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Corona-Datenspende-App des RKI

Welchen Zweck die Corona-Datenspende-App des Robert Koch-Instituts verfolgt, wie sie zur Eindämmung der Pandemie beitragen kann und welche Daten sie erhebt, erfahren Sie hier.

Was ist die „Corona-Datenspende-App“?

Mit der Corona-Datenspende stellen Bürgerinnen und Bürger dem Robert Koch-Institut Daten zur Verfügung, die dabei helfen können, die Ausbreitung des Coronavirus besser zu erfassen und zu verstehen. Dabei handelt es sich um Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches, auch Wearables genannt. Diese Daten werden mit Hilfe einer Smartphone-App zur Verfügung gestellt. Die Daten können Hinweise auf Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus liefern. Die Datenfreigabe aus Fitnessarmbändern und Smartwatches soll zusammen mit Informationen aus anderen Datenquellen wie zum Beispiel den offiziellen Meldedaten dazu beitragen, dass die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ein genaueres Bild über die Verbreitung des Virus gewinnen.

Stand: 25.05.2021

Wie funktioniert die Corona-Datenspende genau?

Nutzerinnen und Nutzer senden über eine App verschiedene Daten an das Robert Koch-Institut. Dazu gehören Daten zur Aktivität und Herzfrequenz, die von Fitnessarmbändern und Smartwatches gesammelt werden. Ebenso wird nach der Postleitzahl der Nutzer und Nutzerinnen gefragt. Neuartige Algorithmen können anhand dieser Daten verschiedene Symptome erkennen, die unter anderem mit einer Coronavirus-Infektion in Verbindung gebracht werden. Auf Basis wissenschaftlicher Methoden werden die Ergebnisse geografisch aufbereitet. Sie können den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts zusätzliche Informationen zur Verbreitung des neuartigen Coronavirus liefern.

Stand: 10.06.2021

Erkennt die App, ob ich am neuartigen Coronavirus erkrankt bin?

Die App ist kein Test auf das Coronavirus. Sie erkennt nicht, ob Sie an COVID-19 erkrankt sind. Die App kann verschiedene Symptome erkennen, die mit einer Infektion mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören etwa ein erhöhter Ruhepuls (Hinweis auf Fieber) und ein verändertes Schlaf- und Aktivitätsverhalten.

Stand: 31.05.2021

Wer kann die „Corona-Datenspende“ nutzen?

Jede in Deutschland lebende Person, die ein Fitnessarmband oder eine Smartwatch und ein Smartphone mit Internetverbindung besitzen, kann die App nutzen.

Stand: 16.06.2021

Wer steht hinter der „Corona-Datenspende“?

Die „Corona-Datenspende" wird vom Robert Koch-Institut herausgegeben. Die App wurde in Zusammenarbeit mit Thryve (mHealth Pioneers GmbH) entwickelt, einem auf Digital Health spezialisierten Unternehmen. Dieses Unternehmen ist der technologische Dienstleister. Mehr Informationen zur App finden Sie hier.

Stand: 23.06.2021

Ist die „Corona-Datenspende“ anonym?

Die Nutzung der App basiert auf einer individuellen Nutzer-ID, die Ihnen persönlich zugeordnet ist - dem sogenannten Pseudonym. Nur so können Daten auch über längere Zeiträume richtig zugeordnet und interpretiert werden. Die App ist damit nicht anonym, sondern pseudonym. Dennoch hat das Robert Koch-Institut zu keiner Zeit Kenntnis Ihrer persönlichen Informationen (Anschrift oder Name).

Stand: 31.05.2021

Welche Daten werden erhoben?

