Bundesministerium für Gesundheit

Regeln und allgemeine Infos zu Masken

Der Alltag mit Maske ist mittlerweile Normalität. Alle Informationen zu Regelungen rund um Masken, finden Sie hier.

Habe ich die Pflicht, eine Maske zu tragen?

Nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 19. Januar 2021 sollen in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards FFP2-, FFP3-, KN95- oder N95-Masken, getragen werden. Die Umsetzung der Regel liegt bei den einzelnen Bundesländern. Regional können darüber hinaus weitere Regelungen gelten. Weitere Informationen finden Sie im Artikel "Alltag mit Maske: FFP2-Masken für Fremd- und Selbstschutz".

Stand: 23.11.2021

Wieso gibt es in bestimmten Bereichen eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes („Alltagsmaske“) oder einer sogenannten OP-Maske beziehungsweise einer FFP2-, KN95- oder N95-Maske?

Trägt ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch einen Mund-Nasen-Schutz, wird ein Teil der beim Husten oder Niesen gebildeten Tröpfchen zurückgehalten. Die Tröpfchen können sich daher nicht so stark verbreiten wie ohne Schutz. Man kann Erreger des Coronavirus schon ausscheiden, bevor Krankheitszeichen auftreten.

Eine Maske ist daher in Situationen, in denen man anderen Menschen unbeabsichtigt näher kommen kann, als die Abstandsregeln vorgeben, sinnvoll. Atemschutzmasken mit dem FFP2- oder FFP3-Standard ("filtering face piece") schützen die Trägerin oder den Träger selbst vor einer Ansteckung mit Krankheitserregern. Nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 19. Januar 2021 sollen in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen OP-Masken, FFP2-, FFP3-, KN95- oder N95-Masken getragen werden. Die Umsetzung der Regel liegt bei den Bundesländern.

Für Kinder und Jugendliche ab sechs bis 16 Jahren gilt die Pflicht des Tragens einer medizinischen Maske. In Regionen mit besonders hohen Fallzahlen gilt eine Maskenpflicht oftmals auch auf der Straße. Regional können darüber hinaus weitere Regelungen gelten. Prüfen Sie daher bitte die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort.

Stand: 19.11.2021

Was bringt ein Ausatemventil an einer FFP2-Maske?

FFP2-Masken dienen im Gegensatz zu Alltagsmasken neben dem Fremdschutz auch dem Selbstschutz. Masken mit Ausatemventil weisen allerdings einen geringeren Fremdschutz auf als Masken ohne Ausatemventil. Ausgeatmete Aerosole werden durch das Ventil nicht durch das Filtermaterial abgefangen, sondern stattdessen gebremst und verwirbelt.

Stand: 04.08.2021

Was sind KN95-Masken?

Bei KN95-Masken handelt es sich um ähnliche Masken wie FFP2-Masken. KN95-Masken werden aber in China produziert, ohne CE-Kennzeichnung - die CE-Kennzeichnung erhalten Produkte, die den entsprechenden europäischen Anforderungen genügen. Das bedeutet nicht, dass KN95-Masken zwangsläufig schlechter sein müssen als die CE-gekennzeichneten FFP2-Masken. Auch die KN95-Masken können einer Prüfung, dem sogenannten CPA-Verfahren, unterzogen werden. Stellt sich in dieser heraus, dass die Schutzwirkung vergleichbar mit derer der FFP2-Masken ist, wird dies mit einem Zertifikat bestätigt. Erhalten Sie also in einer Apotheke Masken mit dem Aufdruck KN95, können Sie sich das dazugehörige Zertifikat zeigen lassen. Dieses muss der abgebenden Apotheke vorliegen. Die Schutzfunktion ist dann die gleiche wie bei FFP2-Masken.

Stand: 26.11.2021

 

Müssen auch Menschen mit schweren Behinderungen eine Maske tragen?

Zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus müssen Mund und Nase mit einer Maske bedeckt werden. Die Pflicht zum Tragen einer OP-, FFP2-, FFP3-, KN95- oder N95-Maske gilt zum Beispiel beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

In einigen Bundesländern stehen bei einem Versäumnis Bußgelder an. Das Tragen einer Maske muss allerdings ausnahmsweise nicht erfolgen, wenn dies aus ärztlicher Sicht nicht zumutbar ist. Wenn Menschen mit einer schweren Behinderung nicht in der Lage sind, eine Maske zu tragen, müssen sie nicht mit Sanktionierungen rechnen. Die Begleiterin oder der Begleiter beziehungsweise die Betreuerin oder der Betreuer müssen entsprechende Einschränkungen glaubhaft machen. Ein ärztliches Attest oder ein Schwerbehindertenausweis sind dafür hilfreich. Auch Menschen mit schweren Krankheiten oder Dysmelien (zum Beispiel Menschen mit Conterganschädigung) können ein solches Attest mit sich führen und vorzeigen. Da die Ausnahmen in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt werden können, sollten Sie sich auf der Website Ihres Landes erkundigen. Eine Übersicht über die Ausnahmeregelungen finden Sie auch auf der Website von Aktion Mensch.

Neben den verschiedenen Regelungen in den Bundesländern gilt es zudem das Hausrecht zu beachten, das im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) festgelegt ist: Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, gelten dort grundsätzlich die Beförderungsbedingungen des Unternehmens sowie dessen Hausordnung auf den Bahnsteigen und an den Haltestellen. Dasselbe gilt für Supermärkte und Geschäfte. Die Eigentümerin oder der Eigentümer können in diesem Fall eigene Vorschriften haben.

