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Bundesministerium für Gesundheit

Impfmythen

Fragen zu Impfmythen und Verschwörungstheorien beantworten wir Ihnen hier.

Wie hoch ist die Gefahr der Integration von mRNA-Impfstoffen ins Genom?

Es besteht kein erkennbares Risiko einer Integration von mRNA in das humane Genom. Beim Menschen befindet sich das Genom in Form von DNA im Zellkern. Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.

Mehr zur Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe lesen Sie hier.

Stand: 01.06.2021

Auch in Deutschland treten vermehrt Corona-Infektionen auf, die in Zusammenhang mit den bekannten Varianten stehen. Schützen die zugelassenen Impfstoffe auch gegen die mutierten Erreger?

Ja. Untersuchungen dazu konnten schnell Entwarnung bringen: Die Impfstoffe wirken auch gegen die verschiedenen Varianten des Coronavirus. Der Schutz ist ersten Erkenntnissen zufolge allerdings geringer. Impfstoffe, die auf der mRNA-Technik basieren, können die Hersteller schnell an Virusvarianten anpassen. Innerhalb von sechs Wochen kann der Impfstoff ausgetauscht und modifiziert werden. Auch bei vektorbasierten Impfstoffen ist dies möglich. Diese benötigen allerdings einen längeren Modifizierungszeitraum.

Veränderungen des Erregers führen also nicht zu einem Verlust der Wirksamkeit.

Mehr Informationen können Sie unserem Artikel "Wie gefährlich sind die Coronavirus-Varianten?" entnehmen.

Stand: 23.06.2021

Führt die Impfung zur Unfruchtbarkeit bei Frauen?

Vor der Zulassung der Impfstoffe werden diese umfangreich geprüft. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Frauen wegen der Impfung unfruchtbar werden könnten. 

In sozialen Medien kursierte, dass eine Corona-Schutzimpfung unfruchtbar machen könne, weil sich Spikeproteine des Coronavirus und das Protein Syncytin-1, das für die Bildung der Plazenta verantwortlich ist, ähneln. Daraus wurde geschlussfolgert: Bildet der Körper der Geimpften nach der Impfung Antikörper gegen das Spikeprotein des Coronavirus, richten sich diese auch gegen das Syncytin-1-Protein und beeinträchtigen somit die Bildung einer Plazenta. Da die Ähnlichkeit zwischen den beiden Proteinen aber so minimal ist, kann eine Kreuzreaktion des COVID-19-Impfstoffs ausgeschlossen werden.

Selbst wenn sich Corona-Antikörper tatsächlich gegen das Syncytin-1-Protein richten könnten, hätte dies bei einer COVID-19-Erkrankungen durch die Antikörperbildung zu erhöhten Zahlen an Fehlgeburten oder Komplikationen führen müssen – dies ist aber nicht der Fall. 

Dass die Impfung in der Schwangerschaft (noch) nicht empfohlen wird, füttert vermeintlich die Sorge, dass die Impfung unfruchtbar machen könnte. Eine globale Studie des Unternehmens BioNTech an 4000 Schwangeren hat aber bereits begonnen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beobachtet diese Studie intensiv.

Stand: 31.05.2021

Stimmt es, dass die Corona-Schutzimpfung für Menschen mit einer Rheumaerkrankung potentiell gefährlich sein kann?

Nein, das stimmt nicht. Im Gegenteil: Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie empfiehlt die Corona-Schutzimpfung in ihrer Stellungnahme ausdrücklich. Zwar sei der mRNA-Impfstoff für Rheuma-Patientinnen und -Patienten noch nicht systematisch getestet, aber Erfahrungen mit Totimpfstoffen zeigten, dass Impfungen auch bei Patientinnen und Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in aller Regel sicher und wirksam durchführbar sind, Professor Dr. Andreas Krause, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) stuft Menschen mit eingeschränkt funktionierendem Immunsystem – und hierzu gehören Patienten und Patientinnen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen – als erhöht priorisiert ein (Stufe 3).

Stand: 27.05.2021

Stimmt es, dass die Impfung nichts nützt, wenn der Antikörperspiegel sowieso fällt?

