Ukraine
14:50 · 19. Mai 2022

Wichtige Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine

In diesem Artikel finden Sie alle wichtigen Informationen zu Anlaufstellen sowie geltenden Corona-Regeln in Deutschland.

Das Robert Koch-Institut (RKI), das in Deutschland für Krankheitsprävention und -überwachung zuständig ist, schätzt die Gefährdung durch COVID-19 für die Gesundheit der Bevölkerung weiterhin insgesamt als sehr hoch ein. Die Infektionszahlen in allen Altersgruppen, die Zahl schwerer COVID-19-Erkrankungen und die Zahl der Todesfälle sind derzeit in Deutschland auf hohem Niveau. Um sich und andere zu schützen, ist es wichtig, die geltenden Corona-Regeln zu kennen und zu beachten. Darüber hinaus verringert eine dreifache Corona-Schutzimpfung das Risiko, andere Menschen anzustecken sowie das Risiko, einen schweren bzw. tödlichen COVID-19-Verlauf zu erleiden (siehe auch Impfen hilft). Gut zu wissen: Für Geflüchtete aus der Ukraine besteht ein Anspruch auf die Schutzimpfung gegen das Coronavirus und auf Ausstellung eines digitalen COVID-Impfzertifikats der EU.

Einreise nach Deutschland

In Deutschland gilt momentan eine allgemeine Nachweispflicht (3G – geimpft, genesen, getestet, siehe Infokasten) vor der Einreise. An der Grenze werden Corona-Tests angeboten. Informationen auf Ukrainisch zur Einreise und zum Aufenthalt erhalten Sie auf der Seite der Integrationsbeauftragten sowie auf dem Hilfeportal germany4ukraine des Bundesinnenministeriums.

Die aktuellen Corona-Regeln in Deutschland

Sobald es zu kritischen Entwicklungen bei den Infektionszahlen kommt oder eine Belastung des Gesundheitssystems in den Bundesländern droht, können die Landesregierungen und -parlamente Maßnahmen wie die sogenannten 2G- oder 3G-Regeln jederzeit einführen. Das bedeutet, dass Sie sich regelmäßig über die in Ihrer Region gültigen Maßnahmen informieren sollten, da sich die Regeln je nach Infektionsgeschehen kurzfristig ändern können. Einen Überblick über die aktuell geltenden Regeln in den Bundesländern finden Sie hier. Wichtig: Basisschutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregeln sowie Test- und Nachweispflichten können unabhängig von anderen Regelungen gelten.

Das bedeuten die 2G- und 3G-Regeln

Das G steht je nach Zusammenhang für geimpft, genesen oder getestet. 3G etwa bedeutet, dass nur vollständig geimpfte, von einer Corona-Erkrankung frisch genesene oder aktuell negativ auf das Coronavirus getestete Personen Zutritt haben. Gilt 2G, haben nur Geimpfte oder Genesene Zutritt, ein negatives Testergebnis reicht dafür nicht aus. Um sich als geimpft, genesen oder getestet ausweisen zu können, braucht es einen gültigen Nachweis. Geimpfte und Genesene erhalten ihren Nachweis in der Apotheke. Einen Testnachweis bekommen Sie bei der Teststelle.

Ansprechpartner und Umgang mit der Corona-Pandemie

Alle Bundesländer in Deutschland haben Anlaufstellen für Geflüchtete eingerichtet, an die Sie sich bei Fragen wenden können. Der folgenden Karte können Sie die für Sie zuständige Stelle entnehmen. 

