Bundesministerium für Gesundheit

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Allgemeine Infos zum Testen

Coronatests helfen, wichtige Daten zu Infektionszahlen zu generieren, die bei der Eindämmung der Pandemie notwendig sind. Erfahren Sie, wann ein Test gegen das Coronavirus sinnvoll ist, wer sich testen lassen kann und wie lange die Auswertung dauert.

Was ist die nationale Teststrategie?

Testen ist essentieller Bestandteil einer umfassenden Pandemie-Bekämpfungs-Strategie: Es ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung infizierter Personen in Deutschland. Dies ist die Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor einer Überlastung des Gesundheitssystems.

Testen entbindet nicht von der Einhaltung der AHA+L-Regel sowie notwendigen Hygienevorkehrungen und Symptom-Monitoring in Einrichtungen.

In Deutschland wird bereits umfassend auf Infektionen mit SARS-CoV-2 getestet. Hierzu wurde die Testkapazität zum Virus-Nachweis mittels PCR-Testung seit März 2020 kontinuierlich erweitert.

Seit der am 08. März 2021 in Kraft getretenen Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweise des Coronavirus SARS-CoV-2 haben alle asymptomatischen Personen mindestens einmal in der Woche einen Anspruch auf kostenlose Testung mittels Antigen-Schnelltest. Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden kann, wird der Bund das Angebot kostenloser Bürgertests für alle mit Wirkung vom 11. Oktober 2021 beenden. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wird es weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Antigen-Schnelltest geben.

Weitere Informationen zur nationalen Teststrategie finden Sie auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (RKI) und in unserem Artikel "Die Nationale Teststrategie".

Stand: 23.09.2021

Welche Testverfahren werden zum Nachweis von Corona eingesetzt?

PCR-Tests sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch entsprechend geschultes Personal, die Auswertung durch Labore.

Antigen-Schnelltests: Haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt. Sie können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Tests aber direkt vor Ort. Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann, ist eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht länger erforderlich. Das kostenlose Testangebot für alle Bürgerinnen und Bürger endet daher am 11. Oktober 2021. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (insbesondere Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel, Kinder unter 12 Jahren), wird es allerdings weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest geben.

Selbsttests: Haben ihren Namen, weil diese Tests von jeder und jedem selbst, beispielsweise zuhause, durchgeführt werden können. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte überprüft zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut Qualität und Aussagekraft der Tests.

Die Ergebnisse von Schnell- und Selbsttests sind nicht immer verlässlich. Daher sollte nach jedem positiven Schnell- und Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung gemacht werden.

Weitere Informationen zu Testverfahren finden Sie hier sowie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Stand: 24.09.2021

Welcher Test ist wofür geeignet?

PCR-Tests werden eingesetzt, um bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt oder um einen positiven Schnell- oder Selbsttest zu verifizieren oder im Rahmen von Reihentestungen möglichst sensitiv zu testen.

Antigen-Schnelltests kommen derzeit besonders häufig in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal oder Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig zu testen.

Seit dem 8. März 2021 können sich alle Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal wöchentlich mit einem Schnelltest testen lassen. Durchgeführt werden diese Tests in den Testzentren der Gesundheitsämter vor Ort oder von beauftragten Dritten (zum Beispiel in Apotheken oder bei Ärztinnen und Ärzten). Die Kosten übernimmt aktuell der Bund. Das kostenlose Testangebot für alle Bürgerinnen und Bürger endet am 11. Oktober 2021. Für Personen, die sich nicht impfen lassen können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wird die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest weiterhin bestehen. Hier können Sie nachlesen, wer weiterhin ein kostenloses Testangebot erhält.

Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – etwa bei einem privaten Besuch oder perspektivisch vor einem Theater- oder Kinobesuch. Sie werden auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden. Fällt ein Schnell- oder Selbsttest positiv aus, sollte das Ergebnis unbedingt durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Stand: 22.09.2021

Machen Antigen-Schnelltests und Selbsttests PCR-Tests überflüssig?