Die folgenden Daten werden von der „Corona-Datenspende-App“ erhoben und verarbeitet:

  1. Automatisch und manuell erfasste Aktivitäten des Fitnessarmbands, wie bspw.:

    • Sport (bspw. Fahrradfahren, Laufen)
    • Schlafen und Schlafphasen
    • Aktivsein (bspw. Gehen, Aktivität)
    • Ruhezeiten
  2. Automatisch und manuell erfasste Vitaldaten des Fitnessarmbands wie bspw.:

    • Puls
    • Herzratenvariabilität
    • Stress
    • Temperatur
    • Gewicht
    • Blutdruck
  3. Soziodemografische Daten, soweit diese zuvor vom Nutzer in der Fitnessarmband-Anwendung eingegeben worden sind:

    • Alter (gerundet auf 5 Jahre)
    • Größe (gerundet auf 5cm)
    • Geschlecht
    • Gewicht (gerundet auf 5kg)

Die Geschlechts-, Körper- und Fitnessarmband-Daten werden benötigt, um mögliche Symptome zu erkennen. Die Postleitzahl wird für die Erfassung der räumlichen Ausbreitung benötigt. Diese Daten erlauben keine Identifizierung Ihrer Person.

Stand: 04.06.2021

Wie kann die App Expertinnen und Experten bei der Bewältigung der Krise helfen?

Um die Verbreitung von COVID-19 besser erfassen zu können, ist eine breite Datenbasis – die Erhebung von Daten aus vielen verschiedenen Quellen – notwendig. Die zur Verfügung gestellten Daten liefern zusätzlich wertvolle Informationen über das Coronavirus.

Stand: 13.04.2021

Wo finde ich die „Corona-Datenspende-App“?

Die "Corona-Datenspende-App" finden Sie in den App Stores von Google und Apple.

Stand: 09.06.2021

Ist die App kostenfrei?

Ja. Ihnen entstehen keinerlei Kosten. Die Finanzierung der „Corona-Datenspende-App“ erfolgt durch das Robert Koch-Institut.

Stand: 21.06.2021

Welche Apps zur Bekämpfung von COVID-19 gibt es noch außer der Corona-Warn-App und der Corona-Datenspende-App?

Digitale Angebote wie Apps können dabei helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen oder bieten Unterstützung bei Herausforderungen in dieser Zeit. Hier ein kurzer Überblick über einige Apps:

  • Die Corona-Warn-App informiert über Risikokontakte mit Corona-positiv Getesteten und kann so Infektionsketten unterbrechen. Außerdem können Antigen-Schnelltests in der App erfasst werden. Darüber hinaus können nun nach und nach auch Impfzertifikate, die man nach einer Impfung im Impfzentrum bzw. der Arztpraxis erhält mit der App gescannt und verwaltet werden, um per QR-Code den eigenen Corona-Impfstatus bei Bedarf sicher und digital nachweisen zu können.
  • Mit der CovPass-App können Bürgerinnen und Bürger ebenfalls ihre Impfzertifikate scannen und verwalten und somit erhaltene Corona-Schutzimpfungen mit dem erzeugten QR-Code einfach und sicher nachweisen. Zukünftig lassen sich in der App auch Nachweise über die Genesung von einer Corona-Infektion oder über einen negativen Corona-Test anzeigen.
  • Die Corona-Datenspende-App des Robert Koch-Instituts wertet Gesundheitsdaten von Tracking-Geräten aus und kann so Symptome erkennen, die mit Infektionszahlen in Verbindung stehen. Die CovApp der Charité gibt Menschen nach dem Ausfüllen mehrerer Fragen Empfehlungen bei möglichen Symptomen, Vorerkrankungen oder Verdachtsfällen gibt.
  • Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz betreibt die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App), die deutschlandweit vor Gefahren warnt. Seit dem neuesten Update der App bietet NINA auch aktuelle Nachrichten und Basisinformationen zur Coronavirus-Pandemie.
  • Mit der vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelten AppSafeVac 2.0 kann die Verträglichkeit von COVID-19-Impfstoffen erhoben werden.
  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) bietet eine Impf-App für Ärztinnen und Ärzte und Gesundheitsfachpersonal an. Die App unterstützt bei Fragen zum Impfen im Praxisalltag und enthält neben Fachinformationen zu allen Impfstoffen auch aktuelle News zu COVID-19.

Mehr zu den Apps erfahren Sie in unserem Artikel hier.

Stand: 10.06.2021