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Corona-Test
09:58 · 21. September 2021

Schnelltests – Wichtiges Werkzeug zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Testen, testen, testen: Dadurch können bislang unentdeckte Corona-Infektionen schneller erkannt und Infektionsketten durchbrochen werden. Regelmäßiges Testen ist ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Testen, testen, testen

Wie zuverlässig sind Antigen-Schnelltests?

Schnelltests – auch als Antigen-Test oder PoC (Point of Care – PoC)- Antigen-Schnelltest bekannt – machen ihrem Namen alle Ehre: Im Unterschied zum PCR-Test werden sie an Ort und Stelle ausgewertet und liefern ein schnelles Ergebnis: Ein Schnelltest gibt schon in 15 bis 30 Minuten Aufschluss darüber, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Die getestete Person erhält über das Testergebnis einen Nachweis, der zeitlich nur begrenzt gültig ist. So kann ein Schnelltest mehr Sicherheit in den Alltag bringen, zum Beispiel für einen Besuch bei Familienmitgliedern oder Freunden. Um eine Flugreise nach Deutschland anzutreten, ist ein negatives Testergebnis zurzeit sogar verpflichtend, sofern nicht ein Impf- oder Genesenen-Nachweis vorgelegt werden kann. Bei der Einreise aus einem Virusvariantengebiet ist ein negativer Testnachweis auch für Geimpfte und Genesene vorgeschrieben – mehr dazu erfahren Sie im Artikel Aktuelle Informationen für Reisende. In Schulen, Kitas oder Unternehmen dienen Schnelltests bereits als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme.

Die Schnelltests (Antigen-Tests) haben gegenüber PCR-Tests eine geringere Erkennungsrate, da eine größere Menge an Viren erforderlich ist, um ein positives Ergebnis anzuzeigen. Infizierte Personen, die bereits Symptome aufweisen, werden zuverlässig identifiziert. Infektiös werden Betroffene allerdings schon etwa zwei Tage vor Symptombeginn. Zu diesem Zeitpunkt ist die Viruslast oft noch zu gering, als dass ein Schnelltest (im Gegensatz zu einem im Labor ausgewerteten PCR-Test) die Infektion erkennen könnte. Eine infizierte Person kann also ein negatives Ergebnis haben, obwohl sie ansteckend ist. Daher stellt jeder Test nur eine Momentaufnahme dar. Dennoch sind Schnelltests ein wichtiges Werkzeug bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, denn jede entdeckte Infektion zählt. Weitere Informationen bezüglich der Öffnungsschritte finden Sie auf der Website der Bundesregierung.

Liegt ein konkreter Verdacht auf eine Corona-Infektion vor – etwa durch Symptome oder weil es Kontakt zu einer infizierten Person gegeben hat – sollte man sich stattdessen direkt an seine Ärztin, seinen Arzt oder das Gesundheitsamt wenden und einen PCR-Test machen lassen. Einen Überblick über die verschiedenen Testarten erhalten Sie hier.

So verläuft ein Corona-Schnelltest

Positives Testergebnis muss durch PCR-Test bestätigt werden

Fällt ein Schnelltest positiv aus, muss das Ergebnis durch einen PCR-Test bestätigt werden. In den Testzentren soll in diesem Fall die Möglichkeit bestehen, sich sofort die Probe für einen solchen PCR-Test abnehmen zu lassen. Positiv getestete Personen sollten sich danach umgehend in häusliche Quarantäne begeben und das Ergebnis des PCR-Tests abwarten.

Schnelltests – ein umfassendes Testangebot für alle!

Alle Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 10. Oktober 2021 mindestens einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Dabei kommen Schnelltests zum Einsatz. Allerdings sind dafür geschultes Personal und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig – ähnlich wie beim PCR-Test wird ein Nasen- und/oder Rachenabstrich gemacht. Durchgeführt werden die Tests in den Testzentren der Gesundheitsämter, in vielen Apotheken und in Arztpraxen, in Teststellen von Rettungs- und Hilfsorganisationen und in anderen Einrichtungen, die von den zuständigen Landesbehörden mit der Durchführung von Bürgertestungen beauftragt wurden. Die Kosten dafür übernimmt der Bund, der ausreichend Testkontingente gesichert hat. Ziel ist ein umfassendes Testangebot: Regelmäßige Testungen helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen und den Alltag sicherer zu gestalten. Eine Übersicht der Testzentren in Deutschland finden Sie auf unserer Deutschland-Karte:

Schnelltests in Gesundheitseinrichtungen

Antigen-Schnelltests kommen bereits regelmäßig in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Einsatz. Sie können auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden. Noch weisen Schnelltests eine etwas höhere Fehlerrate als PCR-Tests auf. Letztere werden von medizinischem Personal durchgeführt und in Labors ausgewertet. Die frei im Handel verkäuflichen Selbsttests hingegen kann jeder zuhause durchführen. Mehr zu den verschiedenen Testarten erfahren Sie in diesem Beitrag.

Schnelltests in Unternehmen

Nach einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung sind Schnelltests auch für Unternehmen zugänglich, die damit den Arbeitsalltag ihres Personals sicherer gestalten können. Die Beschaffung der Tests übernehmen sie dabei selbst. Die Tests können online sowie über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt Hinweise zu Antigen-Schnelltests. Laut Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) testen
zahlreiche Unternehmen schon jetzt in großem Umfang auf das Coronavirus.

Seit Mitte April sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche die Möglichkeit zu einem kostenlosen Selbst- oder Schnelltest anbieten. Die Kosten dafür trägt die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber. Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten etc. erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

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