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Corona-Schutzimpfung in Arztpraxen

Was es bei der Corona-Schutzimpfung für Hausärztinnen und Hausärzte zu beachten gilt, wie Patientinnen und Patienten richtig aufgeklärt werden und wie die Impfung in den Praxisalltag integriert werden kann, haben wir hier zusammengestellt.

Organisation und Aufklärung

Gibt es genaue Vorschriften wie Ärztinnen und Ärzte das Impfen in den Arztpraxen organisieren?

Wie und in welchem Umfang Corona-Schutzimpfungen in den Praxisablauf integriert werden können, legt jede Ärztin und jeder Arzt individuell fest. Die Größe der Praxis, die personellen und räumlichen Gegebenheiten sowie der Umfang der für die Praxis zur Verfügung stehenden Impfstoffe spielen dabei ganz von Fall zu Fall eine Rolle.

Es empfiehlt sich, gerade zum Start etwas mehr Zeit für die Vorbereitung des Impfstoffes einzuplanen. Der Hersteller und die Kassenärztliche Bundesvereinigung stellen dazu Informationen bereit.

Stand: 25.08.2021  

Wie organisieren Ärztinnen und Ärzte in Hausarztpraxen die Terminvergabe?

 

Die Terminvergabe, beispielsweise per Telefon oder über eine digitale Terminbuchungsmöglichkeit, regeln die Praxen selbst. Ärztinnen und Ärzte können ihre Patientinnen und Patienten auch gezielt ansprechen.

Folgende Punkte sollten Ärztinnen und Ärzte bei der Terminplanung bedenken:

Stand: 25.08.2021

 

Wer hat Anspruch auf die Corona-Schutzimpfung?

Laut der Coronavirus-Impfverordnung kann sich jede in Deutschland wohnhafte oder beschäftigte Person kostenfrei impfen lassen, unabhängig von ihrer Krankenversicherung.

Die Impfstoffe können entsprechend ihrer arzneimittelrechtlichen Zulassung eingesetzt werden. Arztpraxen und gegebenenfalls Betriebsärztinnen und Betriebsärzte rechnen die Leistungen gemäß der Impfverordnung mit ihrer Kassenärztlichen Vereinigung ab, unabhängig davon, ob die jeweilige Ärztin oder der Arzt an der vertragsärztlichen Versorgung teilnimmt oder ob die geimpfte Person gesetzlich krankenversichert ist. Informieren Sie sich dazu bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Die notwendigen Kosten für den laufenden Betrieb von Impfzentren einschließlich der mobilen Impfteams, die von den Ländern oder im Auftrag der Länder errichtet, vorgehalten oder betrieben werden, werden mindestens bis zum 30. September 2021 zu einem Teil aus Bundesmitteln finanziert.

Stand: 02.09.2021

Wie entscheiden Ärztinnen oder Ärzte, welche Patientinnen und Patienten zuerst geimpft werden können?

Seit dem 7. Juni 2021 gelten die Priorisierungsregeln für die Corona-Schutzimpfung bei Vertrags-, Betriebs-, Privatärztinnen und -ärzten sowie in den Impfzentren bundesweit nicht mehr. Für eine Übergangsphase können die Länder die Priorisierung in den Impfzentren jedoch noch aufrecht erhalten.

Zudem haben Ärztinnen und Ärzte die Flexibilität, auf Basis der Coronavirus-Impfverordnung nach ärztlicher Einschätzung vor Ort selbst zu entscheiden, wer wann geimpft wird, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist – vor allem, wenn damit ein Verwurf von Impfstoffen vermieden wird.

Stand: 12.08.2021 

Wie läuft die Impfaufklärung vor der Corona-Schutzimpfung genau ab? Was sollten Ärztinnen und Ärzte beachten?

