Bundesministerium für Gesundheit

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Ärztinnen und Ärzte

Ärztinnen und Ärzte sind essentiell in der Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus. Sie informieren Patientinnen und Patienten über den Schutz vor einer Infektion oder im Fall einer Ansteckung über weitere Vorgehensweisen. Relevante Informationen für Ärztinnen und Ärzte finden Sie hier.

Wann besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko?

Ein höheres Infektionsrisiko besteht bei direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten von an COVID-19 erkrankten Personen. Das kann beim Anhusten oder Anniesen beziehungsweise bei medizinischen oder pflegerischen Maßnahmen der Fall sein. Das Risiko kann durch die Verwendung von entsprechender Schutzausrüstung vermindert werden. Dazu gehören Atemschutzmasken, die mindestens den Standard der FFP2-Maske erfüllen. Das Robert Koch-Institut stellt auf seiner Website Informationen zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patientinnen und Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 zur Verfügung.

Mehr Informationen zur richtigen Schutzausrüstung finden Sie hier.

Stand: 25.08.2021

Warum ist es sinnvoll, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem medizinischen Bereich arbeiten, regelmäßig testen lassen?

Mit präventiven Reihentests in Krankenhäusern und Pflegeheimen und durch das Testen von Kontaktpersonen von Infizierten lassen sich Infektionsketten schnell erkennen und können besser unterbrochen werden.

Die Nationale Teststrategie sieht vor, dass auch Personal in Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen und stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen weiterhin getestet wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

In der Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ist konkret geregelt, dass Pflegeeinrichtungen auf der Grundlage eines einrichtungsbezogenen Testkonzepts eine bestimmte Menge an PoC-Antigen-Tests („Schnelltests“) beschaffen und nutzen können. In stationären Einrichtungen können bis zu 30 PoC-Antigen-Tests und von ambulanten Einrichtungen bis zu 20 dieser Tests je Pflegebedürftigem pro Monat beschafft und genutzt werden. Die Kosten für das Testmaterial werden erstattet. Die PoC-Antigen-Tests sollen von den Einrichtungen eingesetzt werden für die Testung von Personen, die dort tätig sind, die dort gepflegt und betreut werden oder die als Besuchsperson eine stationäre Pflegeeinrichtung betreten wollen. Auf Landesebene wird in Verordnungen und Allgemeinverfügungen vorgegeben, wie häufig Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeheimen auf das Corona-Virus getestet werden müssen.

Festlegungen zu Testpflichten und -häufigkeiten für Personal und Besuchspersonen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden von den einzelnen Bundesländern getroffen. Für Besuchspersonen von Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt in allen Bundesländern seit  dem 23. August 2021 die 3G-Regel, nach welcher der Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen zu gewähren ist.

Stand: 25.08.2021

Wo finde ich Informationen darüber, wie man mit Ausbrüchen in öffentlichen Einrichtungen vorgeht?

Ausbruchsgeschehen müssen so schnell wie möglich erkannt werden, damit sie durch Infektionsschutzmaßnahmen eingedämmt werden können. Weitere Ansteckungen können so verhindert werden. Die Gesundheitsämter suchen daher gezielt Erkrankungsfälle im Umfeld von Erkrankten (aktive Fallfindung), um sie so früh wie möglich zu identifizieren und Infektionsketten zu unterbrechen, aber auch, um das Ausmaß des Infektionsgeschehens abzuschätzen.

Die nationale Teststrategie sieht außerdem vor, durch vermehrtes Testen in öffentlichen Einrichtungen Infektionsketten frühzeitig aufzudecken. Lesen Sie hier warum es sinnvoll ist, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem medizinischen oder pflegerischen Bereich arbeiten, regelmäßig testen lassen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt einen Leitfaden zum Vorgehen bei Häufungen von COVID-19 für den öffentlichen Gesundheitsdienst zur Verfügung. Für das Management von Ausbrüchen in Altenheimen und medizinischen Einrichtungen gibt es spezielle Empfehlungen. Eine Infografik auf der Website des RKI erklärt die aktive Fallfindung.

Stand: 25.08.2021

Gibt es finanzielle Unterstützung für Arztpraxen?

Mit dem „COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz“ werden die wirtschaftlichen Folgen unter anderem für Vertragsärztinnen und -ärzte aufgefangen. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten werden bei einer zu hohen Umsatzminderung aufgrund einer geringeren Inanspruchnahme durch Patientinnen und Patienten mit Ausgleichszahlungen sowie mit zeitnahen Anpassungen der Honorarverteilung geschützt. Die Kassenärztlichen Vereinigungen erhalten die zusätzlichen Kosten für die Finanzierung außerordentlicher Maßnahmen, die während des Bestehens der epidemischen Notlage erforderlich sind (wie zum Beispiel die Einrichtung von „Fieberambulanzen“), von den Krankenkassen erstattet. Mehr Informationen finden Sie hier.

