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Alltag gestalten

Jeder kann dazu beitragen, sich und andere zu schützen. Dazu gehört es, die AHA-Formel zu berücksichtigen: Abstand zu wahren, Hygieneregeln zu beachten und – da wo es eng wird – Alltagsmasken zu tragen. Was sollte im Alltag noch beachtet werden? Welche Regelungen gibt es?

Aktuelle Regelungen

Bund und Länder haben am 17. Juni 2020 eine Verlängerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie beschlossen. Wichtigste Regel bleibt in allen Bereichen das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen. Zusätzlich ist es weiterhin geboten, die Hygieneregeln (richtiges Husten, Niesen und Händewaschen) zu beachten und eine Alltagsmaske zu tragen (Maskenpflicht beim Einkauf oder im öffentlichen Personennahverkehr). Es wird empfohlen, die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering zu halten und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen. Außerdem sollten die Treffen besser im Freien stattfinden. Die Bundesländer entscheiden eigenständig, in welchem Rahmen private Treffen stattfinden können. Auch bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen sollen die Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden. Es sollte für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Außerdem gelten seit dem 27. Juli 2020 neue Regeln für Reiserückkehrer aus Deutschland. Informationen dazu finden Sie hier. Details zu einigen Regelungen legen die Bundesländer in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens und landesspezifischer Besonderheiten fest. Bitte informieren Sie sich, welche Regelungen in Ihrem Bundesland gelten. Eine Übersicht finden Sie hier. Die Behörden vor Ort können sofort mit neuen Beschränkungen reagieren, sollte es regional zu einem erneuten schnellen Anstieg der Infektionsrate kommen.

Bitte informieren Sie sich zu länderspezifischen Regelungen bei offiziellen Stellen in Ihrem Bundesland, zum Beispiel auf den Seiten Ihrer Landesregierung:

Über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens entscheiden die Bundesländer in eigener Verantwortung. Sie berücksichtigen dabei auch die regionale Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen.

In Deutschland haben die Bundesländer für bestimmte Bereiche Gesetzgebungskompetenzen, so auch im Bereich Gesundheit. Sie können daher individuelle Maßnahmen beschließen. Der Bund hat hier Empfehlungsfunktionen und stimmt sich eng mit den Regierungen der Bundesländer ab, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.

Bund und Länder wollen auch in der Urlaubs- und Reisezeit die gemeinsam erzielten Erfolge bei der Eindämmung des neuartigen Coronavirus sichern. Sie haben sich daher auf konkrete Maßnahmen geeinigt, um zielgerichtet auf lokale Infektionsausbrüche zu reagieren. Der Bund-Länder-Beschluss vom 16. Juli 2020 sieht vor, dass betroffene „Cluster" bei denen es zu einem erhöhten Anstieg an Infektionsfällen kommt, isoliert werden. Ein „Cluster" ist eine örtlich und zeitlich erhöhte Konzentration eines Infektionsgeschehens. Bei größeren Zusammenkünften, z. B. bei einer Familienfeier oder in Unternehmen, besteht die Gefahr, dass sich das neuartige Coronavirus von einem Menschen auf viele überträgt. Dabei werden die bewährten Maßnahmen ergriffen: Quarantäne, Kontaktnachverfolgung und Testung der betroffenen Personen und ihrer Kontakte. Quarantänemaßnahmen sollen möglichst rasch ergriffen werden, d. h. ein positives Testergebnis ist nicht zwingend erforderlich. Bei einem weiteren Anstieg der Infektionen über das Kontakt- und Ausbruchscluster hinaus sollen die Eindämmungsmaßnahmen frühzeitig auf weitere „Cluster" und möglicherweise betroffene Gebiete ausgeweitet werden.

Für Reisende aus besonders betroffenen Gebieten gilt: Sie dürfen nur dann in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht werden bzw. ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen, wenn sie nachweisen können, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit Covid-19 vorhanden sind. Der Nachweis muss sich auf einen Test stützen, der höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen wurde. Außerdem können sich alle Reiserückkehrer aus dem Ausland innerhalb von 3 Tagen testen lassen. Alle Rückkehrer aus Risikogebieten sollen direkt am Flughafen getestet werden. Rückkehrer aus Risikogebieten, die kein negatives Testergebenis volegen, müssen in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Die Kosten der Tests für die Rückkehrer werden übernommen. Im Straßen- und Bahnverkehr wird es stichprobenartige Kontrollen geben. Reisende aus Risikogebieten erhalten im Flugzeug, Bus, Schiff oder Bahn Aussteigekarten, damit Infektionsketten besser nachvollzogen werden können.

