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Bundesministerium für Gesundheit

Reisen

Reisen während der Coronavirus-Pandemie ist anders als zuvor: Einreisende müssen aktuelle Regelungen wie Einreiseverbote oder die Quarantäne - oder Testpflicht beachten, damit das Virus nicht mitreist. Hier finden Sie Informationen über die geltenden Maßnahmen und Tipps zum sicheren Reisen.

Allgemeine Reisehinweise

Gibt es eine COVID-19-Reisewarnung?

Seit dem 1. Oktober 2020 gelten weltweit wieder differenzierte Reisehinweise für alle Länder. Die pauschale Reisewarnung für außereuropäische Länder gilt nicht mehr. Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt grundsätzlich weiterhin für alle Länder, die von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft sind. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Bitte informieren Sie sich über aktuell geltende Einreisebestimmungen aller Länder auf der Website des Auswärtigen Amtes. Beachten Sie auch während der Reise die AHA+A-Formel: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen. Auch mit der Verwendung der Corona-Warn-App (A) können Sie einen Beitrag leisten, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Denn die App hilft dabei, festzustellen, ob Sie in Kontakt mit einer infizierten Person waren und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann

Stand: 27.05.2021

Wo finde ich Informationen zum Thema Reisen?

Welche Regelungen zum Thema Reisen und Urlaub gelten, erfahren Sie hier.

Fragen und Antworten zur digitalen Einreiseanmeldung, Nachweispflicht und Einreisequarantäne finden Sie hier.

Stand: 27.05.2021

Was muss ich beim Reisen mit dem Zug oder mit dem Flugzeug beachten?

Bund und Länder rufen dazu auf, nicht erforderliche Reisen generell zu vermeiden. Dazu gelten auch nicht notwendige Fahrten im ÖPNV. Tragen Sie in den S-Bahnen und Zügen, im Bahnhof, am Bahnsteig und an den Haltestellen sowie auf dem Flughafengelände und im Flugzeug bitte eine OP-Maske oder Maske der Standards FFP2, FFP3 oder KN95 und N95. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Reisenden und zum Personal sollte stets eingehalten werden. Die Deutsche Bahn stellt auf ihrer Internetseite viele Tipps zum sicheren Reisen bereit.

Im Flugzeug sollten unnötige Schlangenbildungen, z. B. vor der Bordtoilette, vermieden werden. Beim Ein- und Aussteigen und an den Flughäfen gelten die jeweiligen nationalen Hygienebestimmungen. Halten Sie sich insgesamt bitte an die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind (Abstand, Hygieneregeln, Alltag mit Maske). So kann jede und jeder auch beim Reisen einen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Ergänzt wird diese Formel durch A wie App (die Corona-Warn-App hilft, Infektionsketten zu unterbrechen) und L wie Lüften.

Beachten Sie auch die neue Testpflicht, die im Rahmen der neuen Einreiseverordnung am 12. Mai 2021 in Kraft getreten ist: Danach müssen alle Einreisenden, die seit dem 12. Mai per Flugzeug nach Deutschland einreisen wollen, sich verpflichtend vor Abreise testen lassen. Diese Nachweispflicht gilt unabhängig davon, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Nach Voraufenthalt in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet sind auch Personen, die mit dem Zug oder Bus reisen, verpflichtet, sich vor der Abreise testen zu lasse,  den negativen Testnachweis mit sich zu führen und  dem Beförderer vorzulegen.

Beachten Sie auch die aktuellen Regelungen für Geimpfte und Genesene.

Stand: 27.05.2021

Gelten für Kinder die gleichen Reisebestimmungen, wie für Erwachsene?

Bei der Einreise aus einem Virusvariantengebiet oder einem Risikogebiet unterliegen alle Kinder, egal in welchem Alter, der Meldepflicht. Kinder bis 6 Jahren sind von der Testpflicht nach Einreise befreit. Bei Kindern über 6 Jahren gilt die allgemeingültige Testpflicht.

Stand 27.05.2021

Müssen sich zweimalig geimpfte Personen bei Kontakt mit Erkrankten oder als Reiserückkehrer aus einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet in Quarantäne begeben?

Genesene und geimpfte Personen werden grundsätzlich Getesteten gleichgestellt. Wer einen entsprechenden Nachweis erbringen kann, braucht kein negatives Testergebnis vorzuweisen. Ausnahme: Die Einreise aus Virusvariantengebieten. Hier wird weiterhin nur der Testnachweis anerkannt.

Für die Einreise aus einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet gilt: Getestete, vollständig geimpfte und genesene Personen müssen nicht in Quarantäne, wenn sie einen entsprechenden Nachweis vorlegen können.

