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Symptome erkennen und richtig handeln

Symptome von COVID-19: Woran kann ich erkennen, dass ich erkrankt bin? Wie verhalte ich mich, wenn ich unsicher bin? Wie lange ist man ansteckend? Alle Fragen rund um Symptome einer Infizierung mit dem Coronavirus und wie Sie richtig handeln, finden Sie hier.

Symptome von COVID-19

Was sind die Symptome von COVID-19?

Die häufigsten Symptome sind Fieber über 38°C, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Bei einigen Personen kommt es zu einem vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, dessen Ursache derzeit erforscht wird. Einige Menschen können eine Lungenentzündung mit Kurzatmigkeit und Luftnot bekommen. Sie sollten Ihre Ärztin oder Ihren Arzt verständigen, wenn Sie das Gefühl haben, schwerer Luft zu bekommen als sonst. Die meisten COVID-19-Verläufe sind allerdings eher mild, viele davon verlaufen symptomlos. Dies hat zur Folge, dass Menschen, die sich gesund fühlen, andere Menschen infizieren können, ohne es zu wissen. Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Stand: 16.06.2021

Was mache ich, wenn ich keine Symptome habe, aber vermute, infiziert zu sein?

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, wenden Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Dort wird man über die weiteren erforderlichen Schritte entscheiden. Generell gilt: Bleiben Sie zuhause und reduzieren Sie Ihre persönlichen Kontakte. Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und im Alltag Maske tragen.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Fieber, Husten, Unwohlsein: Verdacht auf COVID-19

Stand: 31.05.2021

Was mache ich bei leichten Symptomen?

Ein bloßes Kratzen im Hals oder Husten muss noch kein Anzeichen für eine Infektion mit dem Coronavirus sein. Dennoch sollten Sie auch bei leichten Symptomen unbedingt zuhause bleiben. Wenden Sie sich außerdem an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt bzw. außerhalb der Sprechstunden an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117, um das weitere Vorgehen zu besprechen. In dringenden Fällen, etwa bei Atemnot, wählen Sie den Notruf 112.

Stand: 09.06.2021

Ist man nach 14 Tagen wieder gesund?

Innerhalb von 14 Tagen, nachdem Sie mit jemandem in Kontakt waren, der bereits an COVID-19 erkrankt ist, können Symptome auftreten (Inkubationszeit). Der Krankheitsverlauf bei COVID-19 ist jedoch individuell und kann vor allem bei schweren Fällen auch länger als 14 Tage dauern. Aus Studien geht hervor, dass milde Fälle im Mittel einen Krankheitsverlauf von zwei Wochen haben, bei schweren Verläufen kann die Krankheitsphase doppelt so lange anhalten.

Manche Erkrankte entwickeln nach der akuten Erkrankung Symptome wie chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit – die sogenannte Fatigue – bis hin zu Luftnot, neurologischen Störungen, plötzlichem Erbrechen oder starkem Schwindel. Dieses Phänomen ist als „Long COVID“ oder auch „Post-COVID-19-Syndrom“ bekannt. Aufgrund der Neuartigkeit des Virus und der Krankheit gibt es bis jetzt aber noch keine eindeutigen Definitionen für Langzeitauswirkungen und möglichen Folgeschäden einer COVID-19-Erkrankung. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Stand: 12.05.2021

Wie lange ist man für andere ansteckend?

Nach bisherigen Erkenntnissen kann man andere Personen schon anstecken, bevor man selber Symptome bekommt. Auch nach dem Auftreten von Symptomen bleibt man mehrere Tage ansteckend. Wie lange das im Durchschnitt möglich ist, wird derzeit intensiv erforscht.

Stand: 31.05.2021

Zu welchen Komplikationen oder Folgeerkrankungen kann eine COVID-19-Infektion führen?

Eine Erkrankung mit COVID-19 führt zu verschiedenen Symptomen, unter anderem Husten, Fieber, Schnupfen und Gliederschmerzen. Die meisten Erkrankungen verlaufen mild, 14% allerdings schwer und 5% kritisch. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann dann nicht nur die Atemwege, sondern auch andere Organsysteme betreffen. Als Komplikationen und Folgeerkrankungen wurden bisher neben Infektionen der Atemwege und Lungenentzündungen, Erkrankungen des Nervensystems, der Haut oder des Herz-Kreislauf-Systems beobachtet. In einzelnen Fällen traten auch entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, des Gehirns oder der Hirnhaut auf, die möglicherweise mit COVID-19 in Zusammenhang standen. Bei einem Teil der Erkrankten ließ sich eine Mitbeteiligung des Herzens nachweisen. Unter den Betroffenen waren auch COVID-19-Fälle mit mildem oder moderatem Verlauf sowie Kinder. Auch Magen-Darm-Beschwerden oder Nierenerkrankungen können als Folgeerkrankung auftreten. Weitere Informationen zu Folgeerkrankungen und Komplikationen finden Sie auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder des Robert Koch-Instituts

Aufgrund der Neuartigkeit des Virus und der Krankheit gibt es bis jetzt keine Definition für Langzeitauswirkungen und möglichen Folgeschäden einer COVID-19-Erkrankung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Stand: 28.05.2021

Was bedeutet ein schwerer Verlauf von COVID-19?