Auch wenn die erzeugten Antikörperspiegel nach der Impfung nach einigen Monaten abfallen, kann eine schützende Immunantwort durch eine Impfung erreicht werden. Denn mit einer Impfung werden neben den Antikörpern auch Immunzellen trainiert, die Corona-infizierte Zellen erkennen und zerstören können.

Wie lange der Schutz anhält, wird im Rahmen der klinischen Prüfungen auch nach einer Zulassung weiter ermittelt.

Stand: 02.06.2021

Stimmt es, dass die Fallzahlen nur so hoch sind, weil viel getestet wird?

Nein. Viele Tests erhellen das Dunkelfeld. Das hilft zu verhindern, dass sich das Virus unerkannt verbreitet. Des Weiteren führen viele Tests nicht automatisch zu höheren Fallzahlen. Das zeigt die Positivrate: Werden viele Menschen getestet, die keine Infektion mit dem Coronavirus haben, ist die Positivrate niedrig.

Mehr Tests bedeuten, dass mehr Corona-Fälle entdeckt werden und Infektionsketten so noch besser durchbrochen werden können.

Stand: 28.05.2021

Stimmt es, dass Impfungen nur an gesunden Personen getestet wurden?

Das ist nicht korrekt. Auch ältere Menschen sowie Risikopatientinnen und Risikopatienten mit bestimmten Vorerkrankungen oder Übergewicht wurden in die klinischen Prüfungen aufgenommen.

Stand: 28.05.2021

Stimmt es, dass Probandinnen und/oder Probanden in den Studien gestorben sind?

Bei klinischen Prüfungen mit großer Patientinnen- und Patientenzahl und einem Einschluss von Menschen mit hohem Alter und längerer Studiendauer ist es möglich, dass im Verlauf der Studie Patientinnen oder Patienten versterben können. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff besteht.

Jede aufgetretene Nebenwirkung wird erfasst und jeder Todesfall wird auf einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung von einem unabhängigen Kontrollgremium genau untersucht.

Mehr zu Risiken und Nebenwirkungen finden Sie hier.

Stand: 28.05.2021

Stimmt es, dass Probandinnen und/oder Probanden in den Studien Gesichtslähmung bekommen haben?

Bei der Erprobung von Comirnaty® von BioNTech/Pfizer haben vereinzelt Probandinnen und Probanden von Lähmungserscheinungen berichtet. Die Gesichtslähmungen (Fazialisparesen) traten sowohl in der Gruppe der Geimpften als auch in der Placebo-Gruppe auf und sind somit nicht ursächlich auf die Impfung zurückzuführen.

Stand: 15.04.2021

Kann die Corona-Schutzimpfung Krankheiten wie Krebs verursachen?

Dafür gibt es keinen Anhaltspunkt. In den durchgeführten Studien zur Untersuchung des Impfstoffs wurde ein solcher Zusammenhang nicht festgestellt. Ein Impfstoff wird nur dann zugelassen, wenn er an ausreichend vielen Personen getestet wurde und bestätigt wurde, dass die Wirkung gegenüber den aufgetretenen Nebenwirkungen deutlich überwiegt. Auch nach der Zulassung wird das positive Nutzen-Risiko-Profil im Rahmen klinischer Prüfungen und weiteren Studien kontinuierlich überprüft.

Stand: 28.05.2021

Stimmt es, dass Menschen kurz nach der Impfung gestorben sind?

Ja, aber dies bedeutet nicht, dass diese Todesfälle kausal mit der Impfung zusammenhängen. Werden viele sehr alte Menschen oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen und damit einem erhöhten Sterberisiko geimpft, ist eine gewisse Anzahl von zufälligen Todesfällen, die kurz nach der Impfung auftreten, leider unvermeidlich.

Den gesamten Bericht zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach der Impfung zum Schutz vor COVID-19 des Paul-Ehrlich-Instituts finden Sie hier. Er wird wöchentlich aktualisiert und veröffentlicht.

Stand: 15.06.2021

Stimmt es, dass in den Impfstoffen Mikrochips drin sind?

Solche Annahmen sind Verschwörungsmythen, keine Tatsachen. Diese Behauptung ist nicht wahr. Die Forschung an COVID-19-Impfstoffen wird von unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durchgeführt. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines sicheren und wirksamen Schutzimpfstoffes gegen COVID-19.

Stand: 28.05.2021