Nein, PCR-Tests sind aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit der Goldstandard der Diagnostik und weiterhin essentieller Bestandteil der Teststrategie. Die Nationale Teststrategie legt fest, in welchen Situationen sofort PCR-Tests angebracht sind und in welchen Situationen Antigen-Schnelltests als Vortest zum Einsatz kommen können. Ein positiver Antigen-Schnelltest oder Selbsttest muss immer durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Stand: 19.08.2021

Was ändert sich bei den kostenlosen Bürgerinnen- und Bürgertests ab dem 11. Oktober 2021?

Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann, ist eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht länger erforderlich. Das kostenlose Testangebot für alle Bürgerinnen und Bürger endet daher am 11. Oktober 2021. Asymptomatische Personen, die keinen Anspruch aus einem der in den Paragrafen 2 bis 4 der Testverordnung genannten Gründen haben, müssen die Testkosten damit grundsätzlich selbst tragen. Personen, für die keine Möglichkeit besteht, einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben auch weiterhin die Möglichkeit, sich mindestens einmal wöchentlich kostenlos mit einem Schnelltest testen zu lassen.

Stand 22.09.2021

Welche Personen erhalten auch weiterhin kostenlose Testangebote?

Folgende Personen haben auch nach dem Auslaufen der kostenlosen Schnelltests für Bürgerinnen und Bürger am 11. Oktober 2021 die Möglichkeit, sich mindestens einmal pro Woche kostenlos mit einem Schnelltest testen zu lassen:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine 12 Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung 12 Jahre alt geworden sind.
  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können. Das gilt insbesondere bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, da die Ständige Impfkommission für diesen Zeitraum bislang keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat. Die kostenlose Testmöglichkeit besteht auch dann, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation eine Impfung in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht möglich war.
  • Personen, die sich wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 selbst in Absonderung begeben mussten, können sich kostenlos testen lassen, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.
  • Bis zum 31. Dezember 2021 können sich alle Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch minderjährig sind, kostenlos testen lassen – das Gleiche gilt auch für Schwangere. Für diese Personen besteht seit August bzw. September 2021 eine generelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Um ihnen ausreichend Zeit zu gewähren, sich über die bestehenden Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, wird ihr Anspruch auf eine kostenlose Testung pro Woche bis Ende des Jahres verlängert.
  • Auch Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden, können sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos per Schnelltest testen lassen. 
  • Außerdem können Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben, sich weiterhin kostenlos mit einem Schnelltest testen lassen.

Eine Übersicht von Testzentren in Ihrer Nähe finden Sie auf unserer Deutschlandkarte, wenn Sie auf Ihr jeweiliges Bundesland klicken.

Darüber hinaus können kostenlose PCR-Tests durchgeführt werden, zum Beispiel wenn Symptome einer COVID-19-Erkrankung vorliegen oder Sie Kontakt zu einer COVID-19-Infizierten Person hatten. Informationen dazu finden Sie hier. Ob ein PCR-Test nach diesen Kriterien durchgeführt wird, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte vor Ort. Zur Abklärung und Terminvergabe sollten Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt beziehungsweise die lokale Corona-Schwerpunktpraxis oder (sofern in Ihrem Bundesland vorhanden) eine Corona-Anlaufstelle der kassenärztlichen Vereinigung telefonisch kontaktieren. 

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen PCR-, Selbst- oder Schnelltest anzubieten. Ausnahmen gibt es für vollständig geimpfte beziehungsweise von einer COVID-19 Erkrankung genesene Beschäftigte. Die Beschäftigten müssen die Testangebote nicht wahrnehmen oder der Arbeitgeberin beziehungsweise dem Arbeitgeber Auskunft über ihren Impf- beziehungsweise Genesungsstatus geben. Diese Regelung ist zunächst bis zum 24. November 2021 befristet. Die Kosten dafür trägt die Arbeitgeberin beziehungsweise der Arbeitgeber. Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten und mehr zum Thema erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Hilfestellung bei der Terminvergabe erhalten Sie außerdem unter der Telefonnummer 116 117.

