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Labortest/PCR-Test

Mit einem PCR-Test (auch Labortest genannt) lässt sich eine Infektion mit dem Coronavirus am zuverlässigsten nachweisen. Der PCR-Test gilt als der Goldstandard unter den Tests. Warum dies so ist und weitere Informationen rund um diesen Test finden Sie hier.

Welche Tests sind wofür geeignet?

PCR-Tests werden eingesetzt, um bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt oder, um einen positiven Schnell- oder Selbsttest zu verifizieren. Antigen-Schnelltests kommen derzeit besonders häufig in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal oder Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig zu testen.

Seit dem 8. März 2021 können sich alle Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal wöchentlich mit einem Schnelltest testen lassen. Durchgeführt werden diese Tests in den Testzentren der Gesundheitsämter vor Ort oder von beauftragten Dritten (zum Beispiel in Apotheken oder bei Ärztinnen und Ärzten). Die Kosten übernimmt aktuell der Bund. Das Angebot des Bundes der kostenlosen Schnelltests für alle wird mit Wirkung vom 11. Oktober 2021 beendet. Für Personen, die sich nicht impfen lassen können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (insbesondere Schwangere, Kinder unter 12 Jahren), wird die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest weiterhin bestehen.

Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben – etwa bei einem privaten Besuch oder perspektivisch vor einem Theater- oder Kinobesuch. Sie werden auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden. Fällt ein Schnell- oder Selbsttest positiv aus, sollte das Ergebnis unbedingt durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Stand: 24.08.2021

Welche Testverfahren werden zum Nachweis von Corona eingesetzt?

PCR-Tests sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch medizinisches Personal, die Auswertung durch Labore.

Antigen-Schnelltests: Haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt.  Sie können nur durch geschultes Personal durchgeführt werden – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Die Auswertung erfolgt im Gegensatz zu den PCR-Tests aber direkt vor Ort. Seit dem 8. März hat jede Bürgerin und jeder Bürger Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche. Das Angebot des Bundes der kostenlosen Schnelltests für alle wird mit Wirkung vom 11. Oktober 2021 beendet. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (insbesondere Schwangere, Kinder unter 12 Jahren), wird es allerdings weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest geben.

Selbsttests: Haben ihren Namen, weil diese Tests von jeder oder jedem selbst, beispielsweise zuhause, durchgeführt werden können. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte überprüft zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut Qualität und Aussagekraft der Tests.

Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Daher sollte nach jedem positiven Schnell- und Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung gemacht werden.

Weitere Informationen zu Testverfahren finden Sie hier sowie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Stand: 24.08.2021

Machen Antigen-Schnelltests und Selbsttests PCR-Tests überflüssig?

Nein, PCR-Tests sind aufgrund ihrer hohen Verlässlichkeit der Goldstandard der Diagnostik und weiterhin essentieller Bestandteil der Teststrategie. Die Nationale Teststrategie legt fest, in welchen Situationen sofort PCR-Tests angebracht sind und in welchen Situationen Antigen-Schnelltests als Vortest zum Einsatz kommen können. Ein positiver Antigen-Schnelltest oder Selbsttest muss immer durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Stand: 19.08.2021

Wer entscheidet, ob ein PCR-Test durchgeführt wird?

Ob ein PCR-Test durchgeführt wird, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte vor Ort. Zur Abklärung sollten Sie vorab die Corona-Anlaufstelle (sofern in Ihrem Bundesland vorhanden) anrufen und einen Termin vereinbaren. Termine können Sie zum Beispiel hier vereinbaren. Personen mit leichten Erkältungssymptomen sollten sich zu Hause selbst isolieren, um möglichst wenig Kontakte zu haben. Dieser Zeitraum sollte nach Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens fünf Tage plus zwei Tage ohne Symptome betragen. Betroffene sollten mit ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern klären, ob in dieser Zeit Homeoffice möglich ist. Gegebenenfalls sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sprechen.

Darüber hinaus können alle Bürgerinnen und Bürger aktuell mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche machen lassen. Das Angebot des Bundes der kostenlosen Schnelltests für alle wird mit Wirkung vom 11. Oktober 2021 beendet. Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt (insbesondere Schwangere, Kinder unter 12 Jahren), wird es allerdings weiterhin die Möglichkeit zum kostenlosen Schnelltest geben.

Stand: 24.08.2021

Wie wird ein PCR-Test durchgeführt?

Zur Abklärung einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2 wird ein direkter Erregernachweis durchgeführt. Hierfür wird eine Probe aus den Schleimhäuten der oberen und/oder tiefen Atemwege untersucht, da sich das Virus bei einer Infektion dort vermehrt. In der Regel wird die Probe mit einem speziellen Tupfer durch einen Abstrich von der Rachenwand oder aus dem Nasen-Rachenraum entnommen. Wenn sich Symptome der tiefen Atemwege zeigen, werden Proben auch durch Hustenauswurf, Spülungen oder die Entnahme von Sekret aus der Luftröhre gewonnen.

In einem Diagnostiklabor wird mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) untersucht, ob das neuartige Coronavirus in der Probe enthalten ist. Bei der PCR wird Erbmaterial von Viren im Labor so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es zuvor nur in geringen Mengen vorlag.

Es besteht zudem die Möglichkeit der Antigen-Tests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen. Dazu wird eine Probe von einem Nasen-Rachenabstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Ein positives Antigen-Test Ergebnis muss mittels PCR bestätigt werden.

Stand: 24.08.2021

Sind die Ergebnisse eines PCR-Tests zuverlässig?

