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Corona-Warn-App und Prävention

Ab sofort können Sie die Corona-Warn-App herunterladen und nutzen. Mit der App können Sie anonym und schnell darüber informiert werden, wenn Sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die App.

Finden Sie zudem verlässliche Angaben dazu, wie Sie sich vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützen können und welche Vorerkrankungen relevant sind.

Corona-Warn-App - Das Wesentliche

Die App wird helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Sie dokumentiert die digitale Begegnung zweier Smartphones. So kann die App Sie besonders schnell darüber informieren, falls Sie Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Je schneller Sie diese Information erhalten, desto geringer ist die Gefahr, dass sich viele Menschen anstecken. Deshalb ist die App neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und Alltagsmasken ein wirksames Mittel, um das Coronavirus einzudämmen. Die Bundesregierung unterstützt die App, weil sie dem Schutz und der Gesundheit der Gemeinschaft dient.

Die Corona-Warn-App informiert Sie, wenn Sie sich längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. So können Sie rasch entsprechend reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiter zu verbreiten. Der bislang noch manuelle Prozess der Nachverfolgung von Infektionen wird durch diese digitale Hilfe stark beschleunigt. Gerade wenn sich jetzt wieder mehr Menschen treffen, ist das wichtig, um das Virus einzudämmen. Die App läuft auf Ihrem Smartphone, während Sie Ihrem Alltag nachgehen. Sie erkennt dabei andere Smartphones in der Nähe, auf denen die App ebenfalls aktiviert ist. Die App speichert dann deren zufällige Bluetooth-IDs (Zufallscodes) für begrenzte Zeit. Diese verschlüsselten IDs (Zufallscodes) erlauben keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Smartphones „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom RKI festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung findet nur auf Ihrem Smartphone statt. Falls die Prüfung positiv ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Nein. Sie entscheiden selbst, ob Sie die App nutzen wollen. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig und dient Ihrem persönlichen Schutz, sowie dem Schutz Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ziel der Corona-Warn-App ist es, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Alle Nutzer sollen zuverlässig und zeitnah über Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen, die die App nutzen, und damit über eine mögliche Übertragung des Virus informiert werden. So können Sie sich rasch freiwillig isolieren, testen lassen und zu einer Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Sie können die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

Die Pandemie ist noch nicht überstanden, trotz aktuell sinkender Fallzahlen. Bislang war nur ein kleiner Teil der Menschen hierzulande mit SARS-CoV-2 infiziert und ist – wahrscheinlich und zumindest für eine gewisse Zeit – gegen das Virus immun, eine Impfung gegen das Virus gibt es noch nicht. Durch die Lockerung der Einschränkungen könnten die Fallzahlen daher wieder ansteigen. Mit der Corona-Warn-App rüsten wir uns noch ein Stück besser für eine zweite Infektionswelle, deren Zeitpunkt oder Intensität wir nicht vorhersehen können. Die Corona-Warn-App ist ein wichtiges Puzzlestück im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Sie tragen damit aktiv zur Eindämmung der Pandemie bei. Je schneller Corona-positiv getestete Personen und ihre Kontaktpersonen informiert werden, desto weniger kann sich das Virus verbreiten. Die App hilft Ihnen also, sich selbst, Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihr gesamtes Umfeld zu schützen. Ohne diese technische Hilfe müssten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheits-ämter jeden Fall persönlich verfolgen. Das ist sehr zeitintensiv und oft ist es gar nicht möglich, alle Kontaktpersonen zu finden: Denn wer erinnert sich schon an jeden Menschen, den man getroffen hat? Die Corona-Warn-App löst diese Probleme.

Die Corona-Warn-App ist ein Projekt im Auftrag der Bundesregierung. Basierend auf einer dezentralen Softwarearchitektur haben die Unternehmen Deutsche Telekom und SAP die Anwendung entwickelt. Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Zentrum CISPA standen hierbei beratend zur Seite. Um die notwendigen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, wurden das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit eingebunden. Das Robert Koch-Institut nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Die Corona-Warn-App ist umfänglich barrierefrei gestaltet. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen die App nutzen können, um den größtmöglichen Schutz vor einer erneuten starken Ausbreitung des Virus zu garantieren. Deshalb kann die App auf der großen Mehrheit der gängigen Endgeräte und mit den gängigen Betriebssystemen genutzt werden. Das benötigte Update auf das passende Betriebssystem (iOS, Android) wird im üblichen Regelprozess auf Ihr Smartphone gespielt.

