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Corona-Wissen
12:52 · 20. September 2021

Fieber, Husten, Unwohlsein: Verdacht auf COVID-19

Neben Fieber, Husten und Schnupfen gibt es viele Symptome, die auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus hindeuten können. Hier können Sie nachlesen, welche Anzeichen auf eine COVID-19-Erkrankung hinweisen können und wie Sie bei einem Verdacht, erkrankt zu sein, vorgehen sollten.

Fieber und Husten sind Symptome für COVID-19.

COVID-19 ist eine Erkrankung, die in erster Linie die Atemwege befällt. Die häufigsten Symptome ähneln denen anderer Atemwegserkrankungen: Husten, Fieber, Schnupfen, Unwohlsein und Müdigkeit. Daher ist es nicht leicht, festzustellen, ob man an COVID-19, an einer Grippe oder Erkältung leidet. Dennoch sollten die ersten Krankheitszeichen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Im schlimmsten Fall kann die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit tödlich enden. Allerdings verspüren 80 Prozent der Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, nur leichte oder gar keine Krankheitszeichen. Wie hoch die Dunkelziffer derjenigen ist, die eine Infektion ohne Symptome überstanden haben, versuchen Forschungsinstitute unter anderem durch Studien zur Verbreitung von Antikörpern gegen das Coronavirus zu ermitteln (eine Übersicht der Studien finden Sie hier). Symptome treten nach einer Ansteckung zeitversetzt auf (Inkubationszeit). Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich fünf bis sechs Tage, kann aber bis zu 14 Tage andauern.

Was man tun sollte, wenn plötzlich Husten oder Fieber auftreten, oder wenn eine Kollegin oder ein Kollege mit der oder dem man kürzlich Kontakt hatte, positiv auf das Coronavirus getestet wurde, lesen Sie hier:

Welche Symptome können bei COVID-19 auftreten?

Zu den häufigsten Krankheitszeichen zählen trockener Husten, Schnupfen und Fieber über 38°C. Bei vielen Betroffenen ist der Geruchs- und Geschmackssinn vorübergehend beeinträchtigt. Es sind aber auch eine Reihe weiterer Symptome wie Atemnot, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hals- und Kopfschmerzen möglich. Seltener wird über Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung und Benommenheit (Somnolenz) berichtet. Bei besonders schweren Verläufen entwickeln die Betroffenen eine Lungenentzündung, überschießende Immunreaktionen oder anhaltende Atemnot und müssen sich intensivmedizinisch im Krankenhaus behandeln lassen. Die Symptome und deren Ausprägung unterscheiden sich jedoch individuell von Person zu Person. Es gibt keine „typischen“ Symptome, mit denen sich COVID-19 eindeutig erkennen lässt. Mehr Informationen zu Symptomen und Krankheitsverlauf einer COVID-19 Erkrankung finden Sie hier. Bestimmte Risikofaktoren können einen schweren Krankheitsverlauf begünstigen.

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Gehören Sie zur Risikogruppe?

Grundsätzlich sind alle Menschen, deren Abwehrkräfte geschwächt sind, einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf ausgesetzt. Da das Immunsystem mit zunehmendem Alter schwächer wird, ist höheres Alter ein Risikofaktor. Auch bestimmte Vorerkrankungen machen es wahrscheinlicher, dass die Infektion einen schwereren Verlauf nimmt. Dazu gehören: chronische Erkrankungen der Atemwege oder der Lunge (wie etwa COPD oder Asthma), Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Krebserkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), schwere Depressionen und bipolare Störungen. Weitere Faktoren, die den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können, finden Sie hier. Um sich dem Risiko schwerer Folgen einer COVID-19-Erkrankung erst gar nicht auszusetzen, ist es umso wichtiger, dass sich Personen aus der Risikogruppe frühzeitig impfen lassen denn die Corona-Schutzimpfung beugt einem schweren Krankheitsverlauf vor.

Häufige Symptome und Komplikationen von COVID-19

Was mache ich, wenn ich COVID-19-Symptome entwickle?

Sobald Sie Symptome feststellen, die häufig bei COVID-19 auftreten, sollten Sie sich zuhause isolieren. Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen auf das Nötigste, um diese nicht der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen. Wer Erkältungssymptome oder andere der oben aufgeführten Symptome für COVID-19 verspürt oder Kontakt zu jemandem hatte, der positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, sollte sich telefonisch bei der Hausärztin oder dem Hausarzt melden. Bitte erscheinen Sie nicht direkt persönlich in der Praxis, sondern klären Sie das weitere Vorgehen zunächst telefonisch ab. So können Sie verhindern, dass sich weitere Menschen mit dem Virus infizieren. Außerhalb der Öffnungszeiten der Praxen können Sie auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 anrufen. Sie können sich auch bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. Das Robert Koch-Institut stellt ein Tool bereit, das Ihr zuständiges Gesundheitsamt nach Postleitzahl ermittelt.

Wann sollte ich mich testen lassen?

Ob ein PCR-Test durchgeführt wird oder nicht, entscheidet eine der oben genannten Instanzen auf Basis der nationalen Teststrategie. Außerdem werden bei dem Telefonat weitere Schritte besprochen, zum Beispiel wo ein Test auf das Coronavirus erfolgen soll oder ob gegebenenfalls ein Test bei Ihnen zuhause durchgeführt werden kann.