Der PCR-Test gilt als Goldstandard, er ist also der zuverlässigste Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2. Trotzdem kann es in seltenen Fällen zu falsch-positiven oder falsch-negativen Testergebnissen kommen. Falsch-positiv meint, dass eine Person ein positives Testergebnis bekommt und somit als infiziert gilt, obwohl sie in Wirklichkeit nicht infiziert ist. Falsch-negativ bedeutet, dass eine Person laut Testergebnis nicht infiziert ist, obwohl sie in Wirklichkeit mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist. Falsch-negative Ergebnisse können zum Beispiel auftreten, wenn die Entnahme der Probe oder der Transport zum Labor unsachgemäß erfolgte. Auch wenn der PCR-Test zu einem Zeitpunkt durchgeführt wurde, als kaum Viren vorhanden waren – zum Beispiel sehr früh nach der Ansteckung – kann das Ergebnis falsch-negativ sein. Daher kann es vorkommen, dass ein PCR-Test wiederholt wird, zum Beispiel, wenn die Krankheitszeichen sehr typisch für COVID-19 sind und zudem ein Kontakt mit einer infizierten Person stattgefunden hat.

Stand: 29.07.2021

Was ist der ct-Wert?

Der Ct-Wert (cycle-threshold-Wert) gibt die Anzahl an Messzyklen an, die innerhalb einer PCR-Probe durchgeführt wurden, um das Coronavirus nachweisen zu können. Ein hoher Ct-Wert spricht für eine geringere Viruslast, da wesentlich mehr Messzyklen durchgeführt werden mussten, um das Virus nachzuweisen.

Der Ct-Wert gibt neben der Viruslast einer infizierten Person auch Aufschluss über das Risiko, das von dieser Person ausgeht, andere Menschen anzustecken.

Im Krankheitsverlauf kann sich die Infektiosität einer Person verändern. Zudem ist das Ansteckungsrisiko bei einigen Virusvarianten trotz eines hohen Ct-Werts hoch.

Der Ct-Wert ist kein präziser Messwert für die Viruslast, er kann je nach genutzter Methode von Labor zu Labor schwanken. Er ist zudem eine Momentaufnahme, die individuell beurteilt werden muss. Weiterhin gilt: Der PCR-Test weist sehr zuverlässig eine Infektion nach. Um sich und andere zu schützen, müssen bei einem positiven Testergebnis unbedingt die Quarantäne- und Isolationsvorschriften eingehalten werden.

Stand: 25.08.2021

Wie muss ich mich auf den Test vorbereiten? Darf ich davor essen?

Vor dem Test können Sie Essen und Trinken zu sich nehmen und müssen keine weiteren Vorbereitungen treffen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird Sie vor dem Test über alle weiteren Schritte informieren. Auf dem Weg zum Testzentrum, beachten Sie bitte unbedingt weiterhin die AHA-Formel (Abstand, Hygieneregeln beachten und im Alltag Maske tragen). Weitere Informationen, wie die Tests durchgeführt werden, finden Sie hier.

Stand: 16.07.2021

Gibt es genügend Laborkapazitäten?

Seit Beginn der Pandemie wurden die Testkapazitäten kontinuierlich erhöht. Laut Robert Koch-Institut wurde die Erweiterung der Testkapazitäten unter anderem dadurch ermöglicht, dass dafür notwendige Gerätesysteme installiert wurden, die jeden Tag eine sehr große Anzahl von Proben verarbeiten können. Außerdem wurde die entsprechende Verfügbarkeit der notwendigen Testreagenzien sichergestellt. Zusätzlich wurde Personal aufgebaut und geschult, die entsprechende Prozessorganisation inklusive der Verfügbarkeit von Abstrichtupfern und den für solche Testzahlen notwendigen Abnahmekapazitäten in Testzentren, Abstrichstellen und Arztpraxen sowie Krankenhäusern angepasst. Nach dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz werden Möglichkeiten geschaffen, um zusätzlich veterinärmedizinische Laborkapazitäten für die Auswertung von Tests nutzen zu können.

Stand: 27.08.2021

Wie hoch sind die Kosten eines PCR-Tests, und in welchem Fall werden Sie übernommen?

Die Kosten für einen PCR-Test liegen in der Regel zwischen 60,00€ und 200,00€. Der Preis variiert, je nachdem wie schnell das Testergebnis vorliegen soll. PCR-Tests, deren Ergebnis innerhalb weniger Stunden mitgeteilt werden soll, sind also deutlich kostspieliger.

Darüber hinaus können die Preise eines PCR-Tests an Flughäfen über dem gewöhnlichen Durchschnitt liegen.

Ordnet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt im Falle eines Verdachts auf eine COVID-19-Infektion einen PCR-Test an, werden die Laborkosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Gleiches gilt für die Anordnung eines PCR-Tests durch das Gesundheitsamt.

Stand: 23.07.2021

Wohin muss ich mich wenden, wenn ich den Nachweis meines PCR-Tests nicht aufgehoben habe?

Ein positiver PCR-Test fungiert als Genesenennachweis. Sollten Sie Ihr Testergebnis nicht mehr vorliegen haben, kontaktieren Sie zunächst die Teststelle, die den Test durchgeführt hat und versuchen Sie, sich Ihr Testergebnis erneut ausstellen zu lassen. Alternativ können Sie sich an Ihr Gesundheitsamt wenden, das sich mit Ihnen während Ihrer Corona-Infektion in Verbindung gesetzt hat. 

Mehr Information dazu, was als Genesenennachweis gilt, finden Sie hier.

Stand: 11.08.2021