Corona-Test
23:00 · 15. Januar 2023

Ich möchte mich auf Corona testen lassen – wann, wo und wie?

Die verschiedenen Arten von Tests sind für unterschiedliche Situationen geeignet. In diesem Artikel erfahren Sie, wann Sie welchen Corona-Test machen sollten.

Coronatests helfen bei der Eindämmung der Pandemie

Bei Symptomen: Ärztin oder Arzt kontaktieren

Haben Sie typische Symptome einer Coronavirus-Infektion – zum Beispiel Halsweh, Husten und Schnupfen – gilt nach wie vor: Bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause und setzen Sie sich am besten telefonisch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt in Verbindung. Gemeinsam können Sie die weiteren Schritte abklären – etwa wo und in welcher Form ein Corona-Test erfolgen kann. Mehr zum Thema Symptome erfahren Sie hier.

Kostenlose Tests zum Schutz von besonders vulnerablen Personen

Anlasslose Testungen asymptomatischer Personen sind angesichts des Pandemieverlaufs nicht mehr notwendig. Es geht umso mehr darum, auch weiterhin besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen, da diese ein hohes Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkranken. Einen Anspruch auf kostenlose Tests haben daher folgende Personen ohne Symptome:

  • Besucherinnen und Besucher und Behandelte oder Bewohnerinnen und Bewohner in unter anderem folgenden Einrichtungen:
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen
    • voll- und teilstationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Dienste oder stationäre Einrichtung der Eingliederungshilfe
    • Tageskliniken
    • Entbindungseinrichtungen
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern
  • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines Persönlichen Budgets beschäftigt sind
  • Pflegende Angehörige

Seit dem 16. Januar 2023 besteht kein Anspruch mehr auf kostenlose Bürgertestung zur „Freitestung“ aus Isolation.

Für medizinisches Personal, das sich vor der Wiederaufnahme seiner Tätigkeit testen lassen muss, besteht weiterhin der Anspruch auf Testung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern machen ihre Tests wie bisher in den Einrichtungen.

Ansprüche auf Testung bestehen für Besucherinnen und Besucher, Angestellte und Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Patientinnen und Patienten von medizinischen Einrichtungen bis einschließlich 28. Februar 2023.

Nachweis für kostenlose Tests

Wer eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchte, muss sich gegenüber der testenden Stelle ausweisen und einen Nachweis erbringen.

Bei Besuchen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern kann ein kostenloser Test vor Ort durchgeführt werden oder der Besuch wird der Teststelle gegenüber dargelegt. Als Nachweis bei der Teststelle kann z. B. das auf der Internetseite des BMG eingestellte Musterformular (PDF, nicht barrierefrei, 6 KB) nach Bestätigung durch das Pflegeheim genutzt werden. Der Besuch kann aber auch durch andere Mittel, etwa eine Selbstauskunft gegenüber der Teststelle, dargelegt werden.

Pflegende Angehörige müssen ebenfalls gegenüber der Teststelle darlegen, dass sie einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen, z. B. durch formlose Selbstauskunft oder einen Beleg des Pflegestatus.

Auch Leistungsberechtigte im Rahmen eines Persönlichen Budgets und bei ihnen beschäftigte Personen müssen diesen Umstand darlegen. Eine leistungsberechtigte Person nach § 29 SGB IX kann dies regelhaft durch einen entsprechenden Bescheid nachweisen.

Musterformulare für Pflegeheim- oder Krankenhausbesuche

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Alle Dokumente finden Sie auch in unserem Downloadbereich.

Der Antigen-Schnelltest: Professionelle Anwendung

Antigen-Schnelltests für die professionelle Anwendung werden von Personen durchgeführt, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis besitzen – etwa geschultes Personal in Apotheken, Hausarztpraxen oder Testzentren. 

Beim Antigen-Schnelltest wird ein Abstrich aus der vorderen Nase oder dem Nasen-Rachenraum entnommen und auf einen Teststreifen gegeben. Ein Ergebnis liegt in weniger als 30 Minuten vor. Mehr zum Antigen-Test erfahren Sie auch in diesem Artikel.

Einen Überblick über Testzentren in Deutschland finden Sie in unserer Deutschlandkarte.

Die Alternative für zuhause: Selbsttest

Eine gute Alternative zu Antigen-Schnelltests sind Selbsttests, die einfach selbst zuhause angewendet werden können. Selbsttests sind in Supermärkten, Drogerien und Apotheken erhältlich und können zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Wie man den Selbsttest korrekt durchführt, erfahren Sie in der beiliegenden Gebrauchsanweisung. Dort lesen Sie bitte nach, wie Sie dabei vorgehen sollten und wie sich das Testergebnis ablesen lässt. Tipps zur Durchführung und Anwendung lesen Sie auch hier.

