Bundesministerium für Gesundheit

Allgemeine Infos zum Testen

Coronatests helfen, wichtige Daten zu Infektionszahlen zu generieren, die bei der Eindämmung der Pandemie notwendig sind. Erfahren Sie, wann ein Test gegen das Coronavirus sinnvoll ist, wer sich testen lassen kann und wie lange die Auswertung dauert.

Was ist die Nationale Teststrategie?

Flächendeckendes Testen ist essentieller Bestandteil einer umfassenden Pandemie-Bekämpfungs-Strategie: Es ermöglicht die schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung infizierter Personen in Deutschland. Dies ist die Grundlage für die Unterbrechung von Infektionsketten und den Schutz vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. Testen entbindet nicht von der Einhaltung der AHA+L-Regel sowie notwendigen Hygienevorkehrungen und Symptom-Monitoring in Einrichtungen.

Mit der aktuellen Testverordnung wird allen Bürgerinnen und Bürgern mindestens ein kostenloser Schnelltest (PoC-Test) pro Woche zur Verfügung gestellt – unabhängig von Impf- oder Genesenenstatus. Wo Sie sich kostenlos testen lassen können, sehen Sie hier.

Weitere Informationen zur Nationalen Teststrategie finden Sie auch auf der Seite des Robert Koch-Instituts (RKI) und in unserem Artikel.

Stand: 14.01.2022

Was ist der Unterschied zwischen PCR-Tests, Antigen-Schnelltests und Selbsttests?

PCR-Tests sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal – die Auswertung durch Labore.

Antigen-Schnelltests: Haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt. Sie können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Tests aber direkt vor Ort.

Selbsttests: Haben ihren Namen, weil diese Tests jeder selber, bspw. zuhause, machen kann. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann mit einem Nasenabstrich erfolgen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte überprüft zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut Qualität und Aussagekraft der Tests.

Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher soll nach jedem positiven Schnell- und Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung gemacht werden.

Stand: 12.01.2022

Welche Tests sind wofür geeignet?

PCR-Tests als Goldstandard der Diagnostik werden weiterhin eingesetzt, um zum Beispiel bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt oder um einen positiven Schnell- oder Selbsttest zu verifizieren. Antigen-Schnelltests kommen derzeit in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal oder Bewohner regelmäßig zu testen. Der Bund übernimmt die Kosten für einen Schnelltest pro Woche, die individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden, sofern ein Anspruch nach der Testverordnung besteht. Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – etwa bei einem privaten Besuch oder perspektivisch vor einem Theater- oder Kinobesuch. Sie können auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden.

Stand: 10.01.2022

Sind die verschiedenen Coronatests in der Lage, bekannte neue Virusvarianten zu erkennen?

Bei den PCR-Testverfahren wird regelmäßig überprüft, ob die Tests zuverlässig alle zirkulierenden SARS-CoV-2-Varianten nachweisen. Bei der Zulassung von Antigen-Schnelltests gilt folgendes Mindestkriterium: Der Antragsteller muss Angaben zu den spezifischen SARS-CoV-2-Proteinen (Antigenen) machen, die durch den jeweiligen Test nachgewiesen werden. Entsprechende Angaben zur Wirkungsweise des Tests sind auch in die Packungsbeilage entsprechend den Vorgaben der IVD-Richtlinie ("In-Vitro-Diagnostik") aufzunehmen. Wenn der betreffende Antigentest das SARS-CoV-2-Oberflächenprotein ("Spike") detektiert, muss nachgewiesen werden, dass Mutationen in SARS-CoV-2, die zu einer Variation im SpikeAntigen führen (zum Beispiel "UK-Variante") zuverlässig erkannt werden.

Stand: 29.11.2021

Machen Antigen-Schnelltests und Selbsttests PCR-Tests überflüssig?

Nein, PCR-Tests sind aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit der Goldstandard der Diagnostik und weiterhin essentieller Bestandteil der Teststrategie. Die Nationale Teststrategie legt fest, in welchen Situationen sofort PCR-Tests angebracht sind und in welchen Situationen Antigen-Schnelltests als Vortest zum Einsatz kommen können. Ein positiver Antigen-Schnelltest oder Selbsttest muss immer durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Stand: 10.01.2022

Wie gestaltet sich der Anspruch auf einen Bürgertest?

