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Impfquote

Wie viele Menschen in Deutschland schon geimpft wurden, wie dies nachverfolgt wird und wieso der Gemeinschaftsschutz so wichtig ist, wird hier beantwortet.

Wie viele Menschen wurden bereits geimpft?

Die aktuellen Zahlen zu den in Deutschland durchgeführten Impfungen finden Sie in unserem Impfdashboard. Darüber hinaus veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) jeden Tag hier die aktuellen Zahlen und weitere Informationen zur Impfquote.

Stand: 22.07.2021

Warum ist für einen Gemeinschaftsschutz ("Herdenimmunität") gegen das Coronavirus eine Immunität der Bevölkerung von mindestens 85% notwendig?

Der Gemeinschaftsschutz setzt sich aus der Impfquote und der Herdenimmunität zusammen. Für die Impfquote gilt: Die Menschen werden durch die Corona-Schutzimpfung immunisiert. Bei der Herdenimmunität spielen auch die Genesenen eine Rolle. Das heißt: Je höher die Impfquote, desto ausgeprägter ist auch der Gemeinschaftsschutz. In diesem Rahmen hat das Robert Koch-Institut (RKI) eine Zielimpfquote modelliert.

Das RKI hat mathematische Modellszenarien aufgestellt, die zeigen, ab welcher Impfquote die Übertragungen von SARS-CoV-2 soweit limitiert sind, dass die Pandemie vorüber geht und ein sogenannter Gemeinschaftsschutz in der Bevölkerung entsteht. Die Modellierungen zeigen, dass  eine Zielimpfquote (Impfschutz durch vollständige Impfung) von 85 % für die 12– 59-Jährigen sowie von 90 % für Personen ab dem Alter von 60 Jahren für notwendig ist, um die 7-Tage-Inzidenzen unter 100 beziehungsweise 50 Fälle pro 100.000 Personen zu halten. Mehr Informationen zu dieser Modellierung des Robert Koch-Instituts finden Sie hier (ab Seite 5).

Steigt die Übertragungswahrscheinlichkeit von SARS-CoV-2, muss damit gerechnet werden, dass auch die Notwendigkeit einer höheren Immunität in der Bevölkerung besteht. Das ist der Fall, wenn die entsprechende Virusvariante in der Übertragung erheblich über die bisherige Virusvariante dominiert, wie etwa die Delta-Variante, die sich zunehmend ausbreitet.

Stand: 28.07.2021 

Wie viel Prozent der Bevölkerung in Deutschland sollten sich impfen lassen, damit die Pandemie vorüber geht?

Grundsätzlich gilt: Je mehr Menschen sich gegen COVID-19 impfen lassen, desto eher wird die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus und den Virusvarianten verringert. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat mathematische Modellszenarien aufgestellt, die zeigen, ab welcher Impfquote die Übertragungen von SARS-CoV-2 soweit limitiert sind, dass die Pandemie vorüber geht, da ein sogenannter Gemeinschaftsschutz in der Bevölkerung besteht. Die Modellierungen zeigen, dass eine Zielimpfquote (Impfschutz durch vollständige Impfung) von 85 % für die 12– 59-Jährigen sowie von 90 % für Personen ab dem Alter von 60 Jahren für notwendig ist, um die 7-Tage-Inzidenzen unter 100 bzw. 50 Fälle pro 100.000 Personen zu halten. Mehr Informationen zu dieser Modellierung des Robert Koch-Instituts finden Sie hier (ab Seite 5).

Zum Hintergrund: Der Gemeinschaftsschutz setzt sich aus der Impfquote und der Herdenimmunität zusammen. Für die Impfquote gilt: Die Menschen werden durch die Corona-Schutzimpfung immunisiert. Bei der Herdenimmunität spielen auch die Genesenen eine Rolle. Es gilt: Je höher die Impfquote, desto ausgeprägter ist auch der Gemeinschaftsschutz. In diesem Rahmen hat das RKI die oben genannte Zielimpfquote modelliert.

Zwar geht das Robert Koch-Institut nach aktuellen Erkenntnissen davon aus, dass das Risiko, das Coronavirus zu übertragen, bei infizierten, aber vollständig geimpften Personen stark vermindert ist. Doch es muss damit gerechnet werden, dass einige Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung (asymptomatisch) PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden. Durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen muss dieses Risiko weiterhin zusätzlich reduziert werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher, auch nach der Corona-Schutzimpfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (AHA+L) weiterhin einzuhalten, auch wenn in Hinblick auf den Gemeinschaftsschutz das Risiko einer Virusübertragung durch die Corona-Schutzimpfung in dem Maß reduziert zu sein scheint, dass Geimpfte bei der Verbreitung von COVID-19 keine wesentliche Rolle mehr spielen.