Die Aufklärung ist ein wichtiger Teil der Impfleistung. Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, die zu impfende Person oder die vertretungsberechtigte Person über die Vorteile und Risiken vorab zu informieren. So können Ärztinnen und Ärzte vorgehen:

Aushändigung des Aufklärungsmerkblattes für entweder mRNA- oder vektorbasierte Impfstoffe

  • Die Aufklärung über die Corona-Schutzimpfung erfolgt insbesondere vor der ersten Impfung. Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt dafür bundesweit einheitliche Aufklärungsmerkblätter zu den Impfstoffen als druckfähige PDF-Dateien zur Verfügung. 
  • Geben Sie der zu impfenden Person oder der gesetzlichen Vertretungsperson das Aufklärungsmerkblatt zu lesen.
  • Die Dokumente werden fortlaufend dem aktuellen Impfgeschehen angepasst und sind auch in mehreren Fremdsprachen und leichter Sprache hier abrufbar.

Das Aufklärungsgespräch

  • Der zu impfenden Person ist Gelegenheit zu geben, Fragen und Unklarheiten zur Impfung mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen. Ein Aufklärungsgespräch ist aber nicht zwingend erforderlich; die zu impfende Person kann auch auf das ärztliche Aufklärungsgespräch verzichten, wenn sie sich hinreichend informiert fühlt.

Impffähigkeit feststellen

  • Ärztinnen und Ärzte sollten sich überzeugen, dass die zu impfende Person aktuell impffähig ist.
  • Eine Anamnese ist vor allem dann erforderlich, wenn die Ärztin oder der Arzt die Person nicht kennen, weil sie zum ersten Mal die Praxis aufsucht. Hierfür kann der Anamnesebogen genutzt werden, den das RKI auf seiner Internetseite bereitstellt oder den Sie hier herunterladen können.
  • Bei bekannten Patientinnen und Patienten kennen die Ärztinnen oder Ärzte in aller Regel den Gesundheitszustand und die Daten sind bereits in der Patientinnen- oder Patientenakte dokumentiert; eine erneute Anamnese ist dann nicht erforderlich. Auch bei diesen Personen muss die Impffähigkeit aber zumindest im Hinblick auf akute Infektionen und anderes werden.

Einwilligung der zu impfenden Person

  • In der Patientinnen- oder Patientenakte wird dokumentiert, dass die zu impfende Person aufgeklärt wurde und in die Impfung eingewilligt hat.
  • Eine schriftliche Einwilligung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sinnvoll. Dazu kann das Aufklärungsmerkblatt oder das Muster des RKI für eine Einwilligungserklärung verwendet und von der zu impfenden Person unterschrieben werden. Auch eine formlose Einwilligungserklärung ist möglich.

Stand: 25.08.2021

Wie dokumentieren Ärztinnen und Ärzte die Corona-Schutzimpfung?

Wie alle Impfungen wird auch die Corona-Schutzimpfung im Impfausweis dokumentiert. Personen ohne Impfausweis können eine Ersatzbescheinigung zur Corona-Schutzimpfung erhalten.

Zusätzlich wurde der digitale Impfnachweis eingeführt, mit dem Corona-Impfungen digital auf dem Smartphone dokumentiert werden können. Der digitale Impfnachweis wird in der Arztpraxis oder in einem Impfzentrum generiert. Nachträglich ist dies auch in Apotheken möglich. Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode erstellt, den die Nutzerinnen und Nutzer auf einem Papierausdruck mitbekommen und später mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App einscannen und nutzen können. Die App speichert die Impfbescheinigung nur lokal auf dem Smartphone. Mehr Informationen zum digitalen Impfnachweis finden Sie hier.

Stand: 31.08.2021

Wo finden Ärztinnen und Ärzte Informationen für die Impfung-Aufklärung in weiteren Sprachen?

Mit der Appaidminutes.impfen“ steht Ärztinnen und Ärzten eine mehrsprachige Kommunikationshilfe für die Corona-Schutzimpfung zur Verfügung. Die App wurde vom Bundesgesundheitsministerium gefördert. Informationen finden Sie dazu hier.

Zusätzlich stehen die Aufklärungsmerkblätter zur Corona-Schutzimpfung auf verschiedenen Sprachen auf der Website des Robert Koch-Instituts bereit. Hier finden Sie die Aufklärungsmerkblätter für die Impfung mit mRNA-Impfstoffen und hier für die Impfung mit einem Vektor-Impfstoff.

