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Corona-Wissen
15:41 · 20. September 2021

Homeoffice während der Corona-Pandemie: Tipps für Alltag und Fitness

Die Pandemie hat Homeoffice zu einem normalen Bestandteil des Alltags vieler Menschen gemacht. Folgende Tipps sind hilfreich, um auch beim Arbeiten zuhause körperlich und psychisch stabil zu bleiben – und die Arbeitsprozesse möglichst angenehm und produktiv zu gestalten.

Zuhause einen Arbeitsplatz einrichten /

Die Arbeit im Homeoffice ist durch die Pandemie Teil unseres Alltags geworden. Auch wenn es keine Homeoffice-Pflicht mehr gibt, raten Bund und Länder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weiterhin, wann immer möglich, diese Option zu nutzen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Nicht zuletzt aufgrund der Virusvarianten, zum Beispiel der Delta-Variante ist es nach wie vor sinnvoll, Kontakte zu vermeiden und Abstand zu anderen zu halten.

Homeoffice: Gesetzliche Regelungen und Empfehlungen der Bundesregierung

Seit dem 01. Juli 2021 gibt es keine Pflicht mehr für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Homeoffice anzubieten.  Allerdings kann den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ermöglicht werden, freiwillig aus dem Homeoffice zu arbeiten, um sie bestmöglich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Mehr Informationen zur Corona-Arbeitsschutzverordnung finden Sie hier. Sprechen Sie sich mit Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber ab, wenn Sie den Wunsch haben, weiterhin im Homeoffice zu arbeiten. Die Umsetzung der Corona-Regeln liegt bei den Bundesländern. Informieren Sie sich deshalb bitte über die geltenden Regelungen vor Ort.

Viele Vorteile durch Remote Work

Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile des Homeoffice: keine langen Arbeitswege,
keine Anfahrtskosten, keine Ablenkungen durch den trubeligen Betrieb in so manchem Großraumbüro. Der Arbeitstag beginnt oft entspannter und lässt am Ende des Tages mehr Freizeit übrig. Das kann die Produktivität steigern und Stress reduzieren. Neben vielen Vorteilen bringt mobiles Arbeiten von zu Hause aus aber auch einige Herausforderungen mit sich. 

Fünf Tipps für den Alltag im Homeoffice

Welche Methoden gibt es, um im Homeoffice körperlich und psychisch stabil zu bleiben?

1. Die Arbeitsroutine beibehalten und jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufstehen. 

Das Beibehalten von regulärer Arbeitsroutine und Disziplin kann dabei helfen, Privates und Arbeit klarer zu trennen und den Alltag zuhause besser zu strukturieren. 

2. Einen festen Arbeitsplatz nach ergonomischen Gesichtspunkten einrichten. 

Richten Sie sich Ihren Arbeitsplatz zuhause nach Möglichkeit getrennt und geordnet ein und entfernen Sie alle Ablenkungen wie störende Geräte oder auffällige Dekoration. Tragen Sie Arbeitskleidung statt Jogginghose. All dies hilft, eine gewohnte Arbeitsatmosphäre zu etablieren. Außerdem lohnt es sich, den Arbeitsbereich – im besten Falle genauso wie im Büro – ergonomisch zu gestalten und zum Beispiel in einen passenden Bürostuhl zu investieren. Kontaktieren Sie hierfür auch Ihre Arbeitgeberin oder Ihren Arbeitgeber, die gegebenenfalls die Kosten übernehmen.

3. Pausen abwechslungsreich gestalten, zum Beispiel mit Sportübungen. 

Der Weg zum Arbeitsplatz, zur Kaffeemaschine oder der kurze Spaziergang in der Mittagspause fallen zuhause weg. Langes, starres Sitzen jedoch kann zu Haltungsschäden und Verspannungen führen. Schon wenige Sportübungen, zum Beispiel während der Pause, können die fehlende Bewegung ersetzen und stärken nicht nur die physische, sondern auch die psychische Gesundheit (s. Infokasten). Regelmäßiges Stoßlüften bringt außerdem frische Luft in die Räumlichkeiten und schützt vor Müdigkeit.