Es ist derzeit nicht absehbar, wann die Auflagen vom 17. Juni weiter gelockert werden können. Die Regelungen werden weiterhin regelmäßig überprüft und abhängig vom Infektionsgeschehen in der Verantwortung der Länder regional angepasst. Die Behörden vor Ort können sofort mit Beschränkungen reagieren, sollte es regional zu einem Anstieg der Infektionsrate oder einem lokalen Ausbruch kommen.

Am 1. Juli hat Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union (EU) übernommen. Die gemeinsame Bewältigung der Corona-Pandemie und die Stärkung der Reaktionsfähigkeit auf Gesundheitsthemen - das sind die Schwerpunkte der deutschen Ratspräsidentschaft im Bereich Gesundheit. Die Digitalisierung bietet hier große Chancen und gehört daher auch zu den zentralen Themen. Konkret muss Europa Wege finden, die Produktion von kritischen Arzneimitteln und Medizinprodukten wieder nach Europa zu verlagern und eine europäische Reserve anlegen. Gesundheitsorganisationen wie das ECDC und die EMA sollen außerdem gestärkt werden, damit sie auf Augenhöhe mit den amerikanischen Organisationen arbeiten können. Auch der Aufbau eines europäischen Gesundheitsdatenraums wird vorangetrieben. Weitere Informationen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie hier und was Europa gemeinsam im Hinblick auf die Impfstoffentwicklung unternimmt, können Sie im Artikel Europa auf dem Weg zum Impfstoff gegen Covid-19 nachlesen.

Für den Fall eines Anstiegs der Infektionszahlen haben Bund und Länder einen gemeinsamen "Notfallmechanismus" beschlossen: Sollten in Landkreisen oder kreisfreien Städten kumulativ mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tage auftreten, ist mit sofortigen regionalen Beschränkungen zu reagieren. Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann dieses Beschränkungskonzept nur diese Einrichtung umfassen. Zuständig für die Maßnahmen ist das jeweilige Bundesland.

Abstand und Hygiene

Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir die „AHA Formel“ beachten: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.

  • Abstand halten: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen halten
  • Hygiene beachten: Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen befolgen
  • Alltagsmasken tragen: Dringend empfohlen wird das Tragen von Alltagsmasken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Wer eine Alltagsmaske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Ein neuer Alltag“.

Die AHA-Formel steht für die folgenden Verhaltensregeln: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und Händewaschen) und - da, wo es eng wird - Alltagsmasken tragen. Sie wird nun durch ein weiteres A ergänzt, das für Corona-Warn-App steht: In Kombination mit der AHA-Formel trägt die App nämlich zusätzlich zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie bei. Wer sie herunterlädt, verringert das Risiko, sich anzustecken und das Virus unbewusst weiter zu verbreiten. Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auch hier.

Jeder und jede kann dazu beitragen, die weitere Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, indem er oder sie die Regelungen beachtet, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln befolgen (richtiges Husten und Niesen) und – da, wo es eng wird – Alltagsmasken tragen. Das ist notwendig, um Risikogruppen zu schützen und die Belastung in den Krankenhäusern gering zu halten. Menschen sind weiterhin angehalten, die persönlichen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren.

Die Effekte der sozialen Distanzierung können bei konsequenter Einhaltung sehr groß sein. Durch die Vermeidung persönlicher Kontakte können Übertragungen des Virus auf weitere Personen vermieden werden. Die Kontakteinschränkungen sowie das Einhalten der Hygieneregeln haben dazu beigetragen, dass die Fallzahlen in Deutschland in den vergangenen Wochen stark gesunken sind. Mit der Einhaltung von Verhaltensregeln und der Berücksichtigung der AHA-Formel (Abstand wahren, Hygieneregeln beachten und – da wo es eng wird – Alltagsmasken tragen) kann jeder und jede auch weiterhin einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.