Wie zuverlässig sind Schnell- und Selbsttests?

Für die Treffgenauigkeit beider Testvarianten ist entscheidend, wie hoch die Viruslast ist, also wie stark sich das Coronavirus bereits im Nasen-Rachenraum vermehrt hat. Die Viruslast ist meist erst nach ersten Krankheitssymptomen hoch genug, um erfasst werden zu können. Betroffene können jedoch schon ein bis zwei Tage vor Beginn der Symptome ansteckend sein – noch bevor ein Antigen-Schnell- oder Selbsttest ein positives Ergebnis anzeigt. Wichtig: Bei einem positiven Ergebnis des Antigen-Selbsttests sollten Sie zuhause bleiben, Kontakte vermeiden und sich telefonisch an Ihre Hausarztpraxis wenden, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Wer hat Anspruch auf einen PCR-Test?

Fällt ein Antigen-Schnelltest positiv aus, hat die getestete Person einen Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses. Dies gilt auch bei Vorliegen eines positiven Selbsttests. Bei symptomatischen Personen wird dringend empfohlen, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, um die weitere Krankenbehandlung sicherzustellen und gegebenenfalls einen PCR-Test durchführen zu lassen.

Zudem haben Personen Anspruch auf einen Test, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem als Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben. Der Anspruch besteht bis zu 14 Tage nach der Einreise. Ein strikter Anspruch auf eine PCR-Testung besteht jedoch nicht. Ob ein Antigentest oder ein PCR-Test durchgeführt wird, liegt im Ermessen des Leistungserbringers und/oder richtet sich nach landesrechtlichen Vorgaben.

Detaillierte Informationen, welche Personengruppen Anspruch auf Testung haben, finden Sie hier.

Priorisierung von PCR-Tests

Bestimmte Personengruppen und Beschäftigte im Gesundheitswesen haben grundsätzlich Vorrang bei der Diagnose und Auswertung ihrer PCR-Tests. Diese sind:

  • Menschen, die ein Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Zu dieser Gruppe zählen Ältere, Vorerkrankte sowie Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche.
  • Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Dazu zählt das Personal in Arztpraxen, Krankenhäusern, der Pflege und den Rettungsdiensten.
  • Personen, die in „vulnerablen“ Bereichen tätig sind – also Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen, der Eingliederungshilfe sowie pflegende Angehörige.

Wie läuft ein PCR-Test ab?

Sollte Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen PCR-Test für erforderlich halten, bekommen Sie direkt in der Praxis einen Termin dafür oder eine Adresse, an der Sie den Test machen lassen können. Alternativ können Sie sich an das das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit wenden, das Sie unter der Rufnummer 030 346465100 erreichen.

Den PCR-Test führen geschulte Fachleute durch. Üblicherweise entnehmen sie mit einem speziellen Tupfer einen Abstrich aus dem Rachen oder der Nase. Die Probe wird dann in ein Labor geschickt und dort untersucht. Nach circa 24 Stunden liegt das Testergebnis per E-Mail vor. Bis Sie das Ergebnis einsehen können, sollten Sie unbedingt in häuslicher Isolation bleiben. Mehr zum PCR-Test erfahren Sie hier.

Das beschriebene Vorgehen gilt nur bei leichten bis mittleren Symptomen einer Atemwegserkrankung. In Notfällen, vor allem bei Atemnot, wählen Sie bitte immer die 112.

Testpflicht bei Einreise aus Virusvariantengebieten

Für Reisende ab 12 Jahren – auch für Geimpfte und Genesene – gilt: Nach Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet muss grundsätzlich bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorliegen, das auf einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht. Bei Virusvariantengebieten, in denen eine besorgniserregende Virusvariante aufzutreten droht, ist ein PoC-Antigen-Test (Schnelltest) ausreichend. Ein Impf- oder Genesenennachweis reicht nicht aus. Der Nachweis kann bei der Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nach Deutschland durch die Bundespolizei oder durch die zuständige Behörde verlangt werden. Flugreisende haben dem Beförderer auf dessen Aufforderung schon vor Abreise den Nachweis vorzulegen. Bitte beachten Sie: Eine Beförderung ohne Nachweis ist jeweils ausgeschlossen. Kinder unter 12 Jahren sind von der Test-Nachweispflicht befreit.

Der Testnachweis muss sich auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden zurückliegt. Erfolgt der Test mittels PoC-Antigentest, so ist der Zeitpunkt der Einreise bzw. der geplanten Einreise entscheidend. Bei einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) ist der Zeitpunkt oder der geplante Zeitpunkt des Beginns der Beförderung maßgeblich.

Mehr zu den aktuellen Testnachweis- und Quarantänebestimmungen für Einreisende aus Virusvariantengebieten erfahren Sie hier.

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