Wenn Sie keine Symptome haben, sollten Sie das Angebot der kostenlosen Antigen Schnelltests in Anspruch nehmen: Seit dem 8. März übernimmt der Bund die Kosten für regelmäßige Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger. Sie können sich mindestens einmal wöchentlich durch geschultes Personal testen lassen (zum Beispiel in Ihren lokalen Testzentren) und sich somit zusätzliche Sicherheit verschaffen. Antigen-Schnelltests sind allerdings weniger zuverlässig als PCR-Tests. Sollte Ihr Schnelltestergebnis positiv ausfallen, muss es durch ein positives PCR-Testergebnis bestätigt werden. Weitere Informationen zu Antigen-Schnelltests und verschiedenen Testverfahren finden Sie hier und in unserem Schaubild.

Hatten Sie engen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person? 

Wenn Sie Kontakt zu einer Person hatten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wenden Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen telefonisch an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Dieses kann nach einer individuellen Befragung die persönlichen Maßnahmen empfehlen und über die weiteren erforderlichen Schritte entscheiden. In dieser Zeit sollten Sie unbedingt zuhause bleiben.

Für die Übertragung des Coronavirus ist unter anderem entscheidend, wie eng der Kontakt zu einer infizierten Person war. Das Virus wird durch Tröpfchen und winzige Flüssigkeitsteilchen (Aerosole) übertragen, die von infizierten Personen z. B. beim Atmen, Sprechen, Husten und Niesen abgegeben werden. Aber auch andere Übertragungswege, beispielsweise über Oberflächen, auf denen sich das Virus befindet, sind möglich. Daher ist der Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person besonders riskant. Je nachdem, wie eng und lang der Kontakt war und ob ein Mund-Nasen-Schutz getragen wurde, wird zwischen verschiedenen Intensitäten unterschieden. Enge Kontaktpersonen hatten besonders engen Kontakt mit einer infizierten Person ohne Maske, zum Beispiel mindestens 15 Minuten lang und bei weniger Abstand als 1,50 m. In dieser Kategorie sind besonders strikte Quarantänemaßnahmen erforderlich, da das Risiko einer Übertragung besonders hoch ist. Sollten Sie eine enge Kontaktperson sein, müssen Sie sich schnellstmöglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Informationen zur häuslichen Quarantäne für Kontaktpersonen finden Sie hier und erhalten Sie von Ihrem Gesundheitsamt.

Quarantäne-Tagebuch führen

Wenn Sie nach Kontakt mit einer infizierten Person in Quarantäne müssen, werden Sie aufgefordert, ein Quarantäne-Tagebuch zu führen. Dort sollen mögliche Symptome und die Körpertemperatur festgehalten werden. Das Robert Koch-Institut empfiehlt, diese zweimal täglich zu messen. Auch allgemeine Aktivitäten und etwaige Kontakte zu weiteren Personen sollten festgehalten werden. Sofern die Krankheit später bei Ihnen nachgewiesen wird, können die im Tagebuch notierten Kontaktpersonen über ihr Infektionsrisiko informiert werden. Das Gesundheitsamt wird regelmäßig mit Ihnen in Kontakt treten und Ihren Gesundheitszustand erfragen.

Für eine Entisolierung braucht es Symptomfreiheit.

Für immunsupprimierte Personen, medizinisches Personal und Bewohnerinnen und Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen können die Kriterien für die Entisolierung abweichen. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Bei geringen Krankheitszeichen: zuhause auskurieren

Wenn das Coronavirus bei Ihnen nachgewiesen wurde, Sie aber keine oder nur leichte Krankheitszeichen haben, können Sie die Infektion zuhause auskurieren. Sie sollten sich in dieser Zeit von anderen Personen isolieren. Wenn Sie mit anderen Personen in einem Haushalt leben, sollten Sie sich nach Möglichkeit absondern, wenn möglich indem Sie in einem separaten Zimmer bleiben. Nehmen Sie, wenn möglich, Ihre Mahlzeiten getrennt von den anderen Haushaltsmitgliedern zu sich. Lassen Sie sich Ihre Einkäufe vor Ihre Haustür liefern und lüften Sie stets gründlich die Innenräume. Wann die Isolierung aufgehoben werden kann, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Sie sollten aber mindestens so lange isoliert bleiben, bis zehn Tage seit Auftreten der ersten Symptome verstrichen sind und eine nachhaltige Besserung der akuten Symptome länger als 48 Stunden vorliegt. Das Robert Koch-Institut liefert weitere hilfreiche Tipps.

Auch wer nicht getestet wurde, aber den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte sich möglichst schnell in die häusliche Isolierung begeben. Zögern Sie aber nicht, ärztlichen Rat einzuholen, wenn sich die Krankheitssymptome verstärken (zum Beispiel wenn schlechter Luft bekommen oder hohes Fieber entwickeln). Rufen Sie im Notfall die 112 an.

Infektionsketten unterbrechen mit der AHA+L+A-Formel

Bitte beachten Sie: Auch wenn Sie keine Symptome haben, könnten Sie sich infiziert haben und somit andere anstecken. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Kontakte beschränken und die AHA+L+A Formel beachten: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig Lüften und die Corona-Warn-App nutzen. Die Verwendung der Corona-Warn-App hilft, das Gesundheitswesen zu entlasten und Kontakte nachzuverfolgen. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können Infektionsketten durchbrochen werden. In Kombination mit der Beachtung von AHA+L trägt die App somit zusätzlich zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie bei.

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