Seit dem 13. November 2021 hat jede Bürgerin und jeder Bürger wieder mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Antigen-Schnelltest. Dieser Anspruch ist in §4a der Testverordnung geregelt.

Stand: 24.01.2022

Haben auch Personen, die privat oder gar nicht versichert sind, einen Anspruch auf einen kostenlosen Test?

Ja. Mit der aktuellen Anpassung der Testverordnung werden allen Bürgerinnen und Bürgern wieder kostenlose Schnelltests zur Verfügung gestellt. Unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus haben diese mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest (PoC-Test). Wo Sie sich kostenlos testen lassen können, sehen Sie hier.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten, wenn der öffentliche Gesundheitsdienst einen PCR-Test veranlasst hat. Dies gilt auch dann, wenn die Person nicht gesetzlich versichert ist.

Liegen bei einer oder einem Privatversicherten Krankheitssymptome vor und wird dann ein Test ärztlich angeordnet, handelt es sich um einen Versicherungsfall, der wie bei allen anderen Erkrankungen auch nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet wird. Die Versicherten erhalten wie üblich eine Rechnung, die sie zur Erstattung bei ihrem Versicherer einreichen können.

Stand: 29.12.2021

Welche Nachweise haben die zu testenden Personen bei Inanspruchnahme eines Bürgertests zu erbringen?

Wer eine kostenlose Testung nach § 4a Testverordnung in Anspruch nehmen möchte, muss gegenüber testenden Stellen zum Nachweis der Identität einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.

Kinder und Jugendliche können sich auch mittels Kinderreisepasses oder mittels eines Schülerausweises ausweisen. Für Kinder und Jugendliche, die über kein Ausweisdokument verfügen, ist es ausreichend, dass die Erziehungsberechtigten bei Testung des minderjährigen Kindes ihr Ausweisdokument vorlegen.

Stand: 10.01.2022

Wer kann Testnachweise ausstellen, die im Rahmen von 3G-Konzepten verwendet werden können?

Nicht alle Testnachweise sind im Rahmen der gesetzlichen 3G-Konzepte gültig. Welche Voraussetzungen ein Testnachweis erfüllen muss, regelt die Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung einheitlich für das gesamte Bundesgebiet.

Danach können 3G-gültige Testnachweise derzeit in drei verschiedenen Konstellationen ausgestellt werden.

1. Testung durch Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung

3G-fähige Testnachweise werden vor allem durch Personen oder Einrichtungen ausgestellt, die zur Leistungserbringung nach der Coronavirus-Testverordnung berechtigt sind. Dazu zählen insbesondere Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, Teststellen von Rettungs- und Hilfsorganisationen, kommunal betriebene Teststellen sowie private Teststellen, die vom öffentlichen Gesundheitsdienst mit der Durchführung von Testungen beauftragt wurden.

Gut zu wissen: Digitale Testnachweise

In der Nähe befindliche Teststellen, die die Übermittlung von Schnelltest-Ergebnissen an die Corona-Warn-App (CWA) unterstützen, können über https://map.schnelltestportal.de/ gefunden werden. Eine Vielzahl der berechtigten Teststellen erstellen auch EU-konforme digitale Testzertifikate, die in der CWA gespeichert werden können; die Nutzenden können dann ein digitales Testzertifikat für PCR- und Schnelltests anfordern, das im Falle eines negativen Testergebnisses ausgestellt wird. Sie können es in Ländern der Europäischen Union, sowie Island, Norwegen, Liechtenstein und der Schweiz dafür verwenden, um ein negatives Testergebnis offiziell nachzuweisen. Nur mit der CovPassCheck-App können die QR-Codes auf ausgedruckten oder digitalen COVID-Zertifikaten der EU eingelesen und datenschutzkonform, digital geprüft werden; eine bloße Sichtprüfung des Zertifikates ist nicht ausreichend.

Achtung: Testnachweise im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, die in Deutschland im Rahmen von impf-, genesenen- oder testnachweisbezogenen Schutzkonzepten (sogenannte 3G-Konzepte) verwendet werden sollen, dürfen nicht auf einer bloßen videoüberwachten Selbsttestung beruhen.

Achtung: Besuchertestungen in Pflegeheimen, Rehakliniken etc. werden nicht von Leistungserbringern nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung, sondern von den Einrichtungen im Rahmen eigener Testkonzepte selbst durchgeführt. Für Besuchertestungen kann daher kein 3G-gültiger Testnachweis ausgestellt werden!