Durch die bisherigen Regeln ist erreicht worden, dass die Infektionsgeschwindigkeit in Deutschland deutlich abgenommen hat. Daher wurden bereits Lockerungen vorgenommen. Um die Erfolge der letzten Wochen nicht zu gefährden, erfolgen weitere Lockerungen nur schrittweise. Die Maßnahmen zur Einschränkung persönlicher Kontakte gelten weiterhin – wenn auch mit regionalen Anpassungen. Die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen wird laufend beobachtet. Es können sich neue Regelungen ergeben. Bitte beachten Sie die regionalen Vorschriften an Ihrem Ort.

Bund und Länder verständigten sich darauf, dass die Behörden vor Ort umgehend neue Beschränkungen erlassen können, sollte es regional zu einem erneuten schnellen Anstieg der Infektionsrate kommen.

In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, ein Abstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten.

Die Empfehlung des Bundes zu allgemeinen Kontaktbeschränkungen gilt weiterhin. Über die Details der Kontaktbeschränkungen entscheiden die Bundesländer. Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf den Seiten der Landesregierungen. Eine Übersicht finden Sie hier (https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198).

Die Bundesländer entscheiden eigenständig, in welchem Rahmen private Treffen stattfinden können. Auch bei privaten Zusammenkünften zuhause in geschlossenen Räumen sollen die Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden. Es soll für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, soll möglichst geringgehalten und der Personenkreis möglichst konstant belassen werden. In den Bundesländern gibt es teilweise eigene Regelungen - informieren Sie sich bitte über Bestimmungen an Ihrem Ort.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Freunde oder Oma treffen? Mit Abstand oder online“.

Die Telefonseelsorge ist in der aktuellen Situation durchgehend erreichbar. Egal ob bei Kummer, Einsamkeit, Depressionen, Krankheit, Trauer oder Ärger ist es für Sie anonym unter der 0800-111-0-111 erreichbar. Das Elterntelefon „Nummer gegen Kummer“ hilft Ihnen unter der Rufnummer 0800 111 0550 weiter. Es ist Montag bis Freitag von 9-11 Uhr, Dienstag und Donnerstag 17-19 Uhr erreichbar. Kinder und Jugendliche können sich unter der Rufnummer 116 111 an die „Nummer gegen Kummer“ wenden. Diese ist von Montag bis Samstag von 14-20 Uhr erreichbar. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ können Sie unter der Nummer 08000 116 016 täglich 24 Stunden erreichen. Das Krisentelefon „Pflege in Not“ unterstützt Sie unter der 030-6959-8989 von Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr und Samstags 10 bis 14 Uhr.

Die Empfehlung des Bundes zu allgemeinen Kontaktbeschränkungen gilt weiterhin. Über die Details der Kontaktbeschränkungen entscheiden die Bundesländer. Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf den Seiten der Landesregierungen. Eine Übersicht finden Sie hier.

Die wichtigste und effektivste Maßnahme, um andere und sich selbst vor einer Ansteckung zu schützen, ist das Einhalten der Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, Händewaschen) und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen. Das Risiko einer Infektion kann so reduziert und umstehende Personen können geschützt werden. Erläuterungen zur Hygiene und guter Händehygiene finden Sie hier. Die Bundesländer haben eine Vorschrift für das Tragen eines nichtmedizinischen Mund-Nasen-Schutzes beim Einkauf und in öffentlichen Verkehrsmitteln erlassen. Regional kann es zu Änderungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort.

Einige Bundesländer und Schulen haben eine Vorschrift für das Tragen von Alltagsmasken in Schulen erlassen. So können das Risiko einer Infektion reduziert und umstehende Personen geschützt werden. Regional kann es zu Änderungen der Vorschrift zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort.

Die Länder entscheiden über die schrittweise Öffnung von Schwimm- und Freibädern. In den meisten Bundesländern werden Freibäder wieder eröffnet. Bei einem Freibadbesuch ist es wichtig, die Hygieneregeln zu berücksichtigen und allgemein die Regelungen zu beachten, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen) und – da, wo es eng wird – Alltagsmasken tragen (etwa beim Anstehen in der Warteschlange). Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. stellt auf ihrer Website Informationen darüber bereit, wie man sich in einem Freibad während der Coronavirus-Epidemie verhalten sollte und was Betreiber einer solchen Einrichtung bei der Wiedereröffnung zu berücksichtigen haben. In manchen Bundesländern sind Freibäder weiterhin geschlossen – informieren Sie sich daher bitte über die Bestimmungen an Ihrem Ort.

