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Ältere Menschen
11:59 Uhr · 29. April 2020

Aus der Lebenserfahrung schöpfen

Wie mit Anforderungen umgehen, die aus der Verbreitung des neuartigen Coronavirus erwachsen? Älteren Menschen kann es in dieser Situation helfen, auf Erfahrungen aus früheren Lebenssituationen zurückzugreifen.

Bild: Getty Images / Paul Bradburry

Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus stellt jeden Einzelnen und jede Einzelne vor Anforderungen: Der Alltag muss neugestaltet, soziale Kontakte müssen anders organisiert werden. Solche Veränderungen erleben Menschen als besonders gravierend, wenn sie alleine in einem Haushalt oder in einem Pflegeheim leben. Gerade in Pflegeheimen sind Kontaktmöglichkeiten deutlich eingeschränkt, denn der Besuch von Verwandten ist nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich. 

Als Person, die zur Risikogruppe gehört, möchten Sie vielleicht an bestimmten Aktivitäten wie z.B. Gottesdiensten oder Restaurantbesuchen, die nun zum Teil und unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen wieder möglich sind, nicht teilnehmen. Dass in solchen Situationen Verunsicherungen, Sorgen und Ängste auftreten, ist nur zu verständlich.

Gerade in belastenden Situationen ist es gut, wenn Sie sich auf Ihre Erfahrungen besinnen, die Sie im Laufe Ihres Lebens gemacht haben. Denn oft sind Erfahrungen, die Sie in der Auseinandersetzung mit Belastungen, Krisen und Konflikten in früheren Lebensabschnitten gewonnen haben, besonders hilfreich. 

Gerade ältere Menschen können in aller Regel viel über schwierige Zeiten berichten, die sie in ihrer Kindheit oder in späteren Jahren durchgemacht haben. An diesen Berichten fällt auf, dass sie nicht nur beschreiben, wie schlimm alles war, sondern auch, wie es ihnen gelungen ist, diese Phasen zu überwinden. Mit diesen Erfahrungen lassen sich die Herausforderungen der Coronavirus-Epidemie eher meistern. 

Greifen Sie auf Ihr Lebenswissen zurück und knüpfen Sie an die in früheren Lebensjahren entwickelten Fähigkeiten an. Zum Beispiel zur selbständigen Gestaltung des Alltags. Wenn Sie nahestehende Menschen nicht treffen können, dann ist vielleicht die Kontaktpflege durch Briefe, Telefon und Internet eine Hilfe. Auch bei einem Spaziergang können Sie mit einem anderen Menschen ins Gespräch kommen und einen neuen Kontakt knüpfen. Die meisten Menschen sind dankbar, wenn man Ihnen freundlich begegnet und das Wort an sie richtet. Durch die Art und Weise, wie Sie mit der aktuellen Situation persönlich umgehen, können Sie auch anderen Menschen ein Vorbild sein und diese unterstützen. 

Bitte beachten Sie: Unterschätzen Sie im Kontakt mit anderen Personen nicht die Ansteckungsgefahr. Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen ein, achten Sie auf eine gute Handhygiene und die Nies- und Husten-Etikette. 

Im Folgenden haben wir konkrete Tipps und Informationen für Sie zusammengestellt, die helfen sollen, die angesprochenen Herausforderungen besser zu bewältigen. Zusätzlich finden Sie hilfreiche Adressen für weitere Informationen oder eine konkrete individuelle Beratung.