2. Testung durch fachkundiges Personal im Rahmen der betrieblichen Testung

Ein 3G-gültiger Testnachweis kann vom Arbeitgeber dann ausgestellt werden, wenn die zugrundeliegende Testung im Rahmen der betrieblichen Testung durch Personal erfolgt, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt. Es gilt ein Vier-Augen-Prinzip, das heißt die Testung muss von einer dritten Person durchgeführt oder vor Ort überwacht werden. Wenn Beschäftigte sich unbeaufsichtigt selbst testen, kann für diese Testung kein 3G-gültiger Testnachweis ausgestellt werden, auch wenn die sich selbst testende Person fachkundig ist.

Ein EU-konformes digitales Testzertifikat kann im Rahmen dieser Testung hingegen nicht ausgestellt werden. Dies bleibt lediglich Leistungserbringern überlassen, die die oben beschriebenen „Bürgertests“ durchführen.

3. Testung vor Ort unter Aufsicht desjenigen, der Adressat der konkreten Schutzmaßnahme ist

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Testung am Ort der 3G-Maßnahme unter Aufsicht desjenigen stattfindet, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist. Vor einem Restaurantbesuch kann beispielsweise ein Selbsttest unter Aufsicht eines Restaurantmitarbeiters durchgeführt werden und bei negativem Testergebnis das Restaurant besucht werden.

Achtung: Zu beachten ist aber, dass ein solcher Testnachweis nur an dem Ort gilt, an dem die Testung beaufsichtigt wurde. Anders als in den anderen beiden Konstellationen darf kein Testnachweis ausgestellt werden, der für die nächsten 24 Stunden auch in anderen 3G-Kontexten verwendet werden kann.

Stand: 24.01.2022

Wer zahlt was?

Die Länder beschaffen und organisieren die Tests vor Ort und bauen dafür gegebenenfalls Testzentren auf oder aus. Für die Versorgung ihrer Einrichtungen (Kitas, Schulen) kommen die Länder selber auf. Der Bund übernimmt dagegen die Kosten für die Schnelltests, die individuell in Testzentren, Apotheken oder Praxen durchgeführt werden. Bestimmte Einrichtungen können Antigen-Schnelltests selbst beschaffen, nutzen und mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen. Das sind zum Beispiel Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Arztpraxen, Reha-Einrichtungen oder Tageskliniken.

Davon zu unterscheiden sind die mindestens zwei wöchentlichen Testungen, die Arbeitgeber gemäß § 4 Absatz 1 der Corona-Arbeitsschutzverordnung ihren Beschäftigten anzubieten haben. Die Kosten für die Tests haben Arbeitgeber zu tragen, da es sich um Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes handelt.

Stand: 10.01.2022

Wie kommen die Tests zu den Bürgerinnen und Bürgern?

Die Bundesländer kaufen die Tests für die Testzentren, Schulen und Kitas ein. Apotheken und Arztpraxen können Tests direkt bei den Herstellern oder im Großhandel bestellen. Bürgerinnen und Bürger können sich über Testmöglichkeiten in ihrer Nähe informieren, einen Termin ausmachen und sich dann testen lassen. Hier finden Sie Testangebote.

Stand: 07.01.2022

Wann sollte ich mich testen lassen?

Wer schwere Erkältungssymptome oder andere für COVID-19 typische Symptome wie zum Beispiel Geruchsverlust und/oder Magen-Darm-Beschwerden hat, sollte sich telefonisch bei der Hausärztin beziehungsweise dem Hausarzt, unter der Nummer 116 117 oder beim Gesundheitsamt melden und das weitere Vorgehen besprechen. Ob ein kostenloser PCR-Test durchgeführt wird oder nicht, entscheiden Ärztinnen und Ärzte beziehungsweise das zuständige Gesundheitsamt. Diese können Ihnen z. B. auch Auskunft darüber geben, wo ein Test auf das Coronavirus erfolgen soll oder ob gegebenenfalls ein Test bei Ihnen zuhause durchgeführt werden kann.Weitere Informationen können Sie hier entnehmen.

