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14:01 · 8. Juni 2021

Fieber, Husten, Unwohlsein: Anzeichen für COVID-19

Fieber, Husten und Schnupfen sind häufig die Anzeichen für eine COVID-19-Erkrankung. Gibt es noch andere Anzeichen? Und was muss ich tun, wenn ich Krankheits-Anzeichen bemerke?

Fieber ist ein Anzeichen für COVID-19

Was für eine Krankheit ist COVID-19?

COVID-19 ist eine Krankheit der Atemwege. Sie wird durch das Corona-Virus hervorgerufen.

Atemwege sind alle Körperteile, durch die beim Einatmen und Ausatmen Luft strömt. Das sind zum Beispiel Nase, Nasen-Nebenhöhlen und Rachen, Bronchien und Lunge. 

Wenn die Krankheit COVID-19 sehr schwer verläuft, entwickeln die Betroffenen eine Lungen-Entzündung. Sie müssen auf der Intensiv-Station im Krankenhaus behandelt werden. Im schlimmsten Fall kann die Krankheit COVID-19 tödlich sein. Andere Betroffene haben auch später und über längere Zeit mit verschiedenen Folgen der Krankheit zu kämpfen. Deshalb müssen alle das Corona-Virus und COVID-19 ernst nehmen und Ansteckungen vermeiden. 

Oft ist es schwierig, die ersten Anzeichen von COVID-19 von anderen Krankheiten der Atemwege zu unterscheiden, zum Beispiel von Anzeichen einer Erkältung oder einer Grippe. 

Welche Krankheits-Anzeichen können auftreten? 

Die häufigsten Anzeichen sind ähnlich wie bei anderen Krankheiten der Atemwege, zum Beispiel bei Erkältung oder Grippe:

  • Husten, vor allem trockener Husten
  • Schnupfen
  • Fieber über 38 Grad Celsius
  • Müdigkeit

Weitere häufige Anzeichen

  • Die Betroffenen fühlen sich unwohl und schwach.
  • Die Betroffenen können nicht mehr gut atmen. 
  • Die Betroffenen haben Hals-Schmerzen, Kopf-Schmerzen, Muskel-Schmerzen oder Gelenk-Schmerzen.
  • Der Geschmacks-Sinn und der Geruchs-Sinn können gestört sein. Betroffene können nicht mehr richtig riechen. Oder sie können nicht schmecken, was sie essen. 

Anzeichen, die seltener auftreten, sind zum Beispiel:

  • Übelkeit
  • Bauch-Schmerzen
  • Durchfall

Nehmen Sie alle Krankheits-Anzeichen ernst! 

Die Krankheits-Anzeichen können bei jedem Menschen anders sein. Die Anzeichen können auch unterschiedlich stark sein. Es gibt keine Anzeichen, an denen man COVID-19 eindeutig erkennen kann.

Aber: Die meisten Menschen, die sich angesteckt haben, haben nur leichte oder gar keine Krankheits-Anzeichen. Von 10 Personen, die sich angesteckt haben, haben 8 Personen leichte oder gar keine Anzeichen. Das heißt umgekehrt: Nur bei 2 von 10 Personen treten deutliche Krankheits-Anzeichen auf.

Deshalb ist es so wichtig, die AHA-Regeln immer einzuhalten! Auch dann, wenn man selbst oder die anderen Menschen in der Umgebung keine Krankheits-Anzeichen haben.

Was bedeutet Inkubations-Zeit?

Nach der Ansteckung mit COVID-19 treten Krankheits-Anzeichen oft erst einige Tage später auf. Dazu sagt man Inkubations-Zeit. 

Die Inkubations-Zeit kann bis zu 14 Tage lang dauern. Meistens dauert sie aber 5 bis 6 Tage. In dieser Zeit bemerken Sie trotz Ansteckung noch keine Krankheits-Anzeichen. Auch deshalb ist es so wichtig, die AHA-Regeln immer einzuhalten! 

Gehöre ich zur Risiko-Gruppe?

