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Bundesministerium für Gesundheit
Psychisch stabil bleiben
06:59 · 6. Mai 2021

Angst und Panik bewältigen

Angsterkrankungen sind eine große Herausforderung. Umstände, wie die Coronavirus-Pandemie, können Ängste und Panikattacken verschlimmern oder gehäuft auftreten lassen.

Wie Sie mit Angst und Panikattacken umgehen können

Vielleicht haben Sie bereits Erfahrungen in der Bewältigung von Angst und Panik gemacht und auch schon entsprechende Hilfestellungen kennengelernt. Mit den nachfolgenden Hinweisen möchten wir Ihnen helfen, Ihre Zuversicht im Umgang mit Angst und Panik zu stärken und Wege durch schwierige Momente zu finden.

Seien Sie gewiss, dass Ihre Angstgefühle und Körperreaktionen für Ihre Gesundheit nicht schädlich sind. Auch wenn sie sehr unangenehm und schwer aushaltbar sind, wird nichts Schlimmes geschehen. Die starken körperlichen Reaktionen nehmen von allein wieder ab, Ihr Körper reguliert sich von selbst.

Lösen Sie sich von angstauslösenden Gedanken, wie zum Beispiel „Was macht das mit meinem Körper, ich werde das nicht überstehen!“ oder „Oh Gott, ich kann nichts tun!“, denn Gedanken dieser Art verstärken Angstgefühle und körperliche Reaktionen. 

Atmen Sie stattdessen achtsam, ruhig und tief in Ihren Bauchraum hinein. Legen Sie hierfür Ihre Hände auf Ihren Bauch unterhalb des Bauchnabels. Atmen Sie langsam und tief durch die Nase ein, zu Ihren Händen hin. Atmen Sie dann lang und gleichmäßig wieder aus. 

Warten Sie ab und lassen Sie der Angst Zeit, vorüberzugehen. Wehren Sie sich nicht dagegen und vermeiden Sie unbedingt, aus der gerade angstmachenden Situation zu flüchten. Machen Sie die Erfahrung, dass Sie Angstattacken gut überstehen können. 

Vermeiden Sie angstauslösende Situationen nicht. Trauen Sie sich zu, schwierige Momente zu bewältigen!

Üben Sie regelmäßig eine Entspannungsmethode, wie zum Beispiel progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training, Body Scan oder eine Atementspannung. Anregungen und Anleitungen hierzu finden Sie vielfach im Internet.

Denken Sie fürsorglich an sich und sorgen Sie täglich für Stressreduktion und wohltuende Erholung. Erhalten Sie sich vor allem sportliche Aktivitäten.

Auf dieser Website finden Sie weitere Informationen zum Umgang mit psychischen Vorbelastungen allgemein sowie zur Bewältigung übermäßiger Sorgen während der Coronavirus-Pandemie. Ebenso zum Beispiel auch zum Umgang mit Existenzsorgen oder der Angst vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus

Weiterhin stellt die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) auf ihrer Website (www.psychologische-coronahilfe.de) ebenfalls Hilfestellungen zum Umgang mit Angst, Panik & Sorgen zur Verfügung.

Informationen zu Selbsthilfemöglichkeiten, wie z. B. zu Selbsthilfegruppen oder Online-Beratung erhalten Sie über die Deutsche Angst-Hilfe e.V. unter https://www.angstselbsthilfe.de/.

Die Website psychenet – Netz psychische Gesundheit stellt Informationen zu Angsterkrankungen zur Verfügung, ebenso Selbsttests und Entscheidungshilfen für evtl. Behandlungsmaßnahmen. 

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