Auch wenn Sie keine Symptome haben, können Sie sich testen lassen: Alle Bürgerinnen und Bürgern haben unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest (PoC-Test). Wo Sie sich kostenlos testen lassen können, sehen Sie hier. Wichtig: Antigen-Schnelltests sind weniger zuverlässig als PCR-Tests. Sollte Ihr Schnelltestergebnis positiv ausfallen, muss es durch einen PCR-Test bestätigt werden. Zusätzlich können freiverkäufliche Selbsttests für mehr Sicherheit im Alltag sorgen. Weitere Informationen zu Antigen-Schnelltests und den verschiedenen Testverfahren finden Sie hier.

Außerdem müssen nicht vollständig Geimpfte oder Geboosterte sowie nicht Genesene in bestimmen Fällen entweder einen negativen Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder einen negativen PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) vorlegen können: Seit dem 18. November 2021 gilt die 3G-Regel für den Arbeitsplatz: Bundesweit dürfen nur genesene, geimpfte oder getestete Personen ihre Arbeitsstätte aufsuchen. Die Einhaltung der 3G-Regelung soll vom Arbeitgeber täglich kontrolliert und dokumentiert werden. Auch für den öffentlichen Personenverkehr gilt: Sind Fahrgäste nicht geimpft oder genesen, müssen sie bei der Nutzung eines Verkehrsmittels einen Nachweis über einen aktuellen negativen Corona-Schnelltest oder PCR-Test mit sich führen.

Bei einem hohen Infektionsgeschehen mit besonders hoher Belastung des öffentlichen Gesundheitssystems tritt seit dem 18. November 2021 außerdem die 2G-Regel beziehungsweise die 2G-Plus-Regel in Kraft. Dann haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Innenräumen von Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie zu Gastronomie und Einzelhandel (mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs), Fitnessstudios oder Krankenhäusern. Bei der 2G-Plus-Regel gilt die Testpflicht auch für Genesene und Geimpfte. Seit dem 15. Dezember 2021 sind Personen, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben, von der Testpflicht im Rahmen der 2G-Plus-Regel ausgenommen.

Stand: 13.01.2022

 

Welche Personen erhalten einen kostenlosen PCR-Test?

Fällt ein Schnelltest positiv aus, sollte die getestete Person einen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses machen. Das gilt auch nach einem positiven Selbsttest. Ein solcher PCR-Test ist kostenlos. Ein nachfolgender negativer Schnell- oder Selbsttest reicht zur Bestätigung eines positiven Schnelltests nicht aus.Vorsichtshalber sollte man zuhause bleiben und keine anderen Personen treffen, bis das Ergebnis vorliegt. Personen, bei denen in den letzten 14 Tagen eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde und sich deshalb in Isolation befunden haben, haben dann ebenfalls Anspruch auf eine Testung. 

Auch asymptomatische Personen, auf die eine der folgenden Bedingungen zutrifft, haben nach der Coronavirus-Testverordnung grundsätzlich Anspruch auf einen kostenlosen Test. Ein strikter Anspruch auf eine PCR-Testung besteht jedoch nicht, da auch eine Diagnostik durch Antigen-Tests möglich ist.

  • Kontaktpersonen von Menschen, bei denen durch einen Arzt oder den öffentlichen Gesundheitsdienst eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt wurde. Kontaktpersonen sind zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts, Personen mit engem räumlichem Kontakt zu einer infizierten Person oder Personen, die über die Corona-Warn-App eine Warnung mit der Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ erhalten haben.
  • Wenn in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder einer vergleichbaren Einrichtung außerhalb der regulären Krankenversorgung eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde.
  • Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in den betroffenen Bereichen der Einrichtung aufgehalten haben. Dies gilt zum Beispiel für Einrichtungen, wie
    • Schulen, Kindertagesstätten
    • Asylbewerberheime, Erstaufnahmeeinrichtungen, Notunterkünfte
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Pflege
    • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • Tageskliniken
    • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
    • Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Praxen anderer medizinischer Heilberufe nach § 23 Absatz 3 Satz 1 Nummer 9 IfSG.
  • Personen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder in einem vergleichbar vulnerablen Bereich behandelt oder untergebracht werden sollen und die jeweilige Einrichtung oder der öffentliche Gesundheitsdienst einen Testnachweis verlangen. Das gilt für folgende Einrichtungen oder Unternehmen:
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Pflege
    • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
    • Tageskliniken
    • Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation gemäß § 51 Absatz 1 SGB IX
    • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern.
    • Einreisende, die sich in den letzten 14 Tagen nach Einreise in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben.