Stand: 22.09.2021

Welche Nachweise haben zu testende Personen ab dem 11. Oktober 2021 zu erbringen?

Wer nach dem Ende der allgemeinen Bürgerinnen- und Bürgertestung am 11. Oktober 2021 eine kostenlose Testung nach Paragraf 4a der Testverordnung in Anspruch nehmen möchte, muss zunächst gegenüber der testenden Stelle zum Nachweis der Identität einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen. Außerdem muss die zu testende Person belegen können, dass sie aus einem der in Paragraf 4a der Testverordnung genannten Gründe anspruchsberechtigt ist.

Ein gegebenenfalls erforderlicher Altersnachweis ergibt sich aus dem Identitätsnachweis des Kindes.

Wer aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden kann, muss bei Inanspruchnahme der Testung ein entsprechendes Zeugnis vorlegen. Aus dem Zeugnis muss die Überzeugung der ausstellenden ärztlichen Person oder der ausstellenden Stelle hervorgehen, dass eine medizinische Kontraindikation gegenüber der Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 besteht. Außerdem müssen der Name, die Anschrift und das Geburtsdatum der getesteten Person sowie die Identität der Person oder Stelle, die das ärztliche Zeugnis ausgestellt hat, nachgewiesen werden. Die Angabe einer Diagnose ist nicht erforderlich. Der Mutterpass kann als ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer Schwangerschaft verwendet werden.

Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut unter www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist, können ihre Anspruchsberechtigung durch die Vorlage ihrer Studienbescheinigung und ihres Impfausweises nachweisen.

Teilnehmende an Impfwirksamkeitsstudien können sich von den Verantwortlichen der Studien einen entsprechenden Teilnahmenachweis ausstellen lassen.

Stand: 21.09.2021

Haben bislang auch Personen, die privat oder gar nicht versichert sind, einen Anspruch auf einen kostenlosen Test?

Im Rahmen der sogenannten Bürgertests hat bis zum 10. Oktober 2021 jede und jeder Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest. Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden kann, ist eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht länger erforderlich. Das kostenlose Testangebot für alle Bürgerinnen und Bürger endet daher am 11. Oktober 2021. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wird es allerdings weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest geben. Hier können Sie nachlesen, für wen das kostenlose Testangebot weiterhin gilt.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten, wenn der öffentliche Gesundheitsdienst den Test veranlasst hat. Dies gilt auch dann, wenn die Person nicht gesetzlich versichert ist.

Liegen bei einer oder einem Privatversicherten Krankheitssymptome vor und wird dann ein Test ärztlich angeordnet, handelt es sich um einen Versicherungsfall, der wie bei allen anderen Erkrankungen auch nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet wird. Die Versicherten erhalten wie üblich eine Rechnung, die sie zur Erstattung bei ihrem Versicherer einreichen können.

Stand: 22.09.2021

Wann sollte ich mich testen lassen?

Wer schwere Erkältungssymptome oder andere für COVID-19 typische Symptome (zum Beispiel Geruchsverlust, Magen-Darm-Beschwerden) hat, sollte sich telefonisch bei der Hausärztin beziehungsweise dem Hausarzt, unter der Nummer 116 117 oder beim Gesundheitsamt melden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen PCR-, Selbst- oder Schnelltest anzubieten. Ausnahmen gibt es für vollständig geimpfte beziehungsweise von einer COVID-19 Erkrankung genesene Beschäftigte. Die Beschäftigten müssen die Testangebote nicht wahrnehmen oder der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber Auskunft über ihren Impf- bzw. Genesungsstatus geben. Diese Regelung ist zunächst bis zum 24. November 2021 befristet. Die Kosten dafür trägt die Arbeitgeberin beziehungsweise der Arbeitgeber. Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten, erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Stand: 10.09.2021

Wer entscheidet, ob ein PCR-Test durchgeführt wird?