Dieser Übertragungsweg kann nicht ausgeschlossen werden. Besonders wichtig ist es, auf ausreichend Abstand zu achten. Denn wer beim Sport heftig atmet, verbreitet die beim Ausatmen mit austretenden Tröpfchen viel weiter als sonst. Sie sollten daher die Abstandsregeln besonders beachten, wenn Sie außer Atem sind. Bewegen Sie sich beim Joggen auch nicht direkt im Windschatten eines anderen Laufenden.

Sport in größeren Gruppen bringt ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit sich und ist in den meisten Bundesländern weiterhin untersagt. Je nach Bundesland gibt es aktuell unterschiedliche Regelungen. Bitte informieren Sie sich über die geltenden Bestimmungen zu Kontaktbeschränkungen an Ihrem Ort. Bitte beachten Sie generell die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Richtiges Husten und Niesen, Händewaschen) und da wo es eng wird, eine Alltagsmaske tragen.

Weiter Tipps und Hinweise finden Sie im Artikel „Fit bleiben und die Zeit der Epidemie gut überstehen“.

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, wenden Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Das zuständige Gesundheitsamt kann hier ermittelt werden.

Die Bundesländer entscheiden eigenständig, in welchem Rahmen private Treffen stattfinden können. In geschlossenen Räumen sollen die Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt sowie für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Regional gibt es dafür unterschiedliche Voraussetzungen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort. Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf den Seiten der Landesregierungen. Eine Übersicht finden Sie hier:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198

Ja, Verstöße gegen die Beschränkungen werden durch die Ordnungskräfte kontrolliert und sanktioniert. Das Infektionsschutzgesetz ermöglicht Bußgelder bis zu 25.000 Euro. In schweren Fällen sind auch Freiheitsstrafen möglich. Bitte beachten Sie die Vorschriften in den einzelnen Bundesländern.

Alltagsmasken

Bei der Benutzung einer „Alltagsmaske“ sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten. Das heißt vor dem An- und nach dem Ablegen sind die Hände gründlich mit Seife zu waschen, um eine etwaige Ansteckung zu unterbinden.

Der Mund-Nasen-Schutz soll Mund und Nase komplett abdecken und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Ein durch Benutzung durchfeuchteter Mund-Nasen-Schutz sollte umgehend abgenommen und möglichst ausgetauscht werden. Generell sollte er nach dem Tragen möglichst sofort gewaschen oder bis dahin luftdicht verwahrt werden. Idealerweise wäscht man den Mund-Nasen-Schutz bei 95 Grad oder mindestens 60 Grad.

Ausführliche Handhabungstipps für einen Mund-Nasen-Schutz finden Sie hier.

Durch das Tragen einer Alltagsmaske schützen Sie sich und andere. Wenn der Mund-Nasen-Schutz allerdings nur unterhalb der Nase, d. h. über dem Mund getragen wird, bietet sie keinen Schutz, da immer noch eine ungefilterte Atmung durch die Nase erfolgt. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte muss die Maske richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Auf der Website des Robert Koch-Instituts veranschaulicht eine bildliche Übersicht häufige Anwendungsfehler in der Handhabung mit Atemschutzmasken.

Trägt ein mit dem neuartigen Coronavirus infizierter Mensch einen Mund-Nasen-Schutz („Alltagsmaske“), wird ein Teil der z.B. beim Husten oder Niesen gebildeten Tröpfchen zurückgehalten. Die Tröpfchen können sich daher nicht so stark verbreiten wie ohne Schutz. Man kann das neuartige Coronavirus schon ausscheiden, bevor Krankheitszeichen auftreten. Eine Alltagsmaske kann daher in Situationen, in denen man anderen Menschen unbeabsichtigt näherkommen kann, als die Abstandsregeln vorgeben, sinnvoll sein. Die Bundesländer haben eine Vorschrift für das Tragen einer Alltagsmaske beim Einkauf und in öffentlichen Verkehrsmitteln erlassen. Regional kann es zu Änderungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort.

Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen eines nichtmedizinischen Mund-Nasen-Schutzes, sog. Alltagsmasken, im öffentlichen Personennahverkehr erlassen. So können das Risiko einer Infektion reduziert und umstehende Personen geschützt werden. Sie sollten öffentliche Verkehrsmittel dennoch weiterhin wenn möglich meiden. Denn in öffentlichen Verkehrsmitteln können sich die Viren besonders rasant verbreiten. Insbesondere Fahrten zu Stoßzeiten sollten gemieden werden. Regional kann es zu Änderungen der Vorschrift zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kommen, bitte prüfen Sie jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort.

Für den Arbeitsweg wird insbesondere empfohlen, auf den Verkehr an der freien Luft umzusteigen (zu Fuß, Fahrrad, E-Bike). Ist der Verzicht auf öffentliche Verkehrsmittel für Sie nicht möglich, halten Sie Abstand und achten Sie darauf, in Ihre Armbeuge zu husten und zu niesen, auch beim Warten an der Haltestelle oder am Bahnhof, sowie auf eine gute Händehygiene nach einer Fahrt. Ein Ticketverkauf mit Bargeld beim Fahrenden ist bis auf Weiteres nicht möglich, sodass Fahrgäste Tickets alternativ an Fahrkartenautomaten, in den Vorverkaufsstellen oder per Smartphone-App erwerben sollten.

Für die Bevölkerung empfiehlt das Robert Koch-Institut das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes („Alltagsmaske“) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person dadurch anzustecken, kann so verringert werden. Die Verwendung von Visieren anstelle von Mund-Nasen-Bedeckungen wird derzeit von verschiedenen Herstellern beworben. Das RKI sieht die Verwendung von Visieren jedoch nicht als gleichwertige Alternative zum Mund-Nasen-Schutz an, da sie maximal die direkt auf die Scheibe auftretenden Tröpfchen auffangen können.

Anderen helfen

Sind Sie selbst betroffen: Erkundigen Sie sich bei Nachbarn, Familienangehörigen oder Freunden, ob sie helfen können. Falls dies nicht möglich ist, wenden Sie sich an die Feuerwehr oder ehrenamtlich Helfende in Ihrem Umkreis. Sind Sie nicht betroffen, können Sie Hilfesuchende Unterstützung anbieten. Halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu Personen ein.

Bieten Sie älteren Menschen z.B. Ihre Hilfe an, indem Sie Einkäufe für sie übernehmen. Achten Sie dabei aber darauf, Körperkontakt zu vermeiden und halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Meter zu Personen ein.

Reduzieren Sie Ihre persönlichen Kontakte soweit wie möglich. Die Empfehlung des Bundes zu allgemeinen Kontaktbeschränkungen gilt weiterhin. Über die Details der Kontaktbeschränkungen entscheiden die Bundesländer. Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf den Seiten der Landesregierungen. Eine Übersicht finden Sie hier. Halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen. Husten und Niesen Sie in die Armbeuge anstatt in die Hand. Befolgen Sie die Hygienehinweise.

Es wird nicht empfohlen, dass Großeltern auf ihre Enkelkinder aufpassen, da diese auch unbemerkt das neuartige Coronavirus übertragen können. Die Hilfetelefone des Bundesfamilienministeriums stehen mit Rat und Tat rund um die neue Situation der privaten Abschirmung und Quarantänesituation zur Seite: Das Elterntelefon richtet sich an Mütter und Väter, die sich unkompliziert und anonym konkrete Ratschläge holen möchten. In ganz Deutschland sind Beraterinnen und Berater unter der kostenlosen Rufnummer 0800 111 0550 montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr erreichbar. Informationen zur „Notbetreuung“ von Kindern: Angesichts der Schul- und Kitaschließungen haben die Länder unterschiedliche Regelung für eine „Notbetreuung“ von Kindern erlassen. Zumeist haben Eltern in systemrelevanten Berufen - etwa in der medizinischen Versorgung, bei der Polizei oder im Bereich kritische Infrastruktur - einen Anspruch darauf. Mehr Informationen dazu bieten die Internetseiten der Länder und Kommunen.