Zudem fehlen noch detaillierte Daten dazu, wie lange der Impfschutz anhält – auch dies beeinflusst, wie viel Prozent der Bevölkerung sich impfen lassen müssten, um damit die Pandemie einzudämmen.

Stand: 29.07.2021

Warum werden die vorhandenen Impfstoffdosen nicht schneller verimpft?

Aufgrund der zu Beginn knappen Verfügbarkeit von Impfstoffen wurden im Rahmen der Priorisierung nach der Coronavirus-Impfverordnung und auf Grundlage der Empfehlung der Ständigen Impfkommission zunächst vor allem Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner und vor allem auch dortige Pflegekräfte mit mobilen Teams geimpft. Die Organisation dieser Impfungen ist aufwendiger und zeitintensiver als bei Impfungen in Impfzentren. Seit April impfen auch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte. Auch deswegen nimmt die Zahl der täglich verabreichten Impfungen Zug um Zug zu. Dies können Sie im Impfdashboard nachvollziehen. Seit dem 7. Juni sind zudem Corona-Schutzimpfungen bei Betriebsärztinnen und -ärzten sowie privatärztlichen Praxen Teil der Nationalen Impfstrategie. Hinter all diesen Entwicklungen liegen komplexe logistische Herausforderungen, für die Lösungen gefunden werden musste - diese Vorbereitung benötigte Zeit. Der Impffortschritt wird sich durch die Impfung in Praxen und Betrieben weiter beschleunigen.

Zudem wurde eine Taskforce gebildet, die sich darum kümmern soll, die Impfstoffproduktion weiter voranzutreiben.

Mehr zur Komplexität der Impfstoffherstellung und -logistik finden Sie in diesem Artikel.

Stand: 14.07.2021

Wie lange dauert es, bis ein Großteil der Bevölkerung gegen COVID 19 geimpft ist?

Es ist zu erwarten, dass im Laufe dieses Jahres zusätzlich zu den COVID-19-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson weitere zugelassen werden können, die den behördlichen Vorgaben zum Nachweis einer guten, medizinisch relevanten Wirksamkeit bei einer hohen Sicherheit entsprechen. Informationen zu Impfstoffen, an denen aktuell geforscht wird, können Sie unserer FAQ An welchen Impfstoffen wird aktuell geforscht? entnehmen.

Abhängig davon, wie viele Impfstoffdosen in Deutschland zur Verfügung stehen und wie die Verteilung und Administration des Impfstoffs in Deutschland organisiert wird, aber auch wie hoch die Akzeptanz in der Bevölkerung ist, sich impfen zu lassen, kann das Ziel, dem Großteil der Bevölkerung ein Impfangebot zu machen, früher oder später erreicht werden. Bei drei der derzeit verfügbaren COVID-19-Impfstoffe (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer, Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna, Vaxzevria® von AstraZeneca) sind zwei Impfdosen im Abstand von wenigen Wochen für den Aufbau eines Immunschutzes nötig. Durch die Pandemie ergibt sich außerdem die Ausnahmesituation, dass sehr viele Menschen auf einmal geimpft werden.

Ziel ist es, dass allen Bürgerinnen und Bürgern spätestens bis zum Ende des Sommer 2021 ein Impfangebot gemacht werden kann.

Stand: 23.07.2021

Wann sind die Impfungen in den Pflegeheimen abgeschlossen?

Wie geplant wurde Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen zuerst ein Impfangebot gemacht. Von den meisten wurde das Angebot angenommen, sodass bereits ein sehr großer Anteil sowohl eine erste, als auch eine zweite Impfung erhalten haben.

Die genauen Zahlen zum Impffortschritt in Deutschland, die täglich aktualisiert werden, finden Sie auf unserem Impfdashboard.

Stand: 14.07.2021

Wie wirkt sich der Stand der Schutzimpfungen in Pflegeeinrichtungen auf das Infektionsgeschehen aus?

Durch die priorisierte Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen konnte das Infektionsgeschehen spürbar gebremst werden. Zu dem Zeitpunkt der systematischen Impfungen in Pflegeeinrichtungen blieb die Anzahl der Neuinfektionen der über 80-Jährigen in der Gesamtbevölkerung auf gleichem Niveau, während sie bei anderen Altersgruppen aufgrund des damaligen intensiven Infektionsgeschehens stark anstieg. Dies zeigt die Wirkung der Corona-Schutzimpfung und wie sie besonders vulnerable Personengruppen effektiv vor einer Erkrankung schützt.

Stand: 16.06.2021

Wie wird der Erfolg der Impfkampagne überwacht?

Die Wirkung der Impfkampagne soll dokumentiert werden. Dafür wurde ein elektronisches Meldesystem eingerichtet. Es werden nicht-personenbezogene Daten zu erfolgten Impfungen (Alter, Geschlecht, Land-/Stadtkreis, Impf-Indikation, Ort der Impfung, Impfdatum, Impfstoff-Produkt, verabreichte Dosis) aus den Impfzentren direkt an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Darüber hinaus wird das RKI regelmäßige repräsentative Befragungen zur Impfakzeptanz durchführen.