Corona-Warn-App - Das Verfahren

Sie erhalten keine Echtzeitwarnung, wenn Sie sich näher als zwei Meter einer Corona-positiv getesteten Person nähern. Eine Reaktion in Echtzeit darf die Lösung aus Gründen des Datenschutzes nicht ermöglichen. Dadurch würde die Identität einer Corona-positiv getesteten Person festgestellt und entsprechende Schutzrechte verletzt. Das eigene Smartphone hat keine Informationen darüber, wer infiziert ist. Es weiß lediglich, dass es in der Nähe eines anderen Smartphones war, auf dem ein verifiziertes positives Testergebnis hinterlegt wurde. Ob ein positives Testergebnis geteilt wird oder nicht, entscheidet grundsätzlich jede Person für sich. Wir streben einen automatisierten Prozess an, bei dem das Ergebnis „Test positiv“, sobald es vorliegt und die Person sich aktiv authentifiziert hat, auf das Smartphone übertragen werden kann. Jede Person, die die App nutzt, muss aber immer erst selbst durch eine manuelle Bedienung mittels eines „Schiebeschalters“ in der App auf „positiv“ schalten. Ein solcher automatisierter Prozess ist heute noch nicht bei allen Testlaboren möglich. Dort, wo ein automatisierter Prozess noch nicht möglich ist, gibt es einen manuellen Prozess durch den Anruf bei einer Freischalt-Hotline zur Positivmeldung inklusive Verifikation des Testergebnisses.

Damit eine Begegnung von der Corona-Warn-App als mögliche Risiko-Begegnung bewertet wird, muss sie epidemiologisch relevant gewesen sein. Das bedeutet, es muss das Risiko einer Ansteckung bestanden haben. Die Bluetooth-Technik, mit der die App arbeitet, ermöglicht es mit zwei Parametern zu arbeiten: der Dauer einer Begegnung und der Distanz zwischen den Nutzern. Beide werden mit Hilfe verschiedener Messungen berechnet und ein Schwellenwert hinterlegt. Kommt es zu einem Zusammentreffen, werden zwischen den betreffenden Nutzern kurzlebige Zufallscodes ausgetauscht. Diese Zufallscodes werden für 14 Tage ausschließlich auf den Smartphones der betreffenden Nutzer gespeichert, die sich begegnet sind, und werden mit sogenannten Positivkennungen von Corona-positiv getesteten Personen direkt auf dem Smartphone der Person abgeglichen. Als Risiko-Begegnungen gelten für die App Begegnungen mit einer Corona-positiv getesteten Person, die einen Schwellenwert verschiedener Messwerte überschreitet. Den Personen, die die App nutzen, wird ihr Risikostatus abhängig von diesen Werten angezeigt. Es gibt drei Statusinformationen: niedriges Risiko: • Die Person wird darüber informiert, dass die Risiko-Überprüfung ihrer Begegnungs-Aufzeichnung keine Begegnung mit nachweislich Corona-positiv getesteten Personen ergeben hat oder dass etwaige Begegnungen nicht über dem definierten Schwellenwert lagen. • Die Person wird über allgemein geltenden Abstandsregelungen und Hygiene-Empfehlungen informiert. erhöhtes Risiko: • Die Person wird darüber informiert, dass die Risiko-Überprüfung ihrer Begegnungs-Aufzeichnung ein erhöhtes Infektionsrisiko ergeben hat, da innerhalb der vergangenen 14 Tage Begegnungen mit mindestens einer Corona-positiv getesteten Person stattgefunden haben. • Die Person erhält die Verhaltenshinweise, sich, wenn möglich, nach Hause zu begeben bzw. zu Hause zu bleiben sowie mit seinem Hausarzt, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder dem Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen und dort das weitere Vorgehen abzustimmen. unbekanntes Risiko: • War die Risiko-Ermittlung durch die Person nicht lange genug aktiviert, konnte zu diesem Zeitpunkt kein Infektionsrisiko berechnet werden. Die Person erhält die Statusanzeige „unbekanntes Risiko“. Weiterführende Informationen zu COVID-19 finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Der Hinweis „Erhöhtes Risiko“ der Corona-Warn-App informiert den Nutzer allein darüber, dass aufgrund der Nähe und der Dauer einer Begegnung mit einer Person, die über die App ein positives Testergebnis gemeldet hat, ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht und empfiehlt dem Nutzer die telefonische Kontaktaufnahme mit seinem Hausarzt, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder dem Gesundheitsamt. Die Entscheidung über eine Krankschreibung oder die Anordnung einer häuslichen Absonderung (Quarantäne) trifft der behandelnde Arzt bzw. das zuständige Gesundheitsamt nach einer entsprechenden eigenen Einschätzung.

Die alleinige Warnung durch die App ist hierfür nicht ausreichend, sondern dient als Hinweis, um Kontakt zum Gesundheitswesen aufzunehmen. Wenn Sie durch die App gewarnt werden, sollten Sie ärztliches Fachpersonal kontaktieren und das weitere Vorgehen abklären. Wenn Sie positiv auf Corona getestet werden, können Sie eine Krankschreibung erhalten und haben Anspruch auf Lohnfortzahlung. Ordnet das Gesundheitsamt eine Quarantäne für Sie an, zahlt Ihr Arbeitgeber Ihr Gehalt weiter. Ihr Arbeitgeber wird dafür wiederum vom Gesundheitsamt entschädigt.

