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Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Bundesministerium für Gesundheit

Krankschreibung und Rezepte

Auch in Pandemie-Zeiten sind normale Erkältungen, Grippeinfektionen oder Verletzungen natürlich möglich. Wie Sie in solchen Fällen mit Ihrem dienstleichen Ausfall umgehen und welche Schritte zu beachten sind, erfahren Sie hier.

Welche Informationen muss ich meiner Arbeitgeberin oder meinem Arbeitgeber zu meinem Gesundheitszustand geben? Was muss ich tun, wenn ich danach gefragt werde?

Ist bei Ihnen eine Erkrankung durch eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden, kann die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber Auskunft hierüber verlangen, um der Fürsorge- und Schutzpflicht nachzukommen. Bitte beachten Sie jedoch die grundsätzliche Regelung: Fragen der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers nach dem Gesundheitszustand von Beschäftigten bedürfen einer besonderen Rechtfertigung. Weitere Informationen erhalten Sie hier

Einer offiziellen Meldepflicht unterliegen aktuell nur Ärztinnen und Ärzte. Diese müssen bei Diagnose einer Infektion einer ihrer Patientinnen und Patienten mit dem Coronavirus das zuständige Gesundheitsamt darüber informieren.

Stand: 18.06.2021

Welche Folgen hat es, wenn Arbeitgeberinnen oder Arbeitgeber Beschäftige nach Hause schicken, z. B. weil sie Husten haben?

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen offensichtlich arbeitsunfähig erkrankte Beschäftigte von der Arbeit fernhalten. Beschäftigte haben in dem Fall Anspruch auf Weiterzahlung des Gehalts im Krankheitsfall. Es gelten die Regelungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes. Weitere Details finden Sie hier

Stand: 18.06.2021

Werden Einkommensausfälle aufgrund einer Quarantäne entschädigt?

Einkommensausfälle aufgrund einer vermeidbaren Reise in ein Risikogebiet und einer darausfolgenden Quarantäne werden nicht entschädigt. Die Region muss bereits bei Reiseantritt als Risikogebiet ausgewiesen sein, damit diese Regelung gilt. Eine Auflistung der Risikogebiete finden Sie beim Robert Koch-Institut.

Stand: 04.06.2021

Erhalte ich mein Gehalt weiter, wenn ich an COVID-19 erkrankt bin?

An COVID-19 arbeitsunfähig Erkrankte, die somit ihrer Arbeit nicht nachgehen können, haben einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für den Zeitraum von sechs Wochen. Gesetzlich Versicherte haben nach diesem Zeitraum grundsätzlich Anspruch auf Krankengeld. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Stand: 06.05.2021

Wird mein Lohn fortgezahlt, wenn ich wegen einer Warnung durch die App zu Hause bleibe?

Die alleinige Warnung durch die App ist hierfür nicht ausreichend, sondern dient als Hinweis, um Kontakt zum Gesundheitswesen aufzunehmen. Wenn Sie durch die App gewarnt werden, sollten Sie ärztliches Fachpersonal kontaktieren und das weitere Vorgehen abklären. Wenn Sie positiv auf Corona getestet werden, können Sie eine Krankschreibung erhalten und haben Anspruch auf Lohnfortzahlung. Ordnet das Gesundheitsamt eine Quarantäne für Sie an, muss Ihr Gehalt weiterhin gezahlt werden. Ihre Arbeitgeberin oder Ihr Arbeitgeber wird dafür wiederum vom Gesundheitsamt entschädigt.

Stand: 04.06.2021

Darf ich mich telefonisch krankschreiben lassen?

Ja, das ist möglich. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) kann seit dem 19. Oktober 2020 wieder über das Telefon ausgestellt werden. Die Sonderregelung endete zuletzt Anfang Juni 2020 und ist wieder in Kraft. Sie gilt zunächst bis Ende Juni 2021. Patientinnen und Patienten, die an einer leichten Atemwegserkrankung leiden, können sich telefonisch bis zu sieben Tage krankschreiben lassen, eine einmalige Verlängerung ist möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Stand: 31.05.2021

Wann muss ich dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen?

Grundsätzlich gilt: Alle Beschäftigten müssen ihrer Arbeitgeberin oder ihrem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzeigen (zum Beispiel telefonisch oder per E-Mail). Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, so muss der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber spätestens am darauffolgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung diesbezüglich vorgelegt werden. Nach ärztlicher Rücksprache können Patientinnen und Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege aktuell eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit bis zu 14 Tagen ausgestellt bekommen.

Stand: 09.06.2021