Stand: 12.08.2021

 

Gibt es Nebenwirkungen und Risiken? Inwieweit haften impfende Ärztinnen und Ärzte für Impfschäden?

Infos zu Nebenwirkungen und Impfreaktionen der zugelassenen Impfstoffe finden Sie hier.

Für das Melden von Nebenwirkungen nutzen Praxen die gewohnten Wege:

  • Meldung an das Gesundheitsamt: Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) besteht eine namentliche Meldepflicht einer sogenannten unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) an das jeweilige Gesundheitsamt. Dieses leitet die Meldung weiter an die zuständige Landesbehörde und an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).
  • Meldung an die Arzneimittelkommission: Zudem haben Ärztinnen und Ärzte die berufsrechtliche Verpflichtung zur Meldung von Nebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Diese leitet die Meldung pseudonymisiert an das PEI weiter. Die entsprechenden (Online-)Formulare sowie weitere Infos finden Sie hier.
  • Meldung an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder an das PEI: Angehörige der Gesundheitsberufe, das heißt auch Apotheker, werden nach dem Arzneimittelgesetz ausdrücklich aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden.
  • Meldung an Angehörige der Gesundheitsberufe oder direkt an das BfArM oder PEI: Möglichkeit für Patientinnen und Patienten Nebenwirkungen mitzuteilen oder in das Portal des BfArM oder PEI einzugeben.
  • Mitteilung an das PEI mittels Smartphone App: Möglichkeit der Mitteilung (anonym) zur Verträglichkeit der COVID-19-Impfstoffe auf freiwilliger Basis für geimpfte Personen ab 18 Jahren. Mehr dazu haben wir auch hier zusammengestellt.

In Bezug auf Haftungsregelungen gilt:

  • Die Haftung gegenüber Geimpften für schädliche Wirkungen eines Impfstoffes richtet sich nach den allgemeinen Regeln. Je nach Fallgestaltung kommt eine Haftung u.a. des pharmazeutischen Unternehmens in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs.
    Für den pharmazeutischen Unternehmer, der zulassungspflichtige Impfstoffe in Verkehr bringt, gilt die in den §§ 84 ff. des Arzneimittelgesetzes (AMG) spezialgesetzlich geregelte Gefährdungshaftung. Danach haftet der pharmazeutische Unternehmer u.a., wenn das Arzneimittel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen hat, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen.
    Daneben finden für pharmazeutische Unternehmer die allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs Anwendung.
    Für die Haftung für mögliche Fehler des medizinischen Personals in Impfzentren kommt es auf die konkrete rechtliche Ausgestaltung der Impfzentren an, die den Ländern obliegt. Das Personal in Impfzentren dürfte in der Regel in Ausübung eines öffentlichen Amts (oder als sog. Beliehene oder Verwaltungshelfer) handeln. Daher kommt eine sog. Staatshaftung in Betracht.
    Geht man demgegenüber von einem privatrechtlichen Vertragsverhältnis zwischen der geimpften Person und dem Träger des jeweiligen Impfzentrums aus, könnte eine Haftung des Trägers des Impfzentrums insbesondere auf vertraglicher Grundlage für Fehler der in seinem Auftrag impfenden Personen (Erfüllungsgehilfe) in Betracht kommen. Eine Haftung des impfenden Arztes könnte ferner auf Grund behandlungsvertraglicher Regelungen oder nach dem sog. Deliktsrecht in Betracht kommen.
  • Die staatliche Entschädigung für Impfschäden – dies sind nach der Impfung über das übliche Ausmaß der Impfreaktionen hinausgehende Gesundheitsschädigungen – ist im IfSG geregelt.
  • Es gelten die allgemeinen ärztlichen Sorgfalts- und Aufklärungspflichten.