Wie gut die Impfung vor einer Ansteckung schützt, wird ebenfalls durch das RKI überwacht. Dem RKI werden bei gemeldeten COVID-19-Fällen unter anderem auch Informationen zum Impfstatus übermittelt. Aus einem Vergleich des Anteils Geimpfter unter den COVID-19 Meldefällen mit dem Anteil Geimpfter in der Bevölkerung kann man dann grob die Effektivität der Impfung schätzen.

Stand: 04.06.2021

Warum braucht es ein digitales Impfquotenmonitoring zur COVID-19-Impfung am RKI?

Die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland übermitteln dem Robert Koch-Institut Abrechnungsdaten von Impfleistungen bei Gesetzlich Krankenversicherten mit Hilfe derer die Impf-Inanspruchnahme zu verschiedenen Impfungen bestimmt werden kann. Diese Abrechnungsdaten werden regelmäßig pseudonymisiert und über sichere Datenverbindungen mit einem Zeitverzug von ca. 6 Monaten an das RKI übermittelt. Da für die Corona-Schutzimpfung von den Bundesländern zentrale Impfstellen und mobile Teams eingerichtet wurden, stehen die o.g. Abrechnungsdaten für die COVID-19-Impfsurveillance nicht zur Verfügung. Für einen neuen Impfstoff ist außerdem eine zeitnahe Bewertung der Impfinanspruchnahme sowie der Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe essentiell. Daher wurde mit der Einführung und Umsetzung der COVID-19-Impfung eine digitale Impfquotenerfassung aufgebaut, mit der die Daten aus den Impfzentren täglich übermittelt werden.

Grundlage für die Datenerhebung ist das Dritte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Hier haben sich die Bundesländer auf die Erfassung folgender Daten geeinigt:

  • Datum der Impfung
  • der Name des Impfstoffes (Handelsname)
  • die Chargennummer
  • Beginn oder Abschluss der Impfserie
  • Pseudonym der geimpften Person
  • Alter und Geschlecht
  • die PLZ des Wohnortes 
  • das Vorliegen bzw. Nichtvorliegen einer Impfindikation nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Stand: 25.03.2021

Wie und wo wird dokumentiert, wie viele Personen vollständig geimpft sind?

Es gibt in Deutschland kein nationales Impfregister. Über die Impfsurveillance (engl. für Überwachung) der Krankenversicherung kann durch pseudonymisierte, ambulante Abrechnungsdaten der gesetzlich Krankenversicherten die Inanspruchnahme verschiedener Impfungen bestimmt werden. Diese Daten liegen aber meist erst mit einer zeitlichen Verzögerung von circa sechs Monaten vor. Weitere Informationen zur KV-Impfsurveillance finden Sie hier.

Für die Corona-Schutzimpfung erfolgt die Erhebung der Daten in den Impfzentren und Arztpraxen über die Webanwendung „Digitales Impfquotenmonitoring“. Grundlage für die Datenerhebung ist das Dritte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (siehe auch Warum braucht es ein digitales Impfquotenmonitoring zur COVID-19-Impfung am RKI?).

Weitere Informationen zur Impfkampagne finden Sie unter impfdashboard.de

Stand: 16.06.2021

Welche Daten zu den durchgeführten COVID-19-Impfungen werden wie oft und in welcher Form veröffentlicht?

Die Erhebung der Daten zur COVID-19-Impfung erfolgt in den Impfzentren und durch die Mobilen Impfteams. Autorisiertes Personal der Impfzentren und Impfteams können über die Webanwendung "Digitales Impfquotenmonitoring" die Daten eingeben und über eine gesicherte Internetverbindung täglich an die Bundesdruckerei übermitteln, wo im Auftrag des Robert Koch-Instituts (RKI) die Daten zwischengespeichert und vom RKI täglich abgerufen werden.

Impfende Arztpraxen übermitteln die Anzahl der Impfungen täglich über das Impf-DokuPortal der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Daten beinhalten die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff, die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff sowie die Anzahl der über oder unter 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen. Es handelt sich um einen eingeschränkten Satz an Daten, den das RKI für die laufende Beobachtung des Impfgeschehens benötigt. Genaue Angaben zur Impfindikation sowie die Chargennummer werden später mit der Quartalsabrechnung erfasst und durch die Kassenärztliche Vereinigung an das RKI übermittelt.

Eine Tabelle und Abbildungen mit Informationen zu den Impfquoten und der Anzahl der durchgeführten Impfungen werden werktäglich bis mittags aktualisiert und können hier abgerufen werden. Es kann vorkommen, dass Meldungen einzelner Bundesländer vervollständigt oder korrigiert werden. In diesen Fällen wird die Tabelle nachträglich aktualisiert.

Stand: 19.05.2021