Welche Länder oder Regionen als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet gelten, listet das Robert Koch-Institut auf seiner Website auf.

Zwar geht das Robert Koch-Institut nach neuesten Erkenntnissen davon aus, dass das Risiko, das Coronavirus zu übertragen, bei infizierten, aber vollständig geimpften Personen stark vermindert ist, doch es muss damit gerechnet werden, dass einige Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung (asymptomatisch) PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden. Durch das Einhalten der Infektionsschutzmaßnahmen muss dieses Risiko weiterhin zusätzlich reduziert werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher, auch nach der Corona-Schutzimpfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen (AHA+L) weiterhin einzuhalten, solange das Infektionsgeschehen noch so dynamisch ist wie zurzeit und alle Maßnahmen einzuhalten, die dazu dienen, die Pandemie zurückzudrängen und alle Menschen bestmöglich vor Ansteckung zu schützen. Daher sollen als Vorsichtsmaßnahme – bis zum Vorliegen weiterer Studiendaten –auch Geimpfte bei Kontakt mit Erkrankten oder als Reiserückkehrer aus einem Risiko- bzw. Hochinzidenzgebiet (mehr zum Thema Kontaktpersonen hier) die Infektionsschutzmaßnahmen beachten.

Stand: 23.06.2021

Testpflicht bei Flug-Einreisen

Für wen gilt die neue Testpflicht?

Alle Einreisenden, die per Flugzeug seit dem 30. März in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen, müssen sich verpflichtend vor Abreise testen lassen. Von der Testpflicht sind Personen ausgenommen, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben. Crews sind von dieser Verpflichtung nicht betroffen.

Geimpfte und Genesene betrifft diese Testpflicht nur, wenn sie sich innerhalb der letzten zehn Tage in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, in allen anderen Fällen ist ein Impfnachweis oder Genesenennachweis ausreichend. 

Beachten Sie auch die aktuellen Regelungen für Geimpfte und Genesene.

Stand: 01.06.2021

Wo und von wem werden die Tests durchgeführt? Was mache ich, wenn ich im Ausland nicht an einen Test komme?

Die Testung erfolgt an den zugelassenen Stellen im Ausland.

Dazu gehören nach der Corona-Virus Testverordnung  § 1 Absatz 1

  1. die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes (z. B. Apotheken, Rettungs- und Hilfsorganisationen, medizinische Labore) und die von ihnen betriebenen Testzentren 
  2.  vom öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragte Testzentren
  3.  Arztpraxen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren

Wenn den zu befördernden Personen die Erlangung eines Testnachweises nicht möglich ist, können Beförderer vor Abreise eine den Anforderungen entsprechende Testung durchführen oder durchführen lassen und im Fall einer Negativtestung eine Beförderung vornehmen.

Der Nachweis kann in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form erbracht werden. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Stand: 27.05.2021

Wann genau muss man sich testen lassen?

Das Testergebnis muss vor Abreise vorliegen, um es dem Beförderer vorlegen zu können. Der Testnachweis muss sich jeweils auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden (bei Antigen-Tests) oder 72 Stunden (PCR) zurückliegt. Für die Berechnung dieser Zeiträume ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich. Bei Virusvariantengebieten verkürzt sich die Frist bei Antigen-Tests auf 24 Stunden.

Stand: 27.05.2021

Wer zahlt die Tests, die im Zuge der neuen Einreiseverordnung gemacht werden müssen?

Die Flugreisenden tragen die Kosten der Tests grundsätzlich selbst.

Stand: 27.05.2021

Kann ich gezwungen werden, mich testen zu lassen?

Sie können nicht zum Test gezwungen werden, aber die Beförderung durch die Flugverkehrsunternehmen ist nur bei Vorlage eines negativen Testergebnisses, eines Impfnachweises oder Genesenen-Nachweises gestattet. Mehr zu den Nachweisen finden Sie hier.

Stand: 14.05.2021

Was, wenn der Test positiv ausfällt? Kann ich dann nicht zurück nach Deutschland?

Die Beförderung durch die Beförderungsunternehmen ist nur mit negativem Testnachweis gestattet. Eine Isolierung nach den örtlichen Vorschriften ist auf eigene Verantwortung durchzuführen.

Wenn Sie nachweisen können, dass Sie vollständig geimpft sind oder eine Corona-Erkrankung überstanden haben und als genesen gelten, entfällt die Testpflicht. 

Stand: 31.05.2021

Wer zahlt die Quarantäne im Urlaubsland?