Ob ein PCR-Test durchgeführt wird, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte und das Gesundheitsamt vor Ort. Zur Abklärung sollten Sie vorab die Corona-Anlaufstelle (sofern in Ihrem Bundesland vorhanden) anrufen und einen Termin vereinbaren. Termine können Sie zum Beispiel hier vereinbaren. Personen mit leichten Erkältungssymptomen sollten sich zu Hause selbst absondern, um möglichst wenig Kontakte zu haben. Diese Selbstisolierung sollte nach Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) fünf Tage plus zwei Tage ohne Symptome betragen. Betroffene sollten mit ihren Arbeitgebern klären, ob in dieser Zeit Homeoffice möglich ist. Gegebenenfalls sollten sie mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über eine Krankschreibung sprechen.

Stand: 22.09.2021

Was sind Lolli-Tests für Kinder und wo werden Sie eingesetzt?

Lolli-Tests (oder PCR-POOLTESTS) sind Corona-Tests für Kinder, die nach der PCR-Methode im Labor ausgewertet werden. Lolli-Tests können zum Beispiel in KiTa-Gruppen oder Schulklassen eingesetzt werden. Bei der Methode lutschen alle Kinder der jeweiligen Gruppe sowie die Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrerinnen und Lehrer für etwa 30 Sekunden an jeweils einem Abstrichtupfer wie an einem Lolli. Die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe werden in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe, dem sogenannten „Pool“, noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet. Diese Methode sichert ein sehr verlässliches Testergebnis.

Fällt einer der Tests positiv aus, müssen alle Kinder sowie die Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrerinnen und Lehrer noch einen weiteren einzelnen PCR-Test machen. So kann eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung rechtzeitiger erkannt wird.

Stand: 29.07.2021

Werden alle Personen getestet, die ins Krankenhaus kommen?

Ja. Wer stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden soll, wird bei Aufnahme oder bereits vorab auf SARS-CoV-2 getestet.

Stand: 07.04.2021

Wie lange muss ich auf mein Testergebnis warten?

Das Testverfahren mittels PCR nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens. In den meisten Fällen liegt ein Ergebnis innerhalb von 24 Stunden vor. 

Antigen-Schnelltests und Selbsttests zeigen meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Ergebnis an.

Stand: 25.08.2021

Was muss ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Ist Ihr Schnell- oder Selbsttest-Ergebnis positiv, muss dieses durch ein positives PCR-Testergebnis bestätigt werden. Fällt auch dieser Test positiv aus, wird von da an von einer Isolierung gesprochen. Nehmen Sie bitte umgehend mit dem zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Die Isolierung dauert in der Regel vierzehn Tage, hängt jedoch auch von der Dauer und Schwere Ihrer Erkrankung ab. Weitere Informationen zu Entlassungskriterien aus der Isolierung finden Sie hier

Grundsätzlich sollten Sie sich, soweit möglich, von Ihren Haushaltsmitgliedern isolieren, um weitere Ansteckungen vermeiden. Halten Sie sich möglichst nicht in denselben Räumen auf, beachten Sie die Hygieneregeln und lüften Sie regelmäßig. Auch das Tragen einer Alltagsmaske oder besser noch einer medizinischen Maske kann in manchen Situationen, wie beispielsweise bei der Nutzung der Gemeinschaftsräume, sinnvoll sein. Weitere Informationen zu häuslicher Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung können Sie auch der entsprechenden Website des Robert Koch-Instituts entnehmen.