Stand: 24.09.2021

Impfstoffe und Impfzubehör

Wie bekommen Ärztinnen und Ärzte den Impfstoff für die Durchführung von Corona-Schutzimpfungen in ihre Vertragsarztpraxis?

Die Bestellung der COVID-19- Impfstoffe muss immer dienstags, bis spätestens 12 Uhr mittags für die darauffolgende Woche in der Apotheke erfolgen. Wichtig hierbei ist: Bestellen Sie nur bei einer Apotheke, das heißt bestellen Sie nur bei der Apotheke, von der Sie üblicherweise Ihren Praxisbedarf beziehen.

Beachten Sie: Seit dem 7. Juni werden auch Betriebsärztinnen und -ärzte sowie Privatärztinnen und -ärzte in die Impfkampagne einbezogen. Informationen zum Ablauf der Versorgung der Betriebsärztinnen und -ärzte mit COVID-19-Impfstoffen finden Sie hier.

Stand: 08.09.2021

Wie viele Impfstoffdosen kann eine Vertragsärztin oder ein Vertragsarzt pro Woche bestellen?

Es gibt keine Vorgaben mehr zu den Bestellmengen. Arztpraxen können so viele Impfdosen bestellen, wie sie in der folgenden Woche für Erst- und für Zweitimpfungen benötigen. Die Bestellung von Impfstoffen für die Erst- und Zweitimpfungen erfolgt dabei wie bisher auf zwei separaten Rezepten.

Stand: 14.09.2021

Können Ärztinnen und Ärzte für Ihre Praxis auch unterschiedliche Mengen verschiedener Impfstoffe bestellen?

Seit dem 7. April wird in Arztpraxen geimpft. Für die Erstimpfung erfolgt zunächst eine generische Bestellung der COVID-19-Impfstoffdosen, das heißt ohne die spezifische Angabe des Impfstoffs, einschließlich des entsprechenden Impfzubehörs (Kanülen, Spritzen und gegebenenfalls NaCl-Lösung). Perspektivisch soll bei Verfügbarkeit von höheren Impfstoffmengen eine impfstoffspezifische Bestellung erfolgen können. Um sicherzustellen, dass für die Zweitimpfung der gleiche Impfstoff zur Verfügung steht wie für die Erstimpfung, bestellen Praxen hierfür den entsprechenden Anteil impfstoffspezifisch mit dem Hinweis auf die Zweitimpfung.

Bitte beachten Sie hierbei die festgelegten Impfintervalle – diese variieren je nach Impfstoffhersteller. Hier finden Sie Informationen zu den Impfintervallen.  

Stand: 14.07.2021

Welches Bestellformular nutzen Ärztinnen und Ärzte für die Bestellung der Impfstoffe und wie füllen sie es aus?

Für die Bestellung von Impfstoffen nutzen Sie bitte das Arzneimittelrezept – genauer: das Formular Muster 16. Als Kostenträger geben Sie das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an.

Als Beispiel:

  • Bestellung für Erstimpfungen: „30 COVID-19-Impfstoffdosen plus erforderliches Impfzubehör“
  • Bestellung für Erst- und Zweitimpfungen: „50 COVID-19-Impfstoffdosen plus erforderliches Impfzubehör, davon 18 Impfstoffdosen Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und 10 Impfstoffdosen COVID-19-Vaccine AstraZeneca® von AstraZeneca für Zweitimpfungen“

Die Anzahl der ausgelieferten Dosen wird gegebenenfalls entsprechend der Durchstechflaschen-Inhalte angepasst.

Stand: 15.09.2021

Wird alles in die Praxis mit geliefert, was für die Verimpfung gebraucht wird?

Ja. Zusammen mit den Impfstoffen wird das jeweilige Impfzubehör (Spritzen, Kanülen, gegebenenfalls NaCl-Lösung) in entsprechender Anzahl von der Apotheke mitgeliefert.

Eine impfstoffbezogene Übersicht zum benötigten Impfzubehör pro Impfstoff-Mehrdosenbehältnis steht hier zur Verfügung und wird auch in diesem Dokument auch nochmal genau aufgeschlüsselt.

