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Bundesministerium für Gesundheit
Eltern mit Kindern
13:22 · 31. März 2021

Kindern und Jugendlichen helfen

Kinder und Jugendliche sind durch die Einschränkungen und Veränderungen besonders belastet. Oft fehlt ihnen der Austausch mit Gleichaltrigen und sie fühlen sich einsam und gestresst. Was können Eltern tun, um Kinder und Jugendlichen in dieser Situation zu unterstützen?

Kindern und Jugendlichen im neuen Alltag helfen /

Veränderter Schulalltag, Homeschooling, eigenständiges Bearbeiten von Aufgaben, eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten und Kontakte sind für Kinder und Jugendliche besonders herausfordernd. Vieles hat sich auf zuhause verlagert. Das kann zu Langeweile führen, einsam machen oder Konflikte in der Familie begünstigen. Was können Eltern tun, um Kindern und Jugendlichen in dieser schwierigen Situation zu helfen?

Tipps zur Förderung der psychischen Gesundheit Ihres Kindes bieten das Infoportal für Eltern sowie das Infoportal für Kinder und Jugendliche.

Reden Sie miteinander

Reden Sie offen mit Ihrem Kind über seine Gefühle. Fragen Sie nach, was Ihr Kind gerade beschäftigt. Das können belastende Gefühle sein, aber auch Dinge, die Ihr Kind gerade gerne tut. Z.B., welche Musik es gerade hört. Wenn Sie Ihrem Kind zeigen, dass Sie offen sind und Zeit haben, wird es Ihnen auch eher von Dingen erzählen, die es belasten. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihrem Kind zuhören und es ausreden lassen. Versuchen Sie sich in Ihr Kind hineinzuversetzen und stellen Sie sich vor, wie es Ihnen selbst gehen würde, wenn Sie ein Kind wären. Versuchen Sie das, was Ihr Kind Ihnen erzählt nicht zu bewerten oder zu verurteilen. Sondern zeigen Sie Ihrem Kind stattdessen, dass es völlig in Ordnung ist, sich so zu fühlen. Dann können Sie gemeinsam überlegen, wie Sie die Situation gemeinsam verbessern können.

Elterntipps für den Umgang mit Stress und Ärger in der Corona-Zeit finden Sie hier.

Schützen Sie sich und Ihr Kind vor andauernder Berichterstattung zum Thema COVID-19. Wenn dieses Thema zu viel Raum einnimmt, kann das Ängste, Sorgen und Verunsicherung verstärken. Versuchen Sie daher, Medien- und Nachrichtenzeiten zu begrenzen. Erklären Sie Ihrem Kind die aktuelle Situation in altersgerechten Worten. Geben Sie ehrliche Antworten auf eventuell aufkommende Fragen. Es ist völlig in Ordnung, nicht auf alles eine Antwort zu haben. Wenn Sie eine Frage Ihres Kindes nicht beantworten können, sagen Sie es (z. B. „Wir wissen es nicht, aber wir versuchen, es herauszufinden.“).

Kindgerechte Erklärungen rund um das Thema COVID-19 finden Sie unter anderem hier und hier.

Starten Sie ein Projekt

Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, ein Projekt zu beginnen. Ältere Kinder haben vielleicht ein Hobby, das wiederentdeckt werden kann, oder vielleicht hat Ihr Kind die Idee für eine neue Beschäftigung (z. B. ein Instrument spielen, Stricken, ein Bild malen, Geschichten schreiben). Auch das Zimmer auszumisten bzw. umzudekorieren oder Samen auf dem Fensterbrett zu pflanzen, können interessante Projekte sein. Bei diesen kann Ihr Kind täglich Fortschritte beobachten und Erfolgserlebnisse haben.

Weitere Tipps für die Gestaltung des Familienalltags mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren finden Sie hier.

Umgang mit digitalen Medien

Jugendliche sind in einem digitalen Zeitalter aufgewachsen, das Internet mit all seinen Möglichkeiten ist fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Während der Coronavirus-Pandemie können sie an Online-Sportkursen oder Konzerten ohne Publikum teilhaben. Auch Streaming-Angebote für Filme, Serien oder Videospiele können über Phasen der Langeweile hinweghelfen. Außerdem gibt es eine große Bandbreite von Podcasts (z. B. bei digitalen Musik- und Hörspieldiensten). Achten Sie jedoch darauf, mit welchen Inhalten sich Ihr Kind beschäftigt. Begrenzen Sie auch die Zeit, in der sich Ihr Kind mit digitalen Medien beschäftigen kann.

Verschiedene Webseiten bieten Empfehlungen zum sinnvollen Umgang mit Medien und weitere aktuelle Medientipps.

Helfen Sie Ihrem Teenager, mit anderen verbunden zu bleiben

Für Jugendliche ist es enorm wichtig, sich zu Gleichaltrigen zugehörig und mit ihnen verbunden zu fühlen. In diesem Alter sind die Eltern vielleicht nicht mehr die wichtigsten Bezugspersonen. Die Isolation von Freunden kann daher besonders belastend sein. Unterstützen Sie Ihre/n Jugendliche/n deshalb dabei, durch soziale Netzwerke und andere Wege verbunden zu bleiben, z.B. über Video-Konferenzen oder Nachrichten-Apps. Videoanrufe können Sie auch gemeinsam mit Ihrem Kind planen. 

Nutzen Sie Unterstützungsangebote

Machen Sie sich Sorgen um Ihr Kind oder haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind Unterstützung braucht? Manchmal hilft es, sich jemandem außerhalb der Familie anzuvertrauen. Es gibt spezifische Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche, die anonym und kostenfrei sind. Schreiben Sie Ihrem Kind die Informationen auf einen Zettel, dann kann es selbst entscheiden, ob und wann es das Angebot nutzen möchte oder nicht. 

Auch für Eltern gibt es Beratungsangebote:

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