Mobilität

Wenn sich alle konsequent an die Regeln halten, sind Reisende im Flugzeug gut vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt. Durch die spezielle Belüftung innerhalb der Flugzeugkabine findet ein Luftaustausch statt, es wird also regelmäßig genügend Frischluft in das Kabineninnere transportiert. Außerdem kommen sogenannte HEPA-Filter zum Einsatz, die Viren wie SarS-CoV2 aus der Luft herausfiltern können. Wichtig ist, dass sich alle an die Maskenpflicht halten. Außerdem sollen - wenn möglich - Abstände eingehalten werden. Beim Ein- und Aussteigen und an den Flughäfen gelten die jeweiligen nationalen Hygienebestimmungen.

Es ist weiterhin geboten, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus bestmöglich einzudämmen. Bei einer steigenden Mobilität ist es allerdings wahrscheinlicher, dass sich das Virus weiter verbreitet. Häufig können Kontakte beim Reisen nicht vermieden werden und Abstände können in manchen Fortbewegungsmitteln nicht eingehalten werden. Dort, wo viele Menschen zusammenkommen ist das Infektionsrisiko erhöht. Achten Sie daher stets auf die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (Mindestabstand 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, Händewaschen), Alltagsmasken tragen (wenn es eng wird). Achten Sie auch bei der Anreise zum Flughafen oder Bahnhof und während des Aufenthalts an diesen Orten auf die Einhaltung der AHA-Formel und tragen Sie stets eine Alltagsmaske, auch wenn Sie nicht explizit darauf hingewiesen werden. Überlegen Sie vor jeder Aktivität, ob die Einhaltung der AHA-Formel gewährleistet ist und ob mögliche negative Konsequenzen für Sie und Ihre Mitmenschen entstehen könnten.

Tragen Sie in den S-Bahnen und Zügen, im Bahnhof, am Bahnsteig und an den Haltestellen sowie auf dem Flughafengelände und im Flugzeug bitte eine Alltagsmaske. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Reisenden und zum Personal sollte stets eingehalten werden. Die Deutsche Bahn stellt auf ihrer Internetseite viele Tipps zum sicheren Reisen bereit. Seit Mitte des Jahres 2020 hat auch der nationale und internationale Flugverkehr wieder zugenommen. Im Flugzeug sollten unnötige Schlangenbildungen, z. B. vor der Bordtoilette, vermieden werden. Beim Ein- und Aussteigen und an den Flughäfen gelten die jeweiligen nationalen Hygienebestimmungen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts. Außerdem können sich alle Reiserückkehrer aus dem Ausland innerhalb von 3 Tagen testen lassen. Alle Rückkehrer aus Risikogebieten sollen direkt am Flughafen getestet werden. Rückkehrer aus Risikogebieten, die kein negatives Testergebenis volegen, müssen in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Die Kosten der Tests für die Rückkehrer werden übernommen. Im Straßen- und Bahnverker wird es stichprobenartige Kontrollen geben. Reisende aus Risikogebieten erhalten im Flugzeug, Bus, Schiff oder Bahn Aussteigekarten, damit Infektionsketten besser nachvollzogen werden können.

Es gilt weiterhin bundesweit: Vermeiden Sie persönliche Kontakte so weit wie möglich. Das bedeutet auch ein Verzicht auf Reisen, Ausflüge und Verwandtschaftsbesuche, die nicht unbedingt notwendig sind. Bitte informieren Sie sich über regionale Anordnungen und beachten Sie die grundsätzlichen Hinweise: Achten Sie auf den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen, das Husten und Niesen in die Armbeuge sowie auf eine gute Handhygiene.

Die empfohlenen Hygienemaßnahmen und die Regelungen zur Reduzierung von persönlichen Kontakten sollten auch beim Autofahren eingehalten werden. Das Zusammenkommen mit Personen außerhalb des eigenen Hausstandes ist daher nur gestattet, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet ist. Da diese Vorkehrung beim Autofahren sehr schwer umsetzbar ist, sollte nur mit Personen desselben Hausstands gemeinsam gefahren werden. Regional kann es zu Änderungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort.