Für manche Menschen gibt es ein hohes Risiko, dass sie besonders schwer an COVID-19 erkranken. Das sind vor allem Menschen mit einem schwachen Immun-System oder mit schwachen Abwehr-Kräften. 

Gründe für schwache Abwehr-Kräfte können zum Beispiel sein:

  • höheres Alter
  • Vor-Erkrankungen, zum Beispiel Asthma, COPD, Herz-Krankheiten, Blut-Hochdruck, Krebs, Diabetes, schwere Depressionen, bipolare Störungen
  • regelmäßige Einnahme von Cortison oder von anderen Medikamenten, welche die Immun-Abwehr schwächen

Die Corona-Schutzimpfung schützt vor einem schweren Krankheits-Verlauf.

Ich habe Krankheits-Anzeichen – was nun?

Sie haben Krankheits-Anzeichen für COVID-19? Dann bleiben Sie zu Hause! Kommen Sie nicht in direkten Kontakt mit anderen Menschen.

Sind Sie unsicher, ob Sie Anzeichen für eine Erkältung oder für COVID-19 haben? Oder hatten Sie Kontakt zu jemandem, der positiv getestet wurde? Dann sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen. Bitte gehen Sie nicht direkt in die Arzt-Praxis. 

Außerhalb der Sprechzeiten können Sie auch den ärztlichen Bereitschafts-Dienst anrufen. Telefon: 116 117

Sie können sich auch bei Ihrem Gesundheits-Amt melden. Hier können Sie mit Ihrer Postleitzahl Ihr zuständiges Gesundheits-Amt herausfinden.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, der ärztliche Bereitschafts-Dienst oder Ihr Gesundheits-Amt entscheiden, ob bei Ihnen ein Corona-Test durchgeführt wird oder nicht. Sie besprechen am Telefon gemeinsam die nächsten Schritte. Zum Beispiel, wo der Test durchgeführt werden soll.

Ich habe keine Anzeichen für COVID-19

Nutzen Sie das Angebot für regelmäßige und kostenlose Schnell-Tests! Alle Bürgerinnen und Bürger können sich mindestens einmal in der Woche durch geschultes Personal testen lassen. Zum Beispiel in einem Test-Zentrum in Ihrer Nähe. 

Diese Schnell-Tests sind Anti-Gen-Tests. Wenn Ihr Test-Ergebnis positiv ist, wird danach noch ein PCR-Test oder Labor-Test durchgeführt. Der PCR-Test ist genauer als der Anti-Gen-Test. 

Ich hatte engen Kontakt zu einer infizierten Person

Sie hatten engen Kontakt zu einer Person, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurde? Dann wenden Sie sich sofort an Ihr Gesundheits-Amt. Hier können Sie mit Ihrer Postleitzahl Ihr zuständiges Gesundheits-Amt herausfinden.

Das Gesundheits-Amt bespricht mit Ihnen die nächsten Schritte. Auf jeden Fall sollten Sie in dieser Zeit zu Hause bleiben.

Achtung: Sie müssen sich sofort an Ihr Gesundheits-Amt wenden, auch wenn Sie keine Krankheits-Anzeichen haben.

Enger Kontakt – was bedeutet das?

Das ist ein enger Kontakt:

  • Man hat mindestens 15 Minuten Kontakt mit einer infizierten Person ohne Maske.
  • Man hat weniger Abstand als 1,50 Meter zur infizierten Person. 

Für die Übertragung des Corona-Virus ist es entscheidend, wie eng und wie lange der Kontakt zu einer infizierten Person war. Denn das Virus wird durch Tröpfchen und Aerosole übertragen. Aerosole sind winzige Flüssigkeits-Teilchen. Sie werden von infizierten Personen beim Ausatmen, Sprechen, Husten und Niesen abgegeben. 

Es gibt auch andere Übertragungs-Wege. Zum Beispiel über den Kontakt mit Körper-Flüssigkeiten von einer infizierten Person. Körper-Flüssigkeiten sind zum Beispiel Speichel, Blut oder Urin. Eine andere Möglichkeit ist die Übertragung über Oberflächen, auf denen sich das Virus befindet. Dazu gehören Türklinken, Tische, Halte-Griffe in Bussen und Bahnen.