Stand: 18.01.2022

Wer entscheidet, ob ein PCR-Test durchgeführt wird?

Ob ein PCR-Test durchgeführt wird, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte und das Gesundheitsamt vor Ort. Zur Abklärung sollten Sie vorab die Corona-Anlaufstelle (sofern in Ihrem Bundesland vorhanden) anrufen und einen Termin vereinbaren. Termine können Sie zum Beispiel hier vereinbaren. Personen mit leichten Erkältungssymptomen sollten sich zu Hause selbst absondern, um möglichst wenig Kontakte zu haben. Diese Selbstisolierung sollte nach Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) fünf Tage plus zwei Tage ohne Symptome betragen. Betroffene sollten mit ihren Arbeitgebern klären, ob in dieser Zeit Homeoffice möglich ist. Gegebenenfalls sollten sie mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt über eine Krankschreibung sprechen.

Stand: 17.01.2022

Werden alle Personen getestet, die ins Krankenhaus kommen?

Ja. Wer stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden soll, wird bei Aufnahme oder bereits vorab auf SARS-CoV-2 getestet.

Stand: 25.11.2021

Wie lange muss ich auf mein Testergebnis warten?

Das Testverfahren mittels PCR nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens. In den meisten Fällen liegt ein Ergebnis innerhalb von 24 Stunden vor. Die Ergebnisse eines Express-PCR-Tests erhalten Sie dagegen, wie der Name schon sagt, schneller, in der Regel bereits innerhalb einer Stunde. 

Antigen-Schnelltests und Selbsttests zeigen meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten ein Ergebnis an.

Stand: 10.01.2022

Gibt es genügend Laborkapazitäten?

Seit Beginn der Pandemie wurden die Testkapazitäten kontinuierlich erhöht. Laut Robert Koch-Institut wurde die Erweiterung der Testkapazitäten unter anderem dadurch ermöglicht, dass dafür notwendige Gerätesysteme installiert wurden, die jeden Tag eine sehr große Anzahl von Proben verarbeiten können. Außerdem wurde die entsprechende Verfügbarkeit der notwendigen Testreagenzien sichergestellt. Zusätzlich wurde Personal aufgebaut und geschult, die entsprechende Prozessorganisation inklusive der Verfügbarkeit von Abstrichtupfern und den für solche Testzahlen notwendigen Abnahmekapazitäten in Testzentren, Abstrichstellen und Arztpraxen sowie Krankenhäusern angepasst. Nach dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz wurden Möglichkeiten geschaffen, um zusätzlich veterinärmedizinische Laborkapazitäten für die Auswertung von Tests nutzen zu können.

Stand: 17.01.2022

Welche Fälle sind meldepflichtig und welche Informationen werden ans Robert Koch-Institut übermittelt?

Die Ärztin oder der Arzt, die oder der bei einer Patientin oder einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, dass das Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldepflicht wurde erweitert für Ärtinnen und Ärzte in Krankenhäusern, die dem Gesundheitsamt auch melden müssen, wenn eine Patientin oder ein Patient im Bezug auf COVID-19 ins Krankenhaus aufgenommen wird. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Übermittelt werden dabei Angaben wie der Name, die Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren und die notwendigen Maßnahmen einleiten kann. Die zuständigen Gesundheitsämter übermitteln die Informationen zu COVID-19-Fällen elektronisch an die zuständigen Landesbehörden und von dort an das Robert Koch-Institut (RKI), allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Website des RKI.

Stand: 07.01.2022

Was muss ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Ist Ihr Schnell- oder Selbsttest-Ergebnis positiv, muss dieses durch einen PCR-Test bestätigt werden. Besprechen Sie sich hierzu mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Fällt auch dieser Test positiv aus, müssen Sie sich von da an in die sogenannte Isolierung begeben. Das bedeutet, dass Sie sich – soweit möglich – von Ihren Haushaltsmitgliedern isolieren sollten, um weitere Ansteckungen vermeiden. Halten Sie sich möglichst nicht in denselben Räumen auf, beachten Sie die Hygieneregeln und lüften Sie regelmäßig. Auch das Tragen einer medizinischen Maske kann in manchen Situationen, wie beispielsweise bei der Nutzung der Gemeinschaftsräume, sinnvoll sein. Weitere Informationen zu häuslicher Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung können Sie auch der entsprechenden Website des Robert Koch-Instituts entnehmen.