Wenn Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist es möglich, dass Sie auch andere Menschen angesteckt haben. Um dies nachvollziehen zu können, wird das Gesundheitsamt Sie nach Ihren Kontakten der letzten Tage fragen und versuchen, das Risiko einer Ansteckung zu ermitteln. Ihre unmittelbaren Kontaktpersonen werden anschließend ebenfalls vom Gesundheitsamt kontaktiert. Hier ist es wichtig, dass Sie alle Informationen so präzise wie möglich weitergeben, damit Infektionsketten schnell durchbrochen werden und weitere Ansteckungen verhindert werden können. Nutzen Sie außerdem die Corona-Warn-App und geben Sie darin an, dass Sie positiv getestet wurden. So können Sie andere Menschen, die sich in Ihrer Nähe aufgehalten haben, frühzeitig warnen.

Damit SARS-CoV-2-Infektionen in Zukunft noch besser behandelt werden können, ist es sinnvoll, ein Tagebuch über Ihre Symptome zu führen. Sollten Sie bemerken, dass sich Ihre Symptome verschlimmern, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt oder an die 116 117.

Stand: 21.09.2021

Haben hohe oder niedrige Temperaturen Auswirkungen auf SARS-CoV-2 Testungen mit Antigentests?

Voraussetzung für eine sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur. Hierfür sind die Herstellerangaben in der Gebrauchsanweisung des Tests zu beachten. Bei sachgemäßer Lagerung und Durchführung eines CE-gekennzeichneten Antigentests in den angegebenen Temperaturbereichen ist von einer gleichbleibenden hohen Leistung in Bezug auf Sensitivität und Sensibilität auszugehen.

Abweichende Temperaturen während der Lagerung und Durchführung können das Testergebnis verfälschen. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen kommen. Besonders kritisch sind zu hohe Temperaturen zu beurteilen. Diese führen zu vermehrt falsch-negativen Resultaten. Insgesamt haben häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung von Antigentests einen Einfluss auf die Testleistung und sind daher kritisch zu betrachten und zu vermeiden. Bei starken Temperaturschwankungen kann Wasser in der Testkartusche kondensieren, dies führt zu einer erheblichen Einschränkung in der Testleistung.

Stand: 17.08.2021

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem positiven Test?

In den allermeisten Fällen verläuft eine Erkrankung nach Infektion mit dem Coronavirus sehr milde und muss nicht behandelt werden. Viele Infizierte haben gar keine Symptome. Im Zentrum der Behandlung einer schweren Infektion stehen unterstützende Maßnahmen wie zum Beispiel Sauerstoffgabe, kreislaufunterstützende Medikamente und gegebenenfalls Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ- oder Begleitinfektionen sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, das heißt gegen das Coronavirus selbst gerichtete Therapie, steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Weitere Informationen können Sie diesem Artikel entnehmen. 

Stand: 22.09.2021

In welchem Zusammenhang stehen die COVID-19-Fallzahlen zu der Anzahl durchgeführter Tests in Deutschland?

Testen ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung von infizierten Personen in Deutschland. Das ist die Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor Überlastung unseres Gesundheitssystems. Die Anzahl der nachgewiesenen COVID-19-Infektionen hängt generell vom Vorkommen dieser Infektionen in der Bevölkerung, der Teststrategie und der Anzahl der durchgeführten Tests ab.

Mehr durchgeführte Tests können zu einem Anstieg der COVID-19-Fallzahlen führen, da zuvor unentdeckte Infizierte (auch ohne oder mit nur sehr milden Symptomen) erkannt werden. Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die beobachteten steigenden Fallzahlen nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären sind.

Stand: 01.07.2021

Welche Fälle sind meldepflichtig und welche Informationen werden ans Robert Koch-Institut übermittelt?

Die Ärztin oder der Arzt, die oder der bei einer Patientin oder einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, dass das Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Übermittelt werden dabei Angaben wie der Name, die Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren und die notwendigen Maßnahmen einleiten kann. Die zuständigen Gesundheitsämter übermitteln die Informationen zu COVID-19-Fällen elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort an das Robert Koch-Institut (RKI), allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Website des RKI.

