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Bundesministerium für Gesundheit

Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren

Hier finden Sie Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren – welcher Impfstoff für Kinder und Jugendliche zugelassen ist, was es für Eltern zu beachten gilt und wie Familien mit der Impfung gegen COVID-19 umgehen können.

Gibt es eine Impfempfehlung für Kinder gegen COVID-19?

Die Europäische Kommission hat am 31. Mai 2021 auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer für Personen ab 12 Jahren zugelassen. Dies ist auch in der Begründung der Coronavirus-Impfverordnung vom 1. Juni 2021 festgehalten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) legte auf Grundlage der ergänzten Zulassung am 10. Juni 2021 die 6. Aktualisierung ihrer COVID-19-Impfempfehlung vor: 

Darin empfiehlt sie die COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen. Zusätzlich wird die Impfung empfohlen für Kinder und Jugendliche, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht. Zudem sieht die STIKO-Empfehlung eine berufliche Indikation aufgrund eines arbeitsbedingt erhöhten Expositionsrisikos entsprechend der beruflichen Impfindikationsgruppen im Stufenplan der STIKO. Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen; sieht ist aber gemäß der STIKO-Empfehlung nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. des Sorgeberechtigen möglich. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Es ist das gemeinsame Ziel, allen Personen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen. Nach der Zulassung des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer für Personen ab 12 Jahren wird auch die Altersgruppe ab 12 Jahren in dieses Ziel einbezogen.

Zudem ist mittlerweile auch für den Impfstoff von Moderna eine Erweiterung der Zulassung auf Personen ab 12 Jahren beantragt; die Entscheidung der EMA und der Europäischen Kommission bleiben abzuwarten. Es laufen auch bereits Studien zur Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren.

Sollte es in Zukunft einen ganz eigenen COVID-19-Impfstoff für Kinder geben, muss durch die Zulassungsbehörden auch dabei sichergestellt sein, dass dieser wirksam ist sowie ein sehr gutes Sicherheitsprofil aufweist. Ein solcher potentieller Impfstoff würde dann durch die STIKO bewertet werden. Diese würde in der Folge darüber entscheiden, ob ein entsprechender Impfstoff für Kinder zu empfehlen ist oder nicht.

Stand: 14.06.2021

Wird es einen eigenen Impfstoff für Kinder gegen COVID-19 geben?

Zunächst stehen die Impfstoffe nur für Erwachsene zur Verfügung, da sie bei Kindern noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten; der Impfstoff Comirnaty® von BioNTech/Pfizer ist allerdings seit Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 schon für Personen ab 16 Jahren zugelassen gewesen. Die Europäische Kommission hat am 31. Mai 2021 auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA diese Zulassung auf Personen ab 12 Jahre erweitert. Seit Aufhebung der Impfpriorisierung in Deutschland am 7. Juni 2021 werden damit auch Personen ab 12 Jahren in die Impfkampagne einbezogen. Mehr zur Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren lesen Sie hier

Dass bislang schwerpunktmäßig Impfstoffe für Erwachsene entwickelt werden, hat mehrere Gründe:

  • Kinder sind schon allein aus ethischen Gründen nicht für frühe Studien vorgesehen. Vor der klinischen Prüfung an Kindern muss sichergestellt sein, dass in den Studien bei Erwachsenen keine schwerwiegenden Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die Impfstoffentwicklung für Kinder verläuft ähnlich wie die Impfstoffentwicklung für Erwachsene, das heißt, sie durchläuft verschiedene Stufen, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfungen geprüft werden, bevor sie eine Zulassung erlangen können (mehr zur Zulassung von Impfstoffen finden Sie hier).
  • Der Fokus lag zunächst darauf, diejenigen zu schützen, die am schwersten an COVID-19 erkranken. Das sind bei COVID-19 insbesondere ältere Menschen und/oder Menschen mit Vorerkrankungen.
  • Es ist davon auszugehen, dass mit wirksamen Impfstoffen gegen COVID-19 für Erwachsene, die im Laufe der Zeit in ausreichender Menge für die Bevölkerung vorhanden sein werden, auch das Infektionsgeschehen insgesamt zurückgedrängt werden kann. Darüber können auch Kinder geschützt werden.

Zu Beginn der Pandemie schienen Kita- und Grundschulkinder das Infektionsgeschehen nicht in besonderer Weise anzutreiben und erkrankten weniger häufig und stark als Erwachsene. Zwischenzeitlich nahm die Anzahl an neu übermittelten COVID-19-Fällen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland jedoch rasch zu. Der Anstieg konnte Expertinnen und Experten zufolge nicht allein durch eine vermehrte Corona-Testung erklärt werden, sondern deutete auf eine zunehmende Verbreitung von Virusvarianten hin. Zugleich sieht die STIKO die Kinder nicht als Treiber des Pandemiegeschehens. Die Impfstoffforschung für Kinder gewinnt zunehmend an Bedeutung, entsprechende Studien laufen bereits: So wird die Wirksamkeit des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren geprüft.

Mehr zu COVID-19 bei Kindern lesen Sie hier. Einen Artikel zur Corona-Schutzimpfung ab 12 Jahren finden Sie hier.

Stand: 14.06.2021

 

Welche Rolle spielt der Bevölkerungsschutz bei der Corona-Schutzimpfung der Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt unter anderem Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zu impfen, in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht. (Mehr zur STIKO-Empfehlung erfahren Sie hier.)

Die Zulassung des COVID-19-Impfstoffs Comirnaty® von BioNTech/Pfizer  für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und die EU-Kommission wurde auch bei der Neufassung der Coronavirus-Impfverordnung vom 1. Juni 2021 berücksichtigt. Die Impfung der Jüngeren ist nun also möglich und kann zusätzlich dazu beitragen, den Fokus der Impfstrategie stärker in Richtung Bevölkerungsschutz zu verschieben. Wenn mehr jüngere Altersgruppen, die viele soziale Kontakte haben, geimpft sind, sind nicht nur sie besser geschützt. Indirekt werden auch die Menschen geschützt, die noch nicht geimpft wurden oder nicht geimpft werden können.

Stand: 15.06.2021

Gibt es Vorgaben für die Impfung der Jüngeren?

Grundsätzlich gelten die gleichen Bedingungen wie für Erwachsene.

Stand: 02.06.2021