Nehmen Sie bitte umgehend mit dem zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Die Isolierung dauert in der Regel zehn Tage, hängt jedoch auch von der Dauer und Schwere Ihrer Erkrankung sowie Ihrem Impfstatus ab. Gebündelte Informationen zu Isolierung und den Regelungen dahingehend finden Sie hier.

Wenn Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist es möglich, dass Sie auch andere Menschen angesteckt haben. Um dies nachvollziehen zu können, wird das Gesundheitsamt Sie nach Ihren Kontakten der letzten Tage fragen und versuchen, das Risiko einer Ansteckung zu ermitteln. Ihre unmittelbaren Kontaktpersonen werden anschließend ebenfalls vom Gesundheitsamt kontaktiert. Hier ist es wichtig, dass Sie alle Informationen so präzise wie möglich weitergeben, damit Infektionsketten schnell durchbrochen werden und weitere Ansteckungen verhindert werden können. Nutzen Sie außerdem die Corona-Warn-App und hinterlegen Sie ihr positives Testergebnis dort. So können Sie andere Menschen, die sich in Ihrer Nähe aufgehalten haben, frühzeitig vor einer möglichen Erkrankung warnen.

Damit SARS-CoV-2-Infektionen in Zukunft noch besser behandelt werden können, ist es sinnvoll, ein Tagebuch über Ihre Symptome zu führen. Sollten Sie bemerken, dass sich Ihre Symptome verschlimmern, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder an die 116 117.

Mehr lesen Sie in diesem Artikel.

Stand: 14.01.2022

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem positiven Test?

In den allermeisten Fällen verläuft eine Erkrankung nach Infektion mit dem Coronavirus sehr milde und muss nicht behandelt werden. Viele Infizierte haben gar keine Symptome. Im Zentrum der Behandlung einer schweren Infektion stehen unterstützende Maßnahmen wie zum Beispiel Sauerstoffgabe, kreislaufunterstützende Medikamente und gegebenenfalls Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ- oder Begleitinfektionen sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, das heißt gegen das Coronavirus selbst gerichtete Therapie, steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Weitere Informationen können Sie diesem Artikel entnehmen. 

Stand: 22.12.2021

Welche Regelungen gelten für Corona-Tests bei Kindern?

Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sowie Schülerinnen und Schüler sind von der 3G-Regel ausgenommen und benötigen somit im Alltag keinen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis, um zum Beispiel Veranstaltungen zu besuchen oder ins Kino zu gehen. Alle anderen Kinder können sich im Rahmen der Bürgertests mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen.

Stand: 18.01.2022

Was sind Lolli-Tests für Kinder und wo werden Sie eingesetzt?

Lolli-Tests (oder PCR-POOLTESTS) sind Corona-Tests für Kinder, die nach der PCR-Methode im Labor ausgewertet werden. Lolli-Tests können zum Beispiel in KiTa-Gruppen oder Schulklassen eingesetzt werden. Bei der Methode lutschen alle Kinder der jeweiligen Gruppe sowie die Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrerinnen und Lehrer für etwa 30 Sekunden an jeweils einem Abstrichtupfer wie an einem Lolli. Die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe werden in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe, dem sogenannten „Pool“, noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet. Diese Methode sichert ein sehr verlässliches Testergebnis.

Fällt einer der Tests positiv aus, müssen alle Kinder sowie die Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrerinnen und Lehrer noch einen weiteren einzelnen PCR-Test machen. So kann eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung rechtzeitiger erkannt wird. Wie die Organisation der Lolli-Tests genau abläuft, erfahren Sie auch in den mehrsprachigen Flyern des RKI.

Stand: 10.01.2022

In welchem Zusammenhang stehen die COVID-19-Fallzahlen zu der Anzahl durchgeführter Tests in Deutschland?

Testen ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung von infizierten Personen in Deutschland. Das ist die Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor Überlastung unseres Gesundheitssystems. Die Anzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen hängt generell vom Vorkommen dieser Infektionen in der Bevölkerung, der Teststrategie und der Anzahl der durchgeführten Tests ab.

Mehr durchgeführte Tests können zu einem Anstieg der Corona-Fallzahlen führen, da zuvor unentdeckte Infizierte (auch ohne oder mit nur sehr milden Symptomen) erkannt werden. Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die beobachteten steigenden Fallzahlen nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären sind.