Die infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen richten sich nach den Rechtsvorschriften des Staats, in dem sich die Person im Ausland aufhält. In der Regel trägt die oder der Reisende die dafür entstehenden Kosten selbst.

Stand: 27.05.2021

Gilt die Testpflicht nur für Flugreisende oder auch für Reisen mit dem Auto?

Die allgemeine Testpflicht gilt nicht für Reisen mit dem Auto. Wenn sich Einreisende mit dem Auto allerdings zuvor in einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, sind sie auch dazu verpflichtet, vor der Einreise einen Test durchzuführen und den negativen Testnachweis mit sich zu führen.

Stand: 27.05.2021

Welche Tests werden anerkannt?

Es werden grundsätzlich Verfahren der Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR, LAMP, TMA) und Antigentests zum direkten Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anerkannt. Antikörper-Tests werden nicht anerkannt.

Antigen-Schnelltests werden anerkannt, wenn sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien erfüllen. Hierzu zählen Teste, die verglichen mit PCR-Tests, eine ≥80% Sensitivität und ≥97% Spezifität erreichen. Die Leistungsparameter von Antigen-Schnelltests werden stets in Bezug zu den Leistungsparametern einer PCR gesetzt und variieren von Hersteller zu Hersteller (siehe Packungsbeilage zum Antigen-Schnelltest). Um die Leistung solcher Antigen-Schnelltests zu optimieren, sollten Antigen-Schnelltests nicht von Laien, sondern ausschließlich von geschulten Anwendern unter strikter Einhaltung der Anweisungen des Herstellers durchgeführt werden.

Der Testnachweis ist auf Papier oder in einem elektronischen Dokument, jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache zu erbringen. Für den Abgleich der Mindestkriterien durch die zuständigen Gesundheitsbehörden müssen Angaben zum Hersteller der Antigen(schnell)-Tests ersichtlich sein.

Stand: 27.05.2021

Wie wird die Testpflicht kontrolliert?

Auch bei der neuen allgemeinen Testpflicht im Flugverkehr kontrollieren die Beförderer das Vorliegen eines Testnachweises. Zusätzlich können auch die nach dem Infektionsschutzgesetz zuständige Behörde (in der Regel: Gesundheitsamt) und die mit der grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung beauftragte Behörde (in der Regel: Bundespolizei) die Vorlage eines Testnachweises anfordern.

Stand: 12.05.2021

Wie wird die Testpflicht durchgesetzt?

Auch bei der neuen allgemeinen Testpflicht im Flugverkehr kontrollieren die Beförderer das Vorliegen eines Testnachweises. Zusätzlich können auch die nach dem Infektionsschutzgesetz zuständige Behörde (in der Regel das Gesundheitsamt) und die mit der grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung beauftragte Behörde (in der Regel die Bundespolizei) die Vorlage eines Testnachweises anfordern.

Stand: 16.06.2021

 

Wer registriert die Testergebnisse?

Die Meldepflicht des Infektionsschutzgesetzes für Testergebnisse gilt für die in § 8 IfSG genannten Personen und Stellen in Deutschland.

Stand: 12.05.2021

Ist die neue Regelung zeitlich befristet?

Nein, die Testpflicht ist in die aktuelle Einreiseverordnung überführt worden und besteht dort ohne weitere zeitliche Begrenzung.

Stand: 12.05.2021

Digitale Einreiseanmeldung (DEA)

Was ist die digitale Einreiseanmeldung (DEA)?

Zur Entlastung der Gesundheitsämter und zur Unterstützung der bestehenden Prozesse der Quarantäneüberwachung hat die Bundesregierung die Digitale Einreiseanmeldung (DEA) entwickelt, welche die bisherige papierbasierte Erfassung und Verarbeitung der Daten von Reisenden mit sogenannten Aussteigekarten ersetzt. Diese ist nach den am 8. November 2020 in Kraft getretenen Anordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit von allen Reisenden auszufüllen, die sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben und die nicht unter einen der ausgewiesenen Ausnahmetatbestände fallen. Die Pflicht zur Nutzung der digitalen Einreiseanmeldung begann am 8. November 2020 um 18 Uhr, die Anwendung ist über die Website erreichbar.

Stand 19.05.2021

Wie funktioniert die digitale Einreiseanmeldung? Wer kann meine Daten sehen?

Zur Anmeldung besuchen die Reisenden die Website und geben die Informationen zu ihren Aufenthalten der letzten 10 Tage an. Sollte sich darunter ein Risikogebiet befinden, wird die reisende Person dazu aufgefordert, ihre persönlichen Daten und den Aufenthaltsort für die Dauer der notwendigen Quarantäne anzugeben. Nach vollständiger Angabe aller notwendigen Informationen erhält die reisende Person eine PDF-Datei als Bestätigung.

