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Symptome erkennen und richtig handeln

Was sind die Symptome von Covid-19? Wie lange ist man ansteckend, nachdem man sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat? Erhalten Sie hier verlässliche Auskünfte.

Symptome von Covid-19

Die häufigsten Symptome sind Fieber über 38°C, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Bei einigen Personen kommt es zu einem vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, dessen Ursache derzeit erforscht wird. Einige Menschen können eine Lungenentzündung mit Kurzatmigkeit und Luftnot bekommen. Sie sollten Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verständigen, wenn Sie das Gefühl haben, schwerer Luft zu bekommen als sonst. Die meisten Covid-19-Verläufe sind allerdings eher mild, viele davon verlaufen symptomlos. Dies hat zur Folge, dass Menschen, die sich gesund fühlen, andere Menschen infizieren können, ohne es zu wissen. Achten Sie daher stets auf die allgemein geltenden Maßnahmen, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand halten (Mindestabstand 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch, Händewaschen), Alltagsmaske tragen (wenn es eng wird oder in vollen, geschlossenen Räumen).

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, wenden Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Dort wird man über die weiteren erforderlichen Schritte entscheiden. Generell gilt: Bleiben Sie zuhause und reduzieren Sie Ihre persönlichen Kontakte. Achten Sie auf richtiges Husten und Niesen sowie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen und tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz, wenn Sie sich im öffentlichen Raum bewegen (AHA-Formel).

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Was sollten Sie tun, wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben?“.

Ein bloßes Kratzen im Hals muss noch kein Anzeichen für eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein. Falls Sie weitere Symptome wie z.B. Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen oder Schnupfen feststellen, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin bzw. außerhalb der Sprechstunden an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117. In dringenden Fällen, etwa bei Atemnot, wenden Sie sich an die 112.

Innerhalb von 14 Tagen, nachdem Sie mit jemandem in Kontakt waren, der bereits an Covid-19 erkrankt ist, können Symptome auftreten (Inkubationszeit). Der Krankheitsverlauf bei Covid-19 ist jedoch individuell und kann vor allem bei schweren Fällen auch länger als 14 Tage dauern. Aus Studien geht hervor, dass milde Fälle im Mittel einen Krankheitsverlauf von zwei Wochen haben und schwere von 3–6 Wochen.

Nach bisherigen Erkenntnissen kann man andere Personen schon anstecken, bevor man selber Symptome bekommt. Auch nach dem Auftreten von Symptomen bleibt man mehrere Tage ansteckend. Wie lange das im Durchschnitt möglich ist, wird derzeit intensiv erforscht.

Richtig handeln bei Symptomen

Bei Symptomen wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, der bzw. die einschätzt, ob eine Covid-19-Erkrankung vermutet wird. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an. Dort wird man über die nächsten Schritte entscheiden und dabei auch Ihre Immobilität berücksichtigen.

Das Robert Koch-Institut hat eine Orientierungshilfe für Bürger und Bürgerinnen „Covid-19: Bin ich betroffen und was ist zu tun?“ mit praktischen Hinweisen erstellt.

Orientierungshilfe für Bürger und Bürgerinnen

Falls Sie Kontakt zu positiv getesteten Personen hatten, sollten Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden, welches mit einer individuellen Befragung die persönlichen Maßnahmen empfehlen kann. Das Robert Koch-Institut hat eine Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger „Covid-19: Bin ich betroffen und was ist zu tun?“ erstellt. Sie gibt praktische Hinweise, welche Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt erforderlich sind.

Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger

Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Was sollten Sie tun, wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben?“.

Wenn ihr Kind hustet, bedeutet es nicht automatisch, dass es vom neuartigen Coronavirus betroffen ist. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Kinder- oder Hausarzt bzw. -ärztin, der oder die unter Berücksichtigung weiterer vorhandener Symptome wie z.B. Fieber, trockenem Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen die nächsten Schritte festlegt.

Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter Infektion mit dem neuartigen Coronavirus spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortests neutralisieren können. Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft ein Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt. Die Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Erkrankungen wie SARS und MERS deuten darauf hin, dass ein zumindest teilweiser Immunstatus bis zu drei Jahre bestehen könnte. Um diesen Aspekt für Covid-19 Erkrankungen genau bewerten zu können, sind weitere Forschungen und Studien über einen längeren Zeitraum erforderlich.

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

Die Versorgung von medizinischen Akut- und Notfällen ist in Deutschland trotz der Coronavirus-Pandemie uneingeschränkt möglich. Wenn Sie krank sind und diese Erkrankung wahrscheinlich nicht mit dem neuartigen Coronavirus in Zusammenhang steht, rufen Sie wenn möglich vorher Ihren behandelnden Arzt oder Ärztin an, bevor Sie die Praxis aufsuchen. Hat Ihr Arzt, Ihre Ärztin oder deren Vertretung keine Sprechstunde, können Sie sich auch an die bundeseinheitliche Rufnummer der Kassenärztlichen Vereinigung oder an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 wenden. Im Notfall können Sie natürlich weiterhin eine Notfallambulanz aufsuchen oder über die Notrufnummer 112 einen Rettungsdienst rufen.

Chronisch Erkrankte sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, dass eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus einen schweren Verlauf nimmt. Hier erfahen Sie mehr dazu, wie Sie sich als Risikopatient am besten schützen. Wenn sich bei Ihnen erste Anzeichen einer Infektion zeigen, bleiben Sie bitte zunächst zuhause und vermeiden Sie weitere Kontakte. Rufen Sie Ihre Haus- oder Facharztpraxis an oder, falls diese nicht erreichbar ist, kontaktieren Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Wenn Sie akut an Krebs erkrankt sind, ist in der Regel der Nutzen der Behandlung (Operation, Chemo- oder Strahlentherapie) größer als das Risiko einer möglichen Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Sprechen Sie mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin darüber. Bei Schwierigkeiten, einen Untersuchungs- oder Behandlungstermin zu bekommen, hilft Ihnen der Krebsinformationsdienst weiter. Sie erreichen die Stelle telefonisch unter 0800-420 30 40 oder per Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de. Sollten Sie auf eine Dialyse angewiesen sein, kontaktieren Sie bei Infektionsverdacht ihr Dialysezentrum telefonisch und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Ist der Verdacht begründet, kümmert sich das Zentrum oder ein Krankenhaus darum, dass die Dialyse unter Schutzbedingungen durchgeführt werden kann.