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Bundesministerium für Gesundheit
Corona-Schutzimpfung
12:08 · 21. Juli 2021

Urlaubsreisen: Was jetzt für Geimpfte und Genesene gilt

In der Sommerzeit wollen viele Menschen in den Urlaub. Welche Länder die Einreise für Geimpfte und Genesene vereinfachen und welche Erleichterungen es für sie bei der Rückkehr nach Deutschland gibt, lesen Sie hier.

Mit Corona-Schutzimpfung einfacher reisen

Seit mehr als einem Jahr erschwert Reisenden die Corona-Pandemie das Reisen und noch immer warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen, touristischen Aufenthalten im Ausland. Doch dank des Impffortschritts gibt es bereits Lockerungen: So entfällt beispielsweise in einigen Ländern für Geimpfte und Genesene die Test- und Quarantänepflicht. Auch bei der Rückkehr nach Deutschland gibt es Erleichterungen für Personen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind oder eine COVID-19-Infektion überstanden haben. Wichtig: Geimpfte und Genesene profitieren nur von diesen Erleichterungen, wenn sie asymptomatisch sind – also keine für eine Corona-Infektion typischen Symptome aufweisen. Denn obwohl das Risiko, sich oder andere Menschen zu infizieren, bei geimpften und genesenen Menschen deutlich reduziert ist, besteht das Restrisiko einer Erkrankung. Dies ist mitunter auch der Grund, warum Geimpfte und Genesene weiterhin die AHA-Formel einhalten sollen.

Welche Urlaubsländer die Einreise erleichtern und was Sie grundsätzlich beim Reisen beachten sollten, erfahren Sie hier.  

Einreise ins Ausland 

Einheitliche Regelungen für den weltweiten Reiseverkehr während der Corona-Pandemie gelten nicht. Das heißt, jedes Land legt die Bestimmungen für Einreise und Aufenthalt selbst fest und orientiert sich dabei am aktuellen Infektionsgeschehen. Die meisten Länder fordern bei der Einreise ein negatives Testergebnis oder eine mehrtägige Quarantäne – auch für Geimpfte und Genesene. Nur in wenigen Ländern genügt der alleinige Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung – dazu gehören zum Beispiel Österreich, Dänemark und Kroatien (Stand 7. Juli 2021). Was genau in welchem Land gerade gilt, können Sie auf der Website des Auswärtigen Amts in Erfahrung bringen. Auch Reiseanbieter und Fluggesellschaften sollten relevante Hinweise für Sie bereithalten.

Informieren Sie sich dabei auch, in welchen Sprachen die Nachweise akzeptiert werden und – falls Sie als Familie reisen – welche Einreisebestimmungen für Kinder gelten. Wichtig zu wissen: Selbst wenn ein Land seine Grenze öffnet, können für das andere Land noch Einreisebestimmungen gelten. Auch bei der Durchreise oder einem Zwischenstopp können je nach Land und Dauer des Aufenthalts besondere Nachweise erforderlich sein. Bitte bedenken Sie zudem, dass sich die Infektionslage in einem Land schnell ändern kann. Sie sollten sich daher auch während Ihrer Reise erkundigen und auf dem Laufenden bleiben.

Diesen Nachweis sollten Sie auf Reisen dabeihaben

Genesene • Schriftlicher oder digitaler ärztlicher Nachweis, dass eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlag und diese durch eine Labordiagnostik (zum Beispiel mittels PCR-Test) nachgewiesen wurde. • Die Infektion sollte mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegen.

Geimpfte • Impfpass (gelbes Impfbuch oder digitaler Impfnachweis) oder eine Ersatzbescheinigung, in dem/der die erfolgte Corona-Schutzimpfung mit einem oder mehreren in Deutschland/ in Europa zugelassenen COVID-19-Impfstoffen ärztlich bestätigt ist. • Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung sollten mindestens 14 Tage vergangen sein.

Negativ Getestete • Wer noch nicht vollständig geimpft oder von einer COVID-19-Infektion genesen ist, muss ein negatives Testergebnis mittels PCR oder in einigen Fällen mittels PoC-Antigen-Schnelltest vorlegen. Wie viele Stunden das Testergebnis gültig ist und wie viele Stunden der Test zurückliegen darf, variiert dabei von Land zu Land.

Nutzen Sie den digitalen Impfnachweis

Das digitale COVID-Zertifikat erleichtert das Reisen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Neben Angaben zu Impfungen sind auch Informationen über Testzertifikate und bald auch überstandene Corona-Infektionen in den jeweiligen Anwendungen hinterlegbar. Sie können Ihren Impfstatus beispielsweise in der Corona-Warn-App oder der CovPass-App speichern und kontrollieren lassen. Alle wichtigen Informationen zum digitalen Impfnachweis finden Sie hier zusammengefasst

Seit dem 1. Juli gibt es auch das digitale COVID-Zertifikat der EU. Das Zertifikat ist ein digitaler Nachweis dafür, dass man entweder gegen COVID-19 geimpft, negativ getestet oder von Corona genesen ist. Alle Menschen, die Europa wohnen, können sich das Zertifikat ausstellen lassen und bei Bedarf vorzeigen. Mehr Informationen zum COVID-Zertifikat der EU finden Sie hier.