Medizinische Versorgung

Die wichtigsten Informationen rund um medizinische Versorgung finden Sie hier (Ukrainisch). In dringenden Fällen suchen Sie bitte die Notambulanzen in den Krankenhäusern auf oder wählen die Notrufnummer 112. Hilfsbedürftige Geflüchtete haben in Deutschland Anspruch auf medizinische Leistungen. So werden unter anderem ärztliche und zahnärztliche Leistungen bei einer akuten Krankheit oder Schmerzen gewährt. Solange Geflüchtete in Deutschland nicht berufstätig sind, erhalten sie in den ersten 18 Monaten ihres Aufenthaltes im Bundesgebiet Leistungen zur medizinischen Versorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Auch die Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln wird sichergestellt und psychologische Behandlungen können übernommen werden. Wenden Sie sich zur Beratung an das örtliche Sozialamt. Informationen zur medizinischen Versorgung von Geflüchteten finden Sie bei der Bundesärztekammer. Zur Krankenversicherung können Sie sich auch als Nicht-EU-Staatsangehörige oder -angehöriger bei der Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer in verschiedenen Sprachen beraten lassen.  

Allgemeine Versorgung

Haben Sie ein Anliegen zu Themen wie Unterkunft oder finanzielle Unterstützung, können Sie sich an das örtliche Sozialamt wenden. Oder Sie lassen sich von einem Migrationsfachdienst beraten. Nach der für Sie zuständigen Ausländerbehörde können Sie per Postleitzahl hier suchen. 

Einkaufen und Besorgungen

Aufgrund des hohen Infektionsrisikos muss vielerorts in Innenräumen eine medizinische oder FFP2-Maske getragen werden. Bitte beachten Sie: Sollten Sie sich in Quarantäne oder Isolation befinden – etwa, weil Sie oder eine Kontaktperson positiv auf das Coronavirus getestet wurden – dürfen Sie Ihre Unterkunft nicht verlassen. Bitten Sie stattdessen Nachbarn oder Ihre Gastgeber, für Sie Lebensmittel und weiteren Bedarf zu besorgen.

Öffentliche Transportmittel

Je nach aktueller Lage in Ihrer Region kann in Bus und Bahn die 3G-Regel gelten. In diesem Fall müssen Sie dort nachweisen können, dass Sie geimpft, genesen oder getestet sind. Darüber hinaus kann eine Maskenpflicht (FFP2- oder medizinische Maske) gelten. Bitte informieren Sie sich, welche Regeln in der Region, in der Sie sich aufhalten, gelten.

Veranstaltungen und öffentliches Leben

Bitte beachten Sie: Überall, wo Menschen zusammenkommen, sollte auf Abstand und Hygiene geachtet sowie eine Maske getragen werden. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt zudem eine Testpflicht, um besonders vulnerable Menschen zu schützen. 

Abstand, Hygiene, Alltagsmaske: So verringern Sie die Ansteckungsgefahr

Wir alle können dazu beitragen, uns und unsere Mitmenschen zu schützen, indem wir auf Abstand und Hygiene achten, im Alltag eine medizinische oder FFP2-Maske tragen und in geschlossenen Räumen möglichst häufig lüften.

  1. Abstand halten: Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park halten wir 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen.
  2. Hygiene beachten: Waschen Sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände. Niesen oder husten Sie in ein Taschentuch – ist keins griffbereit, halten Sie sich die Armbeuge vor Mund und Nase und wenden sich dabei von anderen Personen ab.
  3. Alltag mit Maske: Dringend empfohlen wird das Tragen von Masken, um sich und andere vor dem Coronavirus zu schützen. Vielerorts ist das Tragen einer Maske auch Pflicht, etwa in Bus und Bahn, ggf. beim Einkaufen sowie überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen.
  4. Regelmäßig lüften: Intensives Lüften in Innenräumen verringert das Risiko einer Ansteckung.  

Am besten immer dabei: Die FFP2-Maske oder medizinische Maske

FFP2- und medizinische Masken können Sie überall im Handel oder in Apotheken erwerben. Sie schützen die oder den Maskentragenden vor allem vor Aerosolen und Tröpfchen, über die das Coronavirus hauptsächlich übertragen wird. Allerdings nur dann, wenn die Maske Mund, Nase und Wangen bedeckt und über den gesamten Rand dicht dem Gesicht anliegt. 

