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Bundesministerium für Gesundheit
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08:15 · 26. April 2021

Schnelltests – Wichtiges Werkzeug zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Testen, testen, testen: Dadurch können bislang unentdeckte Corona-Infektionen schneller erkannt werden und Infektionsketten unterbrochen werden. Intensives Testen ist ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Testen, testen, testen

Seit dem 8. März können sich alle Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Dabei kommen sogenannte Schnelltests – auch als Antigen-Tests oder PoC- (Point of Care) Antigen-Schnelltests bekannt – zum Einsatz. Schnelltests machen ihrem Namen alle Ehre: Im Unterschied zum PCR-Test werden sie an Ort und Stelle ausgewertet und liefern ein schnelles Ergebnis. Allerdings sind dafür geschultes Personal und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig – ähnlich wie beim PCR-Test wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht.

Wann mache ich einen Schnelltest?

Ein Schnelltest gibt schon in 15-30 Minuten Aufschluss darüber, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Die getestete Person erhält über das Testergebnis einen Nachweis, der maximal 24 Stunden gültig ist. So kann ein Schnelltest mehr Sicherheit in den Alltag bringen, zum Beispiel für einen Besuch bei Familienmitgliedern oder Freunden. Um eine Flugreise nach Deutschland anzutreten, ist ein negatives Testergebnis zurzeit sogar verpflichtend – mehr dazu erfahren Sie im Artikel Aktuelle Informationen für Reisende. In Schulen, Kitas oder Unternehmen können Schnelltests als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme dienen. Perspektivisch werden damit sogar konkrete Öffnungsschritte wie Theater- oder Kinobesuche möglich. Allerdings stellt jeder Test nur eine Momentaufnahme dar. Weitere Informationen bezüglich der Öffnungsschritte finden Sie auf der Website der Bundesregierung.

Liegt ein konkreter Verdacht auf eine Corona-Infektion vor – etwa durch Symptome oder weil es Kontakt zu einer infizierten Person gegeben hat – sollte man sich stattdessen direkt an seine Ärztin, seinen Arzt oder das Gesundheitsamt wenden und einen PCR-Test machen lassen. Einen Überblick über die verschiedenen Testarten erhalten Sie hier.

So verläuft ein Corona-Schnelltest

Positives Testergebnis muss durch PCR-Test bestätigt werden

Fällt ein Schnelltest positiv aus, muss das Ergebnis durch einen PCR-Test bestätigt werden. In den Testzentren soll in diesem Fall die Möglichkeit bestehen, sich sofort die Probe für einen solchen PCR-Test abnehmen zu lassen. Positiv getestete Personen sollten sich danach umgehend in häusliche Quarantäne begeben und das Ergebnis des PCR-Tests abwarten.

Umfassendes, kostenloses Testangebot für alle

Durchgeführt werden die Tests in den Testzentren der Gesundheitsämter vor Ort oder von beauftragten Dritten (z.B. Apotheken, Arztpraxen). Die Kosten dafür übernimmt der Bund, der ein Mindestkontingent von 800 Millionen Tests gesichert hat. Ziel ist ein umfassendes, kostenloses Testangebot: Regelmäßige Testungen helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen und den Alltag sicherer zu gestalten. Eine Übersicht der Testzentren in Deutschland finden Sie auf unserer Deutschland-Karte:

Testen, testen, testen: Schnelltest, PCR-Test, Selbsttest

Antigen-Schnelltests kommen bereits regelmäßig in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Einsatz. Sie können auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden. Noch weisen Schnelltests eine etwas höhere Fehlerrate als PCR-Tests auf. Letztere werden von medizinischem Personal durchgeführt und in Labors ausgewertet. Die frei im Handel verkäuflichen Selbsttests hingegen kann jeder zuhause durchführen. Mehr zu den verschiedenen Testarten erfahren Sie in diesem Beitrag.

Schnelltests in Unternehmen

Nach einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung sind Schnelltests jetzt auch für Unternehmen zugänglich, die damit den Arbeitsalltag ihres Personals sicherer gestalten können. Die Beschaffung der Tests übernehmen sie dabei selbst. Die Tests können online sowie über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt Hinweise zu Antigen-Schnelltests. Laut Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) testen zahlreiche Unternehmen schon jetzt in großem Umfang auf das Coronavirus.

Seit Mitte April sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen Selbst- oder Schnelltest anbieten. Diese Regelung ist zunächst bis zum 30. Juni 2021 befristet. Die Kosten dafür trägt die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber. Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten etc. erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

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