Bei engem Kontakt: sofort Quarantäne

Bei einem engen Kontakt ist man Kontakt-Person der Kategorie 1. Das bedeutet: Es gibt ein besonders hohes Risiko für eine Ansteckung. Man muss sofort für 14 Tage zu Hause in Quarantäne gehen.

Informationen zur Quarantäne erhalten Sie von Ihrem Gesundheits-Amt. Hier können Sie mit Ihrer Postleitzahl Ihr zuständiges Gesundheits-Amt herausfinden.

Ein Quarantäne-Tagebuch führen

Müssen Sie in Quarantäne, weil Sie engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten? Dann werden Sie aufgefordert, ein Quarantäne-Tagebuch zu führen. Am besten benutzen Sie dafür ein leeres Notiz-Heft oder Schul-Heft.

Das Quarantäne-Tagebuch hilft Ihnen dabei, den eigenen Gesundheits-Zustand zu überprüfen und weitere Kontakt-Personen zu ermitteln. Das Gesundheits-Amt nimmt regelmäßig Kontakt mit Ihnen auf und wird Sie darüber befragen.

Was soll im Quarantäne-Tagebuch aufgeschrieben werden?

  • mögliche Krankheits-Anzeichen 
  • die Körper-Temperatur

Bitte messen Sie 2 Mal täglich Ihre Körper-Temperatur und schreiben sie in das Quarantäne-Tagebuch.

  • Tätigkeiten in der Quarantäne, zum Beispiel Arbeiten im Haushalt 
  • Kontakte zu anderen Personen 

Wenn bei Ihnen später COVID-19 festgestellt wird, kann das Gesundheits-Amt diese Personen über das Ansteckungs-Risiko informieren.

Leichte Krankheits-Anzeichen: zu Hause bleiben!

Sie hatten einen positiven Corona-Test? Aber keine oder nur leichte Krankheits-Anzeichen? Dann sollten Sie zu Hause bleiben und sich ausruhen.

Was müssen Sie unbedingt beachten?

  • Sie sollten keinen direkten Kontakt zu anderen Personen haben. Das nennt man Isolierung.
  • Wenn Sie mit anderen Personen in einem Haushalt leben: Bleiben Sie so oft wie möglich in Ihrem Zimmer. Essen Sie nicht gemeinsam mit den anderen. 
  • Lassen Sie andere für sich einkaufen gehen. Oder lassen Sie die Einkäufe bis vor Ihre Haustür liefern. 
  • Lüften Sie oft und gründlich Ihre Räume. 

Ihr Gesundheits-Amt entscheidet, wann Sie die Isolierung beenden können. Sie sollten sich mindestens 10 Tage ab dem Auftreten der ersten Krankheits-Anzeichen isolieren. Wenn Sie keine Krankheits-Anzeichen mehr haben, müssen Sie sich noch weitere 48 Stunden isolieren.

Sie wurden nicht getestet? Aber Sie haben den Verdacht, dass Sie sich angesteckt haben? Auch dann sollten Sie sich sofort in die häusliche Isolierung begeben. 

Ganz wichtig: Wenn Sie Krankheits-Anzeichen bemerken oder wenn diese stärker werden, dann rufen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Zum Beispiel dann, wenn Sie schlechter Luft bekommen oder hohes Fieber bekommen. Rufen Sie im Notfall die 112 an. 

Die AHA+L+A-Formel

Auch wenn Sie keine Krankheits-Anzeichen haben, können Sie sich angesteckt haben. Und Sie können andere anstecken. Deshalb ist es so wichtig, keine direkten Kontakte zu anderen zu haben!

Beachten Sie immer die AHA+L+A-Formel: 

  • Abstand halten
  • Hygiene beachten
  • im Alltag Maske tragen
  • regelmäßig Lüften
  • die Corona-Warn-App nutzen

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