Die Gesundheitsämter ermitteln mit Angaben der Corona-positiv getesteten Person die Menschen, die mit der positiv getesteten Person in Kontakt standen, um die Ausbreitung des Erregers einzudämmen. Die Corona-Warn-App ist eine wichtige Ergänzung, weil sie hilft, Risikobegegnungen ergänzend zum Gesundheitsamt abzubilden: – auch Begegnungen mit Unbekannten im öffentlichen Raum werden erfasst und – schneller identifiziert, weil dies automatisch in der Corona-Warn-App geschieht. Erhält eine Nutzerin oder ein Nutzer über die App den Hinweis, dass sie/er eine relevante Begegnung mit einer Corona-positiv getesteten Person hatte, werden ihr/ihm Handlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt, z.B. die Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt, mit dem zuständigen Gesundheitsamt und/oder die freiwillige häusliche Isolation. Die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter bleibt weiterhin nötig, z.B. um Personen zu ermitteln bzw. zu informieren, die die App nicht nutzen oder kein Smartphone besitzen. Auch ersetzt die Kontaktnachverfolgung und Benachrichtigung über die App selbstverständlich nicht die nach Infektionsschutzgesetz vorgeschriebenen Meldewege.

Nein, die App kann den Kontakt nicht vorhersehen und meldet aus Gründen des Datenschutzes auch nicht in Echtzeit, ob sich beispielsweise in einem Supermarkt eine infizierte Person befindet. Das Tragen eines Schutzes für Mund und Nase ist deshalb auch weiterhin wichtig. Die Corona-Warn-App rechnet ca. mit einem halben bis ganzen Tag Verzögerung um positive Test-Resultate über die App anzuzeigen. Insofern kann kein Echtzeit-Schutz gewährleistet werden.

Für die Wirkung der Technologie ist es entscheidend, dass ein Handy mit App bei Bewegungen im öffentlichen Raum mitgeführt wird. Die Nutzung eines zweiten Endgeräts verändert die Wirkungsweise nicht. Es können aber grundsätzlich keine Informationen zwischen den Geräten ausgetauscht oder synchronisiert werden – jedes zusätzliche Smartphone wird technisch behandelt wie das eines Fremden.

Corona-Warn-App - Die Technik

Laden Sie die App direkt aus den App-Stores von Google und Apple herunter:

Apple OS [https://apps.apple.com/de/app/corona-warn-app/id1512595757]

Google Android [https://play.google.com/store/apps/details?id=de.rki.coronawarnapp]

Sie werden in der App informiert, falls eine Voraussetzung momentan nicht geben ist. Die Bluetoothfunktion muss durchgängig aktiviert sein, um den Austausch der pseudonymisierten Kontakte zu anderen App-Nutzern zu ermöglichen. Im Falle des Scans des QR Codes für die Verifikation der Test-Ergebnisse bezüglich Ihres Covid-19 Tests muss die Kamera am Telefon funktionsfähig sein. Es muss in regelmäßigen Abständen (so oft wie möglich) eine aktive Internetverbindung bestehen, um eine aktuelle Informationslage bezüglich der persönlichen Gefährdung durch vergangene Kontakte zu ermöglichen bzw. die Gefährdung durch eine eigene Covid-19 Infektion für andere App-Benutzer sichtbar zu machen. Es müssen die Datenschutzvereinbarungen akzeptiert werden.

Unternehmen wie zum Beispiel Apple stellen für ältere Smartphone-Modelle keine Sicherheitsupdates und keine Updates des Betriebssystems zur Verfügung. Daher kann die App nicht mit älteren Smartphone genutzt werden.

Damit die Corona-Warn-App funktioniert, mussten die Betriebssysteme zunächst notwendige Schnittstellen schaffen. Die Unternehmen Apple und Google haben sich entschieden, diese mit einem Update des Betriebssystems zur Verfügung zu stellen. Bitte prüfen Sie daher, ob sich bei Ihrem Smartphone das Betriebssystem updaten lässt.

Die Verteilung erfolgt wie üblich über die Appstores. Die Nutzerin und Nutzer entscheiden, ob sie oder er sie herunterladen will. Eine automatische Verteilung durch die Mobilfunkbetreiber ist nicht vorgesehen.

Wir entwickeln die Lösung grundsätzlich für die Betriebssysteme iOS und Android. Die gängigsten Handy-Typen sind im Rahmen der Lösungsentwicklung auf jeden Fall berücksichtigt.

Die Anwendung läuft batterieschonend im Hintergrund. Bei der Entwicklung der Lösungen achten wir selbstverständlich auf die Minimierung des Speicherplatzes für die App selbst und die gespeicherten Berührungspunkte mit anderen Smartphones.

Die Corona-Warn-App wird weniger als 20 MB Speicherplatz auf dem Handy benötigen. Die exakte Größe kann nach Launch-Datum festgestellt werden und wird sich auch durch eventuelle Updates laufend verändern (wenn auch minimal). Zusätzlich fallen weitere Speicherkapazitäten durch die von der App zwischengespeicherten Daten an.

Die Fraunhofer-Gesellschaft steht dem Projektkonsortium um SAP und der Telekom bei der App-Entwicklung beratend zur Seite. Insbesondere bei spezifischen, technologischen Herausforderungen, zum Beispiel bei der Optimierung und dem effizienten Einsatz der grundlegenden Bluetooth-Technologie zur Abstandsmessung, ist das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS maßgeblich eingebunden. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IIS bringen ihr langjähriges Know-how für die Distanzschätzung bei sich bewegenden Geräten/Personen über den Signalaustausch zwischen Geräten nach dem Bluetooth Low-Energy-Standard (BLE) ein. Aktuell laufen entsprechende Feldversuche in simulierten Alltagssituationen.