Hat sich die reisende Person in den letzten 10 Tagen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten, wird der Prozess der Anmeldung vorzeitig beendet und keine Bestätigung ausgestellt. Minderjährige Mitreisende müssen keine eigene Anmeldung durchführen, sondern können gemeinsam bei der Anmeldung der verantwortlichen erwachsenen mitreisenden Person angegeben werden.

Die erhobenen Daten der Reisenden werden anhand des angegebenen Aufenthaltsortes in Deutschland automatisch dem zuständigen Gesundheitsamt zugeordnet und nur diesem zugänglich gemacht. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt, 14 Tage nach Einreise werden die Daten automatisch gelöscht.

Stand: 12.05.2021

Zu welchem Zeitpunkt bin ich verpflichtet, eine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen?

Bereits vor der Einreise muss die digitale Einreiseanmeldung vorgenommen werden, wenn Sie sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Auf diesem Einreiseportal geben Sie die Informationen zu Ihren Aufenthalten der letzten zehn Tage an. Nach vollständiger Angabe aller notwendigen Informationen erhalten Sie eine PDF-Datei als Bestätigung. Ihr Beförderer wird in der Regel vor der Beförderung kontrollieren, ob Sie eine Bestätigung vorweisen können. Eine Beförderung kann anderenfalls nicht erfolgen. 

Stand: 18.06.2021

Gibt es Ausnahmen von der Pflicht, eine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen?

Ja. Folgende Personengruppen sind von dieser Pflicht ausgenommen:

  • Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren.

Stand: 04.06.2021

Welches Ziel verfolgt die digitale Einreiseanmeldung?

Die Digitalisierung der bisher über Aussteigekarten erfolgenden Einreiseanmeldungen aus Risikogebieten entlastet die Gesundheitsämter. Sie erfahren schnell und zuverlässig, wer in ihrem Zuständigkeitsbereich aus einem Risikogebiet kommt und sich in Quarantäne begeben muss. Damit kann besser vermieden werden, dass durch Einreisen in Deutschland neue Infektionsherde entstehen.

Stand: 27.05.2021

Wann muss ich die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen?

Die Anmeldung ist vor der Abreise vorzunehmen. Die Vorlage einer Bestätigung über die erfolgte digitale Einreiseanmeldung (oder einer vollständig ausgefüllten Ersatzmitteilung in Ausnahmefällen) ist Voraussetzung für die Beförderung, wenn Sie mit dem Flugzeug, Schiff, Zug oder Bus einreisen.

Stand: 27.05.2021

Darf ich ohne digitale Einreiseanmeldung mit dem Bus, Flugzeug oder Schiff aus einen Risikogebiet über die Grenze nach Deutschland fahren?

Wenn Sie nicht unter eine der oben genannten Ausnahmen fallen, dürfen Sie ohne eine ausgefüllte Einreiseanmeldung nicht befördert werden. Das ergibt sich aus den Anordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit vom 5. November 2020 (Bundesanzeigerbekanntmachung, 6. November 2020). Demnach dürfen die Transportunternehmen keine Personen befördern, die weder einen Nachweis der digitalen Einreiseanmeldung vorlegen noch unter eine der oben genannten Ausnahmen fallen.

Stand: 27.05.2021

Was mache ich, wenn ich keinen Zugang zu einem Computer oder Smartphone habe oder wenn die DEA-Website nicht erreichbar ist?

Sollte es Ihnen in Ausnahmefällen (z. B. aufgrund mangelnder technischer Ausstattung oder wegen eines technischen Problems mit der Website) nicht möglich sein, eine digitale Einreiseanmeldung durchzuführen, sind Sie verpflichtet, stattdessen eine sogenannte Ersatzmitteilung in Papierform vorzunehmen. Das entsprechende Formular können Sie hier herunterladen. Das ausgefüllte Formular ist auf Anforderung dem Beförderer oder der Behörde im Rahmen der Einreisekontrolle (bei Einreise auf dem Luftweg von außerhalb des Schengen-Raums, in der Regel ist es die Bundespolizei) auszuhändigen. Für die Beschaffung (Download und Ausdrucken) der Ersatzmitteilung sind Reisende selbst verantwortlich. Die Ersatzmitteilung wird dann an das für den Aufenthaltsort des Einreisenden zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.

