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12:22 · 16. März 2021

Ansteckung mit Corona - So wird das Coronavirus übertragen

Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt vor allem durch die Tröpfcheninfektion und über Aerosole. Auch eine Schmierinfektion über Oberflächen ist möglich. Hier erfahren Sie, welche Übertragungswege für das Coronavirus es gibt und welche Faktoren das Infektionsrisiko erhöhen.

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Coronavirus-Übertragung kann über verschiedene Wege erfolgen und findet vor allem über die Atemwege statt. Das Risiko für eine Ansteckung hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Menge der Viruspartikel, die der oder die Infizierte ausscheidet, ist beispielsweise ein Faktor für ein erhöhtes Infektionsrisiko. Auch die Dauer eines Kontakts mit einer erkrankten Person kann ausschlaggebend sein, ebenso wie der Ort eines persönlichen Treffens: In geschlossenen Räumen ist das Risiko einer Coronavirus-Übertragung weitaus höher als an der frischen Luft.  Ebenso wird vermutet, dass sich Coronavirus-Mutationen wie z. B. die aus Großbritannien, leichter von Mensch zu Mensch übertragen als die bisher bekannte Virusform.

COVID-19-Infektion über Tröpfchen

Die Corona-Ansteckung erfolgt hauptsächlich über die Tröpfcheninfektion. Wenn eine infizierte Person hustet, niest oder spricht, scheidet sie Tröpfchen mit Viren aus. Diese verbreiten sich in einem Umkreis von etwa 1,5 Metern und setzen sich auf Oberflächen ab. Befinden sich andere Menschen in der Nähe, können Tröpfchen in deren Mund, Nase und ggf. Augen gelangen und sie infizieren

Corona Ansteckung durch Tröpfcheninfektion

Je näher eine Person der oder dem Infizierten ist, desto mehr infektiöse Tröpfchen können sie erreichen. Ab einem Mindestabstand von 1,5 Metern ist die Infektionswahrscheinlichkeit geringer. Aus diesem Grund müssen wir bei persönlichen Treffen mit anderen Menschen das erste A in der AHA-Formel beachten: Abstand halten. Je konsequenter die Abstandsregeln eingehalten werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Coronavirus.

Corona-Übertragung über Aerosole

Ebenfalls möglich ist die Übertragung von Corona über Aerosole. Dieser Übertragungsweg ist dem der Tröpfcheninfektion ähnlich und ihr Übergang ist fließend. Dabei handelt es sich um in der Luft schwebende Tröpfchenkerne, die kleiner als 5 Mikrometer sind. Beim Sprechen, aber auch vor allem beim lauten Lachen oder Singen können diese freigesetzt werden und über einen längeren Zeitraum in der Luft stehen. Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, sollten deswegen regelmäßig gelüftet werden. Hier ist das Risiko einer Infektion höher, vor allem wenn sich Personen über einen längeren Zeitraum in besagten Räumen aufhalten. Eine Maske kann zusätzlichen Schutz bieten. Trägt eine infizierte Person eine Maske, kann diese einen Teil der Tröpfchen und Aerosole abfangen, sodass sie sich nicht so schnell verbreiten wie ohne Schutz. Einige Maskenarten wie FFP2-Masken schützen sogar die oder den Maskentragenden selbst vor einer möglichen Ansteckung, wie Sie hier nachlesen können. 

Weitere Übertragungswege: Corona-Ansteckung über die Schmierinfektion

Auch eine Übertragung der Coronaviren über Oberflächen ist möglich. Coronaviren können auf unbelebten Oberflächen wie Metall, Glas oder Plastik überleben. Niest oder hustet eine an COVID-19 erkrankte Person direkt auf eine solche Oberfläche, ist diese für eine gewisse Zeit lang infektiös. Die Überlebensdauer der Viren bestimmt sich vor allem durch Umweltfaktoren wie der Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder der Beschaffenheit der Oberfläche. Wie lange Coronaviren auf Oberflächen leben können, ist noch nicht vollständig geklärt und wird weiter untersucht. Laboruntersuchungen einer amerikanischen Arbeitsgruppe haben gezeigt, dass das Coronavirus auf Edelstahl und Plastik bei starker Kontamination bis zu zwei oder drei Tage infektiös bleiben kann. Eine nicht infizierte Person, die eine kontaminierte Oberfläche anfasst und sich kurz danach an Mund, Nase oder Augen greift, kann sich somit mit dem Coronavirus infizieren und selbst Krankheitssymptome entwickeln. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist demnach wichtig, um sich vor einer Schmierinfektion zu schützen. Auch das Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch kann eine Übertragung vermeiden. 

Die AHA-Formel schützt vor einer Corona-Ansteckung

Die Wahrscheinlichkeit einer Corona-Ansteckung über einen der oben genannten Übertragungswege kann durch die AHA-Formel verringert werden. Wenn Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, die Hygieneregeln beachten und im Alltag eine Maske tragen, können Sie sich und Ihr Umfeld schützen. Auch das L in der erweiterten AHA+L-Formel ist eine wichtige Schutzmaßnahme: Gründliches Lüften sinkt das Infektionsrisiko über Aerosole, wie Sie hier nachlesen können. Auch mit der Verwendung der Corona-Warn-App (AHA+A) können Sie einen Beitrag leisten, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Denn die App hilft dabei, festzustellen, ob Sie in Kontakt mit einer infizierten Person waren und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann.

Die gesamte Grafik zum Download finden Sie hier:

PDF: So wird das neuartige Coronavirus übertragen

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