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Corona-Schutzimpfung
14:15 · 4. Juni 2021

Impfaufklärung für Pflegekräfte

Transparenz und Aufklärung über die Corona-Schutzimpfung und die Impfstoffe sind der richtige Weg zur Steigerung der Impfbereitschaft. Dabei steht gerade besonders das Personal in der Pflege im Fokus.

Das medizinische Personal krempelt die #ÄrmelHoch.

Impfbereitschaft steigt durch Aufklärung

Bei der Offenheit für die Corona-Impfung unter den Pflegekräften zeigen die Zahlen eine erfreuliche Entwicklung. Eine transparente Aufklärung und gute Information des Pflegepersonals ist erkennbar eng mit der Impfbereitschaft verknüpft und wird daher von der Bundesregierung weiter gestärkt.

Leitfaden für Pflegepersonal und -bedürftige zur Corona-Schutzimpfung

Denn insbesondere für Pflegekräfte, die enge Kontaktpersonen von Personengruppen mit hohem Risiko sind, ist ein verlässlicher Schutz vor einer Erkrankung an Sars-Cov-2 enorm wichtig. Egal, ob sie auf der Intensivstation arbeiten, pflegebedürftige Menschen in einer Einrichtung für Seniorinnen und Senioren betreuen oder beim ambulanten Pflegedienst tätig sind. Mögliche Infektionsorte gibt es überall. Hinzu kommt, dass pflegebedürftige Menschen, Patientinnen und Patienten auf gute Betreuung und Pflege angewiesen sind. Die Pflegekräfte gehörten aus diesen Gründen schon zur ersten Gruppe der Impfberechtigten und sollten von diesem Angebot Gebrauch machen.

Fakt ist: Eine Impfung ist der sicherste Schutz vor einer Erkrankung mit dem Coronavirus. Denn eine Impfung sorgt dafür, dass das Immunsystem rascher reagieren kann und man damit selbst vor Erkrankung und schweren Verläufen geschützt ist. Das heißt, dass man schon alleine dadurch das Risiko einer Übertragung mindert, indem man selbst nicht krank wird und über Husten/Schnupfen das Virus verbreitet.

Impfpflicht oder gesellschaftliche Verantwortung

Es gibt keine Impfpflicht. Die Bundesregierung hat sich klar gegen eine verpflichtende Impfung ausgesprochen. Die Schutzimpfung ist also freiwillig. Überzeugen müssen die Argumente für die Impfung, und die sprechen für sich: Nur, wenn sich der Großteil unserer Gesellschaft impfen lässt und somit die Zahl der potentiellen Überträgerinnen und Überträger des Coronavirus reduziert wird, können wir erreichen, dass die Zahl der Erkrankten und die Zahl der Infektionen deutlich zurückgehen und schlussendlich die Pandemie vorübergeht. Zusätzlich bedeutet ein Impfschutz nicht nur, dass die Pflegekräfte selbst geschützt sind, sondern auch, dass das Übertragungsrisiko für die Pflegebedürftigen, Patientinnen und Patienten, die auf Betreuung und Pflege angewiesen sind, gemindert wird. Denn man mindert schon alleine dadurch das Risiko einer Übertragung, indem man selbst nicht krank wird und so das Risiko reduziert, dass COVID-19 sich verbreiten kann.

Wo und wie werden Pflegekräfte geimpft?

Je nach Bundesland ist die Vorgehensweise beim Impfen unterschiedlich. In den meisten Bundesländern versorgen mobile Impfteams das Personal von Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen mit Impfstoff. Zudem besteht die Möglichkeit der Impfung in Impfzentren.

Interessierte sollten die Impf-Informationsseiten ihres Bundeslandes aufrufen und sich dort über die länderspezifische Vorgehensweise informieren. Die Übersicht der Bundesländer finden Sie hier.

Pflege im Fokus: Pflegerin Marie S. beantwortet Fragen zu ihrer Corona-Infektion

Pflegekräfte als Ansprechpartner und Vertrauensperson

Oft sind Pflegekräfte eine der wichtigsten Kontaktpersonen, sind Vertrauensperson oder Rat gebende Instanz – sowohl für die Pflegebedürftigen und Patientinnen und Patienten als auch für deren Angehörige, Betreuerinnen und Betreuer.

Der Leitfaden für Pflegekräfte umfasst neben Informationen zur Impfung für die Pflegekräfte selbst auch Hinweise zur Gesprächsführung mit pflegebedürftigen Personen sowie deren Angehörigen als auch Informationen für die begleitende Impfaufklärung und Vorbereitung der Unterlagen, die bei der Impfung vorgelegt werden müssen.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die Impfung:

  • Hilfreiche Links und weiterführende Informationen finden Sie in unseren ständig aktualisierten FAQs: https://www.zusammengegencorona.de/impfen/

  • Unser Partner Pflegenetzwerk Deutschland bietet regelmäßig Digitale Pflegedialoge an, bei denen sich Angehörige der Pflegeberufe zu einem virtuellen Dialog treffen können. Hier finden Sie die nächsten Termine: https://pflegenetzwerk-deutschland.de/corona/corona-schutzimpfung

  • Unterstützung für Pflegekräfte in der arbeitsintensiven und anstrengenden Pandemie-Zeit finden Sie in der Rubrik ‚Helfende Hände‘. Hier bieten Initiativen, Unternehmen und Ehrenamtliche Unterstützung an: https://pflegenetzwerk-deutschland.de/helfende-haende

  • Der Informations-Leitfaden für Pflegepersonal, Betreuerinnen und Betreuer sowie Angehörigen von Pflegebedürftigen finden Sie hier.