4. Regelmäßig den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen suchen.

Vielen Menschen fehlen ihre Kolleginnen und Kollegen. Machen Sie sich bewusst, dass es im Moment den meisten so geht und trauen Sie sich, andere regelmäßig zu kontaktieren. Nutzen Sie auch digitale Möglichkeiten wie etwa Videoanrufe, um die Mittagspause gemeinsam mit anderen zu verbringen. Das kann anfangs ungewohnt sein und ersetzt natürlich nicht den persönlichen Austausch. Trotzdem fühlt man sich weniger allein, verliert nicht den Anschluss und vermeidet ein Gefühl der Isolation bei sich und anderen. Mehr zum Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz während der Coronavirus-Pandemie
finden Sie hier.

5. Arbeitszeiten klar kommunizieren und strukturieren.  

Machen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen deutlich, dass Sie in der Regel nur während eines festgelegten Zeitfensters tätig sind. Durch die fehlende räumliche Trennung von Büro und zuhause laufen Sie ansonsten Gefahr, ständig erreichbar zu sein und mehr zu arbeiten als bei der Arbeit im Büro. Beschreiben Sie Ihre Ziele genau und stellen Sie einen Zeitplan auf. Das hilft, die Arbeit einzuteilen und sich weder zu über- noch zu unterfordern. Zudem hilft es, Struktur in Ihre Arbeit und somit in Ihren Alltag zuhause zu bringen. 

Die Coronavirus-Pandemie ist kein Dauerzustand.

Die beschriebenen Methoden und Tipps helfen Ihnen dabei, Ihren Alltag und das Homeoffice so angenehm und inspirierend wie möglich zu gestalten. Immer mehr Menschen finden durchaus Gefallen am Arbeiten zuhause – sollten Sie nicht dazu zählen, hilft es, sich stets vor Augen zu halten, dass die derzeitige Situation kein Dauerzustand ist. Nutzen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, und freuen Sie sich darauf, dass Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen in Zukunft auch wieder persönlich treffen können. 

Fit im Homeoffice

Zuhause fit bleiben: Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sollten wir darauf achten, uns weiterhin ausreichend zu bewegen. Damit stärken wir unsere Abwehrkräfte und unser psychisches Wohlbefinden. Auch im Homeoffice gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich körperlich zu betätigen.

Bewegung macht munter – und hält gesund

Bewegung bringt Herz und Kreislauf in Schwung und stärkt die Abwehrkräfte – auch ohne Sportstudio: Sie haben ein wunderbares Sportgerät immer dabei: Ihr eigenes Körpergewicht“, sagt Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Der Sportprofessor empfiehlt, den Tag zuhause durch ein Bewegungsprogramm gesünder zu gestalten und jede Gelegenheit zu nutzen, Ihrem Köper eine Pause vom Sitzen zu gönnen. Auch wenn es nur kleine Bewegungen sind: Verschränken Sie für zehn Sekunden die Arme hinter dem Kopf und strecken Sie die Brustwirbelsäule. Strecken Sie die Beine aus und räkeln Sie sich. Benutzen Sie die Treppen im Haus als Sportgerät. Stehen Sie zum Telefonieren oder für die Videokonferenz auf. Eine Vielzahl von Übungsvorschlägen für zuhause finden Sie im Internet, zum Beispiel unter dem Suchbegriff „Fit trotz Corona“, oder auch in diesem Video.

Frische Luft tanken: Gehen, laufen, Fahrrad fahren

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, sich an der frischen Luft zu bewegen. Joggen eignet sich besonders gut, weil man in kurzer Zeit viele körperliche Funktionen stimuliert. Wer gerade erst mit Sport beginnt, steigt mit einem Spaziergang ein. Und wer Gelenkprobleme hat, setzt sich aufs Fahrrad. Ganz wichtig: Achten Sie beim Sport im Freien auf ausreichend Abstand. Denn wer Sport treibt, verbreitet die beim Ausatmen austretenden Tröpfchen und Aerosole weiter als sonst – und das erhöht die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus. Bewegen Sie sich beim Joggen nicht direkt im Windschatten eines anderen Laufenden. Und beachten Sie generell die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

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