Niemand sollte eine Infektion mit dem Coronavirus auf die leichte Schulter nehmen. Denn die durch das Virus ausgelöste Krankheit COVID-19 kann tödlich enden. Auch schwere Verläufe mit Lungenentzündungen sind möglich, bei denen ein Aufenthalt in einer Klinik notwendig ist oder sogar ein Beatmungsgerät gebraucht wird. Daten und Hintergrundinformationen zum Thema Krankheitsverläufe finden Sie beim Robert Koch-Institut.

Stand: 21.04.2021

Ist man nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus immun oder kann man sich ein zweites Mal anstecken?

Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchlebter Infektion mit dem Coronavirus spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortests neutralisieren können. Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft ein Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt. Aktuelle Fälle zeigten zuletzt, dass sich aufgrund der Anpassungs- und Mutationsfähigkeit von SARS-CoV-2 auch Menschen wieder infizieren können, die eine Erkrankung an COVID-19 zuvor bereits überstanden haben. Zweitinfektionen mit dem Coronavirus sind demnach möglich. Wie wahrscheinlich dies ist und wie schwer die Symptome bei einer zweiten Infektion ausfallen, wird derzeit noch erforscht.

Weitere Informationen über Immunität finden Sie auch im Steckbrief über COVID-19 auf der Website des Robert Koch-Instituts.

Stand: 21.04.2021

Bestehen Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen - bei Ansteckung, Übertragung und beim Krankheitsverlauf?

Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Kinder etwas weniger empfänglich für eine Infektion mit dem Coronavirus sind und im Übertragungsgeschehen möglicherweise eine geringere Rolle als Erwachsene spielen. Das muss jedoch noch weiter untersucht werden. Ein schwerer Verlauf der Erkrankung bei ansonsten gesunden Kindern (nicht chronisch vorerkrankt) ist sehr selten.

Stand: 16.06.2021

Sind Männer häufiger betroffen als Frauen?

Das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren ist - soweit bisher bekannt - für Männer und Frauen etwa gleich groß. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Männer häufiger einen schweren Krankheitsverlauf erleiden als Frauen. Die Ursachen dafür sind noch nicht ausreichend erforscht.

Stand: 01.06.2021

Richtig handeln bei Symptomen

Ich habe Symptome, bin aber nicht mobil. Was kann ich tun?

Bei Symptomen wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, die bzw. der einschätzt, ob eine COVID-19-Erkrankung vermutet wird. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an. Dort wird man über die nächsten Schritte entscheiden und dabei auch Ihre Immobilität berücksichtigen.

Das Robert Koch-Institut hat eine Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger „COVID-19: Bin ich betroffen und was ist zu tun?“ mit praktischen Hinweisen erstellt.

Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger

Stand: 31.05.2021

Welches Gesundheitsamt ist für mich zuständig?

Welches Gesundheitsamt für Sie zuständig ist, hängt von Ihrem Wohnort ab. Das Robert Koch-Institut bietet mit dem PLZ-Tool eine einfache Möglichkeit, herauszufinden, an welches Gesundheitsamt Sie sich wenden können. Nach Eingabe Ihrer Postleitzahl wird Ihnen direkt der Kontakt des zuständigen Gesundheitsamtes angezeigt.

Stand: 21.06.2021

Was mache ich, wenn mein Kind krank ist oder hustet?

Wenn Ihr Kind hustet, bedeutet es nicht automatisch, dass es vom Coronavirus betroffen ist. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich telefonisch an Ihre Kinder- oder Hausärztin bzw. Ihren -arzt, die oder der unter Berücksichtigung weiterer vorhandener Symptome wie zum Beispiel Fieber, trockenem Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen die nächsten Schritte festlegt. 

Um Eltern während der Pandemie noch besser zu unterstützen, ist außerdem der Anspruch auf Kinderkrankentage ausgeweitet worden. Eltern erhalten somit nun 20 Tage und alleinerziehende Eltern 40 Tage zur Betreuung ihres Kindes.

Weitere Informationen zum Kinderkrankengeld finden Sie hier

Stand: 10.06.2021

Bei einem Verdacht auf eine Infektion: An wen wende ich mich? Wer muss informiert werden?

Falls Sie Kontakt zu positiv getesteten Personen hatten, sollten Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden, welches mit einer individuellen Befragung die persönlichen Maßnahmen empfehlen kann.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Fieber, Husten, Unwohlsein: Verdacht auf COVID-19“.

Stand: 12.05.2021