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Bundesministerium für Gesundheit
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16:38 Uhr · 17. Februar 2021

Betrüger und Fake-News: Bleiben Sie wachsam

Es gibt aktuell Kriminelle, die Sorgen von Menschen ausnutzen. Zudem kursieren Falschmeldungen rund um das Coronavirus. Seien Sie wachsam und schützen Sie sich.

Schützen Sie sich im Internet gegen Betrüger /
Bild: Shutterstock / fizkes

Wie können Sie sich vor Betrügern schützen?

Öffnen Sie keiner unbekannten Person die Haustür. Es gibt Kriminelle, die sich z. B. als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes ausgeben und Ihnen unangekündigt an der Haustür einen Test auf das Coronavirus anbieten. Es kann sich hierbei um Betrüger handeln. Grundsätzlich gilt: Tests auf das Coronavirus finden immer nur nach einer Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt statt.

Seien Sie wachsam, wenn Sie digitale Angebote nutzen. Bestellen Sie beispielsweise keine Hygieneartikel oder einen Mund-Nasen-Schutz bei Online-Shops, die Sie nicht bereits kennen. Öffnen Sie keine Anhänge aus E-Mails, deren Absender für Sie unbekannt ist.

Woher wissen Sie, dass ein freiwilliger Helfer kein Betrüger ist?

Auch wenn die meisten Menschen gerade in guter Absicht andere unterstützen, sind zurzeit auch „falsche Helfer“ unterwegs. Seien Sie grundsätzlich immer wachsam und lassen Sie keine unbekannten Menschen in Ihre Wohnung. Betrüger und Betrügerinnen haben es besonders auf ältere Menschen abgesehen. Es kommt vor, dass sie beispielsweise nach Geld für Medikamente oder teure Behandlungen fragen. Häufig handelt es sich bei Betrügern auch um Personen, die sich als angebliche „Handwerker“ ausgeben und anbieten, eine Wohnung zu überprüfen oder zu desinfizieren.

Es hat Sie jemand angerufen und wegen seiner COVID-19-Erkrankung um Geld gebeten. Wie können Sie am besten reagieren? 

Kriminelle rufen aktuell bevorzugt ältere Menschen zuhause an und geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten. Sie fordern z. B. finanzielle Unterstützung zur Begleichung von Arztrechnungen oder für den Kauf von Medikamenten. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich davor, Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen zu übergeben. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise: Fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, den Namen des angeblichen Verwandten (z. B. des Enkels/der Enkelin) selbst zu nennen. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, dass Namen verraten werden. Wenn Sie Anrufer oder Anruferinnen nicht sofort erkennen: Fragen Sie nach Dingen bzw. Begebenheiten, die nur der tatsächliche Verwandte kennen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Wenden Sie sich sofort an die Polizei unter 110, wenn Sie einen Betrug vermuten. 

Fake-News über das Coronavirus im Internet: Prüfen Sie Quellen und deren Herkunft

Aktuell kursieren im Internet viele Nachrichten rund um das Coronavirus. Teilweise stammen diese Informationen aus unseriösen Quellen und beinhalten falsche Informationen. Durch die Verbreitung dieser Informationen entstehen falsche Auffassungen des Geschehens, die zu unvorsichtigem Handeln in der Gesellschaft führen können. 

Bitte prüfen Sie deshalb Informationen und ihre Quellen ganz genau nach ihrem Hintergrund und ihrer Herkunft. 

Wie erkennen Sie Fake-News? Wie können Sie mit falschen Nachrichten umgehen? 

Auch aktuell werden vermehrt Falschmeldungen bzw. „Fake-News“ verbreitet. Achten Sie bei vermeintlich „sensationellen Nachrichten“ bitte sehr genau auf die Quelle der Information und überprüfen Sie diese, indem Sie diese mit verlässlichen Informationen vergleichen. Zuverlässige Angaben finden sich beispielsweise auf dieser Website, beim Bundesgesundheitsministerium, beim Robert Koch-Institut oder bei den zuständigen Landesbehörden. Teilen Sie Inhalte in den sozialen Medien nicht, bevor Sie diese selbst gelesen bzw. geprüft haben. 

Mythen um das Coronavirus

Vor allem in sozialen Netzwerken verbreiten sich aktuell Videos und Texte zu Falschmeldungen und Verschwörungstheorien zum Ursprung und Verbreitung des Coronavirus aus verschiedenen Quellen. Verbreiten Sie Mitteilungen aus unsicheren Quellen keinesfalls weiter. Diese können Ängste schüren und bestehende Unsicherheiten verstärken. Informationen zum Ursprung von Falschmeldungen sowie Hintergründe zu Fakten finden Sie auf der Website der Bundesregierung:

www.bundesregierung.de/breg-de/themen/mythen-und-falschmeldungen/corona-falschmeldungen-erkennen

und

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/meseberg/corona-pademie-1744502

Weitere Informationen zum Thema „Schutz vor Betrügern“ sowie „Falschmeldungen/Fake News“ finden Sie z. B. bei den folgenden Stellen: 

Bundeskriminalamt: https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Warnhinweise/200317_CoronaEnkeltrick.html

Bundesministerium für Gesundheit: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Robert Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html

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