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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
09:18 · 30. März 2021

Impfaufklärung für Pflegekräfte

Transparenz und Aufklärung über die Corona-Schutzimpfung sind der richtige Weg zur Steigerung der Impfbereitschaft. Dabei steht gerade besonders das Pflegepersonal im Fokus.

Das medizinische Personal krempelt die #ÄrmelHoch.

Impfbereitschaft steigt durch Aufklärung

Bei der Offenheit für die Impfung unter den Pflegekräften zeigen die Zahlen eine erfreuliche Entwicklung. Eine transparente Aufklärung und gute Information des Pflegepersonals ist erkennbar eng mit der Impfbereitschaft verknüpft und wird daher von der Bundesregierung weiter gestärkt.

Leitfaden für Pflegepersonal und -bedürftige zur Corona-Schutzimpfung

Denn insbesondere für Pflegekräfte, die in direktem Kontakt mit Risikogruppen stehen, ist ein verlässlicher Schutz vor einer Erkrankung an COVID-19 enorm wichtig. Egal, ob sie auf der Intensivstation arbeiten oder Seniorinnen und Senioren in einem Pflegeheim betreuen. Mögliche Infektionsorte gibt es überall. Hinzu kommt, dass Pflegebedürftige, Patientinnen und Patienten auf gute Betreuung und Pflege angewiesen sind. Die Pflegekräfte gehören aus diesen Gründen schon zur ersten Impfgruppe und sollten von diesem Angebot Gebrauch machen.

Fakt ist: Eine Impfung ist der sicherste Schutz vor einer Erkrankung. Denn eine Impfung sorgt dafür, dass das Immunsystem rascher reagieren kann und man damit selbst vor Erkrankung und schweren Verläufen geschützt ist. Das heißt, dass man schon alleine dadurch das Risiko einer Übertragung mindert, indem man selbst nicht krank wird und über Husten/Schnupfen das Virus verbreitet.

Impfpflicht oder gesellschaftliche Verantwortung

Es gibt keine Impfpflicht. Die Bundesregierung hat sich klar gegen eine verpflichtende Impfung ausgesprochen.

Die Impfung ist also freiwillig. Überzeugen müssen die Argumente für die Impfung, und die sprechen für sich: Nur, wenn sich der Großteil unserer Gesellschaft impfen lässt und somit die Zahl der potentiellen Überträgerinnen und Überträger des Virus reduziert wird, können wir erreichen, dass die Zahl der Erkrankten und die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgehen und schlussendlich die Pandemie vorübergeht. Zusätzlich bedeutet ein Impfschutz nicht nur, dass die Pflegekräfte selbst geschützt sind, sondern auch, dass das Übertragungsrisiko für die Pflegebedürftigen, Patientinnen und Patienten, die auf Betreuung und Pflege angewiesen sind, gemindert wird. Denn man mindert schon alleine dadurch das Risiko einer Übertragung, indem man selbst nicht krank wird und so über Husten und Schnupfen reduziert, dass COVID-19 sich verbreiten kann.

Wo und wie werden Pflegekräfte geimpft?

Je nach Bundesland ist die Vorgehensweise beim Impfen unterschiedlich. In den meisten Bundesländern versorgen mobile Impfteams das Personal von Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Zudem besteht die Möglichkeit der Impfung in Impfzentren.

Interessierte sollten die Impf-Informationsseiten ihres Bundeslandes aufrufen und sich dort über die länderspezifische Vorgehensweise informieren. Die Übersicht der Bundesländer finden Sie hier.

Pflege im Fokus: Pflegerin Marie S. beantwortet Fragen zu ihrer Corona-Infektion

Pflegekräfte als Ansprechpartner und Vertrauensperson

Oft sind Pflegekräfte eine der wichtigsten Kontaktpersonen, sind Vertrauensperson oder Rat gebende Instanz – sowohl für die Pflegebedürftigen und Patientinnen und Patienten als auch für deren Angehörige, Betreuerinnen und Betreuer.

Der Leitfaden für Pflegekräfte umfasst neben Informationen zur Impfung für die Pflegekräfte selbst auch Hinweise zur Gesprächsführung mit Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen als auch Informationen für die begleitende Impfaufklärung und Vorbereitung der Unterlagen, die bei der Impfung vorgelegt werden müssen.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die Impfung:

  • Hilfreiche Links und weiterführende Informationen finden Sie in unseren ständig aktualisierten FAQs: https://www.zusammengegencorona.de/impfen/

  • Unser Partner Pflegenetzwerk Deutschland bietet regelmäßig Digitale Pflegedialoge an, bei denen sich Angehörige der Pflegeberufe zu einem virtuellen Dialog treffen können. Hier finden Sie die nächsten Termine: https://pflegenetzwerk-deutschland.de/corona/corona-schutzimpfung

  • Unterstützung für Pflegekräfte in der arbeitsintensiven und anstrengenden Pandemie-Zeit finden Sie in der Rubrik ‚Helfende Hände‘. Hier bieten Initiativen, Unternehmen und Ehrenamtliche Unterstützung an: https://pflegenetzwerk-deutschland.de/helfende-haende

  • Der Informations-Leitfaden für Pflegepersonal, Betreuerinnen und Betreuer sowie Angehörigen von Pflegebedürftigen finden Sie hier.

Aktuelle Veranstaltungen des Pflegenetzwerks Deutschland im März:

Dienstag, 13.04., 16 Uhr

„Ich hatte Corona“ – Ein Erfahrungsbericht aus der Pflege: Was passiert, wenn man als Pflegekraft an Corona erkrankt? In unserem Praxisdialog berichtet Marie Sohn, Stationsleiterin am Alexianer St.-Hedwigs-Krankenhaus in Berlin, von der eigenen Corona-Erkrankung und ihrem Umgang damit.

Mittwoch, 14.04., 16 Uhr

Pflegepraxis konkret: Was haben wir aus der Corona-Pandemie bislang gelernt? Welche neuen Arbeitsweisen werden die Pandemie überdauern, weil sie sich bewährt haben? Mit Johanna Gernentz, Projektleiterin im Gerontopsychiatrisch-Geriatrischen Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf e.V.

Freitag, 23.04.

Frühere Pflegekräfte möchten in ihren Beruf zurückkehren und in der Pandemie helfen. Die Internetplattform #pflegereserve bringt Pflegeeinrichtungen und Freiwillige zusammen. Wie ambulante und stationäre Dienste von der #pflegereserve konkret profitieren können – darum geht es am Freitag, den 23. April.

Dienstag, 27.04.

Generationenübergreifend voneinander lernen – darum geht es im Praxisdialog am Dienstag, den 27. April. Wie können junge und erfahrene Pflegekräfte zusammen ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sie gerne arbeiten? Und wie gelingt es, gemeinsam die Begeisterung für den Pflegeberuf lebendig zu halten?

Die Veranstaltungen finden als digitale Videokonferenzen statt, wo Sie im geschützten Raum Ihre Fragen und Ideen teilen können. Anmeldung unter: praxisdialog@pflegenetzwerk-deutschland.de

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