GebärdenspracheLeichte SpracheAudioinhalteDownloads

Sprache wählen

Deutsch

Eine Seite des Bundesministeriums f. Gesundheit

Bundesministerium für Gesundheit
Schließen
empty
Ältere Menschen
09:45 Uhr · 29. April 2020

Umgang mit Einsamkeit

Als älterer Mensch müssen Sie sich gerade besonders schützen. Vielleicht fühlen Sie sich alleine? Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, die Ihnen helfen können.

Bild: Getty Images / RealPeopleGroup

Als älterer Mensch stehen Sie in der momentanen Situation vor einer besonderen Herausforderung. Sie gehören zur Risikogruppe und es ist wichtig, dass Sie während Ihrer persönlichen Kontakte Schutzmaßnahmen wie z. B. ausreichenden Abstand einhalten. Kontakte zu Angehörigen oder Freunden und gemeinsame Aktivitäten sind aktuell für Sie daher vielleicht nur eingeschränkt möglich. Vielleicht fühlen Sie sich deshalb gerade allein, haben sich eventuell schon vor der Coronavirus-Pandemie öfter einsam gefühlt? Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, die Ihnen helfen können. 

Mit anderen sprechen 

Manchmal, wenn vieles belastend ist, dann denken Sie vielleicht, Sie seien der einzige Mensch, der schwer an etwas trägt. Vielleicht vermuten Sie, es wäre nicht angebracht, anderen Ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Hier kann helfen, sich bewusst zu machen: Sie sind nicht der oder die Einzige! Sie dürfen und können reden – am Telefon, mit ihren Angehörigen, auf Abstand mit den Nachbarn, auf der Straße, wo immer es möglich ist. Sie können und dürfen auch um Unterstützung bitten. Es gibt viele Menschen, die helfen wollen. Gesprächsangebote und Unterstützung finden sie bei z. B. bei Wohlfahrtsverbänden, Kirchen oder auch bei einigen Initiativen, die auf dieser Website gelistet sind.

Die Situation zeitlich einordnen 

Manchmal, wenn sich etwas sehr schwer oder bedrohlich anfühlt, kann es so wirken, als ob dies kein Ende hätte. Machen Sie sich bewusst: Die aktuelle Situation ist zeitlich begrenzt, sie wird eines Tages vorüber sein.

Sich auf die eigenen Stärken besinnen 

Sie haben schon ein langes Leben geführt und vermutlich auch krisenhafte Situationen erlebt. Wie haben Sie diese Herausforderungen bewältigt? Vielleicht nehmen Sie sich etwas Zeit, sich an Ihre eigenen Stärken zu erinnern, die Ihnen schon früher geholfen haben. Daraus können Sie neue Kraft und Zuversicht schöpfen. 

Überprüfen, was Ihnen gut tut

Fragen Sie sich, was Ihnen den Alltag erleichtern kann. Manche der täglichen Gewohnheiten sind gerade vielleicht noch nicht wieder wie früher möglich – andere aber nach wie vor. Dazu zählt beispielsweise, Gespräche mit Bekannten zu führen (z. B. am Telefon oder über digitale Medien), die Natur zu erleben oder sich anderweitig zu beschäftigen. Wenn Sie bei der Organisation von Aktivitäten Unterstützung brauchen, können Sie beispielsweise Nachbarn um einen Gefallen bitten. Es gibt viele Menschen, die gerne helfen.