Im Rahmen von Tests der Schnittstelle zu Google/Apple (sogenannte Exposure-Notification-Schnittstelle) für die Corona-App wurden am Fraunhofer IIS in den letzten Tagen zahlreiche Tests durchgeführt und mit SAP, Telekom und RKI diskutiert und die Konfiguration der CWA gemeinsam mit dem RKI angepasst. Ziel der Test war die Überprüfung, mit welcher Genauigkeit die Google/Apple-Schnittstelle in verschiedenen Szenarien (ICE, Schlange im Supermarkt, Restaurant, Party) die Begegnungsdauer und den Begegnungsabstand von Smartphones nach entsprechenden Vorgaben des RKI einschätzen kann. Grundlage dieser Vorgaben ist hierbei ein epidemiologisches Modell des RKI, nach dem festgelegt wird, ab welcher Zeitdauer und welcher Nähe eine Begegnung als epidemiologisch kritisch gelten kann. Als Ergebnis dieser Tests lässt sich festhalten, dass bei den letzten Testreihen unter Verwendung verschiedener Mobilfunkgeräte in den untersuchten Szenarien rund 80 Prozent der Begegnungen richtig erfasst werden konnten. In den kommenden Wochen werden weitere Tests vorgenommen, um die Genauigkeit der CWA kontinuierlich zu verbessern. Hierzu stehen SAP, Telekom, Fraunhofer und RKI in engem Austausch untereinander und zur Anpassung der Schnittstelle auch im Austausch mit Google und Apple.

Hierfür soll die Corona-App unter Nutzung von Bluetooth-Low-Energy den Abstand zwischen Personen messen und ermöglichen, dass die Mobilgeräte sich die Kontakte merken, die die vom RKI festgelegten Kriterien (Nähe und Zeit) erfüllt haben. Hierbei tauschen sie untereinander temporäre verschlüsselte Identitäten aus. Werden Nutzer der Corona-App positiv auf das Corona-Virus getestet, können sie auf freiwilliger Basis ihre Kontakte durch die App informieren lassen. Dabei werden im Infektionsfall die verschlüsselten Zufallscodes des Infizierten allen Mobiltelefonen der App-Nutzer zur Verfügung gestellt. Diese können daraufhin überprüfen, ob sie mit den übermittelten IDs in Kontakt waren. Im Falle einer Übereinstimmung wird der Nutzer über den kritischen Kontakt gewarnt.

Nein, das ist kein Widerspruch. Der Server hat allein die Aufgabe, die pseudonymisierten und autorisierten Positivmeldungen an alle Teilnehmer sicher und effizient zu verteilen, so dass dann auf deren Endgeräten – also dezentral - eine Begegnungsprüfung stattfinden kann. Eine zentrale Datenspeicherung findet selbstverständlich nicht statt.

Die OTC verwendet im zentralen Core Openstack. Openstack ist eine Opensource Technology, die durch eine globale Community vollständig transparent entwickelt wird und in Python geschrieben ist. Python ist eine Skriptsprache und somit liegt die Software in allen kritischen Teilen im Source Code vor. Wir haben somit Transparenz darüber, was im Core unserer Cloud passiert und ausgeführt wird. Huawei ist der Lieferant der technischen Plattform, jedoch hat Huawei keine administrativen Zugänge zur OTC. Alle administrativen Aufgaben werden vollumfänglich durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von T-Systems durchgeführt.

Corona-Warn-App - Die Daten

Der Schutz Ihrer Privatsphäre hat für die Bundesregierung höchste Priorität. Deshalb wurde bei der Entwicklung der Corona-Warn-App sichergestellt, dass sie den hohen deutschen Datenschutz-Anforderungen entspricht. Um die notwendigen Anforderungen zu gewährleisten, sind sowohl der Bundesbeauftrage für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) als auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) von Beginn an in die Entwicklung der Corona-Warn-App eingebunden. Das BSI unterstützt die Entwicklung der App im Hinblick auf Fragen zur IT-Sicherheit. So prüfte das BSI bereits im Entwicklungsprozess laufend die von den Entwicklungsteams zur Verfügung gestellten Versionen der App sowie der zugehörigen Infrastruktur und berät hinsichtlich des zu erstellenden Sicherheitskonzepts. Zusätzlich wurde der komplette Quellcode, auf dem die App basiert, öffentlich zugänglich gemacht. So können unabhängige Fachleute der Zivilgesellschaft sich jederzeit an der Entwicklung und Verbesserung der App beteiligen und sie auf Schwachstellen kontrollieren.