Stand: 18.08.2021

Gibt es genügend Laborkapazitäten?

Seit Beginn der Pandemie wurden die PCR-Testkapazitäten kontinuierlich erhöht. Die Erweiterung der Testkapazitäten wurde unter anderem dadurch ermöglicht, dass dafür notwendige Gerätesysteme installiert wurden, die jeden Tag eine sehr große Anzahl von Proben verarbeiten können. Außerdem wurde die entsprechende Verfügbarkeit der notwendigen Testreagenzien sichergestellt. Zusätzlich wurde Personal aufgebaut und geschult, die entsprechende Prozessorganisation inklusive der Verfügbarkeit von Abstrichtupfern und den für solche Testzahlen notwendigen Abnahmekapazitäten in Testzentren, Abstrichstellen und Arztpraxen sowie Krankenhäusern angepasst. Mit dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz wurden Möglichkeiten geschaffen, um zusätzlich veterinärmedizinische Laborkapazitäten für die Auswertung von Tests nutzen zu können.

Stand: 17.08.2021
 

Wer ist für die Beschaffung der Corona-Tests zuständig?

Schnell- und Selbsttests zum Einsatz in Testzentren, Schulen, Pflegeheimen und so weiter beschaffen die Bundesländer in eigener Zuständigkeit. Der Bund hat bei verschiedenen Herstellern Kontingente gesichert, damit genügend Tests für den deutschen Markt zur Verfügung stehen. Bestimmte Einrichtungen können Antigen-Schnelltests auch selbst beschaffen, nutzen und mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen. Das sind zum Beispiel Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen oder Tageskliniken.

Stand: 17.08.2021

Wer übernimmt in welchem Fall die Kosten für Corona-Tests?

Die Länder beschaffen und organisieren die Tests vor Ort und bauen dafür gegebenenfalls Testzentren auf oder aus. Für die Versorgung ihrer Einrichtungen (Kitas, Schulen) kommen die Länder selber auf. Der Bund übernimmt dagegen bis zum 10. Oktober 2021 die Kosten für die Schnelltests, die individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden. Ab dem 11. Oktober 2021 werden die Kosten für Schnelltests nur noch bei Personen übernommen, die sich nicht impfen lassen können oder für die es noch keine Impfempfehlung gibt. Mehr dazu lesen Sie hier. Wenn Unternehmen ihre Belegschaft oder der Einzelhandel und Restaurants ihre Kundinnen und Kunden testen lassen wollen, kommen sie selber für die Kosten auf. Bestimmte Einrichtungen können schon seit längerer Zeit Antigen-Schnelltests selbst beschaffen, nutzen und mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen. Das sind zum Beispiel Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen oder Tageskliniken.

Stand: 22.09.2021

Ist der Anstieg der COVID-19-Fallzahlen in Deutschland auf die erhöhten Testzahlen zurückzuführen?

Nein, die erhöhten Fallzahlen in diesem Zeitraum gehen nicht auf eine Ausweitung der Tests zurück. Die Ausweitung von Tests kann zu einem Anstieg der Fallzahlen beitragen, weil Fälle entdeckt werden, die sonst unentdeckt geblieben wären.

Der Anstieg von Fallzahlen kommt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) aber auch, wenn das Infektionsgeschehen generell zunimmt, etwa weil es vermehrt zu lokalen Häufungen von Infektionen kommt (u.a. bei Familienfeiern, bei Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz oder in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen). Dabei wird dann auch mehr getestet.

Einen Anstieg von Infektionszahlen ließen sich in Deutschland auch aufgrund von positiv getesteten Einreisenden beobachten. Der Aufenthalt in Hochrisikogebieten oder Virusvariantengebieten ist mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden. 

Stand: 02.09.2021

Sind die verschiedenen Coronatests in der Lage, bekannte neue Virusvarianten zu erkennen?