Stand: 24.08.2021

Wie werden ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus abgerechnet?

Detaillierte Informationen und Hinweise zur Abrechnung können Sie hier finden.

Stand: 28.04.2021

Wie soll die Corona-Warn-App von medizinischem und pflegerischem Personal bei Tätigkeiten wie z. B. Krankentransporten verwendet werden?

Bei der Arbeit mit Personen, die sich über die Corona-Warn-App als positiver Fall verifiziert haben, rät das Robert Koch-Institut (RKI) medizinischem und pflegerischem Personal mit adäquater Schutzausrüstung im Hinblick auf die persönliche Verwendung der Corona-Warn-App bestimmte Vorkehrungen zu treffen. Um ihre Risikoeinschätzung nicht zu verfälschen, sollte je nach Fall die Bluetooth-Funktion kurzzeitig deaktiviert werden. Nur so kann die Warnmeldung als zuverlässige Risikomitteilung interpretiert werden.

Bei der Arbeit mit Personen, die sich bereits als positiver Fall verifiziert haben lassen, werden keine weiteren Codes durch die App ausgetauscht und somit auch keine neuen Warnmeldungen generiert. Ein erhöhtes Risiko wird ausschließlich für Begegnungen für die letzten 14 Tage vor der Verifikation ausgesprochen. Bei der Arbeit mit Personen, die sich allerdings erst nachträglich über die Corona-Warn-App als positiver Fall identifiziert haben, werden bis zum Zeitpunkt der Verifikationen 14 Tage rückwirkend Warnmeldungen für Kontaktpersonen generiert. Dem Personal wird bei der Arbeit mit diesen Fällen also eine Risiko-Begegnung und evtl. auch ein erhöhtes Risiko angezeigt werden. In diesem Fall ist anzuraten, die Bluetooth-Funktion bei der Behandlung zu deaktivieren, da andernfalls eine Warnmeldung mit erhöhtem Risiko die Folge ist. Auch bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus, ist anzuraten die Bluetooth-Funktion zu deaktivieren. Lässt sich die behandelnde Person später als ein positiver Fall verifizieren, wird dem behandelnden Personal ansonsten ein erhöhtes Risiko angezeigt.

Bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem ungeklärten Infektionsstatus ohne adäquate Schutzausrüstung des Personals, kann die App ohne Funktionseinschränkung genutzt werden. Lässt sich die behandelnde Person später als ein positiver Fall verifizieren, wird dem behandelnden Personal ein erhöhtes Risiko angezeigt. Diese Warnmeldung ist dann als eine adäquates Risikomitteilung zu interpretieren. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Stand: 25.08.2021

Was ist ein Containment Scout?

Um Infektionsketten zu unterbrechen ist es wichtig, Kontaktpersonen von bestätigten COVID-19-Fällen zu ermitteln und nachzuverfolgen. Für diese personal- und zeitaufwändige Aufgabe ist das Gesundheitsamt vor Ort zuständig. 

Um Gesundheitsämter dabei zu unterstützen, hat das Bundesverwaltungsamt im Auftrag des Robert Koch-Instituts (RKI) seit Frühjahr 2020 schrittweise zunächst rund 500, im Verlauf über 1.500 so genannte Containment Scouts eingestellt. Dies können z.B. Studierende der Medizin, der Gesundheitswissenschaften oder anderer Fächer bzw. andere geeignete Personen sein, die, befristet für die Dauer der Containment Scout Initiative, vor Ort in den Gesundheitsämtern arbeiten. Sie sollen insbesondere dabei helfen, Kontaktpersonen schneller und effektiver nachzuverfolgen. Da die Aufgabenverteilung den Gesundheitsämtern obliegt, können Containment Scouts zudem Aufgaben wie beispielsweise die Betreuung von Beratungshotlines zu COVID-19 übernehmen.

Die ersten Scouts haben im April 2020 ihren Dienst vor Ort angetreten. Zusätzlich zu den fest einem Gesundheitsamt zugewiesenen Containment Scouts werden seit Mai 2020 zudem mobile Containment Scouts eingestellt, die – bei Bedarf und unter Koordination des RKI oder des jeweiligen Bundeslandes - kurzfristig besonders überlastete Gesundheitsämter unterstützen.

Im Februar 2021 wurde vom Bundesministerium für Gesundheit entschieden, die zunächst bis Juni 2021 befristete Maßnahme bis März 2022 zu verlängern und die Personalstellen auf bundesweit bis zu 2.500 Containment Scouts auszubauen, um eine kontinuierliche Unterstützung der Gesundheitsämter bis einschließlich der kommenden Wintersaison 2021/22 zu gewährleisten.

Stand: 19.05.2021