Stand: 15.12.2021

Ist der Anstieg der COVID-19-Fallzahlen in Deutschland auf die erhöhten Testzahlen zurückzuführen?

Nein, die erhöhten Fallzahlen in diesem Zeitraum gehen nicht auf eine Ausweitung der Tests zurück. Die Ausweitung von Tests kann zu einem Anstieg der Fallzahlen beitragen, weil Fälle entdeckt werden, die sonst unentdeckt geblieben wären.

Der Anstieg von Fallzahlen kommt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) aber auch, wenn das Infektionsgeschehen generell zunimmt, etwa weil es vermehrt zu lokalen Häufungen von Infektionen kommt (unter anderem bei Familienfeiern, bei Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz oder in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen). Dabei wird dann auch mehr getestet.

Stand: 21.12.2021

Zählt ein Antikörpertest als Nachweis, dass ich genesen bin?

Momentan reicht ein Antikörpernachweis nicht aus, um als Genesene oder Genesener zu gelten oder für ein Impfzertifikat als vollständig geimpfte Person.

Bei der Frage der Anerkennung von Antikörpertests muss dabei zwischen den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und den aktuellen Verordnungen unterschieden werden.

In der STIKO-Empfehlung vom 8. Juli 2021 werden Antikörpertests, die in Laboren mit Qualitätskontrolle nach Akkreditierung und/oder Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK) durchgeführt wurden, als Nachweis einer überstandenen COVID-19-Erkrankung anerkannt. Die Empfehlung enthält allerdings noch keine konkreten Informationen, welche Antikörpertests mit welchen Grenzwerten als Nachweise einer durchgemachten COVID-19-Infektion anerkannt werden.

Laut der derzeit noch gültigen Schutzmaßnahmenausnahmeverordnung des Bundesjustizministeriums muss eine durchgestandene Infektion in der Regel mit dem Erregernachweis mittels PCR-Test nachge­wie­sen werden. Einzelne Bundesländer, zum Beispiel Bremen, erkennen Antikörpertests aber schon als Nachweis an und prüfen die Laborbefunde der Antikörpertests individuell.

Der Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion mittels Antikörpertest ist insbesondere für Personen wichtig, die keinen PCR-Test als Nachweis vorliegen haben. Der Nachweis wird zum Beispiel für die Durchführung der Corona-Schutzimpfung bei genesenen Personen benötigt, da diese bereits mit einer Impfdosis den vollständigen Impfschutz haben.

Stand: 09.12.2021

Kann ich durch einen Antikörpertest meinen Impfschutz überprüfen?

Um die Stärke oder Dauer des Impfschutzes nachzuweisen, eignen sich Antikörpertests nicht.

Für die Immunantwort sind nicht nur die Antikörper alleine verantwortlich.

Ein positiver Antikörpertest  kann aber, auch bei geringen Antikörpermengen, Hinweise liefern, ob eine Impfung zu einer Aktivierung des Immunsystems geführt hat. Das gilt vor allem mit Blick auf immunsupprimierte Personen und Ältere. Bisher ist aber nicht bekannt, wie hoch die Antikörperkonzentration sein muss, damit man von einem sicheren Schutz ausgehen kann.

Stand: 08.10.2021

Wofür werden Antikörpertests eingesetzt?

Mittels Antikörpertest (serologische Diagnostik) kann eine durchgemachte SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen werden. Der Zeitpunkt der Infektion kann nicht mit der serologischen Diagnostik bestimmt werden. Die spezifischen SARS-CoV-2-Antikörpernachweise, die in einem Labor erfolgen, welches akkreditiert ist und/oder nach der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung arbeitet, sind mittlerweile so zuverlässig, dass sie nunmehr prinzipiell geeignet sind, einen Zustand nach SARS-CoV-2-Infektion nachzuweisen. Sie gelten aus verschiedenen Gründen jedoch noch nicht als gesicherter Nachweis, um als Genesene oder Genesener zu gelten oder für ein Impfzertifikat als vollständig geimpfte Person.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät daher von einer routinemäßigen Testung auf SARS-CoV-2-Antikörper nach erfolgter Impfung ab. Antikörpertests sind nicht für die Diagnose akuter Infektionserkrankungen geeignet. Goldstandard hierfür ist nach wie vor der direkte SARS-CoV-2-Nachweis mittels PCR-Test

Stand: 29.12.2021