Maskentypen und Schutzvisiere im Vergleich

Impfen hilft: Kostenlose Impfangebote für Geflüchtete

Ob COVID-19, Masern oder Polio: Impfungen schützen die Gesundheit jeder und jedes Einzelnen – und sie schützen die Gemeinschaft. Geflüchtete Menschen sollten frühzeitig alle Impfungen erhalten, die die Ständige Impfkommission (STIKO) für die in Deutschland lebende Bevölkerung empfiehlt (s. Schaubild „Mindest-Impfung“ des RKI). Die Impfempfehlungen sind für die jeweilige Altersgruppe zu berücksichtigen. 

Impfempfehlungen des RKI für Geflüchtete aus der Ukraine

Bitte beachten Sie: In Deutschland gilt für die Aufnahme von Kindern in den Kindertagesstätten eine Impfpflicht gegen Masern. Die Impfung sollte nicht zeitgleich mit der COVID-19-Impfung, sondern in einem Abstand von zwei Wochen erfolgen. Die Masernimpfung führen Kinderärztinnen und Kinderärzte sowie Arztpraxen durch.

Die Corona-Schutzimpfung: sicher, wirksam, kostenlos

Aktuell gibt es in Deutschland keine allgemeine Impfpflicht gegen COVID-19 – eine möglichst frühzeitige und vollständige Impfung wird jedoch dringend empfohlen, da sie das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung deutlich verringert und hilft, die Pandemie einzudämmen. Auch Geflüchtete aus der Ukraine können sich in Deutschland kostenlos und unkompliziert impfen lassen – zum Beispiel in Impfzentren, in Arztpraxen oder auch in Apotheken. Dort erhalten Sie nach Ihrer Zweitimpfung auch den Nachweis der vollständigen Impfung, bzw. nach der dritten Impfung den Nachweis der Auffrischungsimpfung. Einen Termin für Ihre Impfung können Sie hier vereinbaren. Alles Wichtige zum Impftermin, zu Impfstoffen sowie speziellen Infos zu Impfungen zum Beispiel bei Kindern oder Frauen, erfahren Sie hier.

Die in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoffe

Derzeit sind fünf COVID-19-Impfstoffe in der EU zugelassen. In Deutschland kommen überwiegend die mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® von Moderna, der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid® von Novavax sowie der Vektorimpfstoff Janssen® von Johnson & Johnson zum Einsatz. Alle zugelassenen Impfstoffe sind sicher und wirksam. Sie unterscheiden sich leicht in ihrem Wirkprinzip und bei den Intervallen zwischen Erst- und Zweitimpfung. 

Die fünf zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19

© Bundesministerium für Gesundheit, Stand: März 2022 Quellen: Europäische Zulassung, Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit. *Angaben beziehen sich auf Daten nach der ersten abgeschlossenen Impfserie. Wirksamkeit gegen milde Verlaufsformen bei allen Impfstoffen geringer. **Die Daten beziehen sich auf eine einmalige Impfdosis mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson. Aufgrund der geringeren Schutzwirkung des Impfstoffs gegen die Delta- und Omikron-Variante empfiehlt die STIKO eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff.

Was wird empfohlen, wenn ich mit einem nicht in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft wurde?

Wenn Sie mit einem COVID-19-Impfstoff geimpft wurden, der nicht in der EU zugelassen ist, wird Ihnen empfohlen, sich mindestens ein weiteres Mal gegen COVID-19 impfen zu lassen, um bestmöglich gegen eine Infektion mit dem Coronavirus geschützt zu sein. Was für Sie empfohlen ist, hängt davon ab, welchen Impfstoff Sie erhalten haben und wie häufig Sie geimpft worden sind.

In Deutschland entwickelt die Ständige Impfkommission (STIKO) Impfempfehlungen für Deutschland. Die STIKO hat eine besondere Empfehlung ausgesprochen für Personen, die mit einem der folgenden Impfstoffe vorgeimpft sind:

  • CoronaVac von Sinovac
  • Covilo von Sinopharm
  • Covaxin von Bharat Biotech International
  • Sputnik V von Gamelaja

Wenn Sie mindestens zwei Impfstoffdosen mit einem der genannten Impfstoffe erhalten haben (d.h. Sie sind grundimmunisiert oder haben bereits eine Auffrischimpfung erhalten), sollten Sie sich ein weiteres Mal impfen lassen, und zwar mit einem mRNA Impfstoff (Comirnaty® von BioNTech oder Spikevax® von Moderna). Diese Impfung sollte im Abstand von mindestens 3 Monaten zur letzten Impfstoffdosis verabreicht werden.