Ihre Daten sind jederzeit sicher. Wenn Sie die App nutzen, bleiben Sie jederzeit anonym. Wenn Sie sich in der App anmelden, müssen Sie keine persönlichen Daten (wie E-Mail-Adresse und Name) angeben. Die dezentrale Datenspeicherung auf den Geräten selbst sowie die vollumfängliche Pseudonymisierung garantieren ein Höchstmaß an Datenschutz. Alle Daten – beispielsweise zu Begegnungen mit anderen die App nutzenden Personen – werden verschlüsselt und ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert. Es werden kurzlebige Zufallscodes von anderen Smartphones, auf denen die App installiert ist, gespeichert, wenn dabei die epidemiologischen Kriterien des RKI nach Nähe und Dauer der Begegnung erfüllt sind. Im Falle einer Infektion können dann freiwillig die eigenen Zufalls-Codes freigegeben werden, welche es anderen App-Nutzerinnen und Nutzern erlauben, dass auf ihren Smartphones ihr Risiko berechnet wird. Mit diesen Daten und den lokal gespeicherten Daten ist es der App bzw. dem Smartphone (nicht aber dem Server) möglich, einen Kontakt mit einer Corona-positiv getesteten Person zu erkennen und entsprechend zu warnen. Daten, die eine Person identifizierbar machen, insbesondere Positionsdaten, werden nicht ausgelesen, verwendet oder gespeichert. Sichergestellt ist: Eine Corona-positiv getestete Person erfährt nicht, welche Personen, mit denen eine Begegnung stattgefunden hat, informiert werden. Kontaktpersonen erhalten keine Informationen über die Corona-positiv getestete Person. Ein Missbrauch der Meldung des Infektionsstatus wird durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindert. Weder die Bundesregierung, noch das Robert Koch-Institut, noch andere Personen, die die App nutzen oder die Betreiber der App-Stores können erkennen, ob Sie selbst eine Ansteckung mit Corona melden oder ob Sie mit einer Corona-positiv getesteten Person Kontakt hatten.

Das Tracing in der App kann ganz logisch nur pseudonymisiert stattfinden, da ansonsten ja keine Warnung anderer Teilnehmer möglich wäre. Außerdem ist dadurch ein Schutz vor Missbrauch der App gewährleistet: Für die Verifizierung einer Infektion müssen auf sicherem Wege Testergebnisse und bestimmte Handys – aber nicht bestimmte Personen – einander zugeordnet werden können. Beim Tracing werden alle 10 Minuten wechselnde Bluetooth-Keys verwendet. Bluetooth-Keys sind Pseudonyme, diese werden in kurzen Abständen gewechselt, um eine Wiedererkennbarkeit einzelner Pseudonyme zusätzlich zu erschweren. Der Nutzer muss in der App keinerlei persönliche Daten eingeben. Es ist nur dem Nutzer selbst möglich, den Personenbezug herzustellen.

Nein, das ist technisch nicht möglich. Eine solche Funktionalität ist in dieser App auch zukünftig nicht vorgesehen.

Die Corona-Warn-App ist grundsätzlich ab einem Alter von 16 Jahren über die App-Stores der Betreiber beziehbar. Kinder und Jugendliche in einem Alter von unter 16 Jahren können die App nutzen, wenn sie dies mit ihren Erziehungsberechtigten abgesprochen haben und diese zustimmen. Es wird empfohlen, dass Sie hierfür geeignete Kinder- und Jugendschutzvorkehrungen zum Bezug von Apps (z.B. der Plattformanbieter oder von sicheren Drittanbietern) nutzen. Als Erziehungs¬berechtigte können Sie darin Jugendschutzmechanismen konfigurieren, sodass Kinder und Jugendliche nur für sie geeignete Programme herunterladen können. Bei der Installation der Corona-Warn-App sowie vor dem Hochladen eines positiven Testergebnisses in der App werden Sie darauf hingewiesen, dass eine Nutzung der App in einem Alter von unter 16 Jahren von Kindern und Jugendlichen vorab nur mit Einverständnis des Erziehungsberechtigten zulässig ist.

Wir entwickeln eine App, die auf den wesentlichen Leistungsumfang der Information der Bürgerinnen und Bürger über mögliche Infektionsrisiken reduziert ist. Wir sind überzeugt, dass dies eine Voraussetzung für maximale Akzeptanz und Beteiligung ist.

Mehrwert-Dienste und Datenerhebungen über den vereinbarten Zweck der App hinaus sind ausgeschlossen. Für uns ist die wichtigste Herausforderung, die Nachverfolgung von Kontaktketten mit digitalen Mitteln zu verbessern und zu beschleunigen. An diesem Ziel orientiert sich unsere Anwendung.

Corona-Warn-App - Das Ausland

Aktuell konzentrieren wir uns voll auf die Funktionalität der App in Deutschland wie beschrieben. Wir denken dabei die Interoperabilität mit anderen europäischen Lösungen schon mit. Derzeit herrscht noch eine große Variabilität in Nachbarstaaten bzgl. Fortschritt und der Entscheidung über dezentrales vs. zentrales Modell. Durch das Bluetooth-Protokoll sowie den Standard von Google und Apple wird die Möglichkeit geschaffen, entsprechende Roaming-Funktionalitäten anzubinden. Wir stehen schon im engen Austausch mit anderen Ländern, beispielsweise mit der Schweiz, Niederlande und Frankreich, um eine Interoperabilität über Landesgrenzen einrichten zu können.