Lebensmittel- und Grundversorgung

Unabhängig von der Ladenfläche dürfen Geschäfte unter Einhaltung gesteigerter Hygieneauflagen wieder öffnen. Das bedeutet, dass es in jedem Geschäft zu jedem Zeitpunkt möglich sein muss, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Die Bundesländer haben außerdem eine Vorschrift für das Tragen eines nichtmedizinischen Mund-Nasen-Schutzes, sog. „Alltagsmasken“, beim Einkauf erlassen. Regional kann es zu Änderungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort. Sie sollten Ihren Einkaufsbedarf möglichst bündeln und die Zahl Ihrer Einkäufe einschränken. Bitte beachten Sie zusätzlich die Regelungen zur Hygiene: Richtiges Husten und Niesen (in die Armbeuge anstatt in die Hand) und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) zu Personen. Waschen Sie ihre Hände, sobald Sie wieder zu Hause sind. Sie können ältere Menschen fragen, ob Sie Besorgungen für sie erledigen können.

Die Bundesländer haben eine Vorschrift für das Tragen eines nichtmedizinischen Mund-Nasen-Schutzes, sog. Alltagsmasken beim Einkauf erlassen. Regional kann es zu Änderungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort. In jedem Fall gilt, auch wenn Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen: Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen ein, achten Sie auf eine gute Handhygiene und darauf, in die Armbeuge zu husten und zu niesen.

Eine Übertragung des neuartigen Coronavirus über Lebensmittel oder Verpackungen ist sehr unwahrscheinlich. Coronaviren können sich in Lebensmitteln nicht vermehren. Eine Desinfektion der Verpackung ist nicht erforderlich. Waschen Sie nach dem Auspacken Ihrer Einkäufe die Hände.

In allen Bundesländern wurden gastronomische Betriebe bereits wieder geöffnet. Auch bei Restaurantbesuchen gelten die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten und Niesen, Händewaschen) und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen. Die Länder entscheiden in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens über die gastronomischen Regelungen und erforderlichen Auflagen. Zusätzlich kann es weitere länderspezifische Auflagen geben, beachten Sie daher die Regelungen der jeweiligen Länder. Informationen erhalten Sie zum Beispiel auf den Seiten der Landesregierungen. Eine Übersicht finden Sie hier.

Die Versorgung mit Medikamenten ist genauso sichergestellt wie die Versorgung mit Lebensmitteln. Es treffen kontinuierlich neue Lieferungen ein.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Gut versorgt mit Arzneimitteln“.

Es kann immer zu kurzen Störungen der digitalen Infrastruktur kommen, im Moment sind alle Netze in Deutschland stabil. Einige Telekommunikationsanbieter in Deutschland bauen derzeit ihre Infrastruktur wegen einzelner Kapazitätsengpässe aus. Treten Störungen auf, können Sie weiterhin Servicetechniker über die üblichen Hotlines kontaktieren. Wenn Techniker Ihre Wohnung betreten, achten Sie auf die Empfehlungen zur Hygiene und halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern ein.

Geschäfte und Dienstleistungen

Mit den Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus öffnen jetzt auch viele Lichtspielhäuser wieder ihre Türen. Kinobetreiber müssen nun feste Hygiene- und Abstandsregelungen umsetzen, um die Sicherheit und Gesundeit jedes Besuchers und jeder Besucherin zu gewährleisten. Dazu zählt der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Menschen, der durch Absperrungen und Markierungen verdeutlicht werden kann und das Bereitstellen von Waschgelegenheiten und Desinfektionsspendern. Je nach Bundesland unterscheidet sich, ob die Pflicht für Kinobesuchende besteht, eine Alltagsmaske zu tragen. Bitte informieren Sie sich vor einem Kinobesuch daher beim jeweiligen Kinobetreiber und über die regionalen Bestimmungen in Ihrem Bundesland.

Seit dem 4. Mai dürfen Friseurbetriebe den Betrieb wieder aufnehmen, sofern Sie die Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen vollständig umsetzen können. Weitere Informationen für Beschäftigte und Kunden finden Sie auf der Website der zuständigen Berufsgenossenschaft. Informieren Sie sich außerdem vorab bei Ihrem Friseurbetrieb über Vorschriften und Regelungen.

Aktuell gibt es keine Einschränkung bei dem Versand und der Zustellung von Briefen und Paketen in Deutschland. Bei internationalen Sendungen kann es durch Grenzkontrollen und Veränderungen bei Transportabläufen zu Verzögerungen kommen.