Wenn keine Anforderung zur Abgabe der Ersatzmitteilung erfolgt (durch Ihren Beförderer oder durch die zuständige Behörde im Rahmen grenzpolizeilicher Aufgabenwahrnehmung), sind Sie verpflichtet, spätestens 24 Stunden nach Einreise entweder die digitale Einreiseanmeldung nachzuholen oder die ausgefüllte Ersatzmitteilung per Post an folgende Adresse zu übermitteln:

Deutsche Post E-POST Solutions GmbH, 69990 Mannheim

Stand: 27.05.2021 

Pendler

Gilt die Coronavirus-Einreiseverordnung auch für Pendler?

Die Coronavirus-Einreiseverordnung differenziert zwischen Grenzgängern, Grenz- und Tagespendlern: 

Tagespendler sind Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden im Ausland aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen.

Grenzpendler sind Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte ins Ausland begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren.

Grenzgänger sind Personen, die ihren Wohnsitz im Ausland haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in die Bundesrepublik Deutschland begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren.

Tagespendler, Grenzpendler und Grenzgänger sind von der Anmelde- und Quarantänepflicht ausgenommen. Grenzpendler und Grenzgänger müssen mindestens zweimal pro Woche einen Testnachweis erbringen. Die beschriebenen Ausnahmen von der Testpflicht gelten nur, wenn die betroffenen Personen keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen.

Stand: 27.05.2021

Welche Pflichten gelten für Tagespendler?

Tagespendlerinnen und Tagespendler, die sich weniger als 24 Stunden in Deutschland aufhalten sind bei Einreise nach Aufenthalt in einem Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet von der Anmelde- und Quarantänepflicht ausgenommen.

Wenn sie sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben oder mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen, benötigen Tagespendlerinnen und Tagespendler entweder einen negativen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfnachweis.

Stand: 27.05.2021 

Welche Ausnahmen können für Pendler durch Landesbehörden vorgesehen werden?

Grenzpendlerinnern und Grenzpendler sind nach der Coronavirus-Einreiseverordnung bei Einreise, nach Aufenthalt in einem Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet von der Anmelde- und Quarantänepflicht ausgenommen und müssen nur zweimal pro Woche einen Testnachweis erbringen. Je nach Bundesland können jedoch unterschiedliche Maßnahmen bzw. Ausnahmen gelten. Wie die Regelungen an Ihrem Aufenthaltsort konkret umgesetzt werden können Sie unter hier nachlesen.

Stand: 28.05.2021

Welche Behörde kann die Einreise ohne Testung gemäß der Ausnahme nach § 4 Absatz 2 Nummer 5 Coronavirus-Einreiseverordnung erlauben?

Die zuständige Behörde bestimmt sich nach § 54 des Infektionsschutzgesetzes nach dem jeweiligen Landesrecht.

Stand: 14.05.2021

Transportgewerbe

Welche Pflichten gelten für das Transportgewerbe? In welchen Fällen besteht für das Transportgewerbe keine Anmelde- und/oder Testpflicht?

Zur Gruppe der Personen, die beruflich andere Personen, Waren oder Güter grenzüberschreitend transportieren, zählen auch alle Mitglieder von Besatzungen und Crews.

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Ausnahmen von der Testpflicht gelten nur, wenn die betroffenen Personen keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen.

Für Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren, gelten die folgenden Pflichten:

Bei Voraufenthalt in einem Risikogebiet, das weder Hochinzidenzgebiet noch Virusvarianten-Gebiet ist, ist Transportpersonal von der Anmelde- und Testpflicht unabhängig von der Dauer des Aufenthaltes im Risikogebiet oder in Deutschland ausgenommen.

Bei Voraufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet unterliegt das Transportpersonal der Anmeldepflicht, ist aber von der Testpflicht befreit, sofern sich das Personal nur 72 Stunden in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten hat oder sich nur 72 Stunden in Deutschland aufhalten wird.

Bei Voraufenthalt in einem Virusvarianten-Gebiet unterliegt das Transportpersonal einer Anmelde- und Testpflicht.

Alle Ausnahmen sind an die Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte geknüpft.

Stand: 22.06.2021

Gelten die Ausnahmen von der Testpflicht bei Risiko- und Hochinzidenzgebieten auch für Transportpersonal?

Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren und aus einem Risikogebiet zurückkehren, sind bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte von der allgemeinen Testpflicht ausgenommen. 

Personal, das aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, ist nur von der Testpflicht ausgenommen, wenn es sich nicht länger als 72 Stunden in dem betroffenen Gebiet aufgehalten hat.

Weitere Informationen zu den Ausnahmeregelungen für Beschäftigte im grenzüberschreitenden Personen-, Güter- und Warenverkehr finden Sie hier

Stand: 27.05.2021