Dies funktioniert erst, sobald ein grenzüberschreitendes Roaming zwischen den landeseigenen Tracing-Systemen (= Servern) installiert ist.

Nein, nicht automatisch. Erst durch ein Roaming zwischen den Tracing-Systemen ist eine grenzüberschreitende Kontaktnachverfolgung möglich (was angestrebt wird).

Die Corona-Warn-App ist jetzt auch für Nutzer und Nutzerinnen aus vielen anderen europäischen Ländern verfügbar. So können Menschen, die auch nur zeitweise in Deutschland sind, die App hierzulande nutzen und so dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen. Neben Deutschland ist die App zurzeit in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Polen, Rumänien und der Tschechischen Republik verfügbar. Es ist geplant, dass die App auch für Handys aus der Schweiz, Italien und Spanien zur Verfügung steht.

Corona-Warn-App - Die Beteiligten

Das Robert Koch-Institut nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Die Deutsche Telekom und SAP arbeiten seit Ende April mit einem gemeinsamen Team an der als Open-Source-Lösung konzipierten Corona-Warn-App. SAP stellt über eine technische Plattform die erforderliche Software-Technologie zur Verfügung und treibt die Lösungsentwicklung voran. Die Telekom bringt ihre Kompetenzen in Hinblick auf Prozesse rund um Netzwerk- und Mobilfunktechnologie, Systemintegration und Datensicherheit ein und sorgt für einen sicheren und effizienten Betrieb.

Apple und Google stellen einen einheitlichen Standard für die verwendete Bluetooth-Abstandsmessung zur Verfügung. Die bisherigen Tracing-Apps waren beispielsweise eingeschränkt durch den Umstand, dass Apple in seinem Betriebssystem das Tracing im passiven Modus schlicht untersagt. Darüber hinaus wird durch die Kooperation sichergestellt, dass Smartphones beider Betriebssysteme – also iOS für Apple und Android für Google – reibungslos miteinander kommunizieren können und die Anwendung batterieschonend im Hintergrund laufen kann. Durch ihre Marktdurchdringung von 99% ist ein standardisiertes Protokoll unumgänglich, eben auch für einen kompatiblen Einsatz in Europa. Die nationalen Apps setzten auf diese Basisfunktionalität auf.

Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Zentrum CISPA stehen bei der Entwicklung beratend zur Seite. Insbesondere bei Herausforderungen, die die Wissenschaft intensiv beschäftigen, beispielsweise das Zusammenspiel von Technologie und Epidemiologie, sind wir auf die enge Zusammenarbeit mit führenden Forschungseinrichtungen angewiesen. Fraunhofer ist für uns ein wichtiger Ansprechpartner, vor allem wenn es um die Optimierung der grundlegenden Bluetooth-Technologie geht. Gerade auf diesem Gebiet hat Deutschland durch wertvolle Forschungsarbeit in den letzten Wochen zur Bewältigung der globalen Herausforderung beigetragen.

Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Zentrum CISPA stehen bei der Entwicklung beratend zur Seite. Insbesondere bei Herausforderungen, die die Wissenschaft intensiv beschäftigen, beispielsweise das Zusammenspiel von Technologie und Epidemiologie, sind wir auf die enge Zusammenarbeit mit führenden Forschungseinrichtungen angewiesen. Fraunhofer ist für uns ein wichtiger Ansprechpartner, vor allem wenn es um die Optimierung der grundlegenden Bluetooth-Technologie geht. Gerade auf diesem Gebiet hat Deutschland durch wertvolle Forschungsarbeit in den letzten Wochen zur Bewältigung der globalen Herausforderung beigetragen.

Der „Server“ gehört zur Betriebsleistung von T-Systems. Wir erbringen diese Leistung aus einem Rechenzentrum in Deutschland.

Prävention - Alltagsmaske

Selbst hergestellte Masken, auch nichtmedizinischer Mund-Nasen-Schutz oder Alltagsmaske genannt, können dazu beitragen, dass Tröpfchen aus Speichel oder Rachensekreten beim Ausatmen, Sprechen, Niesen oder Husten andere Menschen weniger treffen. Sie schützen jedoch nicht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen eines nichtmedizinischen Mund-Nasen-Schutzes, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Regional kann es zu Anpassungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort. In jedem Fall gilt: Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen ein, achten Sie auf eine gute Handhygiene und darauf, in Ihre Armbeuge zu husten und zu niesen. Bitte beachten Sie: Nur Atemschutzmasken mit dem FFP2- oder FFP3-Standard ("filtering face piece") schützen den Träger vor einer Ansteckung mit Krankheitserregern.

Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen eines nichtmedizinischen Mund-Nasen-Schutzes, sog. Alltagsmasken, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Regional kann es zu Anpassungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Regelungen an Ihrem Ort. Eine Alltagsmaske kann dazu beitragen, dass Tröpfchen aus Speichel oder Rachensekreten beim Ausatmen, Sprechen, Niesen oder Husten zurückgehalten werden und andere Menschen nicht treffen. In jedem Fall gilt, auch wenn Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen: Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen ein, achten Sie auf eine gute Handhygiene und richtiges Husten und Niesen. Bitte verzichten unbedingt auf den Erwerb von medizinischen Masken wie FFP2- oder FFP3-Masken für private Zwecke. Diese Atemschutzmasken sollten dem medizinisches Personal vorbehalten bleiben.

Weitere Informationen zu Abstandsregeln, Hygiene und Alltagsmaske finden Sie im Artikel „Ein neuer Alltag“.

Zum Schutz vor Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus müssen Mund und Nase mit einer Alltagsmaske bedeckt werden. Dies gilt bspw. beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. In einigen Bundesländern stehen bei einem Versäumnis Bußgelder an. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes muss allerdings ausnahmsweise nicht erfolgen, wenn dies aus ärztlicher Sicht nicht zumutbar ist. Wenn Menschen mit einer schweren Behinderung nicht in der Lage sind, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, müssen sie nicht mit Sanktionierungen rechnen. Der Begleiter oder die Begleiterin bzw. der Betreuer oder die Betreuerin müssen entsprechende Einschränkungen glaubhaft machen. Ein ärztliches Attest oder ein Schwerbehindertenausweis sind dafür hilfreich. In den Bundesländern gibt es teilweise eigene Regelungen – informieren Sie sich bitte über Bestimmungen an Ihrem Ort. Eine Übersicht über die Regelungen in den einzelnen Bundesländern finden Sie hier.

In letzter Zeit gab es vor allem über soziale Netzwerke vermehrt Spekulationen darüber, ob die Benutzung eines Mund-Nasen-Schutzes („Alltagsmaske“) für Kinder gefährlich sein könnte. Als Grundlage dieser Spekulationen steht oft die Annahme, dass sich schädliches Kohlendioxid unter den Alltagsmasken sammle, das gerade bei Kindern zu Atemlähmungen führen könne. Dies ist bei einem herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz aus Stoff jedoch nicht der Fall. Wichtig ist, dass durch den Stoff geatmet werden kann, Kohlendioxid-Moleküle werden dann nicht zurückgehalten. Potenziell gefährlich sind lediglich Bedeckungen, die den Gesichtsbereich fest abschließen und dabei den Luftaustausch behindern, zum Beispiel bestimmte Schnorchelmasken oder andere Masken aus Plastik, wenn sie als Mund-Nasen-Schutz zweckentfremdet werden. Von den aktuellen Vorschriften zum Tragen von Alltagsmasken sind Kinder vor dem Grundschulalter meist ausgenommen. Bitte informieren Sie sich vor Ort über bestehende Vorschriften und Altersgrenzen.

Achten Sie in jedem Fall stets auf die Hygieneregeln zum Wechsel und zur Reinigung eines Mund-Nasen-Schutzes. In durchfeuchteten Masken können sich Keime ansiedeln und vermehren.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „AHA-Formel für Kinder erklärt“.

Selbstgemachte Alltagsmasken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95° C, mindestens aber bei 60° C gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Eine Alternative bietet auch das Auskochen für 10 Minuten in einem Topf mit Wasser. Nach dem Waschen muss die Mund-Nasen-Bedeckung vollständig getrocknet werden.

Prävention - Schutz und Hygiene

Eine Händedesinfektion ist im privaten Umfeld – wenn keine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus vorliegt - im Allgemeinen nicht erforderlich. Hier ist es wichtiger, sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen und darauf zu achten, dass Handtücher, Zahnbürsten, Besteck, u.ä. nicht mit anderen Familien- oder Wohnungsbewohnern geteilt wird. Bitte achten Sie auf Hygienevorschriften und husten und niesen Sie in Ihre Armbeuge.

Bei jeder Atemwegsinfektion ist es ganz besonders wichtig, die Schutzmaßnahmen einzuhalten: Bleiben Sie zuhause, halten Sie einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen ein. Zusätzlich ist es geboten, die Hygieneregeln (Husten- und Niesetikette, Händewaschen) zu beachten. Wenn Sie befürchten, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, kontaktieren bei Symptomen bitte telefonisch Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, der bzw. die einschätzt, ob eine Covid-19-Erkrankung wahrscheinlich ist.

Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an. Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der der neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, wenden Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Sollte bei Ihnen das neuartige Coronavirus nachgewiesen werden, wird Ihnen das Gesundheitsamt mitteilen, was Sie sonst noch beachten müssen, um andere zu schützen.

Die wichtigste Schutzmaßnahme auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Lockerungen ist die Einhaltung der Regelungen, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Dazu zählt die Berücksichtigung der Hygieneregeln (richtiges Husten und Niesen, regelmäßiges Händewaschen) und eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Menschen. Auch das Tragen einer Alltagsmaske kann die Verbreitung des Virus eindämmen. Zum Schutz von umstehenden Personen haben die Bundesländer eine Vorschrift für das Tragen eines nichtmedizinischen Mund-Nasen-Schutzes (Alltagsmasken) im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf erlassen. Regional kann es zu Änderungen kommen, bitte prüfen Sie die jeweils geltenden Vorschriften an Ihrem Ort. Details zu den Regelungen finden Sie auf den Regierungsseiten der Länder.

