Corona-Test
15:16 · 22. April 2022

Millionenfach bewährt: Schnelltests für mehr Sicherheit in der Pandemie

Testen, testen, testen: Nur so lassen sich Corona-Infektionen erkennen und Infektionsketten frühzeitig unterbrechen. Eine Schlüsselrolle in der Pandemie spielt dabei der Antigen-Schnelltest.

Testen, testen, testen

Schnelltests – auch als Antigen-Test oder PoC-(Point of Care)-Antigen-Schnelltest bekannt – machen ihrem Namen alle Ehre: Im Unterschied zum PCR-Test werden sie an Ort und Stelle ausgewertet. Schon in 15 bis 30 Minuten liefern sie das Ergebnis, ob man mit dem Coronavirus infiziert ist oder nicht. Ähnlich wie beim PCR-Test wird ein Abstrich von der Nasen- oder Rachenschleimhaut gemacht. Anders als der Selbsttest kann der Antigen-Schnelltest jedoch nur durch geschultes Personal durchgeführt werden, etwa in einem Testzentrum, in der Apotheke oder bei der Hausärztin oder dem Hausarzt. Wer eine offizielle Bescheinigung benötigt, muss den Schnelltest in einer der offiziellen Teststellen durchführen lassen. Der Nachweis ist 24 Stunden lang gültig und kann mehr Sicherheit in den Alltag bringen, beispielsweise auch für Treffen mit Familienmitgliedern oder Freunden. Auch in Schulen, Kitas oder Unternehmen dienen Schnelltests als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme.

Bitte beachten Sie: Bei der Einreise aus einem Virusvariantengebiet ist ein negativer PCR-Testnachweis auch für Geimpfte und Genesene vorgeschrieben – ein negativer Schnelltest reicht dafür nicht aus. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Antigen-Schnelltests bei Verdacht auf Coronavirus-Infektion

Liegt ein konkreter Verdacht auf eine Corona-Infektion vor – etwa durch Krankheitssymptome wie Husten oder vorherigem engen Kontakt zu einer infizierten Person – sollte man sich direkt an seine Ärztin, seinen Arzt oder das Gesundheitsamt wenden und einen zertifizierten Antigen-Schnelltest durchführen lassen. Entsprechend überprüfte Antigen-Tests sind in der Marktübersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in der Spalte „Evaluierung PEI“ mit „Ja“ gekennzeichnet.Auch bei einem roten Warnhinweis in der Corona-Warn-App sollte der Verdacht mit einem Test zum Beispiel in einer Apotheke, Hausarztpraxis oder in einem Testzentrum abgeklärt werden.

Gut zu wissen: Unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus haben Sie mindestens einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest. Ein Testzentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Antigen-Schnelltests zur vorzeitigen Beendigung einer Isolierung oder Quarantäne

Zur vorzeitigen Beendigung einer Isolierung oder Quarantäne ist ein negatives Ergebnis durch einen zertifizierten und korrekt durchgeführten SARS-CoV-2-Antigen-Test ausreichend. Mehr zur Isolierung und Quarantäne erfahren Sie hier.

Erkennt ein Schnelltest auch die Omikron-Variante?

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geht auf der Grundlage der aktuellen Datenlage davon aus, dass die allermeisten der in Deutschland angebotenen und positiv bewerteten Antigen-Tests eine Omikron-Infektion nachweisen können. Es hat dazu bereits knapp 250 verschiedene Antigen-Schnelltests auf ihre Fähigkeit untersucht, eine Corona-Infektion zu erkennen. Die komplette Übersicht können Sie hier einsehen. Das PEI führt zudem weitere Untersuchungen durch. Die Liste des BfArM wird entsprechend kontinuierlich angepasst.

PCR-Test bei positivem Schnelltest-Ergebnis

Fällt ein Schnelltest positiv aus, kann das Ergebnis durch einen PCR-Test in einem Testzentrum oder in der Hausarztpraxis bestätigt werden. Betroffene sollten sich danach umgehend in häusliche Quarantäne begeben und das Ergebnis abwarten.

Bitte beachten Sie: Die PCR-Bestätigung ist insbesondere bei hohen Inzidenzen in der Regel nicht notwendig und sollte aufgrund klinischer Kriterien abgewogen werden. Mehr zum PCR-Test finden Sie hier.

Testpflicht für Ungeimpfte im Rahmen einer möglichen 3G-Regel

Für alle Personen, die weder vollständig geimpft noch von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind, besteht im Rahmen der 3G-Regel eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests. Ein Schnelltest darf nicht älter als 24 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. Ausgenommen sind Kinder bis zum 6. Lebensjahr sowie Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig im Unterricht getestet werden.

Bitte beachten Sie: Die bisherige Rechtsgrundlage für die meisten Corona-Schutzmaßnahmen ist am 19. März ausgelaufen. Seitdem gilt unter anderem nicht mehr die gesetzliche Verpflichtung für 3G am Arbeitsplatz. Auch entfallen verschärfte Corona-Regeln wie etwa 2G und/oder 2G-Plus für die Gastronomie und Veranstaltungen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Testpflicht in Pflegeheimen und Kliniken

Zum Schutz besonders gefährdeter Personengruppen ist es enorm wichtig, dass Infektionen so früh wie möglich erkannt werden. Seit dem 18. November 2021 müssen alle Personen, die Pflegeheime und Kliniken betreten, einen negativen PCR-Test- oder Schnelltest-Nachweis vorzeigen können. Diese Regelung gilt auch für Geimpfte und Genesene. Personen, die geimpft oder genesen sind, erhalten den Test kostenfrei. Auch geimpfte Beschäftigte müssen regelmäßig ein negatives Testergebnis vorweisen. Diese Tests können auch als Selbsttest durchgeführt werden.

Gut zu wissen: Seit dem 16. März 2022 gilt zudem eine einrichtungsbezogene Impfpflicht in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.

Schnelltests für Unternehmen

Nach einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung sind Schnelltests auch für Unternehmen zugänglich, die damit den Arbeitsalltag ihres Personals sicherer gestalten können. Die Beschaffung übernehmen sie dabei selbst. Die Tests können online sowie über Apotheken, den Großhandel oder direkt vom Hersteller bezogen werden. Mehr zur Bereitstellung von Tests, wo und wann diese durchgeführt werden sollten etc. erfahren Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

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