Rückkehr nach Deutschland

Mit der aktualisierten Einreiseverordnung vom 12. Mai 2021 entfällt für Genesene und vollständig Geimpfte in Deutschland die Test- und Quarantänepflicht, beispielsweise nach Ausreise aus einem Risikogebiet. Dies gilt allerdings nicht bei einem vorherigen Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet: Hier sind Reisende immer verpflichtet, bei Einreise ein negatives Testergebnis vorzulegen und eine 14-tägige Quarantäne einzuhalten. Die Quarantänepflicht wird von den einzelnen Bundesländern geregelt. Mehr dazu erfahren Sie auf der Website des Bundeslandes, in das Sie einreisen oder in dem Sie Ihren Wohnsitz haben. Weitere Informationen erhalten Sie in diesem Dokument vom Robert Koch-Institut.

Wenn Sie sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben, müssen Sie den Nachweis über die vollständige Corona-Schutzimpfung, die überstandene COVID-19-Infektion oder ein negatives Testergebnis vor der Einreise auf dem digitalen Einreiseportal der Bundesrepublik melden. Die Quarantänepflicht für Genesene und Geimpfte entfällt, sobald Sie Ihren Nachweis erfolgreich im digitalen Einreiseportal übermittelt haben. Welche Regionen aktuell als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet eingestuft sind, erfahren Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts

Weitere wichtige Informationen – zum Beispiel was zusätzlich bei Flugreisen zu beachten ist – finden Sie in diesem Artikel.

Einen Überblick über die verschiedenen Typen von Risikogebieten finden Sie hier:

Wie unterscheiden sich die drei Typen von Risikogebieten?

Impftourismus im Ausland

Ob Impfen kombiniert mit Kulturprogramm in Russland, Urlaub in Florida oder Wüstentour in Dubai oder den Vereinigten Arabischen Emiraten – einige Reiseveranstalter bieten Impfreisen ins Ausland an. Auch Alaska will Medienberichten zufolge demnächst Touristinnen und Touristen mit der Schutzimpfung locken, Serbien bietet deutschen Staatsbürgerinnen und -bürgern ebenfalls die COVID-19-Impfung an. 

Einzelne Länder setzen auch Impfstoffe ein, die nicht in der Europäischen Union (EU) zugelassen sind. In Europa und somit auch in Deutschland kommen grundsätzlich nur Impfstoffe zum Einsatz, deren Nutzen deutlich größer ist als die möglichen Risiken. Um das zu gewährleisten, durchlaufen alle Impfstoffkandidaten ein umfangreiches Prüfverfahren (mehr über die hohen Standards bei der Impfstoffzulassung lesen Sie hier). In Nicht-EU-Ländern laufen die Zulassungsprozesse anders. Deshalb werden dort auch Impfstoffe verwendet, die die europäischen Anforderungen bislang noch nicht erfüllen oder sich erst im Prüfverfahren der EU befinden. Wer sich für eine Impfung im Ausland interessiert, sollte sich daher vorab gut über die dort verwendeten Impfstoffe informieren und prüfen, inwiefern die dort vorgenommene Schutzimpfung auch in den EU-Staaten anerkannt wird. 

Reisen nach wie vor nur mit Einschränkungen

Wer ins Ausland reisen möchte, sollte beachten: Ohne Einhaltung der Hygienevorschriften, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen geht es in der Regel auch dort nicht. Reisende sollten zudem bedenken, dass die medizinische Versorgung im Ausland im Fall einer Erkrankung mitunter nicht auf einem vergleichbar hohen Niveau gesichert ist, wie in Deutschland. Auch ein Rücktransport in die Heimat ist unter Corona-Bedingungen deutlich erschwert. Welche Folgen es haben kann, wenn man sich im Urlaub mit dem Coronavirus infiziert, können Sie in diesem Erfahrungsbericht lesen. 

Weitere Informationsquellen für Reisende

Die Deutsche Bahn stellt auf ihrer Internetseite viele Tipps zum sicheren Reisen bereit. Erkundigen Sie sich außerdem über COVID-19-Maßnahmen sowohl für Ihr Transportmittel als auch an Ihrem Reiseziel, etwa über die Seite  Re-open EU der EU-Kommission. Diese Verhaltensregeln gelten sowohl auf dem Hinweg zu Ihrem Reiseziel als auch auf dem Rückweg nach Hause. Zusätzlich finden Sie alle wichtigen Informationen zur Coronavirus-Einreiseverordnung, auch in Englisch, auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit.

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