Nein. Antibiotika wirken nicht gegen Viren wie das neuartige Coronavirus, sondern nur gegen Bakterien. Antibiotika sollten daher nicht als Mittel zur Vorbeugung von Covid-19 eingesetzt werden. Bei schweren Verläufen der Erkrankung entscheidet der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin darüber, ob zur Behandlung bakteriellen Begleitinfektionen Antibiotika eingesetzt werden müssen.

Kontaktieren Sie in diesem Fall Ihre Arztpraxis telefonisch und klären Sie die weiteren Schritte ab.

Informationen zu Covid-19, u.a. zu den erforderlichen Hygienemaßnahmen, erhalten Sie auf der Website Infektionsschutz.de.

Viel Bewegung im Freien und eine ausgewogene Ernährung können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Wenn Sie draußen Sport betreiben, berücksichtigen Sie bitte die jeweils vor Ort geltenden Regelungen und beachten Sie die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, Hygieneregeln beachten (Husten- und Niesetikette, Händewaschen) und ggf. - wenn es eng wird - eine Alltagsmaske tragen. Weitere Tipps dazu, wie Sie sich optimal fit halten, finden Sie hier.

Prävention - Informationen für Risikogruppen

Aus den bisherigen Daten konnte man eine Reihe von Vorerkrankungen identifizieren, die öfter mit einem schwereren Verlauf einhergehen. So sind Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes und chronische Lungenerkrankungen aber auch Krebserkrankungen oder Erkrankungen, die zu einer Schwächung des Immunsystems führen, als Risikofaktoren bekannt. Auch bei Fettleibigkeit (Adipositas) treten gehäuft schwere Verläufe auf. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie weitere Fragen haben.

Weiter Informationen finden Sie im Artikel „Ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen müssen sich besonders schützen“.

Nicht bei jeder Person, die unter einer Vorerkrankung leidet, verläuft eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schwer. Die Aussagen zu Vorerkrankungen als Risikofaktoren basieren vielmehr auf mathematischen Aussagen zu Wahrscheinlichkeiten. Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge, Lebererkrankungen, Zuckerkrankheit oder Krebs. Auch ein durch Medikamente (z. B. Cortison) herabgesetztes Immunsystem, starkes Übergewicht und eine durch Rauchen belastete Lunge sind Risikofaktoren. Verschiedene Risikofaktoren können sich auch gegenseitig verstärken. Das heißt, dass ältere Personen mit Vorerkrankungen und anderen Risikofaktoren ganz besonders darauf achten müssen, sich nicht anzustecken. Mit der Befolgung der AHA-Formel (Abstand wahren, Hygieneregeln beachten und – da wo es eng wird – Alltagsmasken tragen) kann jeder und jede einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Bei Fragen zum eigenen Krankheitsbild sollte Kontakt mit dem betreuenden Arzt oder der betreuenden Ärztin aufgenommen werden.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen müssen sich besonders schützen“.

Krebspatienten oder Krebspatientinnen gehören wegen ihrer Vorerkrankung zur Risikogruppe. Ihre individuelle Situation kann sich jedoch deutlich unterscheiden. Patienten und Patientinnen, die z. B. Immunsuppressiva einnehmen, haben generell ein höheres Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Für Auskünfte zu Ihrer individuellen Situation wenden Sie sich bitte an ihren Hämatologen bzw. Onkologen.

In jedem Fall gilt besonders für Menschen, die zur Risikogruppe gehören: Halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen ein, achten Sie auf eine gute Händehygiene und das Niesen und Husten in die Armbeuge. Zusätzlich ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes („Alltagsmaske“) im öffentlichen Raum sinnvoll. So können Sie ihr persönliches Risiko minimieren. Für weitere Schritte sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin.

Nein, die Grippeimpfung hat keinen Einfluss auf den Verlauf einer Infektion durch das neuartige Coronavirus. Die Grippeimpfung kann aber das Risiko einer Grippeerkrankung senken und so dazu beitragen, das Gesundheitssystem zu entlasten. Grippeimpfungen werden wieder ab Oktober/November angeboten.

Schwangere haben nach bisherigen Erkenntnissen weder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko noch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Schwangerschaft: Wie kann ich mein Baby und mich vor einer Coronavirus-Infektion schützen?“.

Wiederkehrende Besuche in Senioren- und Pflegeeinrichtungen durch eine festgelegte Kontaktperson sind künftig möglich, sofern es kein aktives Covid-19 Infektionsgeschehen in der Einrichtung gibt. So soll verhindert werden, dass Besucher und Besucherinnen das neuartige Coronavirus auf Bewohner und Bewohnerinnen übertragen. Diese haben aufgrund des Alters und möglicher Vorerkrankungen ein besonders hohes Risiko, schwer zu erkranken. Auch in Senioren- und Pflegeheimen muss daher auf einen Mindestabstand zu anderen Menschen, eine gute Händehygiene und das Husten und Niesen in die Armbeuge geachtet werden.