Corona-Test
23:00 · 15. Januar 2023

Millionenfach bewährt: Schnelltests für mehr Sicherheit in der Pandemie

Testen, testen, testen: So lassen sich Corona-Infektionen erkennen und Infektionsketten frühzeitig unterbrechen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Antigen-Schnelltest.

Testen, testen, testen

Im Unterschied zum PCR-Test werden Schnelltests – auch als Antigen-Test oder PoC-(Point of Care)-Antigen-Schnelltest bekannt – an Ort und Stelle ausgewertet. Schon in 15 bis 30 Minuten liefern sie das Ergebnis, ob man wahrscheinlich mit dem Coronavirus infiziert ist oder nicht. Ähnlich wie beim PCR-Test wird ein Abstrich von der Nasen- oder Rachenschleimhaut gemacht. Anders als der Selbsttest kann der Antigen-Schnelltest jedoch nur durch fachkundiges Personal durchgeführt werden, etwa in einem Testzentrum, in der Apotheke oder bei der Hausärztin oder dem Hausarzt. Wer eine offizielle Bescheinigung benötigt, muss den Schnelltest in einer der offiziellen Teststellen durchführen lassen. Der Nachweis ist begrenzt gültig. Schnell- und Selbsttests können mehr Sicherheit im Alltag bringen, beispielsweise für Treffen mit Risikogruppen oder vor Veranstaltungen. Auch in Schulen, Kitas oder Unternehmen können Schnell- und Selbsttests als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme sinnvoll sein.

Antigen-Schnelltests bei Verdacht auf Coronavirus-Infektion

Liegen Krankheitssymptome wie Husten vor oder hatten Sie einen engen Kontakt zu einer infizierten Person? Bei konkretem Verdacht auf eine Corona-Infektion sollten Sie sich am besten telefonisch an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt wenden, um die nächsten Schritte zu besprechen.

Anspruch auf Testung als Präventivmaßnahme

Anlasslose Testungen asymptomatischer Personen sind angesichts des Pandemieverlaufs nicht mehr notwendig. Umso mehr geht es darum, auch weiterhin besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen, da diese ein hohes Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkranken. Einen Anspruch auf kostenlose Tests haben daher folgende Personen ohne Symptome:

  • Besucherinnen und Besucher und Behandelte oder Bewohnerinnen und Bewohner in unter anderem folgenden Einrichtungen:
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen
    • voll- und teilstationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Dienste oder stationäre Einrichtung der Eingliederungshilfe
    • Tageskliniken
    • Entbindungseinrichtungen
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerber:innen, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Geflüchteten und Spätaussiedler:innen
  • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines Persönlichen Budgets beschäftigt sind
  • Pflegende Angehörige

Seit dem 16. Januar 2023 besteht kein Anspruch mehr auf kostenlose Bürgertestung zur „Freitestung“ aus Isolation.

Für medizinisches Personal, das sich vor der Wiederaufnahme seiner Tätigkeit testen lassen muss, besteht weiterhin der Anspruch auf Testung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern machen ihre Tests wie bisher in den Einrichtungen.

Ansprüche auf Testung bestehen für Besucherinnen und Besucher, Angestellte und Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Patientinnen und Patienten von medizinischen Einrichtungen bis einschließlich 28. Februar 2023.

Mustervorlage für den Pflegeheimbesuch

Mustervorlage für den Krankenhausbesuch

Test nach Einreise aus einem Virusvariantengebiet

Anspruch auf einen Test haben auch Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem als Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben. Der Anspruch besteht bis zu 14 Tage nach der Einreise. Ob ein Antigentest oder ein PCR-Test durchgeführt wird, liegt im Ermessen des Leistungserbringers und/oder richtet sich nach landesrechtlichen Vorgaben.

Erkennt ein Schnelltest auch die Omikron-Variante?

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat in Labor-Untersuchungen überprüft, ob Antigen-Schnelltests auch die Omikron-Variante erkennen. Bisher gab es keine Anhaltspunkte für eine schlechtere Erkennung der Omikron-Variante. Ausführliche Informationen veröffentlicht auch das PEI in den FAQ.

Antigen-Schnelltests sind erstattungsfähig, wenn sie in der Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests des Gesundheitssicherheitsausschusses der Europäischen Union verzeichnet sind. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert. Dabei werden sowohl neue Validierungsstudien und epidemiologische Entwicklungen als auch das Auftreten neuer Virusvarianten berücksichtigt.

PCR-Test bei positivem Schnelltest-Ergebnis

Fällt ein Schnell- oder Selbsttest positiv aus, kann das Ergebnis durch einen PCR-Test in einem Testzentrum oder in der Hausarztpraxis nach Rücksprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt bestätigt werden. Betroffene sollten sich danach umgehend in häusliche Isolation begeben und das Ergebnis abwarten. Die Länder können eigenständig entscheiden, welche Quarantäne- und Isolierungsregeln vor Ort gelten. Mehr zu den aktuellen Corona-Regelungen in Ihrem Bundesland erfahren Sie hier

Schnelltests für Unternehmen

Nach einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung sind Schnelltests auch für Unternehmen zugänglich, die damit den Arbeitsalltag ihres Personals sicherer gestalten können. Die Beschaffung übernehmen sie dabei selbst. Die Tests können online sowie über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden. Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten etc. erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Testpflicht bei Einreise aus Virusvariantengebieten

Für Reisende ab 12 Jahren – auch für Geimpfte und Genesene – gilt: Nach Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet muss grundsätzlich bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorliegen, das auf einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht. Bei Virusvariantengebieten, in denen eine besorgniserregende Virusvariante aufzutreten droht, ist ein PoC-Antigen-Test (Schnelltest) ausreichend. Ein Impf- oder Genesenennachweis reicht nicht aus. Der Nachweis kann bei der Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nach Deutschland durch die Bundespolizei oder durch die zuständige Behörde verlangt werden. Flugreisende haben dem Beförderer auf dessen Aufforderung schon vor Abreise den Nachweis vorzulegen. Bitte beachten Sie: Eine Beförderung ohne Nachweis ist jeweils ausgeschlossen. Kinder unter 12 Jahren sind von der Test-Nachweispflicht befreit.

Der Testnachweis muss sich auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden zurückliegt. Erfolgt der Test mittels PoC-Antigentest, so ist der Zeitpunkt der Einreise bzw. der geplanten Einreise entscheidend. Bei einer Testung mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) ist der Zeitpunkt oder der geplante Zeitpunkt des Beginns der Beförderung maßgeblich.

Mehr zu den aktuellen Testnachweis- und Quarantänebestimmungen für Einreisende aus Virusvariantengebieten erfahren Sie hier.

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