Stand: 27.08.2021

Was können Ärztinnen und Ärzte tun, wenn weniger Impfstoffe geliefert wird, als sie für ihre Praxis vorbestellt haben?

Es ist vorgesehen, dass die Praxen bis Donnerstag der jeweiligen Bestellwoche darüber informiert werden, ob ihnen in der Folgewoche die bestellte Menge in dem angedachten Umfang geliefert werden kann. Diese Rückmeldung erfolgt durch die Apotheke, bei der die Praxis bestellt hat. So kann dies bei den Planungen der Impftermine noch berücksichtigt werden.

Stand: 14.07.2021

Wie lagere ich die Impfstoffe in der Praxis? Was muss ich zur Haltbarkeit wissen?

Haltbarkeit und Lagerung des Impfstoffs Comirnaty® von BioNTech/Pfizer

  • Aufgetaute und ungeöffnete Durchstechflasche: maximal einen Monat im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius (inklusive Zeit für Auftauen und Transport); innerhalb der einmonatigen Haltbarkeitsdauer bei 2 bis 8 Grad Celsius können bis zu 12 Stunden für den Transport genutzt werden. Vor der Verwendung kann die ungeöffnete Durchstechflasche bis zu 2 Stunden bei Temperaturen bis 30 Grad Celsius gelagert werden.
  • vorsichtiger Transport möglich, Der Impfstoff ist vor Erschütterungen und Licht zu schützen.
  • Mit der Lieferung des Impfstoffs wird ein Begleitdokument ausgehändigt, auf dem der Auftauzeitpunkt und das damit zusammenhängende Ende der Haltbarkeit vermerkt ist.
  • Verdünntes Arzneimittel: Nach der Verdünnung sollte der Impfstoff bei 2 bis 30 Grad Celsius innerhalb von 6 Stunden verwendet werden. 

Mehr Informationen zur Lagerung finden Sie hier.

Haltbarkeit und Lagerung des Impfstoffs COVID-19 Spikevax® von Moderna

  • Aufgetaute und ungeöffnete Durchstechflaschen: Für maximal 30 Tage im Kühlschrank vor Licht geschützt bei 2 bis 8 Gras Celsius. Nach Entnahme aus der Kühlung kann der ungeöffnete Impfstoff bis zu 24 Stunden bei 8 bis 25 Grad Celsius aufbewahrt werden.
  • Nach dem Auftauen darf der Impfstoff nicht erneut eingefroren werden. Der Impfstoff ist vor Erschütterungen und Licht zu schützen.
  • Mit der Lieferung des Impfstoffs wird ein Begleitdokument ausgehändigt, auf dem der Auftauzeitpunkt und das damit zusammenhängende Ende der Haltbarkeit vermerkt sind.
  • Geöffnete Durchstechflasche: Nicht schütteln oder verdünnen; Der Impfstoff sollte bei 2 bis 25 Grad Celsius innerhalb von 19 Stunden verwendet werden.

Mehr Informationen zur Lagerung finden Sie hier.

Haltbarkeit und Lagerung des Impfstoffs COVID-19-Vaccine Vaxzevria® von AstraZeneca

  • Aufgetaute und ungeöffnete Durchstechflasche: 6 Monate im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius, nicht einfrieren, vor Licht schützen
  • Nach dem Auftauen darf der Impfstoff nicht wieder eingefroren werden. Der Impfstoff ist vor Erschütterungen und Licht zu schützen.
  • Mit der Lieferung des Impfstoffs wird ein Begleitdokument ausgehändigt, auf dem der Auftauzeitpunkt und das damit zusammenhängende Ende der Haltbarkeit vermerkt sind.
  • Geöffnete Durchstechflasche: Nicht schütteln oder verdünnen; Der Impfstoffs sollte nach Entnahme der ersten Dosis aus dem Mehrdosenbehältnis für nicht mehr als 48 Stunden im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert werden; innerhalb dieses Zeitraums kann der Impfstoff einmalig bei bis zu 30 Grad Celsius für bis zu 6 Stunden gelagert und angewendet werden (nach Ablauf der 6 Stunden muss der Impfstoff verworfen werden, nicht wieder in den Kühlschrank zurückstellen). 