Wenn Sie nach abgeschlossener Grundimmunisierung (d.h. mindestens 2 Impfungen) mit einem der oben genannten, nicht in der EU zugelassenen, Impfstoffe eine labordiagnostisch gesicherte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, soll die mRNA-Auffrischimpfung frühestens 3 Monate nach der Infektion verabreicht werden.

Haben Sie nur eine Impfstoffdosis mit einem der genannten Impfstoffe erhalten, dann wird für Sie eine neue Impfserie mit Grundimmunisierung und Auffrischimpfung gemäß der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO empfohlen. Diese sollte mit einem mRNA-basierten Impfstoff oder dem proteinbasierten Impfstoff Nuvaxovid® (Novavax) durchgeführt werden und die erste Impfstoffdosis sollte mit einem Abstand von mindestens 28 Tagen zu der einen Impfung, die mit einem der oben genannten Impfstoffe durchgeführt worden ist, verabreicht werden.

Falls Sie mit einem anderen (nicht oben aufgeführten) Impfstoff geimpft wurden, der keine Zulassung in der EU hat, sollten Sie zusätzlich eine Grundimmunisierung und Auffrischimpfung mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff erhalten.

Bitte beachten Sie, dass es sich hier lediglich um eine wissenschaftliche Empfehlung handelt. Die Empfehlung der STIKO ist unter diesem Link abrufbar.

Informationen dazu, wer nach in Deutschland geltendem Recht zum Zwecke der Einreise oder für Zugangsbeschränkungen als vollständig geimpft gilt, finden Sie im nächsten Abschnitt „Welche Impfnachweise werden anerkannt?“.

Welche Impfnachweise werden nach in Deutschland geltendem Recht zum Zwecke der Einreise oder für Zugangsbeschränkungen anerkannt?

Als Impfnachweis für die Einreise und die Zugangsbeschränkungen werden bislang stets  nur Impfungen mit in der EU-zugelassenen Impfstoffen bzw. im Ausland zugelassenen und von der Formulierung mit denen in der EU zugelassenen identischen Impfstoffen anerkannt (siehe §22a Absatz 1 Infektionsschutzgesetz). Hiervon sind CoronaVac (von Sinovac), Covilo (von Sinopharm), Covaxin (von Bharat Biotech International) oder Sputnik V (von Gamelaia) nicht umfasst. Personen, die im Ausland bereits mit nicht in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoffen geimpft wurden, benötigen eine erneute Impfserie mit einem von der europäischen Kommission zugelassenen Impfstoff, um in Deutschland den Status als „Geimpfte“ zu erlangen.

Kostenlose Corona-Tests: Mehr Sicherheit im Alltag

Mehr Sicherheit und Transparenz durch Corona-Tests: In Deutschland gilt regelmäßiges Testen auf das Coronavirus als wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die Pandemie. Dadurch können bislang unentdeckte Corona-Infektionen schneller erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden. Alle Menschen in Deutschland können mindestens einmal pro Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest durchführen lassen – das gilt auch für Geflüchtete. Für den kostenlosen Corona-Test ist ein amtlicher Lichtbildausweis zum Nachweis der Identität vorzulegen. Angesichts der aktuellen Situation wird mit den Nachweisanforderungen jedoch pragmatisch umgegangen und eine unbürokratische Handhabung bei Vorlage eines Nachweises zur Identitätsfeststellung der zu testenden Person empfohlen (zum Beispiel Führerschein, Dokument auf dem Handy).

