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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
10:46 · 9. Juli 2021

Informationen zur Impfterminvergabe in den Bundesländern

Die Impf-Priorisierung ist bundesweit aufgehoben. Damit kann sich jetzt jede Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger ab 12 Jahren um einen Impftermin bemühen. Was Sie bei der Terminvereinbarung beachten sollten, lesen Sie hier.

Risikogruppen wurden zuerst gegen Corona geimpft.

Die Umsetzung der Nationalen Impfkampagne hat in den vergangenen Wochen erhebliche Fortschritte gemacht. Bereits deutlich mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland haben eine erste Impfung und mehr als ein Drittel sogar schon die zweite Impfung bzw. den vollen Impfschutz erhalten – und täglich kommen weitere Menschen dazu. Wie viele genau, können Sie dem laufend aktualisierten Impfdashboard entnehmen. Auch das Robert Koch-Institut (RKI) erhebt täglich die Zahlen der durchgeführten Impfungen

Das bedeutet, dass alle Bundesländer inzwischen den größten Teil der Gruppen mit erhöhtem Risiko und somit erhöhter Priorität geimpft haben: Fast 90 Prozent der über 70-Jährigen in Deutschland, die die höchste Priorität beim Impfen hatten, sind mindestens einmal geimpft – darunter etwa 99 Prozent der pflegebedürftigen Personen, die in Pflegeheimen wohnen. Ganze 75 Prozent der Heimbewohnerinnen und -bewohner haben schon die Zweitimpfung erhalten. Ein Großteil der Menschen in Deutschland mit einem hohen Risiko für schwere COVID-19-Verläufe sind geschützt. Eine hohe Anzahl von tödlichen Krankheitsverläufen und Krankenhausaufenthalten konnten durch die Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 verhindert werden.

Um die Nationale Impfkampagne weiter voranzutreiben und allen Menschen in Deutschland die Corona-Schutzimpfung zu ermöglichen, wurde am 7. Juni 2021 die ursprünglich festgelegte Impfreihenfolge aufgehoben. Damit kann mittlerweile jede Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger ab 12 Jahren – ungeachtet des Gesundheitszustands oder des Berufs – einen Impftermin vereinbaren.

Wichtig hierbei: Aufgrund der begrenzt verfügbaren Impfstoffdosen wird weiterhin nicht jede Person, die eine Corona-Schutzimpfung erhalten will, direkt einen Termin bekommen können. Verzögerte Lieferungen könnten dazu führen, dass die Impfkampagne zwischenzeitlich etwas langsamer voranschreitet. Die Bundesregierung arbeitet stetig mit Hochdruck an der Sicherstellung und dem Ausbau der Impfstoffmengen, die für die Bundesrepublik Deutschland vorgesehen sind. Mehr zur komplizierten Logistik hinter der Impfstoffherstellung und -lieferung lesen Sie in diesem Artikel.

Terminvergabe in Impfzentren ist Ländersache

Damit möglichst schnell viele Menschen die Corona-Schutzimpfung erhalten können, stehen seit Mitte Dezember 2020 hunderte Impfzentren im ganzen Land bereit; bis Ende September wird dies schrittweise deutlich reduziert. Für die Organisation und den Betrieb der Impfzentren sowie die Terminvergabe sind die Bundesländer zuständig. Termine für die COVID-19-Schutzimpfung in Impfzentren können Sie unter der Telefonnummer 116 117 vereinbaren. Dabei werden die Termine für beide Impfdosen zusammen vergeben. Zudem können Sie Impftermine in manchen Bundesländern auch über eine Webanwendung buchen. Wie das Impfen in den Impfzentren genau abläuft und welche Unterlagen Sie dabeihaben sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wichtig zu wissen:

Einige Länder impfen ggf. noch Menschen mit erhöhter Priorität aus der dritten Priorisierungsgruppe und vergeben daher in den Impfzentren ausschließlich Termine für Anspruchsberechtigte dieser Gruppe. Ob Ihr Bundesland dazu gehört, erfahren Sie auf der Website Ihres Bundeslandes.

Seit Anfang April 2021 führen auch Arztpraxen die Corona-Schutzimpfung durch. Was Sie über das Impfangebot in den Praxen wissen müssen und wie Sie dort einen Termin vereinbaren können, lesen Sie hier. Seit dem 7. Juni 2021 impfen außerdem Betriebsärztinnen und -ärzte sowie Privatarztpraxen gegen das Coronavirus. Mehr Informationen über die betrieblichen Impfangebote erhalten Sie in diesem Artikel.

Auch durch gemeinnützige Initiativen wie sofort-impfen.de sollen Impfwillige schnell und unkompliziert zu ihren Impfterminen kommen. Die Anmeldung ist kostenfrei und Sie erhalten automatisch eine Benachrichtigung, sobald Impfdosen in Ihrer Umgebung verfügbar sind.

Warum die Priorisierung zu Beginn der Pandemie wichtig war

Das Bundesministerium für Gesundheit hat zu Beginn der Pandemie in enger Anlehnung an die COVID-19-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine Priorisierung der Impfberechtigten in der Coronavirus-Impfverordnung festgelegt, um zunächst die Personen zu impfen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 haben. Anfangs stand nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung. Diese sollten nach der Empfehlung der STIKO dafür genutzt werden, die Anzahl schwerer und tödlicher Krankheitsverläufe möglichst schnell zu reduzieren. 

Nach der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit wurden daher folgende drei wesentliche Priorisierungsgruppen vorgenommen, nach denen die Impfungen zunächst in den ersten Monaten erfolgten:

Grafik Anspruchsgruppen der Corona-Schutzimpfung

Wichtig zu wissen: Die Ärzteschaft ist nach wie vor angehalten, Menschen aus den Priorisierungsgruppen mit erhöhtem Risiko einer Corona-Infektion bevorzugt zu impfen, falls diese bislang noch keinen Impftermin erhalten haben. Mit Wartezeiten kann daher gelegentlich noch zu rechnen sein. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie sich jetzt schnell um einen Impftermin kümmern, falls noch nicht geschehen.

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Corona-Schutzimpfung durch mobile Impfteams

Gerade zu Beginn der Pandemie waren außerdem mobile Impfteams in den Bundesländern im Einsatz, um gezielt und effizient eine große Anzahl an Corona-Schutzimpfungen in stationären Einrichtungen bei pflegebedürftigen Personen durchzuführen, die mit höchster Priorität geimpft wurden. Die Terminvergabe für die COVID-19 Impfung wird bzw. wurde von den Einrichtungen vor Ort organisiert. Nähere Informationen erhalten Sie direkt in der Einrichtung. Mobile Teams werden auch in Zukunft eine große Rolle spielen, etwa bezüglich der Impfungen von Personen in Gemeinschaftsunterkünften wie Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, für die Impfung von Menschen mit prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen oder auch für die zu gegebener Zeit notwendigen Auffrischungsimpfungen.

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