Mehr Informationen zur Lagerung finden Sie hier.

Haltbarkeit und Lagerung des Impfstoffs COVID-19-Vaccine Janssen® von Johnson & Johnson

  • Aufgetaute und ungeöffnete Durchstechflasche: Bis zu 3 Monate im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius und vor Licht geschützt. Eine ungeöffnete Durchstechflasche ist bei 9 bis 25 Grad Celsius für insgesamt 12 Stunden stabil (dies stellt keine empfohlene Lagerungs- und Transportbedingung dar).
  • Nach dem Auftauen darf der Impfstoff nicht erneut eingefroren werden. Der Impfstoff ist vor Erschütterungen und Licht zu schützen.
  • Mit der Lieferung des Impfstoffs wird ein Begleitdokument ausgehändigt, auf dem der Auftauzeitpunkt und das damit zusammenhängende Ende der Haltbarkeit vermerkt sind.
  • Geöffnete Durchstechflasche: Nicht schütteln oder verdünnen; Der Impfstoff sollte innerhalb von 6 Stunden bei 2 bis 25 Grad Celsius nach Entnahme der ersten Dosis aus dem Mehrdosenbehältnis verwendet werden. Der Impfstoff kann nach dem ersten Anbruch für maximal 6 Stunden bei 2 bis 8 Grad Celsius oder bis zu 3 Stunden bei Raumtemperatur (maximal 25 Grad Celsius) gelagert werden. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Impfstoff verworfen werden.

Mehr Informationen zur Lagerung finden Sie hier.

Weitere grundsätzliche Hinweise zur Lagerung der Impfstoffe:

  • Im Kühlschrank lagern
  • Kontinuierliche Überwachung der Kühlschranktemperatur mit einem Datenlogger und Alarmfunktion
  • Vor Licht geschützt lagern

Stand: 30.08.2021

 

Wo können impfende Vertragsärztinnen und Vertragsärzte die genaue Handhabung zu den verschiedenen Impfstoffen nachlesen?

Viele Materialien speziell für Praxen können Sie auf der Themenseite zur Corona-Schutzimpfung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung abrufen.

Beachten Sie auch die Fach- und Gebrauchsinformationen zu den Impfstoffen, bereitgestellt vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Darüber hinaus können sich Praxen auf den Internetseiten von BioNTechAstraZeneca, Johnson & Johnson oder gesammelt auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts zum jeweiligen Impfstoff informieren. Die Hersteller bieten umfangreiche Informationen für Fachkreise.

Stand: 25.08.2021

 

 

Kann ich auch verschiedene Schutzimpfungen (nicht nur gegen COVID-19) an einem Tag durchführen?

Zu anderen planbaren Impfungen soll ein Mindestabstand von 14 Tagen vor Beginn und nach jeder Corona-Schutzimpfung eingehalten werden. Notfallimpfungen sind davon ausgenommen. Mehr dazu lesen Sie hier

Stand: 31.08.2021

Worauf sollte ich nach verabreichter Corona-Schutzimpfung bei meinen Patientinnen und Patienten achten?

Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach der Impfung gegen COVID-19 von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15 bis 30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden, beispielsweise bei Personen mit gerinnungshemmender Medikation, schweren kardialen oder respiratorischen Grunderkrankungen, also Herz- oder Lungenkrankheiten, oder mit stärkeren oder anaphylaktischen Reaktionen auf andere Impfungen in der Krankenvorgeschichte (Anamnese).

Zu anderen Impfungen soll zudem ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden. Ansonsten müssen Sie sich nicht besonders schonen. Sollten Impfreaktionen wie Schmerzen oder Fieber nach der Impfung auftreten, können Sie nach Rücksprache mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt schmerzlindernde oder fiebersenkende Medikamente einnehmen.  