Über das Entdecken von Infektionen hinaus erfüllt das Testen eine wichtige Nachweisfunktion: Wer einen Antigen-Schnelltest bei Testzentren oder Apotheken durchführen lässt, erhält binnen kurzer Zeit einen Nachweis über das Testergebnis. Mit einem negativen Testergebnis gelten Sie in der Regel 24 Stunden als getestet. Mit einem positiven Testergebnis haben Sie Anspruch auf einen PCR-Test, der – sofern ebenfalls positiv –  als Grundlage für den Genesenennachweis gilt. Beachten Sie in diesem Fall bitte unbedingt auch die Hinweise unter „Positives Testergebnis: Das müssen Sie jetzt tun“. Mehr zur Nationalen Teststrategie und zu den in Deutschland verfügbaren Testarten erfahren Sie hier.

Ein Testzentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier

TIPP: Nutzen Sie die kostenlose Corona-Warn-App der Bundesregierung. 

Millionen Menschen in Deutschland setzen sie bereits ein, um Infektionsketten zu unterbrechen, andere zu warnen und uns alle zu schützen – einfach, indem sie ein positives Testergebnis anonym eintragen. Übrigens: Die App können Sie auch zum Nachweis Ihres Impf-, Genesenen- oder Teststatus nutzen.

Was tun bei Verdacht auf eine Corona-Infektion? 

Sie haben ein positives Testergebnis? Oder Symptome einer Corona-Infektion wie trockenen Husten, Schnupfen und Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns? Oder Sie hatten Kontakt zu einer infizierten Person? In diesen Fällen müssen Sie sich so gut es geht von anderen Menschen isolieren. Machen Sie sich bewusst, dass Sie mutmaßlich ansteckend und damit eine Gefahr für andere sind. Bleiben Sie in Ihrer Unterkunft, vermeiden Sie Kontakte. Ist dies aufgrund der besonderen Fluchtumstände nicht möglich, tragen Sie eine Maske und achten Sie verstärkt auf Abstand und Hygiene. Falls noch nicht geschehen, lassen Sie sich testen. Mehr dazu erfahren Sie hier

Positives Testergebnis: Das müssen Sie jetzt tun

Wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssen Sie sich sofort in Isolierung begeben. Die Isolierung nach einer bestätigten Infektion beträgt in der Regel zehn Tage. Bleiben Sie in Ihrer Unterkunft und vermeiden Sie Kontakt mit anderen. Nach sieben Tagen haben Sie die Möglichkeit, erneut einen Schnelltest durchführen zu lassen und sich so freizutesten – also die Isolierung vorzeitig zu beenden – sofern Sie zuvor 48 Stunden symptomfrei waren.

Wichtig: Rufen Sie im Notfall – etwa bei akuter Atemnot – die 112 an! Das ist die Notrufnummer in Deutschland, unter der Ihnen geholfen wird. Bitten Sie im Falle von Sprachschwierigkeiten Ihre Ansprechpartner vor Ort, zum Beispiel die Flüchtlingshilfe, Ihre Gastgeberin bzw. Ihren Gastgeber oder auch die Anlaufstelle des Bundeslandes Ihrer Unterkunft um Hilfe. Sie können sich auch direkt an die Notambulanzen in den Krankenhäusern wenden. 

Weitere Informationen auf Ukrainisch

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt geflüchteten Menschen aus der Ukraine Informationsmaterialien zur Corona-Schutzimpfung in ukrainischer Sprache zur Verfügung: von allgemeinen Infos über den Impfablauf bis hin zu den Besonderheiten bei der Impfung von Kindern. Auch Materialien zu Tests auf das Coronavirus und zu Hygienemaßnahmen stehen dort kostenlos bereit. Weitere Materialien wie Aufklärungsunterlagen zur Corona-Schutzimpfung oder eine Liste mit hilfreichen Initiativen, finden Sie auch auf unserer Themenseite

Wichtige Informationen zur Einreise und zum Aufenthalt für Menschen aus der Ukraine finden Sie auch im handbook Germany:

Deutsch: https://handbookgermany.de/de/ukraine-info/de.html

Ukrainisch: https://handbookgermany.de/de/ukraine-info/ua.html

Russisch: https://handbookgermany.de/de/ukraine-info/ru.html

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