Eine Übertragung des neuartigen Coronavirus über Brief- oder Paketsendungen ist sehr unwahrscheinlich. Eine Desinfektion ist nicht erforderlich. Waschen Sie nach dem Auspacken des Pakets die Hände.

Ämter wie Jobcenter und Arbeitsämter sind telefonisch, per E-Mail oder Fax erreichbar. Um Aufträge weiterhin fristgerecht bearbeiten zu können, haben einige Jobcenter zusätzliche Rufnummern eingerichtet. Die Auszahlung an alle, die auf Geldleistungen wie z. B. Kindergeld oder Kinderzuschlag angewiesen sind, ist sichergestellt. Wer arbeitslos wird oder auf die Grundsicherung angewiesen ist, kann dies telefonisch oder digital melden und Leistungen beantragen.

Die Reinigungskraft ist ein Dienstleister, daher darf sie grundsätzlich in die Haushalte kommen. Trotz dieser Erlaubnis sollten aber andere Menschen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, nur in die Wohnung gelassen werden, wenn dies wirklich notwendig ist. Alle Arbeiten, die nicht notwendig sind, sollten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Falls Sie unaufschiebbare Hilfe benötigen, beachten Sie folgende Vorkehrungen: Klären Sie mit der Reinigungskraft ab, dass sie mit einer Schutzmaske arbeitet, darauf achtet, in die Armbeuge zu husten und zu niesen und eine korrekte Handhygiene durchführt. Sollten Sie sich während der Reinigung auch in der Wohnung befinden, achten Sie auf den Abstand von 1,5 Metern. Nach der Reinigung sollten Sie gut durchlüften und besonders häufig berührte Oberflächen wie Wasserhähne noch einmal desinfizieren.

Auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) werden die Risikogebiete aufgeführt. Das RKI orientiert sich dabei am lokalen Infektionsgeschehen. In einem ersten Schritt wird festfestellt, ob in der Region oder im Staat mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner dokumentiert wurden. Sollte dieser Grenzwert unterschritten werden, wird in einem zweiten Schritt anhand qualitativer Kritieren erötert, ob dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

Medizinische Versorgung

Ja, Arztbesuche sind möglich. Bitte melden Sie sich vor einem Arztbesuch unbedingt telefonisch in der Praxis. Viele Praxen haben getrennte Bereiche für Patienten und Patientinnen mit Infektionskrankheiten und für jene ohne Symptome eingerichtet. Betreten Sie Arztpraxen nicht, ohne vorher dort angerufen zu haben.

Die Videosprechstunde ist die digitale Alternative zum gewöhnlichen Besuch einer Arztpraxis. Statt wie gewohnt im Behandlungszimmer, findet das Gespräch digital per Videotelefonie statt.

Ein Vorteil der Videosprechstunde während der Coronavirus-Epidemie ist, dass Patienten und Patientinnen dafür nicht das Haus verlassen müssen und so potenzielle Ansteckungsrisiken vermeiden. Insbesondere für Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 haben, hat sich die Videosprechstunde bei alltäglichen Erkrankungen bewährt. Sie ist jedoch nicht in jedem Fall einer gewöhnlichen Sprechstunde vorzuziehen. In manchen Fällen ist der direkte Kontakt zum Arzt oder zu der Ärztin unausweichlich.

Durch die Coronavirus-Pandemie erfreut sich die Videosprechstunde hoher Beliebtheit sowohl auf Seiten der Patienten und Patieninnen als auch bei Ärzten und Ärtinnen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel "So funktioniert die Videosprechstunde".

Die meisten Hausartpraxen sind aktuell geöffnet. Bitte versuchen Sie, eine andere Hausarztpraxis telefonisch zu erreichen, falls die Praxis Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin geschlossen ist. In der Regel können andere Ärzte oder Ärztinnen Ihnen Rezepte ausstellen.

Häufig können Rezepte per Post versandt werden, wenn der Patient oder die Patientin dem Arzt oder der Ärztin bekannt sind. Ggf. besteht auch die Option, das Rezept und die Medikamente von einem Boten ausliefern zu lassen.

Die ambulante Versorgung von Pflegebedürftigen ist weiterhin möglich. Einige Pflegedienste haben Infektionsschutzteams eingerichtet. Bereiche wie die Unfallhilfe, der Rettungsdienst oder der Hausnotruf sind auch im Notfall erreichbar.