Bei den PCR-Testverfahren wird regelmäßig überprüft, ob die Tests zuverlässig alle zirkulierenden SARS-CoV-2-Varianten nachweisen. Bei der Zulassung von Antigen-Schnelltests gilt folgendes Mindestkriterium: Der Antragsteller muss Angaben zu den spezifischen SARS-CoV-2-Proteinen (Antigenen) machen, die durch den jeweiligen Test nachgewiesen werden. Entsprechende Angaben zur Wirkungsweise des Tests sind auch in die Packungsbeilage entsprechend den Vorgaben der IVD-Richtlinie ("In-Vitro-Diagnostik") aufzunehmen. Wenn der betreffende Antigentest das SARS-CoV-2-Oberflächenprotein ("Spike") detektiert, muss nachgewiesen werden, dass Mutationen in SARS-CoV-2, die zu einer Variation im SpikeAntigen führen (zum Beispiel "UK-Variante") zuverlässig erkannt werden.

Stand: 29.07.2021

Zählt ein Antikörpertest als Nachweis, dass ich genesen bin?

Momentan reicht ein Antikörpernachweis nicht aus, um als Genesene oder Genesener zu gelten oder für ein Impfzertifikat als vollständig geimpfte Person.

Bei der Frage der Anerkennung von Antikörpertests muss dabei zwischen den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und den aktuellen Verordnungen unterschieden werden.

In der STIKO-Empfehlung vom 8. Juli 2021 werden Antikörpertests, die in Laboren mit Qualitätskontrolle nach Akkreditierung und/oder Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK) durchgeführt wurden, als Nachweis einer COVID-19-Erkrankung anerkannt. Die neue Empfehlung enthält allerdings noch keine konkreten Informationen, welche Antikörpertests mit welchen Grenzwerten als Nachweise einer durchgemachten COVID-19-Infektion anerkannt werden.

Laut der derzeit noch gültigen Schutzmaßnahmenausnahmeverordnung des Bundesjustizministeriums muss eine durchgestandene Infektion in der Regel mit dem Erregernachweis mittels PCR-Test nachge­wie­sen werden. Einzelne Bundesländer, zum Beispiel Bremen, erkennen Antikörpertests aber schon als Nachweis an und prüfen die Laborbefunde der Antikörpertests individuell.

Der Nachweis einer überstandenen COVID-19-Infektion mittels Antikörpertest ist insbesondere für Personen wichtig, die keinen PCR-Test als Nachweis vorliegen haben. Der Nachweis wird zum Beispiel für die Durchführung der Corona-Schutzimpfung bei genesenen Personen benötigt, da diese bereits mit einer Impfdosis den vollständigen Impfschutz haben.

Stand: 16.08.2021

Wofür werden Antikörpertests eingesetzt?

Mittels Antikörpertest (serologische Diagnostik) kann eine durchgemachte SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen werden. Der Zeitpunkt der Infektion kann nicht mit der serologischen Diagnostik bestimmt werden. Die spezifischen SARS-CoV-2-Antikörpernachweise, die in einem Labor erfolgen, welches akkreditiert ist und/oder nach der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung arbeitet, sind mittlerweile so zuverlässig, dass sie nunmehr prinzipiell geeignet sind, einen Zustand nach SARS-CoV-2-Infektion nachzuweisen. Sie gelten aus verschiedenen Gründen jedoch noch nicht als gesicherter Nachweis, um als Genesene oder Genesener zu gelten oder für ein Impfzertifikat als vollständig geimpfte Person.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät daher von einer routinemäßigen Testung auf SARS-CoV-2-Antikörper nach erfolgter Impfung ab. Antikörpertests sind nicht für die Diagnose akuter Infektionserkrankungen geeignet. Goldstandard hierfür ist nach wie vor der direkte SARS-CoV-2-Nachweis mittels PCR-Test

Mehr Informationen zum Thema PCR-Test finden Sie hier.   

Stand: 24.09.2021