Aktuelle Veranstaltungen des Pflegenetzwerks Deutschland im Juni:

Dienstag, 3. August, 11 Uhr

Weiterentwicklung des Pflegenetzwerks – Was wünschen Sie sich

Welche Angebote und Themen schätzen Sie besonders am Pflegenetzwerk? Was könnte aus Ihrer Sicht verändert oder verbessert werden? Was braucht es nicht und was hingegen fehlt Ihnen? Wir möchten in den Austausch mit Ihnen und einer Vertreterin des Bundesministeriums für Gesundheit kommen über die Weiterentwicklung des Pflegenetzwerks Deutschland – auch für die Zeit nach der Pandemie. Soll es statt oder neben den digitalen Angeboten auch solche in Präsenz geben? Möchten Sie auch einmal direkt ins Bundesministerium kommen? Welche Gesprächspartner könnten interessant sein? Und ist thematische oder lokale Vernetzung für Sie relevant? Seien Sie dabei und geben Sie Ihren Input!

Mittwoch, 4. August, 11 Uhr

Austausch für Auszubildende und junge Pflegekräfte – Wie gelingt die generalistische Pflegeausbildung aus Sicht der Pflege-Azubis?

Was gibt Cajetan Knoller – gerade jetzt – mehr Pflege-Kraft? Der Ausbildungskoordinator der Elisabethenstiftung Lauingen sagt: „Die Vielfältigkeit in der Pflege und die Potenziale durch und für die Auszubildenden! Denn jeder Auszubildende, jede Pflegekraft, jeder Mensch kann sich sein Tätigkeitsprofil und seinen Schwerpunkt flexibel nach eigenen Interessen und Erfahrungen zusammensetzen.“ Im Praxisdialog möchte Cajetan Knoller Auszubildenden aus der Pflege einen offenen Raum für einen Austausch geben, um Fragen wie „Was läuft in der Ausbildung gut, was kann verbessert werden?“ oder „Wie wird Ausbildung in der Pflege attraktiver?“ zu diskutieren. Auszubildende vom Psychiatrie- und Pflegezentrum Elisabethenstiftung Lauingen gestalten diesen Praxisdialog mit. Seien Sie auch dabei! Ende August gibt es zudem einen Termin für den Austausch von Praxisanleitenden.

Dienstag, 10. August, 16 Uhr

Tod und Sterben in der Pflege – Erfahrungen und Tipps für den Umgang

Das Thema Tod und Sterben beschäftigt Angehörige und Patientinnen und Patienten genauso wie die beruflich Pflegenden, die damit unter Umständen tagtäglich konfrontiert sind. Ein angemessener, empathischer und gesunder Umgang ist hier gefragt. Wie können Pflegekräfte hier individuelle Wege finden? Und wie kann ein guter Umgang damit im Team aussehen? Haben Sie selbst Erfahrungen aus Ihrem pflegerischen Berufsalltag, die Sie teilen möchten? Oder möchten Sie von anderen Tipps erhalten? Dann melden Sie sich zu diesem Praxisdialog an! Netzwerkmitglied Andreas Wagner, Geschäftsführer des Hospiz St. Peter Oldenburg, wird das Gespräch mit Ihnen gestalten. Er ist ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger mit weiteren Qualifizierungen im Bereich Palliativ Care und hat jahrelange Erfahrung im Aufbau von Pflege- und Palliativstationen.

Donnerstag, 12. August, 16 Uhr

__Wie können in Deutschland lebende Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für die Pflege gewonnen werden? __

Welche Hürden tun sich auf und was können Einrichtungen, Lehr- und Führungskräfte tun, um diese abzubauen? Shilan Fendi, Pflegepädagogin beim Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe e.V., berichtet über ihre Arbeit in der „Integrierten interkulturellen Pflegeausbildung“ im durch das Bundesgesundheitsministerium geförderten Modellprojekt „Integration und Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen (INGE)“. Ziel ist, im Rahmen der Pflegeausbildung die Kenntnisse der deutschen Sprache zu fördern, um Hindernisse in der Kommunikation zu verringern, für das Verständnis von Interkulturalität zu sensibilisieren und den Ausbildungserfolg zu sichern. Netzwerkmitglied Susannah Morlok arbeitet als soziokulturelle Integrationsmanagerin ebenfalls im Modellprojekt INGE, das von saarland.innovation&standort e. V. verantwortet wird – sie hat das Thema eingebracht und freut sich über den Austausch mit Ihnen!

Donnerstag, 19. August, 19 Uhr

Austausch für Praxisanleitende – Wie gelingt die generalistische Pflegeausbildung aus Sicht der Praxisanleitenden?

Wie kann die Praxisanleitung verbessert werden? Wie kommen verschiedene Einrichtungen mit der generalistischen Ausbildung zurecht? Und welche Herausforderungen kommen auf Praxisanleitende in Zukunft zu? Netzwerkmitglied Dorit Rienecker, zentrale Praxisanleiterin in einem Krankenhaus, hat unter anderem diese Fragen eingereicht und freut sich auf einen offenen Austausch mit anderen Praxisanleitenden. Melden Sie sich jetzt an, teilen Sie Ihre Erfahrungen und bringen Sie Ihre Anliegen mit. Hilfreiche Anregungen finden Sie vorab schon in den Empfehlungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) für die Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz.

Die Veranstaltungen finden als digitale Videokonferenzen statt, wo Sie im geschützten Raum Ihre Fragen und Ideen teilen können. Anmeldung unter: praxisdialog@pflegenetzwerk-deutschland.de

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