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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
16:57 · 7. Mai 2021

Informationen zu Impfgruppen und Terminvergabe in den Bundesländern

Seit Ende Dezember 2020 steht Impfstoff bereit und die Impfungen laufen bundesweit an. Wer wann geimpft werden kann und was man im Vorfeld tun muss, haben wir für Sie zusammengefasst.

Risikogruppen erhalten zuerst Impftermine.

Seit dem 27. Dezember 2020 wird in Deutschland die Schutzimpfung gegen COVID-19 Erkrankungen verabreicht. Dafür stehen seit Mitte Dezember 2020 hunderte Impfzentren im ganzen Land bereit, die nun Schritt für Schritt in Betrieb genommen werden. Sie sollen in der ersten Impfphase, in der die Bevölkerung nach Priorität geimpft werden soll, zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sein. Außerdem sind gerade auch zu Beginn mobile Impfteams in den Bundesländern unterwegs, um gezielt und effizient eine große Anzahl an Impfungen in einer Einrichtung – wie zum Beispiel in stationären Pflegeheimen, wo sowohl Bewohnerinnen und Bewohner als auch Pflegekräfte geimpft werden – durchzuführen.

Das lang ersehnte deutschlandweite Impfangebot bringt auch Fragen und einen erhöhten Informationsbedarf mit sich: Wann bin ich impfberechtigt? Gehöre ich zur ersten Gruppe? Werde ich informiert oder muss ich selbst aktiv werden? Wie kann ich einen Termin vereinbaren? 

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Zur Anmeldung

Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengestellt: 

Der Bund stellt den Impfstoff zur Verfügung und sorgt für die Verteilung an die Bundesländer. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren. Für die Organisation und den Betrieb der Impfzentren sowie die Terminvergabe sind die Bundesländer zuständig. Dort finden Sie Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung für Ihr jeweiliges Bundesland.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat in enger Anlehnung an die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine Priorisierung der Impfberechtigten in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegt. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung steht, sollten diese nach der Empfehlung der STIKO dafür genutzt werden, um die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren. 

Nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit werden drei wesentliche Priorisierungen vorgenommen, nach denen die Impfstoffvergabe zunächst erfolgt:

Grafik Anspruchsgruppen der Corona-Schutzimpfung

Terminvergabe und ggf. Kontaktaufnahme mit Impfberechtigten ist Ländersache

Je nach Bundesland unterscheidet sich die Vorgehensweise bei der Kontaktaufnahme und Terminvergabe: 

In einigen Bundesländern ist vorgesehen, dass die aufgrund ihres Lebensalters Impfberechtigten durch ein individuelles Schreiben über ihre Impfberechtigung informiert werden. Das betrifft in der ersten Phase der Priorisierung die Menschen, die über 80 Jahre alt sind. Andere Bundesländer setzen allgemein auf öffentliche Informationen, um die Impfberechtigten zu informieren.

Grundsätzlich können anspruchsberechtigte Personen unter der Telefonnummer 116 117 einen Termin zur Corona-Schutzimpfung vereinbaren. Dabei werden die beiden Termine für die Erst- und die notwendige Zweitimpfung zusammen vergeben. Zudem ist die Möglichkeit einer Terminbuchung in manchen Bundesländern über eine Webanwendung vorgesehen. Auch auf diese Weise können Sie zudem Informationen zur Frage Ihrer Impfberechtigung erhalten.

Anspruchsberechtigte Personen, die in einer Einrichtung leben oder arbeiten, der eine Impfung durch ein mobiles Team angeboten wird, benötigen grundsätzlich keinen individuellen Termin, da die Corona-Schutzimpfungen dort von mobilen Teams durchgeführt werden und die Terminvergaben für die gesamte Einrichtung organisiert werden. Bitte erkundigen Sie sich auch in der Einrichtung. Weitere Informationen finden Sie auf den jeweiligen Webseiten Ihres Bundeslandes.

Wenn Sie wissen möchten, wie viele Menschen bereits eine Impfung erhalten haben und welche Bundesländer die meisten Impfungen durchgeführt haben, finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts alle Informationen. Das RKI erhebt täglich die Zahlen der durchgeführten Impfungen

Wer wird 2021 wann geimpft?

Bund und Länder haben vereinbart, dass bundesweit für die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca keine Priorisierung mehr gilt. In den Arztpraxen können Impfungen mit diesem Impfstoff an alle Impfwilligen nach ärztlichem Ermessen erfolgen. Außerdem steht es der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt in Absprache mit der zu impfenden Person frei, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung bei dem Impfstoff von AstraZeneca im Rahmen des nach der Zulassung möglichen Zeitraums von 4 bis 12 Wochen individuell festzulegen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer steigenden Wirksamkeit bei einem möglichst langen Impfintervall sollten bei der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden.

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