Mehr Informationen zu Mund-Nasen-Bedeckungen finden Sie hier.

Stand: 25.11.2021

Ist es für Kinder gefährlich, eine Maske zu tragen?

Nein, das Tragen einer Maske ist für Kinder unbedenklich. Alltagsmasken und OP-Masken schränken das Ein- und Ausatmen nicht ein, führen weder zu einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung, noch zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxoid. Sie gefährden auch sonst in keiner Weise die Gesundheit, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. erklärt. Potenziell gefährlich sind lediglich Bedeckungen, die den Gesichtsbereich fest abschließen und dabei den Luftaustausch behindern, zum Beispiel bestimmte Schnorchelmasken oder andere Masken aus Plastik, wenn sie als Mund-Nasen-Schutz zweckentfremdet werden.

In den Bundesländern gibt es eine Vorschrift zum Tragen einer sogenannten OP-Maske für Kinder und Jugendliche zwischen sechs bis 16 Jahren, zum Beispiel im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf. Auch während der Schulzeit besteht oftmals eine Vorschrift zum Tragen einer medizinischen Maske. In Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt auf dem Schulgelände aller Schulen dort, wo der Abstand nicht eingehalten wird und im Unterricht in weiterführenden Schulen ab Klasse 7, für alle Personen eine Pflicht zum Tragen einer Maske. Bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen in Ihrem Bundesland.

Achten Sie in jedem Fall stets auf die Hygieneregeln zum Wechsel und zur Reinigung eines Mund-Nasen-Schutzes. In durchfeuchteten Masken können sich Keime ansiedeln und vermehren. Tipps zur Verwendung und Anleitungen für Eltern finden Sie zum Beispiel hier.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Stand: 25.11.2021

Bin ich durch das Tragen einer selbst hergestellten Alltagsmaske vor Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt?

Selbst hergestellte Masken, auch nicht-medizinischer Mund-Nasen-Schutz oder Alltagsmaske genannt, können dazu beitragen, dass Tröpfchen aus Speichel oder Rachensekreten beim Ausatmen, Sprechen, Niesen oder Husten zurückgehalten werden. Sie schützen jedoch nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und schützen vor allem weniger gut als medizinische Masken oder FFP2-Masken. FFP-Masken beispielsweise werden nach europäischer Norm geprüft und schützen durch ihre Filterfunktion nachweislich vor Aerosolen (mehr dazu hier).

Seit dem Beschluss der Ministerpräsidentinnen- und Ministerpräsidentenkonferenz vom 19. Januar 2021 müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen OP-Masken oder FFP2-, FFP3-, KN95- oder N95-Masken getragen werden. Die Umsetzung der Regel liegt bei den Bundesländern. Regional kann es zu Anpassungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort. Bitte beachten Sie darüber hinaus die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Stand: 26.11.2021

Ist der Einsatz von Visieren im öffentlichen Raum sinnvoll?

Für die Bevölkerung empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Durch diesen können infektiöse Tröpfchen, die man zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person dadurch anzustecken, kann so verringert werden. Die Verwendung von Visieren anstelle eines Mund-Nasen-Schutzes wird von verschiedenen Herstellerinnen und Herstellern beworben. Das RKI sieht die Verwendung von Visieren jedoch nicht als gleichwertige Alternative zum Mund-Nasen-Schutz an, da sie maximal die direkt auf die Scheibe auftreffenden Tröpfchen auffangen können und der Schutz vor einer Infektion hier geringer ist. Das Tragen von OP-Masken sowie Masken des Standards FFP2, FFP3, KN95 und N95 ist seit den Bund-Länder-Beschlüssen vom 19. Januar 2021 in vielen Situationen (zum Beispiel beim Einkaufen oder im ÖPNV) Pflicht.

Mehr Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Stand: 22.11.2021

Müssen meine Kinder auch eine Maske tragen? Wenn ja, ab welchem Alter?

Ja, auch Kinder sind dringend dazu angehalten, eine Maske im öffentlichen Raum zu tragen. In den Bundesländern gibt es eine Vorschrift zum Tragen einer sogenannten OP-Maske für Kinder und Jugendliche zwischen sechs bis 16 Jahren, zum Beispiel im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf. Auch während der Schulzeit besteht oftmals eine Vorschrift zum Tragen einer medizinischen Maske. In Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt auf dem Schulgelände aller Schulen dort, wo der Abstand nicht eingehalten wird und im Unterricht in weiterführenden Schulen ab Klasse 7, für alle Personen eine Pflicht zum Tragen einer Maske.

Bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen in Ihrem Bundesland. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte schreibt klar, dass ein Mund-Nasen-Schutz schützt und für Kinder gesundheitlich unbedenklich ist. Informationen dazu finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Als Familie die Coronavirus-Pandemie gut überstehen.

Stand: 15.11.2021 

Wird auch für Kinder, die keine Maske tragen, ein Bußgeld fällig?

Für Verstöße gegen die Maskenpflicht haben die Länder ein Mindestregelbußgeld in Höhe von 50 Euro festgelegt. Auch Kinder sind nicht ausgenommen: In den Bundesländern gibt es eine Vorschrift zum Tragen einer sogenannten OP-Maske für Kinder und Jugendliche zwischen 6 bis 16 Jahren, zum Beispiel im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf. Auch während der Schulzeit besteht oftmals eine Vorschrift zum Tragen einer medizinischen Maske. Bitte prüfen Sie jeweils die geltenden Regelungen in Ihrem Bundesland.

Stand: 01.11.2021