Zudem sollten sich geimpfte Personen unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, wenn Sie nach der Impfung Atemnot, Brustschmerzen, Schwellungen der Beine oder anhaltende Bauchschmerzen entwickeln. Geimpfte Personen sollten auch sofort eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, wenn sie einige Tage nach der Impfung starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder Sehstörungen haben oder bei ihnen nach einigen Tagen Blutergüsse oder punktförmige Hautblutungen außerhalb der Einstichstelle auftreten.

Mehr dazu lesen Sie in den Aufklärungsmerkblättern im Downloadbereich.

Mehr zum Thema Impfreaktionen und Nebenwirkungen nach einer Corona-Schutzimpfung lesen Sie in unserem gleichnamigen Artikel.

Stand: 20.08.2021

Dokumentation und Abrechnung

Wie hoch ist die Vergütung für ärztliche Leistungen bei der Corona-Schutzimpfung?

Das Bundesministerium für Gesundheit legt in seiner Coronavirus-Impfverordnung die Vergütung ärztlicher Leistungen im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung fest. Laut dieser erhalten Arztpraxen unter anderem:

  • 20 Euro je Impfung, das heißt für die Erst- und Abschlussimpfung insgesamt 40 Euro. Damit abgegolten sind die Aufklärung und Impfberatung, die symptombezogene Untersuchung zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, die Verabreichung des Impfstoffs, die Beobachtung in der sich unmittelbar anschließenden Nachsorgephase und die medizinische Intervention im Fall von Impfreaktionen sowie die Teilnahme an der Impfsurveillance (Meldung der erforderlichen Impfdaten an das Robert Koch-Institut (RKI)).
  • 35 Euro zusätzlich bei einem notwendigen Hausbesuch und jeweils 15 Euro für das Impfen jeder weiteren Person in derselben Einrichtung oder sozialen Gemeinschaft.
  • 10 Euro für eine ausschließliche Impfberatung ohne Impfung. Eine Impfberatung kann auch per Telefon- oder Videosprechstunde erfolgen.

Stand: 30.08.2021

Welche Daten müssen in Verbindung mit der Corona-Schutzimpfung gemeldet werden?

Die Coronavirus-Impfverordnung sieht die tägliche Datenübermittelung über das Impf-DokuPortal der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) vor. Es handelt sich um einen eingeschränkten Satz an Daten, den das Robert Koch-Institut (RKI) für die laufende Beobachtung des Impfgeschehens benötigt. Die Eingabe der Daten muss täglich bis 23.59 Uhr erfolgen. Angaben zur Impfindikation sowie die Chargennummer werden später mit der Quartalsabrechnung erfasst und durch die Kassenärztliche Vereinigung an das RKI übermittelt. 

Folgende Angaben sind täglich durch die Arztpraxen zu erfassen: 

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff

  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff  

  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen  

Hinweise zur Nutzung des Impf-DokuPortal der KBV finden Sie hier

Stand: 30.08.2021

Wie erfolgt die Abrechnung der Corona-Schutzimpfungen?

Sämtliche Corona-Schutzimpfungen für Kassen- oder Privatpatientinnen und -patienten rechnen Ärztinnen und Ärzte über ihre Kassenärztliche Vereinigung ab. Dafür gibt es bundesweit einheitliche Pseudo-Gebührenordnungspositionen.  

Mit der quartalsweisen Abrechnung erfolgt zudem der zweite Schritt der Dokumentation: Über die Pseudoziffern werden Daten erfasst, die das Robert Koch-Institut nach dem Infektionsschutzgesetz zur Beobachtung des Impfgeschehens in Deutschland benötigt. Außerdem ist jede Corona-Schutzimpfung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 22) „unverzüglich“ in einem Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung zu dokumentieren.  

Neben der Abrechnung ist keine zusätzliche Dokumentation erforderlich. Erfasst werden muss lediglich die Chargennummer des Impfstoffes, alle Pseudoziffern sind im Praxisverwaltungssystem hinterlegt. 

Einen Überblick zu den Pseudoziffern finden Sie hier.

Stand: 25.08.2021