stand: 02.09.2021

Stimmt es, dass die Impfung nichts nützt, wenn der Antikörperspiegel sowieso fällt?

Auch wenn die erzeugten Antikörperspiegel nach der Impfung nach einigen Monaten abfallen, kann eine schützende Immunantwort durch eine Impfung erreicht werden. Denn mit einer Impfung werden neben den Antikörpern auch Immunzellen trainiert, die Corona-infizierte Zellen erkennen und zerstören können.

Wie lange der Schutz anhält, wird im Rahmen der klinischen Prüfungen auch nach einer Zulassung weiter ermittelt.

Stand: 23.09.2021

Stimmt es, dass die Fallzahlen nur so hoch sind, weil viel getestet wird?

Nein. Viele Tests erhellen das Dunkelfeld. Das hilft zu verhindern, dass sich das Virus unerkannt verbreitet. Des Weiteren führen viele Tests nicht automatisch zu höheren Fallzahlen. Das zeigt die Positivrate: Werden viele Menschen getestet, die keine Infektion mit dem Coronavirus haben, ist die Positivrate niedrig.

Mehr Tests bedeuten, dass mehr Corona-Fälle entdeckt werden und Infektionsketten so noch besser durchbrochen werden können.

Stand: 24.09.2021

Stimmt es, dass Impfungen nur an gesunden Personen getestet wurden?

Das ist nicht korrekt. Auch ältere Menschen sowie Risikopatientinnen und Risikopatienten mit bestimmten Vorerkrankungen oder Übergewicht wurden in die klinischen Prüfungen aufgenommen.

Stand: 04.10.2021

Stimmt es, dass Probandinnen und/oder Probanden in den Studien gestorben sind?

Bei klinischen Prüfungen mit großer Patientinnen- und Patientenzahl und einem Einschluss von Menschen mit hohem Alter und längerer Studiendauer ist es möglich, dass im Verlauf der Studie Patientinnen oder Patienten versterben können. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff besteht.

Jede aufgetretene Nebenwirkung wird erfasst und jeder Todesfall wird auf einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung von einem unabhängigen Kontrollgremium genau untersucht. Das Paul-Ehrlich-Institut aktualisiert dazu kontinuierlich die Sicherheitsberichte zu den COVID-19 Impfstoffen.

Mehr zu Risiken und Nebenwirkungen finden Sie hier.

Stand: 06.10.2021

Stimmt es, dass Probandinnen und/oder Probanden in den Studien Gesichtslähmung bekommen haben?

Bei der Erprobung von Comirnaty® von BioNTech/Pfizer haben Probandinnen und Probanden vereinzelt von Lähmungserscheinungen berichtet. Die Gesichtslähmungen (Fazialisparesen) traten sowohl in der Gruppe der Geimpften als auch in der Placebo-Gruppe auf und sind somit nicht ursächlich auf die Impfung zurückzuführen. Nach millionenfacher Anwendung des Impfstoffs sind keine Signale in den nationalen Monitoringsystemen zur Impfstoff-Sicherheit bezüglich Gesichtslähmungen nach einer Corona-Schutzimpfung aufgetreten.

Stand: 21.09.2021

Kann die Corona-Schutzimpfung Krankheiten wie Krebs verursachen?

Dafür gibt es keinen Anhaltspunkt. In den durchgeführten Studien zur Untersuchung des Impfstoffs wurde ein solcher Zusammenhang nicht festgestellt. Ein Impfstoff wird nur dann zugelassen, wenn er an ausreichend vielen Personen getestet wurde und bestätigt wurde, dass die Wirkung gegenüber den aufgetretenen Nebenwirkungen deutlich überwiegt. Auch nach der Zulassung wird das positive Nutzen-Risiko-Profil im Rahmen klinischer Prüfungen und weiteren Studien kontinuierlich überprüft. Mehr zur Zulassung der COVID-19-Impfstoffe lesen Sie hier. Die Sicherheitsberichte des Paul-Ehrlich-Instituts finden Sie hier

Stand: 14.09.2021

Stimmt es, dass Menschen kurz nach der Impfung gestorben sind?

Ja, aber dies bedeutet nicht, dass diese Todesfälle kausal mit der Impfung zusammenhängen. Werden viele sehr alte Menschen oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen und damit einem erhöhten Sterberisiko geimpft, ist eine gewisse Anzahl von zufälligen Todesfällen, die kurz nach der Impfung auftreten, leider unvermeidlich.

Den gesamten Bericht zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach der Impfung zum Schutz vor COVID-19 des Paul-Ehrlich-Instituts finden Sie hier. Er wird wöchentlich aktualisiert und veröffentlicht.

Stand: 07.10.2021

Stimmt es, dass in den Impfstoffen Mikrochips drin sind?

Solche Annahmen sind Verschwörungsmythen, keine Tatsachen. Diese Behauptung ist nicht wahr. Die Forschung an COVID-19-Impfstoffen wird von unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durchgeführt. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines sicheren und wirksamen Schutzimpfstoffes gegen COVID-19.

Stand: 22.09.2021