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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
08:00 · 9. April 2021

Wie wirksam ist der Impfstoff von AstraZeneca?

Vaxzevria® ist ein hochwirksamer und sicherer Impfstoff. Hier erfahren Sie mehr über den Impfstoff, das Thema Hirnvenen-Thrombosen sowie weitere Hintergrundinformationen.

Der COVID-19-Impfstoff AstraZeneca®

Wie wirksam ist der Impfstoff von AstraZeneca?

Der Impfstoff von AstraZeneca ist hochwirksam und verhindert bei der Mehrzahl der Geimpften eine COVID-19-Erkrankung oder mildert bei Erkrankungen die Symptome. Vaxzevria® bietet unter Einhaltung des von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Abstands von 12 Wochen zwischen beiden Impfungen eine gute Wirksamkeit von bis zu 80 Prozent in allen Altersgruppen. Dies bestätigte auch eine Studie der Universität Oxford. Demnach war die Wahrscheinlichkeit zu erkranken bei den mit dem Vaxzevria® geimpften Personen bis zu 80 Prozent geringer als bei den mit einem Placebo geimpften Teilnehmenden.

Für die Zulassung von COVID-19- Impfstoffen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Wirksamkeit von mindestens 50 Prozent gefordert. Mit einer Wirksamkeit von bis zu 80 Prozent liegt der Impfstoff von AstraZeneca deutlich darüber. Die Wirksamkeit in Bezug auf die Verhinderung einer schweren COVID-19-Erkrankung (also zum Beispiel einer Behandlung im Krankenhaus) war teilweise noch höher. Das bedeutet: bis zu 80 Prozent der Fälle, die ohne Impfung auftreten, können verhindert werden.

Für wen wird die Impfung mit AstraZeneca empfohlen?

Auf Basis der derzeit verfügbaren Daten und unter Berücksichtigung der aktuellen pandemischen Lage empfiehlt die STIKO, Vaxzevria® von AstraZeneca in erster Linie für über 60-Jährige zu verwenden. Jüngere können nur mit Vaxzevria® geimpft werden, wenn sie sich gemeinsam mit der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung dafür entscheiden. Die Daten, die durch breite Anwendung des Impfstoffs in England und Schottland erhoben wurden, liefern Hinweise zur guten Wirksamkeit des Impfstoffs in höheren Altersgruppen – und das bereits nach einer Impfstoffdosis. Es ist belegt, dass der Impfstoff COVID-19-Erkrankungen und insbesondere auch schwere Krankheitsverläufe, die eine Krankenhausbehandlung erforderlich machen, effektiv verhindert.

Verhindert eine Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca schwere Krankheitsverläufe?

Keiner der vollständig geimpften Teilnehmenden der Zulassungsstudien musste nach einer Vaxzevria®-Impfung mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Dieses Ergebnis wird auch durch die Studie der Universität Edinburgh bestätigt, an der circa 500.000 Personen teilnahmen, die mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurden:

Vier Wochen nach Gabe der ersten Dosis des Impfstoffs von AstraZeneca sank das Risiko der Geimpften, wegen einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, um 94 Prozent.

Das bedeutet auch, dass durch die Impfung Krankenhäuser deutlich entlastet werden können.

Was sind mögliche Nebenwirkungen nach der Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca?

Impfreaktionen und weitere Nebenwirkungen können grundsätzlich bei allen Impfungen unabhängig vom Krankheitserreger oder Impfstoff auftreten. Der Impfstoff von AstraZeneca ist reaktogen, das heißt nach der Impfung treten Impfreaktionen auf, aber die beobachteten, auch stärkeren Impfreaktionen verschwinden nach wenigen Tagen.

So können stärkere Kopfschmerzen, Glieder- und Gelenkschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder grippeähnliche Symptome auftreten. Das ist aus den klinischen Prüfungen bekannt und stellt in der Regel keinen Anlass zur Sorge dar. Die genannten Impfreaktionen sind kein Grund, von der Impfung abzusehen. Zur Linderung möglicher Beschwerden kann ein schmerzlinderndes/ fiebersenkendes Medikament in der empfohlenen Dosierung eingenommen werden.

Bei bekannten Allergien gegen Inhaltsstoffe des AstraZeneca-Impfstoffes oder einer schweren allergischen Reaktion auf die erste Impfung sollte selbstverständlich auf eine zweite Verimpfung verzichtet werden.

Die Sicherheit der COVID-19-Impfstoffe wird kontinuierlich beobachtet. Hinweise auf bislang unbekannte, sehr seltene mögliche Nebenwirkungen werden gründlich geprüft und ausgewertet. Ärztinnen und Ärzte und die Bürgerinnen und Bürger werden über diese möglichen Risiken einer Impfung auf dem aktuellen Erkenntnisstand informiert. Sie dürfen darauf vertrauen, transparent informiert zu werden.

Mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen nach der Impfung mit COVID-19 Vaccine Astrazeneca®

Im zeitlichen Zusammenhang mit einer COVID-19 Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca wurde in mehreren Fällen eine spezielle Form von schwerwiegenden Hirnvenen-Thrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen beobachtet. Deswegen hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am 15. März 2021 empfohlen, die Impfung mit AstraZeneca vorsorglich auszusetzen, um die Fälle weiter zu untersuchen. Das Bundesministerium für Gesundheit war dieser Empfehlung vorsorglich gefolgt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Fälle daraufhin geprüft und als Ergebnis der Beratungen die Empfehlung ausgesprochen, die Impfungen mit AstraZeneca® fortzusetzen und auf die möglichen Nebenwirkungen hinzuweisen. Das PEI unterstützt diese Empfehlung.

Auf dieser Grundlage wurde am 18. März 2021 entschieden, die Impfungen mit AstraZeneca fortzusetzen. Da mittlerweile von weiteren Fällen von Hirnvenenthrombosen (sogenannte Sinusvenenthrombosen), aber auch anderen thrombotischen Ereignissen wie Mesenterialvenenthrombosen und Lungenembolien berichtet wurde, hat die STIKO am 30.03.2021 die Empfehlung ausgesprochen, den Impfstoff von AstraZeneca in erster Linie an über 60-Jährige zu verabreichen. Jüngere können nur mit AstraZeneca geimpft werden, wenn sie sich gemeinsam mit der impfenden Ärztin bzw. dem impfenden Arzt und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung dafür entscheiden. Wichtige Fragen hierzu beantworten wir Ihnen hier.

Ein Hinweis auf diese möglichen Nebenwirkungen ist im Aufklärungsmerkblatt des Impfstoffs aufgenommen worden. Dieses finden Sie auch auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Soll ich mich mit Vaxzevria® von AstraZeneca impfen lassen?

Geimpfte profitieren von der erwarteten Schutzwirkung, denn es steht fest: Ein bis zu 80-prozentiger Schutz nach der Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca bedeutet im Vergleich zu keinerlei Schutz ohne Impfung einen erheblichen individuellen Nutzen.

Für alle derzeit verfügbaren COVID-19-Impfstoffe wurde festgestellt, dass die Vorteile der Impfung das Risiko von möglichen, sehr seltenen Nebenwirkungen und Impfkomplikationen überwiegen.

Alle Informationen zu dem Impfstoff von AstraZeneca zum Download finden Sie hier:

Informationen zu Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs von AstraZeneca

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